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	<title>Mickey-Mousing - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T11:02:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Wihajster: WP-Link</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;WP-Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mickey-Mousing&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Großschreibung beider Wörter gemäß § 55 (3), Bindestrich empfohlen nach § 45 E&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;, [[Duden]], 24. Auflage&amp;lt;/ref&amp;gt; [{{IPA|ˌmɪkimaʊzɪŋ}}] bezeichnet eine [[Filmmusik]]technik, bei der Geschehnisse im Film punktgenau von Musik begleitet werden. Diese oftmals stark akzentuierten musikalischen Elemente finden in dieser Form vor allem in frühen Zeichentrickfilmen von [[Walt Disney]] Verwendung, weshalb sich die wohl von [[David O. Selznick]] etablierte&amp;lt;ref&amp;gt;Ludger Kaczmarek, James zu Hüningen: [http://filmlexikon.uni-kiel.de/index.php?action=lexikon&amp;amp;tag=det&amp;amp;id=2065 mickey mousing]. In: Lexikon der Filmbegriffe, Hrsg. von [[Hans Jürgen Wulff|Hans J. Wulff]] und Theo Bender&amp;lt;/ref&amp;gt; Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Mickey-Mousing&amp;#039;&amp;#039; in Anlehnung an Disneys Zeichentrickfigur [[Micky Maus]] (engl. &amp;#039;&amp;#039;Mickey Mouse&amp;#039;&amp;#039;) durchsetzte. Eine abgeschwächte Form des &amp;#039;&amp;#039;Mickey-Mousing&amp;#039;&amp;#039; ist das [[Underscoring]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anleihen aus der Programmmusik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Mickey-Mousing&amp;#039;&amp;#039; ist seinem Wesen nach keine Erfindung der Filmindustrie. Anleihen waren in weniger überzeichneter Form bereits lange vor der Entstehung des Films in der [[Programmmusik]] der [[Kunstmusik|Klassischen Musik]] zu erkennen. So gestaltet [[Joseph Haydn]] in seinem Oratorium &amp;#039;&amp;#039;[[Die Schöpfung]]&amp;#039;&amp;#039; die Stelle &amp;#039;&amp;#039;Und es ward Licht&amp;#039;&amp;#039; mit einem plötzlichen [[Dynamik (Musik)|Forte]] und lässt bei der Schilderung des Sonnenaufgangs die Tonhöhe allmählich ansteigen. Im [[Requiem (Mozart)|Requiem von Mozart]] wird im &amp;#039;&amp;#039;Lacrimosa&amp;#039;&amp;#039; ebenfalls eine ansteigende Tonfolge verwendet, um die Auferstehung der Toten zu schildern. In verschiedenen [[Messe (Musik)|Messen]] soll beim &amp;#039;&amp;#039;Crucifixus&amp;#039;&amp;#039; ein pochender Rhythmus die Hammerschläge symbolisieren, mit denen Christus ans Kreuz genagelt wird. In [[Jean-Jacques Rousseau]]s Ouvertüre zu seinem Stück &amp;#039;&amp;#039;[[Pygmalion (Rousseau)|Pygmalion]]&amp;#039;&amp;#039; werden die Hammerschläge imitiert, mit denen ein Bildhauer seine Statue perfektioniert. Seit ab dem Ende des 18. Jahrhunderts die Musik nicht mehr als nachahmende Kunst betrachtet wird, werden solche Illustrationen allerdings zunehmend geringgeschätzt. [[Beethoven]] erklärte etwa zu seiner &amp;#039;&amp;#039;[[6. Sinfonie (Beethoven)|Pastoralsinfonie]]&amp;#039;&amp;#039; (1808), dass sie „mehr Ausdruck der Empfindung als Mahlerey“ sein solle. Im Unterhaltungstheater wie im [[Melodram (Theater)|Melodram]] und der [[Pantomime]] blieb die illustrierende Musik allerdings präsent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung und Intention ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen musikalischer und geräuschhafter Begleitung ist der [[Slapstick]] einzuordnen, mit dem man Aktionen auf der Bühne und später im [[Stummfilm]] akustisch verstärkte. Im [[Tonfilm]] war es [[Max Steiner]], der diese Technik in seiner Musik zu &amp;#039;&amp;#039;[[King Kong und die weiße Frau]]&amp;#039;&amp;#039; im Jahr 1933 als einer der ersten Filmmusik-Komponisten verwendete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kmc&amp;quot;&amp;gt;Albrecht Dümling in &amp;#039;&amp;#039;Kino – Movie – Cinema&amp;#039;&amp;#039;, S. 116. Argon, Berlin 1995, ISBN 3-87024-297-3.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Film werden Kongs Bewegungen beim Erklimmen des [[Empire State Building]]s mit [[Dynamik (Musik)|Crescendos]], also einem Lauterwerden der Musik untermalt, oder die Schritte eines Einheimischen mit Bassinstrumenten synchron verstärkt. Walt Disney nahm den Film als Anregung, die neue Filmmusiktechnik in seinen eigenen Filmen weiterzuentwickeln. In Filmen wie den &amp;#039;&amp;#039;[[Silly Symphonies]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Fantasia]]&amp;#039;&amp;#039; und den frühen abendfüllenden [[Liste der Disney-Filme|Disney-Filmen]] der „Meisterwerke“-Reihe wie &amp;#039;&amp;#039;[[Pinocchio (1940)|Pinocchio]]&amp;#039;&amp;#039; wurde das &amp;#039;&amp;#039;Mickey-Mousing&amp;#039;&amp;#039; perfektioniert: Jeder Sprung Pinocchios wird von einem [[Glissando]] begleitet, während ein Sturz mit einem tiefen [[Pauke]]nschlag untermalt wird. Zu Meistern dieser Form der musikalischen Akzentuierung entwickelten sich insbesondere Disneys „Hauskomponisten“ [[Paul J. Smith]] und [[Oliver Wallace]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;kmc&amp;quot; /&amp;gt; [[Carl Stalling]], der die Filmmusik zu Zeichentrickfilmen mit seiner Musik zu &amp;#039;&amp;#039;[[Looney Tunes]]&amp;#039;&amp;#039; entscheidend prägte, verband die Technik mit postmoderner Ästhetik, indem Stimmungen in Sekundenschnelle erzeugt und wieder verworfen werden. Mit Musik, die auf den Filminhalt abgestimmt ist, werden die Zuschauer geführt, ohne dass dies ihnen bewusst wird. Wird dies geschickt gemacht, können neue filmische Zusammenhänge erschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beispiel außerhalb eines Zeichentrickfilms ist der James-Bond-Film &amp;#039;&amp;#039;[[James Bond – 007 jagt Dr. No|Dr No]]&amp;#039;&amp;#039; von 1962. Als Bond eine Spinne totschlägt, wird dies mit Orchester-Shouts pro Schlag untermalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Sinnbild (Musik)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
|Autor=Irwin Bazelon&lt;br /&gt;
|Titel=Knowing the Score – Notes on Film Music&lt;br /&gt;
|Verlag=Arco Publishing&lt;br /&gt;
|Ort=New York&lt;br /&gt;
|Jahr=1975&lt;br /&gt;
|ISBN=0-668-05132-9&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
|Autor=Fred Karlin&lt;br /&gt;
|Titel=Listening to Movies – The Film Lover’s Guide to Film Music&lt;br /&gt;
|Verlag=Schirmer Books&lt;br /&gt;
|Ort=New York&lt;br /&gt;
|Jahr=1994&lt;br /&gt;
|ISBN=0-02-873315-0&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Literatur: Mannerfeldt, Nils: &amp;#039;&amp;#039;Mickey mousing – och sedan då? Något om musikens roll i tidiga animerade kortfilmer från Walt Disney Studios&amp;#039;&amp;#039;. In: Musikologen 1992 (Uppsala: Institutionen för musikvetenskap), S. 23–29.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Matthias C. Hänselmann: &amp;#039;&amp;#039;Der Zeichentrickfilm. Eine Einführung in die Semiotik und Narratologie der Bildanimation.&amp;#039;&amp;#039; Schüren, Marburg, 2016. S. 259–272. ISBN 978-3-89472-991-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Filmmusiktechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Disney]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wihajster</name></author>
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