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	<title>Michelfeld - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Michelfeld&amp;diff=254259&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;EberhardI: /* Michelfeld */ Walter von Michelfeld.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Michelfeld&amp;diff=254259&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-26T21:57:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Michelfeld: &lt;/span&gt; Walter von Michelfeld.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die württembergische Gemeinde Michelfeld, zu weiteren Bezeichnungen siehe [[Michelfeld (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Michelfeld - geo-en.hlipp.de - 11654.jpg|mini|300px|Michelfeld Ortsmitte, Blickrichtung „Rote Steige“]]&lt;br /&gt;
{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Wappen            = DEU Michelfeld COA.svg&lt;br /&gt;
|Breitengrad       = 49/06/02/N&lt;br /&gt;
|Längengrad        = 09/40/54/E&lt;br /&gt;
|Lageplan          = Michelfeld in SHA.svg&lt;br /&gt;
|Bundesland        = Baden-Württemberg&lt;br /&gt;
|Regierungsbezirk  = Stuttgart&lt;br /&gt;
|Landkreis         = Schwäbisch Hall&lt;br /&gt;
|Höhe              = 361&lt;br /&gt;
|PLZ               = 74545&lt;br /&gt;
|Vorwahl           = 0791, 07903, 07949&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel = 08127059&lt;br /&gt;
|LOCODE            = DE MCF&lt;br /&gt;
|Straße            = Haller Straße 35&lt;br /&gt;
|Website           = [https://www.michelfeld.de/ www.michelfeld.de]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister     = Wolfgang Binnig&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Michelfeld&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Gemeinde im [[Landkreis Schwäbisch Hall]] im [[Franken (Region)|fränkisch]] geprägten Nordosten [[Baden-Württemberg]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
=== Geographische Lage ===&lt;br /&gt;
Michelfeld liegt in 354 bis 509 Meter Höhe rund fünf Kilometer westlich der Kreisstadt [[Schwäbisch Hall]]. Die Gemeinde hat Anteil an den [[Naturraum|Naturräumen]] [[Schwäbisch-Fränkische Waldberge]] und [[Hohenloher Ebene|Hohenloher-Haller Ebene]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Naturräume Baden-Württembergs&amp;#039;&amp;#039;. Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg, Stuttgart 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der namengebende Hauptort liegt im flachen Grund und auf dem linken Hang des Tals der [[Bibers]], die hier in Südsüdostlauf aus den [[Waldenburger Berge]]n in die Hügellandschaft des [[Rosengarten (Haller Bucht)|Rosengartens]] heraustritt. Dorf und Tal werden von der aus Schwäbisch Hall kommenden [[Bundesstraße 14]] durchquert, die anschließend über die sogenannte Rote Steige die Hochebene des [[Mainhardter Wald]]es im Westen erklimmt. Eine recht große Bevölkerung hat auch noch das Dorf Gnadental weiter oben im noch engen Biberstal. Der größte Teil des Gemeindegebietes liegt nördlich und nordwestlich von Michelfeld auf den rauen und waldreichen Hochebenen der Waldenburger Berge beidseits des Taleinschnitts, über die viele kleine Weiler und Gehöfte verstreut sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachbargemeinden ===&lt;br /&gt;
Michelfeld grenzt im Osten an das Stadtgebiet von Schwäbisch Hall, im Südwesten an [[Mainhardt]] und im Nordwesten an [[Pfedelbach]] und die Stadt [[Waldenburg (Württemberg)|Waldenburg]], beide im [[Hohenlohekreis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindegliederung ===&lt;br /&gt;
Zur Gemeinde Michelfeld gehören 33 Dörfer, Weiler, Höfe und Häuser.&lt;br /&gt;
* Zur ehemaligen Gemeinde Gnadental gehören das [[Dorf]] Gnadental, der [[Weiler]] Büchelberg und die [[Einzelsiedlung|Höfe]] Eichelberg, Forsthaus, Vorderziegelhalden und das Haus Winterrain sowie die [[Wüstung|abgegangenen Ortschaften]] Jagdhaus und Ziegelhalde.&lt;br /&gt;
* Zur Gemeinde Michelfeld im Gebietsstand vom 30. Juni 1971 gehören Dorf Michelfeld, die Weiler [[Blindheim (Michelfeld)|Blindheim]], Eichholz, Erlin, Forst, Hahnenbusch, Kiesberg, Koppelinshof, Lemberg, Leoweiler, Lindachshof, Neunkirchen, Rinnen, Schöpperg, Wagrain und Witzmannsweiler, die Höfe Baierbach, Baumgarten, Bürkhof, Mäurershäusle, Messersmühle, Molkenstein (mit [[Burgstall Molkenstein]]), Pfeiffershäusle, Rote Steige und die Häuser Buchernhof, Landturm und [[Lemberghaus (Michelfeld)|Lemberghaus]] sowie die abgegangenen Ortschaften Egelsee, Einsiedelei, Schneidemühle und Sezershof.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg.&amp;#039;&amp;#039; Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1, S. 552–555&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zweck der Durchführung einer [[Unechte Teilortswahl|Unechten Teilortswahl]] ist die Gemeinde zu [[Kommunalwahl]]en in drei sog. „Wohnbezirke“  unterteilt:&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Michelfeld&amp;#039;&amp;#039; mit den [[Ortschaft|Orten]] Michelfeld, Baumgarten, Buchernhof, Bürkhof, Forst, Gewerbegebiet Kerz, Koppelinshof, Landturm, Leoweiler, Lindachshof, Molkenstein und Rote Steige;&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Gnadental&amp;#039;&amp;#039; mit den Orten Gnadental, Büchelberg, Eichelberg, Forsthaus, Vorderziegelhalden und Winterrain;&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Neunkirchen/Rinnen&amp;#039;&amp;#039; mit den Orten Neunkirchen, Rinnen (mit [[Burgstall Rinnen]]), Baierbach, [[Blindheim (Michelfeld)|Blindheim]], Eichholz, Erlin, Hahnenbusch, Lemberg, Lemberghaus, Messersmühle, Schöpperg, Wagrain und Witzmannsweiler&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.michelfeld.de/php/ortsrecht.php?p=ortsrecht01.htm |wayback=20071110044233 |text=Gemeindeverfassung der Gemeinde Michelfeld }}, abgerufen am 11. April 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flächenaufteilung ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;timeline&amp;gt;&lt;br /&gt;
ImageSize = width:600 height:150&lt;br /&gt;
PlotArea  = width:90% height:66% bottom:25% left:5%&lt;br /&gt;
DateFormat = x.y&lt;br /&gt;
Period = from:0 till:100&lt;br /&gt;
Legend = columns:2 columnwidth:250 left:12% top:95%&lt;br /&gt;
TimeAxis  = orientation:horizontal&lt;br /&gt;
ScaleMajor = unit:year increment:10 start:0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# The formatting blanks in the Colors-section are in fact figure spaces (U+2007)&lt;br /&gt;
Colors =&lt;br /&gt;
  id:Gesa   value:white        legend:    3522_ha Gesamtfläche&lt;br /&gt;
  id:Wald   value:teal         legend:1785_ha = 50,7_% Waldfläche&lt;br /&gt;
  id:Land   value:yelloworange legend:1379_ha = 39,1_% Landwirtschaftsfläche&lt;br /&gt;
  id:Wass   value:brightblue   legend:  38_ha =  1,1_% Wasserfläche&lt;br /&gt;
  id:Erho   value:green        legend:   8_ha =  0,2_% Erholungsfläche&lt;br /&gt;
  id:Geba   value:red          legend: 148_ha =  4,2_% Gebäude-_und_Freifläche&lt;br /&gt;
  id:Verk   value:tan1         legend: 147_ha =  4,2_% Verkehrsfläche&lt;br /&gt;
  id:Sons   value:purple       legend:  16_ha =  0,5_% Sonstige_Flächen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PlotData =&lt;br /&gt;
 from:00.0 till:50.7 color:Wald&lt;br /&gt;
 from:50.7 till:89.8 color:Land&lt;br /&gt;
 from:89.8 till:90.9 color:Wass&lt;br /&gt;
 from:90.9 till:91.1 color:Erho&lt;br /&gt;
 from:91.1 till:95.3 color:Geba&lt;br /&gt;
 from:95.3 till:99.5 color:Verk&lt;br /&gt;
 from:99.5 till:100.0 color:Sons&lt;br /&gt;
&amp;lt;/timeline&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Daten des [[Statistisches Landesamt Baden-Württemberg|Statistischen Landesamtes]], Stand 2014.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.statistik-bw.de/BevoelkGebiet/GebietFlaeche/015152xx.tab?R=GS127059 Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung] für Michelfeld.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Siebmacher Wappen Michelfeld.jpg|mini|Das Wappen derer von Michelfeld (aus Johann Siebmachers Wappenbuch, 1705)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michelfeld ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Michelfeld (4).jpg|mini|Dorfkirche Michelfeld]]&lt;br /&gt;
Ursprünglich dem Ortsadel derer [[Edle von Michelfeld|von Michelfeld]] gehörend&amp;lt;ref&amp;gt;Walter von Michelfeld. In: Regesten der Grafen von Katzenelnbogen, Band I, S. 284, Urkunde Nr. 882 um 1340.&amp;lt;/ref&amp;gt;, kam der Ort mit der Zeit in den Besitz des [[Comburg|Benediktinerklosters Comburg]], das ihn aus Finanznot 1521 an die Stadt [[Schwäbisch Hall]] verkaufte. Michelfeld wurde damit Teil der Landbesitzungen der damaligen [[Reichsstadt Hall]]. Jedoch war das Gebiet der heutigen Altgemeinde zwei verschiedenen, hällischen Ämtern unterstellt.&lt;br /&gt;
Michelfeld selbst, sowie Landturm, Leoweiler, Molkenstein und Rotensteige unterstanden dem [[Amt Rosengarten]]. Alle übrigen Orte gehörten zum [[Amt Kocheneck]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.leo-bw.de/web/guest/detail-gis/-/Detail/details/ORT/labw_ortslexikon/3114/Michelfeld+-+Altgemeinde%7ETeilort Ortsgeschichte auf leo-bw]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haller Landheeg ===&lt;br /&gt;
Durch die heutige Gemeinde Michelfeld verlief die [[Haller Landheeg]]e – die mittelalterliche Grenzbefestigung der Reichsstadt Hall. Sie ist an mehreren Stellen im Gemeindegebiet deutlich erhalten, besonders im Wald in der Umgebung der [[Rote Steige (Michelfeld)|Roten Steige]] sowie bei Gnadental und Rinnen. An wichtigen Verkehrswegen standen [[Haller Landheeg#Landtürme|Landtürme]] an dieser Grenze, einer davon am oberen Ende der alten Roten Steige, der früheren Fernstraße von Hall nach Heilbronn, nahe der heutigen B 14. An den einstigen [[Wartturm|Landturm]] erinnert der Ortsname des heutigen Wohnplatzes.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.leo-bw.de/web/guest/detail-gis/-/Detail/details/ORT/labw_ortslexikon/3091/Michelfeld Michelfeld auf leo-bw]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auflösung der Reichsstadt und Übernahme der Haller Landgebiete durch das Herzogtum [[Württemberg]] 1802 gehörte die Gemeinde zum neu gegründeten württembergischen [[Oberamt Hall]], aus dem 1934 der Kreis Hall und 1938 der [[Landkreis Schwäbisch Hall|Landkreis Hall]] hervorging, der 1941 wie die Stadt in Schwäbisch Hall umbenannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gnadental ===&lt;br /&gt;
Der heutige Ortsteil Gnadental lag außerhalb des Territoriums der Reichsstadt Hall und gehörte dem [[Haus Hohenlohe]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Johann Friedrich Reik (1836-1904), Aquarell, Gnadental (Michelfeld), ehemalige Klosterkirche St. Maria von Nordosten.jpg|mini|Kloster Gnadental auf einem Gemälde von [[Johann Friedrich Reik]]]]&lt;br /&gt;
Das Dorf Gnadental geht auf eine Klostergründung zurück, welche um das Jahr 1237 stattfand. Die Stifter des Klosters waren Konrad von Krautheim und seine Gemahlin Kunigunde von Eberstein, die dort Grund und Boden besaßen. Sie verlegten das von ihnen gegründete Frauenkloster der [[Zisterzienser]]innen von [[Hohebach]] in das abgelegene Biberstal. Der heutige Ort entstand durch Ansiedlung von Bediensteten, die sich am Kloster niederließen. Da keine Landwirtschaftsflächen an Bauern verpachtet wurden, bestand die Bevölkerung Gnadentals lange Zeit lediglich aus Handwerkern und Dienstpersonal des Klosters und der Vogtei. Nach dem Tod der Stifter ging die [[Vogt#Kirchenvögte|Kloster-Vogtei]] durch Erbe an [[Hohenlohe (Adelsgeschlecht)#Neuensteiner Linie|Hohenlohe-Neuenstein]] und [[Hohenlohe (Adelsgeschlecht)#Waldenburger Linie|Hohenlohe-Waldenburg]] zu gleichen Teilen über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Reformation]], welche die Hohenloher Adelshäuser in ihren Herrschaftsbereichen übernahmen, lösten die Schutzvögte das Kloster auf, [[Säkularisation|säkularisierten]] dessen Grundbesitz, brachten diesen an sich und übten die [[Grundherrschaft]] über die ehemaligen Klostergüter aus. Bis Gnadental 1589 endgültig an Hohenlohe-Neuenstein kam, gab es in Gnadental zwei [[Schultheiß]]e, die das Klostergut gemeinsam verwalteten: einen neuensteinischen und einen waldenburgischen. Bis zur [[Mediatisierung]] der Fürstenhäuser durch [[Württemberg]] war Gnadental dem hohenlohischen [[Amt (historisches Verwaltungsgebiet)|Amt]] [[Michelbach am Wald#Geschichte|Michelbach]] unterstellt und kam schließlich 1806 an das [[Königreich Württemberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst gehörte Gnadental zum [[Verwaltungsgliederung Württembergs#Verwaltungsgliederung ab 1806|Oberamt Neuenstein]] und ab 1810 zum [[Oberamt Öhringen]]. 1820 wurde die Schultheißerei Gnadental zur eigenständigen Gemeinde erhoben. 1938 kam der Ort infolge der Kreisreform während der [[Württemberg zur Zeit des Nationalsozialismus|NS-Zeit in Württemberg]] zum Landkreis Hall, bzw. seit 1941 Landkreis Schwäbisch Hall.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.leo-bw.de/web/guest/detail-gis/-/Detail/details/ORT/labw_ortslexikon/3103/Gnadental+-+Altgemeinde%7ETeilort Gnadental auf leo-bw]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Orts-Rufname Gnadentals ist von Alters her: „im Kloster“ oder einfach „Kloster“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegsentwicklung ===&lt;br /&gt;
1945 bis 1952 gehörte die Gemeinden Michelfeld und Gnadental zum Nachkriegsland [[Württemberg-Baden]], das 1945 in der [[Amerikanische Besatzungszone|Amerikanischen Besatzungszone]] gegründet worden war, ab 1952 zum neuen Bundesland Baden-Württemberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung der Gesamtgemeinde ===&lt;br /&gt;
Die zuvor selbständige Gemeinde Gnadental wurde am 1. Juli 1971 nach Michelfeld eingemeindet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3170032631|Seite=456}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gipsstreit um den Streifleswald ===&lt;br /&gt;
Ein kleiner Teil des Gemeindegebietes, rund um dem Hauptort Michelfeld, liegt anteilig in der naturräumlichen Region &amp;#039;&amp;#039;Haller Bucht&amp;#039;&amp;#039;. Der Untergrund dieses Gebietes besteht aus [[Lettenkeuper|Letten]],- und [[Gipskeuper]], wo [[Gips]] teilweise dicht unter der Oberfläche vorkommt. An vielen Orten rund um Schwäbisch Hall, die im Gipskeuper liegen, wurde Gips im [[Tagebau]] abgebaut und gefördert, so auch südlich von Michelfeld zwischen [[Raibach (Rosengarten)|Raibach]] und [[Bibersfeld]]. Nach dem Ende des Abbaus im dortigen Gipsbruch kam es gegen Ende des 20. Jahrhunderts zum &amp;#039;&amp;#039;Gipsstreit um den Streifleswald&amp;#039;&amp;#039;, einer im Gemeindegebiet liegenden Waldregion, nördlich von Michelfeld. Die [[Gipswerk|Gipsfirmen]] der Umgegend beantragten den Abbau der ergiebigen reinen Gipslager im Streifleswald. Die Gemeinde Michelfeld war gegen diese Pläne, weil der Gipsabbau massive Veränderungen der Landschaft und einen radikalen Eingriff in das Ökosystem bedeutet hätte. Eine [[Bürgerinitiative]] unterstützte das Verhindern der Umwandlung des [[Naherholungsgebiet]]es in einen Gipsbruch. Dies führte zu jahrzehntelangen Auseinandersetzungen und Gerichtsverhandlungen, die bis vor dem [[Bundesverwaltungsgericht (Deutschland)|Bundesverwaltungsgericht]] ausgetragen wurden. Letztendlich wurde 2004 eine Erlaubnis des Gipsabbaus in Michelfeld abgelehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen wurde der Streifleswald zusammen mit dem Streiflesberg und angrenzendem Gelände zum [[Landschaftsschutzgebiet]] erklärt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.leo-bw.de/web/guest/detail-gis/-/Detail/details/ORT/labw_ortslexikon/3091/Michelfeld Michelfeld auf leo-bw]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religionszugehörigkeit ==&lt;br /&gt;
Am 31. Dezember 2018 waren von den Einwohnern Michelfelds&lt;br /&gt;
* 54,1 % [[Evangelische Kirche|evangelische Christen]],&lt;br /&gt;
* 15,1 % Katholiken&lt;br /&gt;
* 30,8 % Sonstige (einer anderen bzw. keiner Konfession zugehörig).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.michelfeld.de/fileadmin/Dateien/Dateien/Unsere_Gemeinde.pdf Unsere Stadt Michelfeld  Bevölkerung 2018], abgerufen am 26. Dezember 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 31. Dezember 2022 waren von den Einwohnern Michelfelds&lt;br /&gt;
* 48,8 % evangelische Christen,&lt;br /&gt;
* 13,8 % [[Römisch-katholische Kirche|Katholiken]]&lt;br /&gt;
* 37,7 % Sonstige (einer anderen bzw. keiner Konfession zugehörig).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.michelfeld.de/fileadmin/Dateien/Dateien/Zahlen_Daten_Fakten/Strukturdatenblatt_Juni_2023.pdf Unsere Stadt Michelfeld Strukturdaten Bevölkerung 2022], abgerufen am 15. Mai 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Gemeinderat ===&lt;br /&gt;
Der Gemeinderat in Michelfeld hat 14 Mitglieder. Er besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kommunalwahlen in Baden-Württemberg 2024|Kommunalwahl am 9. Juni 2024]] führte zu folgendem Endergebnis.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wahlergebnisse.komm.one/lb/produktion/wahltermin-20240609/08127059/praesentation/ergebnis.html?wahl_id=5026&amp;amp;stimmentyp=0&amp;amp;id=ebene_-16353_id_25631 Wahlinformationen des Kommunalen Rechenzentrums Stuttgart]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Wahlbeteiligung lag bei 66,7 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;text-align:right; background:#DDEEFF;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#CCDDEE&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| Liste || Stimmen || Sitze || Ergebnis 2019&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| Unabhängige Bürger || 48,33 % || 7 || 9 Sitze&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| Freie Bürger || 35,04 % || 5 || 5 Sitze&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| Aktive Bürger || 16,63 % || 2 || 4 Sitze&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
Bürgermeister ist seit 2001 Wolfgang Binnig. Er wurde 2009, 2017 und 2025 wiedergewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gottfried Mahling |url=https://www.swp.de/lokales/schwaebisch-hall/buergermeisterwahl-in-michelfeld-955-prozent-fuer-wolfgang-binnig-78183483.html |titel=Bürgermeisterwahl in Michelfeld: 95,5 Prozent für Wolfgang Binnig |werk=swp.de |datum=2025-07-13 |abruf=2025-07-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kloster Gnadental330.jpg|mini|Ehemalige Klosterkirche in Gnadental]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Theater === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Bauwerke ===&lt;br /&gt;
* Pfarrkirche [[Peter-und-Paul-Kirche (Michelfeld)|Peter und Paul in Michelfeld]] (1282)&lt;br /&gt;
* Ehemaliges Zisterzienserinnen-Kloster in Gnadental (1243), siehe Artikel [[Kloster Gnadental (Michelfeld)|Kloster Gnadental]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sport ==&lt;br /&gt;
In Michelfeld ist der Turn- und Sportverein (TSV) Michelfeld angesiedelt. Er wurde 1954 gegründet und hat mehr als 1000 Mitglieder. Das Außensportgelände mit Tennis und Fußballplätzen ist am Abzweig nach Gnadental an der L&amp;amp;nbsp;1046 angesiedelt. Die Hallen sind an der Grundschule angesiedelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Homepage des Sportvereins [http://www.tsv-michelfeld.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=frontpage&amp;amp;Itemid=77 TSV Michelfeld]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
Die Wirtschaft wird durch die Nähe zur Kreisstadt bestimmt. Trotzdem ist Michelfeld keine reine Wohngemeinde. 800 Einwohner sind in Arbeitsstätten in der Gemeinde beschäftigt, überwiegend im Dienstleistungsbereich, 1200 Michelfelder verdienen ihren Lebensunterhalt außerhalb. Auch die Landwirtschaft spielt eine Rolle, es gibt noch etwa 25 landwirtschaftliche Vollerwerbsbetriebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michelfeld hat eine Grundschule, die auch eine [[Ganztagsbetreuung]] anbietet.&amp;lt;ref&amp;gt;Homepage der [https://www.gs-michelfeld.de/index.php?id=286 Grundschule]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Söhne und Töchter der Gemeinde:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Christian Philipp]] (1893–1963), Offizier, Generalleutnant&lt;br /&gt;
* [[Otto Merker (Generaldirektor)|Otto Merker]] (1899–1986), Maschinenbauingenieur&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Krohmer]] (1908–1989), Kommunalpolitiker&lt;br /&gt;
* [[Helmut Günther (Autor)|Helmut Günther]] (1911–1983), Pädagoge und Tanzpublizist&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Ruth]] (1927–2016), Diplomat&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Rudolph Friedrich von Moser: &amp;#039;&amp;#039;[[s:Beschreibung des Oberamts Hall/Kapitel B 13|Michelfeld]]&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[[s:Beschreibung des Oberamts Hall|Beschreibung des Oberamts Hall]]&amp;#039;&amp;#039;, 1847&lt;br /&gt;
* Paul Schmid: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Pfarrdorfs Michelfeld OA. Hall.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Blätter für württembergische Kirchengeschichte&amp;#039;&amp;#039;. 10. Jg. 1895, S. 33–39 und ([https://gdz.sub.uni-goettingen.de/id/PPN720885019_0010 Digitalisat]) S. 46–48 ([https://gdz.sub.uni-goettingen.de/id/PPN720885019_0010 Digitalisat])&lt;br /&gt;
* {{OberamtWürtt |Oberamt=Oehringen |Titel=Gnadenthal |Seite=226–239 |Wikisource=Kapitel B 14}}&lt;br /&gt;
* {{OberamtWürtt |Oberamt=Hall |Titel=Michelfeld |Seite=225–234 |Wikisource=Kapitel B 13}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage}}&lt;br /&gt;
* [https://udo.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/p/7F2P Karte der Gemeinde Michelfeld] auf: {{GeoQuelle|DE-BW|LUBW|ref=nein}}&amp;lt;!--bessere Karte--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://www.geoportal-bw.de/geoportal/opencms/de/geoviewer.html?WMC=1433851882353351 Karte des Dorfes Michelfeld] auf: {{GeoQuelle|DE-BW|GeoView|ref=nein}}&amp;lt;!--besser verfügbare Karte--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://www.swp.de/suedwesten/staedte/schwaebisch-hall/_maerchenhaft-wie-disneyland_-23690641.html &amp;#039;&amp;#039;Gesundheitskonzept in Michelfeld lockt Fernsehkameras an&amp;#039;&amp;#039;] am 11. Oktober 2017 auf swp.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Landkreis Schwäbisch Hall}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4039128-0|VIAF=237237502}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Schwäbisch Hall]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Michelfeld| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort an der Bibers]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;EberhardI</name></author>
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