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	<title>Michele Arditi - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gaetano Forte, Michele Arditi, 1835.jpg|mini|Michele Arditi, Gemälde von [[Gaetano Forte]] (1835)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Michele Arditi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. September]] [[1746]] in [[Presicce]]; † [[23. April]] [[1838]] in [[Neapel]]) war ein [[Italien|italienischer]] Jurist und [[Klassische Archäologie|Klassischer Archäologe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Arditi studierte an der [[Universität Neapel Federico II|Universität Neapel]] Rechtswissenschaft und war danach als Anwalt tätig. 1767 veröffentlichte er eine gelehrte lateinische Abhandlung zum Vormundschaftsrecht. Daneben behandelte er Feudalrecht und lokale Streitigkeiten, wobei er die praktische forensische Erfahrung mit der Rechtslehre zu verbinden suchte. Mit [[Giacomo Martorelli]], dem ersten Ausgräber Pompejis, war Arditi befreundet. 1787 wurde Arditi Mitglied der [[Accademia Ercolanense]] und lieferte fortan zahlreiche Beiträge zur Beschreibung von Fundstücken aus [[Herculaneum]], vor allem zu Band 8 der &amp;#039;&amp;#039;Antichità di Ercolano&amp;#039;&amp;#039;. Nach dem Verzicht seines Bruders erhielt er den Titel eines &amp;#039;&amp;#039;marchese&amp;#039;&amp;#039;, was der König 1797 bestätigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Zwischenspiel, in dem [[Antoine Christophe Saliceti]] und [[Pietro La Vega]] Grabungsleiter in [[Pompeji]] waren, folgte 1807 Michele Arditi auf [[Francesco La Vega]]. Er erstellte im Auftrag der [[Bourbon-Sizilien|bourbonischen]] Herrscher des [[Königreich Neapel|Königreichs Neapel]] einen großangelegten Plan zur Erschließung der archäologischen Stätte von Pompeji. Auf seine Initiative hin wurden die Eigentümer des Landes, unter dem sich die Ruinenstätte verbarg, ausbezahlt oder enteignet, so dass das komplette Stadtgebiet zur Ergrabung frei war. Mit dem Versuch, die Stadtmauern zu finden und komplett auszugraben, erfolgten die ersten zielgerichteten Forschungen in der antiken Stadt. Arditi führte heute so selbstverständliche Dinge ein wie den Abtransport des Abraumes zu einem Platz außerhalb des Grabungsgeländes oder den Beginn der Grabung an zwei Punkten, die sich dann zielgerichtet aufeinander zubewegen und schließlich aufeinandertreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank der Pompeji-Begeisterung der Franzosen, vor allem der Königin [[Caroline Bonaparte]], der Gattin von [[Joachim Murat]], konnte nun erstmals in großem Stil gegraben werden. Zeitweise konnte Arditi über bis zu 700 Arbeiter verfügen. In dieser Zeit wurden beispielsweise das [[Casa di Sallustio|Haus des Sallust]], das Herculaner Tor und Teile des Forums, etwa der &amp;#039;&amp;#039;Fortuna Augusta-Tempel&amp;#039;&amp;#039;, freigelegt. Nachdem die Herrscher von Napoleons Gnaden 1815 Neapel wieder verlassen mussten, kam das Projekt nach einiger Zeit fast zum Erliegen, da die neuen alten Herrscher Neapels aus dem Haus Bourbon-Sizilien kein großes Interesse an den Ausgrabungen und noch weniger Geld dafür hatten. Nur dem Fleiß und Einsatz von Michele Arditi und seiner Nachfolger [[Francesco Maria Avellino]] und [[Domenico Spinelli]] war es zu verdanken, dass 1863 [[Giuseppe Fiorelli]] mit seinen bahnbrechenden Ausgrabungen beginnen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1807 wurde Michele Arditi von [[Joseph Bonaparte]] zum Direktor des [[Archäologisches Nationalmuseum Neapel|Nationalmuseums in Neapel]] und zum Superintendenten der archäologischen Ausgrabungen ernannt, im April 1817 wurde er von König [[Ferdinand I. (Sizilien)|Ferdinand I.]] in diesen Ämtern bestätigt und zugleich zum Generaldirektor für die literarischen, antiquarischen und Kunstsammlungen ernannt. Zahlreiche Objekte aus seinem Besitz stiftete er den Sammlungen, denen er vorstand. Arditi gehörte zu den humanistisch gebildeten Universalgelehrten des &amp;#039;&amp;#039;Settecento&amp;#039;&amp;#039;, mit vielen von ihnen stand er in regelmäßigem Briefkontakt, unter anderen mit [[Gaetano Marini]], [[Stefano Borgia]], [[Giovanni Battista Tommasi]] oder [[Ennio Quirino Visconti]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch als Komponist hat Arditi sich betätigt. Sein 1767 geschriebenes Oratorium &amp;#039;&amp;#039;[[Gioas re di Giuda (Arditi)|Gioas re di Giuda]]&amp;#039;&amp;#039; wurde erneut 2012 beim Festival „La voce degli Angeli“ in [[Presicce]] aufgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.corrieresalentino.it/2012/07/presicce-gioas-re-di-giuda-oratorio-di-michele-arditi-per-il-festival-la-voce-degli-angeli/ &amp;#039;&amp;#039;Presicce: Gioas re di Giuda: Oratorio di Michele Arditi per il Festival “La voce degli Angeli”.&amp;#039;&amp;#039; Veranstaltungsankündigung vom 25. Juli 2012 auf &amp;#039;&amp;#039;corrieresalentino.it&amp;#039;&amp;#039; (italienisch)], abgerufen am 8. Juni 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michele Arditi wurde in der Kirche [[San Ferdinando (Kirche, Neapel)|San Ferdinando]] in Neapel begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Illustrazione di un antico verso trovato nelle ruine di Locri&amp;#039;&amp;#039; (1791)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Il porto di Miseno&amp;#039;&amp;#039; (1808)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;Ermatena ossia la impronta da darsi al gettone della regal societa&amp;#039;&amp;#039; (1816)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;La legge Petronia illustrata col mezzo di un&amp;#039; antica inscrizione rinvenuta nell&amp;#039;Anfiteatro di Pompei&amp;#039;&amp;#039; (1817)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ulisse che giunto nella sicilia di studia d&amp;#039;imbriacar Polifemo&amp;#039;&amp;#039; (1817)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;La Epifania degli dei appo gli antichi&amp;#039;&amp;#039; (1819)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Il Fascino, e l&amp;#039;amuleto contro del fascino presso gli antichi&amp;#039;&amp;#039; (1825)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{DBI|Verfasser=|ID=michele-arditi_(Dizionario-Biografico)|Lemma=Arditi, Michele|Band=4|SeiteVon=|SeiteBis=|Kommentar=|kurz=}}&lt;br /&gt;
* Stefano De Caro: &amp;#039;&amp;#039;Carolina Murat, Michele Arditi e Pompei.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Il Vesuvio e le città vesuviane, 1730-1860.&amp;#039;&amp;#039; Neapel 1998, S. 225–240.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://cir.campania.beniculturali.it/museoarcheologiconazionale/thematic-views/in-museum/T_RA30 Seite des Museo Archeologico Nazionale in Neapel zur Grabungsgeschichte von Pompeji, englisch]; [http://cir.campania.beniculturali.it/museoarcheologiconazionale/itinerari-tematici/nel-museo/collezioni-pompeiane dasselbe italienisch]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=122277147|LCCN=no/00/27370|VIAF=57491095}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Arditi, Michele}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klassischer Archäologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pompejiforscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Archäologischen Nationalmuseums Neapel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Person (Italien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1746]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1838]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Italien)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Arditi, Michele&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=italienischer Archäologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. September 1746&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Presicce]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. April 1838&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Neapel]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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