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	<title>Michel de Ghelderode - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T11:47:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Michel_de_Ghelderode&amp;diff=591439&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Leerzeichen korrigiert, Kleinkram</title>
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		<updated>2026-02-15T23:03:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen korrigiert, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Michel de Ghelderode&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[3. April]] [[1898]] in [[Ixelles/Elsene]]; † [[1. April]] [[1962]] in [[Schaarbeek]]; eigentlich &amp;#039;&amp;#039;Adémar Adolphe-Louis Martens&amp;#039;&amp;#039;) war ein frankophoner Autor [[Belgien|belgisch]]-[[Flandern|flämischer]] Abstammung. Seine Werke werden dem [[Absurdes Theater|Absurden Theater]] zugerechnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
Geboren am 3. April 1898 in Ixelles ([[Belgien]]) als Sohn von Jeanne-Marie Rans und Henri-Alphonse Martens. Obwohl seine aus dem Brüsseler Raum stammende Familie [[Belgisches Niederländisch|flämisch]] war, genoss er eine ausschließlich französischsprachige Schulbildung, die sozialen Aufstieg versprach. Von seinem strengen Vater, der [[Archivar]] war, erbte er die Liebe zur Geschichte. Eine mit 16 Jahren nur knapp überstandene [[Typhus]]erkrankung beeinflusste seine Berufswahl und sollte auch für das spätere Werk Folgen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er begann am [[Königliches Konservatorium Brüssel|Brüsseler Conservatorium]] ein Bratschenstudium, das er aber rasch wieder aufgab. Ab 1917 arbeitete er journalistisch, ab 1918 benutzt er das [[Pseudonym]] &amp;#039;&amp;#039;Michel de Ghelderode&amp;#039;&amp;#039;, das er ab 1930 auch offiziell als Namen führte. Von 1919 bis 1921 leistete er seinen Militärdienst bei der Marine. 1923 wurde er mit dem Preis der Zeitschrift [[la Renaissance d&amp;#039;Occident]] für sein Stück &amp;#039;&amp;#039;Oude Piet&amp;#039;&amp;#039; (nicht ins Deutsche übersetzt) ausgezeichnet und begann eine Verwaltungstätigkeit in der Gemeindeverwaltung von Schaerbeek. 1924 heiratete er standesamtlich Jeanne-Françoise Gérard.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1930 schrieb und inszenierte Ghelderode immer wieder Marionettentheaterstücke, ab 1925 arbeitete er auch sehr erfolgreich für das [[Schauspiel]]. Fruchtbare Schaffensphasen wechselten mit kreativen Krisen und Jahren schwerer Krankheiten. 1926 entstand u.&amp;amp;nbsp;a. das interessante Stück &amp;#039;&amp;#039;la Mort du docteur Faust&amp;#039;&amp;#039;, in dem ein munteres Spiel mit Identitäten getrieben wird, das spätere literarische Entwicklungen vorwegnimmt. Im Jahr 1934 entstanden einige Hauptwerke: &amp;#039;&amp;#039;Masques ostendais&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Sortie de l&amp;#039;acteur&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Sire Hallewyn&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;La Balade du Grand Macabre&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Mademoiselle Jaïre&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1939 schrieb er fast nur noch für das Radio und Prosatexte. Zwischen 1941 und 1943 trug Ghelderode von ihm verfasste Glossen im Radio der deutschen Besatzer vor, was ihm nach der Befreiung vorgeworfen wurde und zu seiner vorzeitigen Pensionierung beitrug. In den fünfziger Jahren kam es in Frankreich zu einer Renaissance seines Werkes. Dennoch starb Ghelderode vereinsamt und verbittert am 1. April 1962. Seine geplante Nominierung für den [[Literaturnobelpreis]] erlebte er nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Obwohl seine Werke in Sachen Qualität und Radikalität nicht hinter denen [[Arthur Adamov]]s, [[Samuel Beckett]]s, [[Jean Genet]]s, [[Eugène Ionesco]]s und [[Alfred Jarry]]s zurückstehen, sind sie doch weit weniger bekannt. Im Werk Ghelderodes schlägt seine Liebe zum historischen [[Mittelalter]] und zur [[Renaissance]] oft in der Wahl seiner [[Sujet]]s und in den teils [[Mysterienspiel]]en und der [[Commedia dell’arte]] entlehnten Figuren durch. Immer wieder werden Todesmotive aufgegriffen. In der häufigen Beschäftigung mit dem Spiel um Persönlichkeiten und Identitäten liegt eine Verwandtschaft zum Schaffen des Zeitgenossen [[Luigi Pirandello]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur ein kleiner Teil des Œuvres ist ins Deutsche übersetzt, selbst antiquarisch sind Ausgaben nur schwer zu beschaffen. Gewisser Beliebtheit auf deutschsprachigen Bühnen erfreut sich allein Ghelderodes bekanntestes Werk, &amp;#039;&amp;#039;Der Bummel des großen Makabren (La Balade du Grand Macabre)&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;quot;il ne s&amp;#039;agit pas d&amp;#039;un poème (ballade), mais de la promenade (familièrement, balade) de la Mort sur la terre&amp;quot; (Michel de Ghelderode: La Balade du Grand Macabre. Édition établie et annotée par Jaqueline Blancart-Cassou. Paris 2002, 214) &amp;lt;/ref&amp;gt;, das auch Vorlage für die erfolgreiche moderne Oper [[Le Grand Macabre]] [[György Ligeti]]s ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michel de Ghelderode schrieb nicht nur [[Theaterstück]]e, sondern auch [[Marionette]]nspiele, [[Lyrik]], [[Prosa]] und [[Musik]]. Es ist ebenfalls eine beachtliche Zahl an [[Hörspiel]]en (nur teilweise realisiert) überliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ins Deutsche übersetzte Werke und Ausgaben ==&lt;br /&gt;
* Michel de Ghelderode: &amp;#039;&amp;#039;Theater.&amp;#039;&amp;#039; Luchterhand, Neuwied 1963, {{DNB|451539141}}.&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Ausgeburten der Hölle (Fastes d&amp;#039;Enfer).&amp;#039;&amp;#039; übersetzt von Fritz Montfort. S. 85–123.&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Die Ballade vom grossen Makabren (La Balade du Grand Macabre).&amp;#039;&amp;#039; übersetzt von Leopold Voelker. S. 5–84.&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Escorial.&amp;#039;&amp;#039; übersetzt von Fritz Montfort. S. 125–138.&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Die Greise (Vieillards).&amp;#039;&amp;#039; übersetzt von Wilfried Schröpfer. S. 219–227.&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Pantagleize.&amp;#039;&amp;#039; übersetzt von Fritz Montfort. S. 139–227.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Absurdes Theater.&amp;#039;&amp;#039; dtv, München 1966, {{DNB|364706627}}.&lt;br /&gt;
* Manfred Nöbel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Stücke für Puppentheater 1900–1945.&amp;#039;&amp;#039; Henschelverlag, Berlin 1974, {{DNB|200067672}}.&lt;br /&gt;
* Michel de Ghelderode: &amp;#039;&amp;#039;Eine Abenddämmerung&amp;#039;&amp;#039;. Aus dem Französischen von Andreas Fliedner. In: &amp;#039;&amp;#039;Fuge. Journal für Religion und Moderne.&amp;#039;&amp;#039; Band 5: &amp;#039;&amp;#039;Verwandlung. Epiphanie I.&amp;#039;&amp;#039; Ferdinand Schöningh, Paderborn 2009, ISBN 978-3-506-76865-0, S. 111–117. (Übersetzung der Erzählung &amp;#039;&amp;#039;Un crépuscule&amp;#039;&amp;#039; aus: Michel de Ghelderode: &amp;#039;&amp;#039;Sortilèges.&amp;#039;&amp;#039; L&amp;#039;Essor, Paris/Brüssel 1941).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Michel de Ghelderode. The Theater of the Grotesque&amp;#039;&amp;#039;, in: [[George Wellwarth]]: &amp;#039;&amp;#039;The theatre of protest and paradox: developments in the avant-garde drama&amp;#039;&amp;#039;. New York : New York University Press, 1964, S. 98–113&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.ghelderode.be/ Belgische Ghelderode-Stiftung], die sich Erforschung und Verbreitung des Werkes annimmt und eine ausführliche Werkliste veröffentlicht.&lt;br /&gt;
* [https://parapluie.de/archiv/systemversagen/ausgegraben/ &amp;#039;&amp;#039;Michel de Ghelderodes Theater der Obsessionen.&amp;#039;&amp;#039;] Interessanter Artikel zu Ghelderode von Barbara Damm, in Details allerdings fehlerhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118717197|LCCN=n/50/44600|VIAF=68927788}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:De Ghelderode, Michel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Belgien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Französisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Belgier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1898]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1962]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=de Ghelderode, Michel&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Martens, Adémar Adolphe-Louis (wirklicher Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=belgischer Autor&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. April 1898&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Ixelles]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. April 1962&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Schaarbeek]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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