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	<title>Michel Ney - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-09-21T11:24:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sprache&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Marechal Ney.jpg|mini|Michel Ney [[Datei:Signatur Michel Ney.PNG|rahmenlos|zentriert|128px|klasse=skin-invert-image notpageimage]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Michel Ney&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|mi&amp;#039;ʃɛl nɛ}}] (* [[10. Januar]] [[1769]] in [[Saarlouis]]; † [[7. Dezember]] [[1815]] in [[Paris]]) war ein [[Frankreich|französischer]] Offizier in der Zeit der [[Koalitionskriege|Revolutionskriege]], der durch [[Napoleon Bonaparte|Napoleon]] zum &amp;#039;&amp;#039;[[Französischer Adel#Rangstufen|prince]] de [[Schlacht bei Borodino|la Moskowa]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Französischer Adel#Rangstufen|duc]] d’[[Schlacht bei Elchingen|Elchingen]]&amp;#039;&amp;#039; erhoben und zum [[Maréchal d’Empire]] ernannt wurde. Napoleon nannte ihn {{&amp;quot; |Sprache=fr |Text=le brave des braves |Übersetzung=den Tapfersten der Tapferen}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Saarlouis Bierstraße 13.jpg|mini|Geburtshaus Marschall Neys in Saarlouis; Text der Gedenktafel: « Ici est né le maréchal Ney » („Hier wurde Marschall Ney geboren“)]]&lt;br /&gt;
Ney wurde in bescheidenen Verhältnissen als zweiter Sohn des [[Küfer|Böttchers]] Pierre Ney (1738–1826) und dessen Frau Margarethe Grewelinger (1739–1791) in der französischen [[Exklave]] [[Saarlouis]] in der Biergasse 13 geboren. Entsprechend wuchs er zweisprachig auf. Seine Schulzeit am örtlichen [[Augustinerorden|Augustinerkolleg]] (dem heutigen [[Gymnasium am Stadtgarten (Saarlouis)|Gymnasium am Stadtgarten]]) endete im Alter von 13 Jahren. Danach begann er eine Ausbildung als [[Notar]]iatslehrling und arbeitete als Schreiber bei der Staatsanwaltschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Anstellung bei der [[Geschichte der Dillinger Hütte|Dillinger Hütte]] trat er 1788, ein Jahr vor [[Französische Revolution|Ausbruch der Revolution]], als Gemeiner in das [[4e groupe d’escadrons de hussards|Régiment Colonel-Général hussards]] ein. Die in der zivilen Bürokratie gesammelten Erfahrungen dürften seine Beförderung zum Verwaltungsunteroffizier (&amp;#039;&amp;#039;brigadier-fourrier&amp;#039;&amp;#039;) mit Wirkung zum 1. Januar 1791 begünstigt haben. Während des [[Erster Koalitionskrieg|Ersten Koalitionskrieges]] (1792–1797) gelang ihm ein kometenhafter Aufstieg: 1792 avancierte er binnen eines einzigen Jahres kurz nacheinander zum [[Wachtmeister]] (&amp;#039;&amp;#039;maréchal des logis&amp;#039;&amp;#039;), [[Kompaniefeldwebel|Kompaniewachtmeister]] (&amp;#039;&amp;#039;maréchal des logis-chef&amp;#039;&amp;#039;), [[Eskadron]]swachtmeister (&amp;#039;&amp;#039;adjudant sous-officier&amp;#039;&amp;#039;), Leutnant (&amp;#039;&amp;#039;sous-lieutenant&amp;#039;&amp;#039;) und Oberleutnant (&amp;#039;&amp;#039;lieutenant&amp;#039;&amp;#039;). Ab 1793 fand er Verwendung in höheren Armeestäben, machte sich aber auch in der Führung kleinerer [[Kontingent]]e einen Namen: Zunächst diente er als [[Adjutant]] (&amp;#039;&amp;#039;aide de camp&amp;#039;&amp;#039;) verschiedener Generale, bevor er 1794 erneut blitzartig aufrückte: zunächst zum [[Rittmeister]] (&amp;#039;&amp;#039;capitaine&amp;#039;&amp;#039;), dann [[Eskadronchef]] (&amp;#039;&amp;#039;[[chef d’escadron]]&amp;#039;&amp;#039;) in der Dienststellung eines Generaladjudanten (&amp;#039;&amp;#039;adjudant géneral&amp;#039;&amp;#039;) und gegen Ende des Jahres zum Generaladjutanten mit dem Rang eines [[Halbbrigade|(Halb-)Brigadechefs]] (&amp;#039;&amp;#039;[[chef de brigade]]&amp;#039;&amp;#039;) bzw. Obersten. In dieser Funktion diente er unter den Generalen [[Jean-Baptiste Jourdan|Jourdan]] und [[Jean-Baptiste Kléber|Kléber]] als [[Chef des Stabes|Stabschef]] und „draufgängerischer“&amp;lt;ref&amp;gt;General Jourdan erwähnt mehrfach anerkennend Neys Einsatz in seiner Beschreibung der Kampagne 1796&amp;lt;/ref&amp;gt; Kommandeur der Vorhut. Nachdem er eine Beförderung zum Brigadegeneral (&amp;#039;&amp;#039;général de brigade&amp;#039;&amp;#039;) zunächst abgelehnt hatte, akzeptierte er diese im Jahr darauf, vermutlich (August 1796), zum Ende des Feldzugs und des Rückzugs der [[Sambre und Maas Armee]] aus [[Franken (Region)|Franken]]. Etwas später bereits [[Divisionär#Frankreich|Divisionsgeneral]] (&amp;#039;&amp;#039;général de division&amp;#039;&amp;#039;), geriet Ney im Frühjahr 1797 während eines Gefechts unweit [[Gießen]]s in österreichische Gefangenschaft. Auf Initiative General [[Lazare Hoche|Hoches]] wurde er jedoch innerhalb weniger Tage ausgetauscht.&amp;lt;ref&amp;gt;Jean Chrétien, Ferdinand Hoefer: &amp;#039;&amp;#039;Nouvelle biographie générale: depuis les temps les plus reculés jusqu&amp;#039;à nos jours&amp;#039;&amp;#039; (…). Band 37. Paris 1863, Sp. 885 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den militärischen Funktionsbezeichnungen siehe allgemein auch: Lutz Amsel, Rolf Fuhrmann, Sascha Lunyakov: &amp;#039;&amp;#039;Die etatmäßigen Dienstgrade und Dienststellungen in der französischen Armee 1804–1815&amp;#039;&amp;#039;. Zeughaus Verlag, (Berlin) 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1799, zu Beginn des [[Zweiter Koalitionskrieg|Zweiten Koalitionskrieges]] (1798–1802), nahm er die Stadt [[Mannheim]] ein. Anschließend kämpfte Ney unter [[André Masséna|Masséna]] in der [[Schweiz]] sowie unter [[Jean-Victor Moreau|Moreau]] in Deutschland. Am 13. September 1801 wurde Ney in die [[Feldloge]] &amp;#039;&amp;#039;La Candeur&amp;#039;&amp;#039; aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.freimaurerei.de/2857.0.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Michel Ney … ein Sohn der Stadt Saarlouis&amp;#039;&amp;#039;. |wayback=20110528210536}} Freimaurerloge La Bonne Harmonie, abgerufen am 28. April 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem [[Friede von Lunéville|Frieden von Lunéville]] ging Ney als [[Gesandter]] in die Schweiz, wo er am 19. Februar 1803 den Frieden und die [[Mediation (Geschichte)|Mediationsakte]] zustande brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Carrière Michel Ney socle statue.jpg|mini|Lebenslauf auf dem Sockel des Ney-Denkmals in Paris]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Heraldic achievement of Michel Ney, Duke of Elchingen.jpg|mini|Wappen Neys als Herzog von Elchingen]]&lt;br /&gt;
Anlässlich seiner [[Kaiserkrönung Napoleons I.|Kaiserkrönung]] ernannte [[Napoleon Bonaparte|Napoleon&amp;amp;nbsp;I.]] Ney 1804 zum Marschall des Empire. Als Befehlshaber eines [[Korps]] eröffnete Ney den Feldzug von 1805. Einheiten seines Armeekorps schlugen die Österreicher [[Ferdinand Karl von Österreich-Este (1781–1850)|Erzherzog Ferdinands]] bei [[Günzburg]] am 9. Oktober. Es folgte der Sieg in der [[Schlacht bei Elchingen]] am 14. Oktober und die [[Kapitulation]] und Übergabe der Stadt [[Ulm]] durch den österreichischen General [[Karl Mack von Leiberich]]. Am 6. Juni 1808 wurde Ney hierfür im napoleonischen Adel (&amp;#039;&amp;#039;[[noblesse impériale]]&amp;#039;&amp;#039;) zum „Herzog von Elchingen“ ernannt. Im Krieg von 1806 und 1807 trug Ney als Führer des VI. Korps außerordentlich zu den Erfolgen bei, besonders durch die Verfolgung der geschlagenen [[Preußische Armee|preußischen Armee]] nach der [[Schlacht bei Jena und Auerstedt|Schlacht bei Jena]]. [[Erfurt]] und [[Magdeburg]] ergaben sich ihm, 1807 kämpfte er bei [[Schlacht bei Preußisch Eylau|Eylau]] und [[Schlacht bei Friedland|Friedland]] gegen die [[Kaiserlich Russische Armee|Russen]] und Preußen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1808 begleitete Ney den Kaiser nach [[Napoleonische Kriege auf der Iberischen Halbinsel|Spanien]], wurde aber 1811 mit [[André Masséna|Masséna]] uneins über den weiteren Feldzugsplan und zeigte dabei so großen Widerstand, dass ihn dieser von der Armee entfernte. Ney zog sich anschließend zurück, ehe er 1812 den Befehl über das III. Korps erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Louvre-peinture-francaise-Ney-a-Kowno-p1020309.jpg|mini|Marschall Ney in der Schlacht um [[Kaunas|Kowno]] (Denis-August-Marie Raffet, 1804–1860)]]&lt;br /&gt;
Ney bewährte sich nun vor allen anderen im [[Russlandfeldzug 1812|Russlandfeldzug des Jahres 1812]], so in der [[Schlacht um Smolensk (1812)|Schlacht bei Smolensk]], besonders aber bei der [[Schlacht bei Borodino|Schlacht an der Moskwa]]. Am Abend dieser Schlacht verlieh ihm Napoleon in der [[noblesse impériale]] den Titel eines „Fürsten von der Moskwa“. Ney war seit der [[Schlacht bei Wjasma]] ständiger Nachhutführer während des Rückzuges aus Russland und wäre daher in der [[Schlacht bei Krasnoje]] beinahe in russische Gefangenschaft geraten. So ist auch die Episode überliefert, dass er als Allerletzter knapp vor den nachdrängenden [[Kosaken]] ins preußische [[Gussew|Gumbinnen]] einmarschierte, man im dortigen [[Offizierskasino]] den völlig Verfrorenen und Verwahrlosten nicht erkannte und ihn kurzerhand hinauswerfen wollte. Daraufhin antwortete Ney: „Erkennen Sie mich nicht? Ich bin die Nachhut der [[Grande Armée|Großen Armee]]&amp;amp;nbsp;– ich bin Marschall Ney.“&amp;lt;ref&amp;gt;Mathieu Dumas: &amp;#039;&amp;#039;Souvenirs du Lieutent-General Comte Mathieu Dumas de 1770 à 1836&amp;#039;&amp;#039;. Paris 1839, S. 485&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Schloßplatz (Wittenberg) Michel Ney.jpg|mini|Gedenktafel am Schlossplatz in der [[Lutherstadt Wittenberg]]]]&lt;br /&gt;
Im Feldzug von 1813 hielt Ney bei der [[Schlacht bei Großgörschen]] dem ersten Angriff der Verbündeten stand, befehligte in der [[Schlacht bei Bautzen]] die Mitte und drang hierauf nach [[Schlesien]] vor. Von [[Gebhard Leberecht von Blücher|Blücher]] angegriffen, wurde Ney gezwungen, aus der Stellung bei [[Legnica|Liegnitz]] zurückzuweichen. Er musste seine Streitkräfte dem französischen Marschall [[Jacques MacDonald]] übergeben und mit Napoleon nach [[Dresden]] zurückkehren, wo er am 26. und 27. August [[Schlacht um Dresden|den Sieg]] über [[Karl Philipp zu Schwarzenberg]] erringen half. Nach der Niederlage [[Charles Nicolas Oudinot|Oudinots]] bei [[Schlacht bei Großbeeren|Großbeeren]] erhielt Ney den [[Oberbefehlshaber|Oberbefehl]] über die zum Vordringen auf [[Berlin]] bestimmten Streitkräfte, wurde aber am 6. September von [[Friedrich Wilhelm Bülow von Dennewitz|Bülow]] bei [[Schlacht bei Dennewitz|Dennewitz]] geschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1814 wurde Ney Kommandant der [[Garde impériale|Kaiserlichen Garde]]. Er kämpfte bei [[Schlacht bei Brienne|Brienne]], [[Schlacht bei Montmirail|Montmirail]], [[Schlacht bei Craonne|Craonne]] und [[Châlons-en-Champagne|Châlons-sur-Marne]] mit Auszeichnung. Als Napoleon nach der Niederlage der [[Napoleonische Armee|kaiserlichen Armeen]] und der Einnahme von Paris durch die Kriegsgegner gegen Paris marschieren wollte, war Ney neben [[François-Joseph Lefebvre, duc de Dantzig|Lefebvre]], [[Charles Nicolas Oudinot, duc de Reggio|Oudinot]] und [[Jacques MacDonald, duc de Tarente|MacDonald]] einer der Marschälle, die Napoleon zur Abdankung zugunsten [[Napoleon Franz Bonaparte|seines Sohnes]] drängten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Napoleons Abdankung trat Ney in den Dienst der [[Haus Bourbon|Bourbonen]]. König [[Ludwig XVIII.|Ludwig&amp;amp;nbsp;XVIII.]] ernannte ihn zum [[Pair von Frankreich]] und zum Befehlshaber über die 6. Militärdivision. Nach [[Herrschaft der Hundert Tage|Napoleons Rückkehr]] von [[Elba]] wurde Ney von Ludwig&amp;amp;nbsp;XVIII. mit dem [[5e régiment d’infanterie|5&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt; régiment d’infanterie]] entsandt, Napoleon zu verhaften, lief jedoch beim Zusammentreffen mit Napoleon bei [[Auxerre]] im März 1815 mit seinem Regiment zu ihm über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Schlacht bei Quatre-Bras]] stellte er die Truppen [[Arthur Wellesley, 1. Duke of Wellington|Wellingtons]] und verhinderte ihre Vereinigung mit den Preußen, die gleichzeitig von Napoleon in der [[Schlacht bei Ligny]] geschlagen wurden. Während der nachfolgenden [[Schlacht bei Waterloo]] erhielt Ney den [[Oberbefehlshaber|Oberbefehl]] über den 38.000 Mann starken linken Flügel (1. und 2. Korps). Dabei wurden fünf Pferde unter ihm erschossen und zuletzt stürmte er zu Fuß. Er führte die großen Kavallerieattacken gegen das englische Zentrum und leitete dann persönlich die [[Vieille Garde|Alte Garde]] zum entscheidenden Angriff, der jedoch scheiterte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bessonies 1.JPG|mini|Im [[Schloss Bessonies|Château de Bessonies]] wurde Ney verhaftet]]&lt;br /&gt;
Um ein Exempel zu statuieren, gab [[Louis&amp;amp;nbsp;XVIII.]] dem Polizeiminister [[Joseph Fouché|Fouché]] den Auftrag, eine Liste von Offizieren zu erstellen, die während der [[Herrschaft der Hundert Tage]] im Dienst von Napoléon gestanden hatten. Es betraf explizit den Zeitraum von der Ankunft Napoléons in Frankreich am 1. März 1815 bis zum 20. März 1815, als der König die Hauptstadt verlassen musste. Mit der Anordnung vom 24. Juli 1815 wurde diese Liste veröffentlicht, auf der als Ranghöchster der ehemalige Marschall Ney aufgeführt war. Nachdem er eine Flucht aus Frankreich verweigert hatte, wurde Ney während seines Aufenthaltes bei der Cousine seiner Frau im [[Schloss Bessonies|Château de Bessonies]] im [[Département Lot]] am 3. August 1815 verhaftet, nachdem er von Jean-Baptiste de La Tour de La Placette an die Behörden verraten worden war, als dieser sich auf der Durchreise zu seinem Besitz Château de La Placette in Cayrols im [[Département Cantal]] befand. Zunächst im Château de Bessonies festgesetzt, wurde Ney nach Paris gebracht, wo er am 19. August eintraf. Nach der Einlieferung in die [[Conciergerie (Paris)|Conciergerie]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.justice.gouv.fr/histoire-et-patrimoine-10050/proces-historiques-10411/le-proces-du-marechal-ney-24490.html |text=Le procès du maréchal Ney |wayback=20141103172620}}, « Les grands procès de l’histoire », publication n° 5, Ministère de la Justice, 6 août 2012 (französisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; verbrachte man ihn bald in das [[Palais du Luxembourg|Palais de Luxembourg]], in dem der Aufenthalt eher seinem Stand entsprach. Auf dem Weg dorthin bot ihm [[Rémy-Isidore Exelmans|Général Exelmans]] an, ihn zu befreien und mit ihm gemeinsam das Land zu verlassen, was Ney jedoch zurückwies. Auch einige Offiziere wollten ihn aus dem Palais du Luxembourg befreien, was Ney ebenfalls ablehnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:La Mort du Maréchal Ney (1868).jpg|mini|alternativtext=|Michel Neys [[Hinrichtung]] am 7. Dezember 1815. [[Jean-Léon Gérôme]] (1824–1904)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabmal Ney.jpg|mini|Grabmal Neys auf dem Friedhof [[Cimetière du Père-Lachaise|Père-Lachaise]] in Paris]]&lt;br /&gt;
Am 8. November wurde er vor ein [[Militärgericht|Kriegsgericht]] gestellt, das sich aber als unzuständig erklärte, über ihn als [[Pair von Frankreich|Pair]] zu verhandeln. Der Prozess gegen Ney wurde daher schließlich vor der [[Chambre des Pairs|Pairskammer]] geführt, von der er am 6. Dezember wegen [[Hochverrat]]s [[Todesstrafe in Frankreich|zum Tode verurteilt]] wurde, da er statt Napoleon nach dessen Rückkehr von Elba zu verhaften, zu ihm übergelaufen war. Ney wurde am 7. Dezember 1815 nahe dem Pariser [[Jardin du Luxembourg]] [[Erschießung|erschossen]]. Er trug schlichte Zivilkleidung und wies eine Augenbinde zurück. Den Feuerbefehl gab er selbst mit den Worten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Soldaten, wenn ich den Feuerbefehl gebe, schießt auf mein Herz. Wartet auf den Befehl. Es wird der letzte sein, den ich euch gebe. Ich protestiere gegen meine Verurteilung. Ich habe in hundert Schlachten für Frankreich gekämpft, aber nicht eine gegen es. […] Soldaten, schießt!}}Seine Grabstätte befindet sich auf dem Pariser Friedhof [[Cimetière du Père-Lachaise|Père-Lachaise]], wo später auch seine Söhne beigesetzt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://de.findagrave.com/memorial/1650/michel-ney |titel=Michel Ney (1769-1815) |werk=Find a Grave |abruf=2024-07-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehe und Kinder ==&lt;br /&gt;
Michel Ney war seit 1802 mit Aglaé Louise Auguié (1782–1854) verheiratet. Aus der Ehe stammten die Kinder Joseph Napoleon (1803–1857), Michel Louis Felix (1804–1854), Eugène (1806–1845) und Henri Edgar (1812–1882). Seine Söhne veröffentlichten später Neys &amp;#039;&amp;#039;Memoires&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ney ist am östlichen Pfeiler des Pariser [[Liste der Personennamen auf dem Triumphbogen in Paris|Triumphbogens]] in der 13. Spalte verewigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1853 Denkmal in Paris von [[François Rude]]&lt;br /&gt;
* 1860 Denkmal in [[Metz]] von [[Charles Pêtre]]&lt;br /&gt;
* 1864 Boulevardbenennung in Paris&lt;br /&gt;
* 2001 Straßenbenennung in Saarlouis&lt;br /&gt;
* Straßenbenennung in Elchingen (Gemeindeteil Oberelchingen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Darstellungen in der Kunst ==&lt;br /&gt;
=== Malerei ===&lt;br /&gt;
Ney ist Protagonist folgender Gemälde:&lt;br /&gt;
* Porträt von [[François Gérard]] (c. 1805)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Maréchal Ney übergibt am 7. November 1805 den Soldaten des 76e régiment de ligne die Fahne&amp;#039;&amp;#039; von [[Charles Meynier]] (1808)&lt;br /&gt;
* Porträt von [[Jérôme-Martin Langlois]] (1832)&lt;br /&gt;
* Porträt von [[Adolphe Brune]] (1834)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Schlacht von Hohenlinden&amp;#039;&amp;#039; von [[Henri Frédéric Schopin]] (1836)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Marschall Ney beim Rückzug in Russland&amp;#039;&amp;#039; von [[Adolphe Yvon]] (1856)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die [[Hinrichtung]] des Marschalls Ney&amp;#039;&amp;#039; von [[Jean-Léon Gérôme]] (1868)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Marschall Ney in Eylau&amp;#039;&amp;#039; von [[Richard Caton Woodville junior]] (1913)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Film ===&lt;br /&gt;
Ney wurde immer wieder in Filmen dargestellt:&lt;br /&gt;
* Von [[Carl de Vogt]] in [[Waterloo (1929)]]&lt;br /&gt;
* Von Alexander Stepanow in „Kutusow“ (1944)&lt;br /&gt;
* Von [[Dan O’Herlihy]] in [[Waterloo (1970)]]&lt;br /&gt;
* Von [[John Baker (Schauspieler)|John Baker]] in „Krieg und Frieden“ (1972)&lt;br /&gt;
* Von [[Colin Bean]] in „A Soldier’s Farewell“ ([[Dad’s Army (Sitcom)|aus der Sitcom „Dad’s Army“]])&lt;br /&gt;
* Von [[Alain Doutey]] in [[Napoleon (2002)]]&lt;br /&gt;
* Von [[John Hollingworth]] in [[Napoleon (2023)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Henri Welschinger: &amp;#039;&amp;#039;Le maréchal Ney, 1815&amp;#039;&amp;#039;. E. Plon, Paris 1893, {{DNB|578295105}} ([http://visualiseur.bnf.fr/Visualiseur?Destination=Gallica&amp;amp;O=NUMM-209959 Digitalisat])&lt;br /&gt;
* [[Carl Bleibtreu]]: &amp;#039;&amp;#039;Marschälle, Generale, Soldaten Napoleons I.&amp;#039;&amp;#039; Alfred Schall, Berlin 1898 (mehrere Auflagen), {{OCLC|14012193}}&lt;br /&gt;
* Désiré Lacroix: &amp;#039;&amp;#039;Die Marschälle Napoleons I.&amp;#039;&amp;#039; Übertragen von Oskar [[Marschall von Bieberstein]]. Heinrich Schmidt &amp;amp; Carl Günther, Leipzig 1898; {{DNB|361508956}}.&lt;br /&gt;
* Harold Kurtz: &amp;#039;&amp;#039;Nacht der Entscheidung – Die Tragödie des Michel Ney&amp;#039;&amp;#039;. Köhler, Stuttgart 1961, {{OCLC|46104231}}.&lt;br /&gt;
* Ernst Klitscher: &amp;#039;&amp;#039;Michel Ney. Soldat der Revolution – Marschall des Kaisers&amp;#039;&amp;#039;. Buchverlag Saarbrücker Zeitung, Saarbrücken 1993, ISBN 3-922807-44-5.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Michel Ney.&amp;#039;&amp;#039; In: Jürgen Sternberger: &amp;#039;&amp;#039;Die Marschälle Napoleons&amp;#039;&amp;#039;. Pro Business, Berlin 2008, ISBN 978-3-86805-172-8. S. 135–152.&lt;br /&gt;
* [[Thomas Schuler (Journalist)|Thomas Schuler]]: &amp;#039;&amp;#039;Napoleon in Bayern die Schlacht von Elchingen; die Befreiung von München 11.–14. Oktober 1805&amp;#039;&amp;#039;. Konrad, Weißenhorn 2010, ISBN 978-3-87437-543-6. Website zum Buchtitel: [http://www.napoleoninbayern.de/index.htm &amp;#039;&amp;#039;Napoleon in Bayern&amp;#039;&amp;#039;.] Abgerufen am 7. Dezember 2015.&lt;br /&gt;
* [[Jean-Baptiste Jourdan]]: &amp;#039;&amp;#039;Denkwürdigkeiten der Geschichte des Feldzugs von 1796&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzt von Johann Bachoven von Echt. Coblenz 1823, S. 45; {{archive.org |bub_gb_6_pBAAAAcAAJ |Blatt=n55}}.&lt;br /&gt;
* Gerhild Krebs: [http://www.memotransfront.uni-saarland.de/ney_erinnerungsstaetten.shtml &amp;#039;&amp;#039;Michel-Ney-Erinnerungsstätten&amp;#039;&amp;#039;.] In: [[Rainer Hudemann]], Marcus Hahn, Gerhild Krebs, [[Johannes Großmann (Historiker)|Johannes Großmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Stätten grenzüberschreitender Erinnerung – Spuren der Vernetzung des Saar-Lor-Lux-Raumes im 19. und 20. Jahrhundert. Lieux de la mémoire transfrontalière – Traces et réseaux dans l’espace Sarre-Lor-Lux aux 19e et 20e siècles&amp;#039;&amp;#039;. Saarbrücken 2002. 3. Auflage: 2009; [http://www.memotransfront.uni-saarland.de/pdf/ney_erinnerungsstaetten.pdf uni-saarland.de] (PDF; 31 kB).&lt;br /&gt;
* Piers Compton: &amp;#039;&amp;#039;Marshal Ney&amp;#039;&amp;#039;. Methuen, London 1937 ([[iarchive:in.ernet.dli.2015.76308/page/n3/mode/2up|Digitalisat]]).&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Marschall Ney, der &amp;quot;Tapferste der Tapferen&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;. In die deutsche Sprache übersetzt von Otto Albrecht van Bebber. Goldmann, Leipzig 1937.&lt;br /&gt;
* {{Brockhaus-1837 |Lemma=Ney |Band=3 |Seite=278 |zenoID=20000848646}}&lt;br /&gt;
* {{Herder-1854 |Lemma=Ney |Band=4 |Seite=331 |SeiteBis=332 |zenoID=20003448126}}&lt;br /&gt;
* {{Pierer-1857 |Lemma=Ney |BK-Nummer=1 |Band=11 |Seite=868 |SeiteBis=870 |zenoID=20010514279}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=1|video=1}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118734725|TEXT=Literatur über}}&lt;br /&gt;
* {{Saarländische Bibliographie|Michel+Ney|}}&lt;br /&gt;
* [http://cartelen.louvre.fr/pub/fr/image/2672_s0002343.002.jpg Entwurf für eine Statue von François Rude.] louvre.fr&lt;br /&gt;
* {{SaarBiogr |571 |Ney Michel}}&lt;br /&gt;
* Sabine Graumann: [http://www.rheinische-geschichte.lvr.de/persoenlichkeiten/N/Seiten/MichelNey.aspx &amp;#039;&amp;#039;Michel Ney (1769–1815), Marschall von Frankreich und General Napoleons&amp;#039;&amp;#039;.] [[Landschaftsverband Rheinland]], Portal Rheinische Geschichte, 30. September 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118734725|LCCN=n81125826|NDL=|VIAF=34465045}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ney, Michel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marschall von Frankreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Pairskammer (Restauration)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Pairskammer (Herrschaft der Hundert Tage)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person in den Koalitionskriegen (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion (Großkreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Saarlouis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1769]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1815]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ney, Michel&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer General&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. Januar 1769&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Saarlouis]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. Dezember 1815&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Paris]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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