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	<title>Michel Eichelbaum - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Ulanwp: 4 fehlende Sprachparameter eingefügt; 29 Datumsparameter konvertiert</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;4 fehlende Sprachparameter eingefügt; 29 Datumsparameter konvertiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Michel Eichelbaum Portrait.jpg|mini|hochkant|Michel Eichelbaum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Michel Eichelbaum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. Mai]] [[1941]] in [[Leipzig]]) ist ein deutscher [[Innere Medizin|Internist]] und [[Klinische Pharmakologie|Klinischer Pharmakologe]]. Er ist besonders bekannt durch seine Arbeiten über den Einfluss von [[Genmutation]]en auf die [[Pharmakokinetik]] von Arzneistoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Seine Eltern waren der Kaufmann Gustav Eichelbaum und seine Frau Emma, geb. Michel. Der Sohn Michel bestand 1959 an der Leibniz-Oberschule in Leipzig die Abiturprüfung. Im selben Jahr [[Flucht aus der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR|floh er mit der Mutter und zwei jüngeren Brüdern über West-Berlin in die Bundesrepublik Deutschland]]. 1960 legte er in Stuttgart die westdeutsche Ergänzungsprüfung zum DDR-Abitur ab. Anschließend studierte er bis zum Staatsexamen 1966 in Heidelberg Medizin. 1968 wurde er mit einer bei Hans J. Dengler (1925–1997)&amp;lt;ref&amp;gt;M. Eichelbaum und K. von Bergmann: &amp;#039;&amp;#039;Prof. Dr.med. Hans J. Dengler.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;DGPT-Forum&amp;#039;&amp;#039; Heft 23, 1998, S. 9–10.&amp;lt;/ref&amp;gt; in Heidelberg angefertigten Dissertation „Aufnahme, Verteilung, Ausscheidung und Metabolismus von &amp;lt;sup&amp;gt;14&amp;lt;/sup&amp;gt;C-Prenylamin“ zum Dr.&amp;amp;nbsp;med. [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Als Dengler 1968 Direktor der Medizinischen Poliklinik der [[Justus-Liebig-Universität Gießen|Universität Gießen]] wurde, folgte Eichelbaum ihm, ebenso, als Dengler 1973 den Lehrstuhl für Innere Medizin der [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Universität Bonn]] übernahm. Dort [[Habilitation|habilitierte]] er sich 1976 mit einer Arbeit „Ein neuentdeckter Defekt im Arzneimittelmetabolismus des Menschen: Die fehlende N-Oxidation des Sparteins“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1970 und 1971 arbeitete er bei [[Bernard Beryl Brodie]] (1907–1989) und James R. Gillette (1928–2001) im &amp;#039;&amp;#039;Laboratory of Chemical Pharmacology&amp;#039;&amp;#039; des &amp;#039;&amp;#039;National Heart, Lung and Blood Institute&amp;#039;&amp;#039; der [[National Institutes of Health]] in Bethesda, 1973 und 1974 bei Folke Fritz Gustaf Sjöqvist (1933–2020) am &amp;#039;&amp;#039;Department of Clinical Pharmacology&amp;#039;&amp;#039; des [[Karolinska-Institut]]s in [[Solna]] bei [[Stockholm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1985 wurde er als Nachfolger von Jürgen C. Fröhlich (* 1939) Direktor des Dr. [[Margarete Fischer-Bosch]]-Instituts für Klinische Pharmakologie am [[Robert-Bosch-Krankenhaus]] Stuttgart. 1996 übernahm er zusätzlich den damals neu geschaffenen Lehrstuhl für Klinische Pharmakologie der [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Universität Tübingen]]. Das Wintersemester 1995–1996 verbrachte er als &amp;#039;&amp;#039;Visiting Professor&amp;#039;&amp;#039; am &amp;#039;&amp;#039;Department of Clinical and Experimental Pharmacology&amp;#039;&amp;#039; der [[University of Adelaide]] bei Felix Bochner (* 1939) und Andrew Somogyi.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Wilhelm Kirch]] |Titel=Oswald-Schmiedeberg-Medaille der DGPT für Prof. Eichelbaum |Sammelwerk=Biospektrum |Nummer=4 |Datum=2008 |Seiten=309 |ISSN=0947-0867 |Online=[https://www.biospektrum.de/system/files/magazine_article/2008/04/files/83925/83925.pdf Online] |Format=PDF |KBytes=880 |Abruf=2023-05-06 |Sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.akdae.de/Kommission/Organisation/Mitglieder/AOM/Eichelbaum.html |wayback=20140725003837 |text=Eichelbaum auf der Internetseite der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft.}} Abgerufen am 17. Januar 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2007 emeritiert, arbeitet Eichelbaum weiter an seinem ehemaligen, seit 2007 von seinem Schüler [[Matthias Schwab (Mediziner)|Matthias Schwab]] (* 1963) geleiteten Institut am Robert-Bosch-Krankenhaus. Er hat einen Sohn und eine Tochter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschung ==&lt;br /&gt;
=== Klinische Pharmakologie ===&lt;br /&gt;
Schon in Eichelbaums Heidelberger Dissertation deutete sich seine weitere Forschung an. Es ging um das Schicksal des damals bei [[Koronare Herzkrankheit|Koronarer Herzkrankheit]] verwendeten Prenylamins (Segontins&amp;lt;sup&amp;gt;®&amp;lt;/sup&amp;gt;) im Körper, das heißt um die [[Pharmakokinetik]] dieses Stoffes. Er untersuchte sie für die Dissertation im Tierversuch,&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |author=H. J. Dengler und M. Eichelbaum |date=1968 |title=Untersuchungen zum Verhalten von C&amp;lt;sup&amp;gt;14&amp;lt;/sup&amp;gt;-D,L-Prenylamin im Organismus |journal=Naunyn-Schmiedebergs Archiv für Pharmakologie und Experimentelle Pathologie |volume=260 |pages=105–106 |doi=10.1007/BF00537915 |language=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; später, in Gießen, beim Menschen. Die Pharmakokinetik, vor allem beim Menschen, wurde sein Hauptthema. Dabei behielt er die [[Pharmakodynamik]], also die Wirkung der Arzneistoffe, stets im Blick; sie wird ja durch die Pharmakokinetik, also zum Beispiel die [[Elimination (Pharmakokinetik)|Elimination]], mitbestimmt. So wurde Eichelbaum – wie sein erster und wichtigster akademischer Lehrer Dengler – Internist und Klinischer Pharmakologe. Als solcher untersuchte er ein breites Spektrum von Themen, darunter das [[Antikonvulsivum|Antiepileptikum]] [[Carbamazepin]] und das [[Antiarrhythmikum]] Propafenon. Hervorzuheben sind Ergebnisse zur Genetik der [[Cytochrom P450]]-Enzyme, zur Rolle der [[Chiralität (Chemie)|Chiralität]] in der Pharmakologie und zu Fremdstoff-[[Transporter (Membranprotein)|Transportern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spartein-Debrisoquin-Polymorphismus ===&lt;br /&gt;
Noch in Gießen begannen Arbeiten über das [[Besenginster]]-[[Alkaloid]] [[Spartein]], das damals als Antiarrhythmikum und Mittel zur Geburtseinleitung erprobt wurde. Sie führten zu einer folgenreichen Entdeckung, über die Eichelbaum und seine Koautoren erstmals bei einer Tagung der [[Deutsche Gesellschaft für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie|Deutschen Pharmakologischen Gesellschaft]] 1975 berichteten (aus dem Englischen): „Bei der Analyse der Pharmakokinetik von Spartein fanden wir eine kleine Zahl anscheinend gesunder Personen, die praktisch unfähig waren, Spartein zu [[Biotransformation|metabolisieren]]. ... Diese ‚Nicht-Metabolisierer‘ wandelten Spartein nicht in die entsprechenden ... [[Oxide|Oxidationsprodukte]] um. Von mehr als 100 Probanden zeigten 4 die Abweichung. Bei diesen 4 wurden mehr als 90 % einer Spartein-Dosis unverändert als Spartein ausgeschieden, bei allen anderen nur 15–30 % der Dosis. Die Spartein-[[Plasmaspiegel]] waren bei den Nicht-Metabolisierern zwei- bis viermal höher als bei den ‚Metabolisierern‘. ... Nur die Nicht-Metabolisierer, nicht die Metabolisierer erfuhren unerwünschte Wirkungen wie Sehstörungen, Kopfschmerz und Schwindel.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |author=M. Eichelbaum, N. Spannbrucker, H. J. Dengler |date=1975 |title=N-oxidation of sparteine in man and its interindividual differences |journal=[[Naunyn-Schmiedebergs Archives of Pharmacology]] |volume=287 |pages=R 94 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Jahre später berichtete eine Londoner Arbeitsgruppe über einen anderen interindividuellen Unterschied bei einer Arzneistoffoxidation: Das [[Antihypertensivum]] Debrisoquin wurde bei 91 von 94 Personen ausgiebig oxidiert, bei den 3 anderen kaum. Der Unterschied war genetisch bedingt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |author=A. Mahgoub, J. R. Idle, L. G. Dring, R.Lancaster, R. L. Smith |date=1977 |title=Polymorphic hydroxylation of debrisoquine in man |journal=[[The Lancet]] |volume=310 |pages=584–586 |doi=10.1016/S0140-6736(77)91430-1 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere drei Jahre später, 1980, brachten Eichelbaum und seine Mitarbeiter die beiden Anomalien zusammen: Es handelte sich bei dem Defekt im Spartein-Metabolismus und dem Defekt im Debrisoquin-Metabolismus um genetisch bedingte Defekte in demselben Enzymsystem, einen Spartein-Debrisoquin-[[Polymorphismus]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |author=L. Bertilsson, H. J. Dengler, M. Eichelbaum, H. U. Schulz |date=1980 |title=Pharmacogenetic covariation of defective N-Oxidation of sparteine and 4-hydroxylation of debrisoquine |journal=European Journal of Clinical Pharmacology |volume=17 |pages=153–155 |doi=10.1007/BF00562624 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |author=M. Eichelbaum, L. Bertilsson, J. Säwe, C. Zekorn |date=1982 |title=Polymorphic oxidation of sparteine and debrisoquine: related pharmacogenetic entities |journal=[[Clinical Pharmacology and Therapeutics]] |volume=31 |pages=184–186 |doi=10.1038/clpt.1982.29 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in den 1950er Jahren waren genetische Variationen von arzneistoffmetabolisierenden Enzymen gefunden worden. Dabei hatte es sich aber um relativ spezielle Enzyme gehandelt, zum Beispiel die [[Pseudocholinesterase]], die zwei [[Muskelrelaxans|Muskelrelaxantien]] spaltet. Das für die Spartein- und Debrisoquinoxidation verantwortliche Enzym aber gehörte, wie Eichelbaum schon in seiner Habilitationsschrift gezeigt hatte, zum Cytochrom-P450-System, dem wichtigsten, die allermeisten Fremdstoffe (durch Oxidation) abbauenden Enzymsystem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge wurden die Auswirkung des Defekts auf die Metabolisierung weiterer Arzneistoffe und seine Häufigkeit bei verschiedenen [[Ethnie|ethnischen Gruppen]] erforscht. Das Gen für das verantwortliche P450-Enzym wurde auf den langen Arm des Chromosoms 22 lokalisiert&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |author=M. Eichelbaum, M. P. Baur, H. J. Dengler, B. O. Osikowska-Evers, G. Tieves, C. Zekorn und C. Rittner |date=1987 |title=Chromosomal assignment of human cytochrom P-450 (debrisoquin/sparteine type) to chromosome 22 |journal=[[British Journal of Clinical Pharmacology]] |volume=23 |pages=455–458 |pmc=1386095 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und von einer US-amerikanisch-schweizerischen Forschergruppe [[Klonierung|kloniert]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |author=Frank J. Gonzalez, Radek C. Skodat, Shioko Kimura, Morio Umeno, Ulrich M. Zanger, Daniel W. Nebert, Harry V. Gelboin, James P. Hardwick und Urs A. Meyer |date=1988 |title=Characterization of the common genetic defect in humans deficient in debrisoquine metabolism |journal=[[Nature]] |volume=331 |pages=442–446 |doi=10.1038/331442a0 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Enzym erhielt den Namen Cytochrom P450 2D6 (CYP 2D6). Auch zahlreiche Mutationen, die zu Verminderung (oder auch Steigerung) der [[Katalysatoraktivität|Enzymaktivität]] führten, wurden identifiziert,&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |author=Alan C Gough, John S. Miles, Nigel K. Spurr, Julie E. Moss, Andrea Gaedigk, Michel Eichelbaum und C. Roland Wolf |date=1990 |title=Identification of the primary gene defect at the cytochrome P&amp;lt;sub&amp;gt;450&amp;lt;/sub&amp;gt; CYP2D locus |journal=Nature |volume=347 |pages=773–776 |doi=10.1038/347773a0 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bis heute (2011) mehr als 100. Es gibt danach normale Metabolisierer (&amp;#039;&amp;#039;extensive metabolizers&amp;#039;&amp;#039;), defiziente Metabolisierer (&amp;#039;&amp;#039;poor metabolizers&amp;#039;&amp;#039;) oder auch extrem schnelle Metabolisierer (&amp;#039;&amp;#039;ultrarapid metabolizers&amp;#039;&amp;#039;). Die Bedeutung rührt einerseits von der großen Zahl der betroffenen Menschen her, bei [[Europäer]]n etwa 15 % defiziente Metabolisierer, andererseits von der großen Zahl der Arzneistoffe, die ausschließlich oder teilweise durch CYP 2D6 metabolisiert werden, mehr als 50 – darunter das Propafenon.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |author=Ulrich M. Zanger, Sebastian Raimundo, Michel Eichelbaum |date=2004 |title=Cytochrome P450 2D6: overview and update on pharmacology, genetics, biochemistry |journal=Naunyn-Schmiedeberg’s Archives of Pharmacology |volume=369 |pages=23–37 |doi=10.1007/s00210-003-0832-2 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;M. Eichelbaum, M. Schwab: &amp;#039;&amp;#039;Wirkungen des Organismus auf Pharmaka: allgemeine Pharmakokinetik.&amp;#039;&amp;#039; In: K. Aktories, U. Förstermann, F. Hofmann, K. Starke: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie.&amp;#039;&amp;#039; 10. Auflage, München, Elsevier GmbH 2009, Seite 36–64, hier S. 63. ISBN 978-3-437-42522-6&amp;lt;/ref&amp;gt; So trägt, ein Beispiel von vielen, CYP 2D6 – und damit sein Polymorphismus – zur Metabolisierung von [[Tamoxifen]] bei und beeinflusst dadurch dessen Wirksamkeit bei [[Brustkrebs]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |author=Werner Schroth, Matthew P. Goetz, Ute Hamann, Peter A. Fasching, Marcus Schmidt, Stefan Winter, Peter Fritz, Wolfgang Simon, Vera J. Suman, Matthew M. Ames, Stephanie L. Safgren, Mary J. Kuffel, Hans Ulrich Ulmer, Julia Boländer, Reiner Strick, Matthias W. Beckmann, Heinz Koelbl, Richard M. Weinshilboum, James N. Ingle, Michel Eichelbaum, Matthias Schwab, Hiltrud Brauch |date=2009 |title=Association between CYP2D6 polymorphisms and outcomes among women with early stage breast cancer treated with tamoxifen |journal=[[Journal of the American Medical Association]] |volume=302 |pages=1429–1436 |doi=10.1001/jama.2009.1420 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |author=T. E. Mürdter, W. Schroth, L. Bacchus-Gerybadze, S. Winter, G. Heinkele, W. Simon, P. A. Fasching, T. Fehm, M. Eichelbaum, M. Schwab, H. Brauch |date=2011 |title=Activity levels of tamoxifen metabolites at the estrogen receptor and the impact of genetic polymorphisms of phase I and phase II enzymes on their concentration levels in plasma |journal=Clinical Pharmacology and Therapeutics |volume=89 |pages=708–717 |doi=10.1038/clpt.2011.27 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verapamil: stereoselektive Pharmakokinetik ===&lt;br /&gt;
[[Verapamil]] war Ende der 1960er Jahre von [[Albrecht Fleckenstein]] als ein [[Calciumantagonist]] erkannt worden und wird bis heute bei Herz-Kreislauferkrankungen häufig angewandt. Bald fiel auf, dass die übliche Dosis für intravenöse Gabe, 5–10 mg, bei oraler Gabe wirkungslos war und sogar eine fünf- bis zehnfach höhere Dosis oral nur unzuverlässig wirkte. Um den Grund zu finden, entwickelte Eichelbaums Gruppe ein [[Gaschromatographie mit Massenspektrometrie-Kopplung|gaschromatographisch-massenspektrometrisches Verfahren]] zur Messung der Substanz und ihrer Metaboliten. Es stellte sich heraus, dass Verapamil zwar vollständig aus dem Darm resorbiert, anschließend aber in der Darmwand und Leber großenteils abgebaut wurde, das Herz also durch diesen [[First-Pass-Effekt]], den Abbau bei der ersten Passage durch Darmwand und Leber, nicht erreichte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |author=Michael Schomerus, Berthold Spiegelhalder, Barbara Stieren, Michel Eichelbaum |date=1976 |title=Physiological disposition of verapamil in man |journal=[[Cardiovascular Research]] |volume=10 |pages=605–612 |doi=10.1093/cvr/10.5.605 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit war eine Frage beantwortet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächste stellte sich mit dem Paradoxon, dass eine bestimmte Konzentration von Verapamil im Blut, erreicht durch orale Gabe, das Herz weniger beeinflusste als dieselbe Konzentration, erreicht durch intravenöse Gabe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |author=M. Eichelbaum, P. Birkel, E. Grube, U. Gütgemann, A. Somogyi |date=1980 |title=Effects of verapamil on P-R-intervals in relation to verapamil plasma levels following single i. v. and oral administration and during chronic treatment |journal=Klinische Wochenschrift |volume=58 |pages=919–925 |doi=10.1007/BF01477049 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; „We then realised that verapamil had a chiral centre and was administered as a racemate – Da erinnerten wir uns, dass Verapamil ein chirales Molekül war und als [[Racemat]] verwendet wurde.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eichelbaum&amp;quot;&amp;gt;{{cite journal |author=Michel Eichelbaum |date=2004 |title=Author’s commentary |journal=British Journal of Clinical Pharmacology |volume=58 |pages=S804–S805 |doi=10.1111/j.1365-2125.2004.02300.x |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bonner Forscher hatten, wie damals nicht anders möglich, nur die Gesamtkonzentration von „(R)- + (S)-Verapamil“ gemessen. Weil zudem bekannt war, dass das (S)-[[Enantiomer]] der eigentliche Wirkstoff war, jedenfalls am Herzen viel stärker wirkte als das (R)-Enantiomer, stellten sie die Hypothese auf, die Leber baue beim First-Pass-Effekt vorwiegend das (S)-Enantiomer ab. Dann sollte das Blut bei einer bestimmten Gesamtkonzentration von „(R)- + (S)-Verapamil“, erreicht durch orale Gabe, weniger des wirksamen (S)-Verapamils enthalten als bei derselben Gesamtkonzentration, erreicht durch intravenöse Gabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man konnte damals die Enantiomere nicht trennen. Der Weg zur Testung der Hypothese musste neu erdacht werden. Er bestand in der Markierung eines der beiden Isomere mit dem stabilen Wasserstoff-[[Isotop]] [[Deuterium]]. Das deuterierte Enantiomer konnte dann dank seiner größeren Masse im Massenspektrometer von dem nicht deuterierten getrennt werden. 1984 lagen die Resultate vor. Wirklich unterlag (S)-Verapamil einem stärkeren First-Pass-Effekt als (R)-Verapamil, und nach gleicher oraler Dosis war die Konzentration von (S)-Verapamil im Blut viel geringer als die Konzentration von (R)-Verapamil, eine stereoselektive Metabolisierung mit erheblichen Folgen für die Wirkung des Stoffes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |author=B. Vogelgesang, H. Echizen, S. Schmidt, M. Eichelbaum |date=1984 |title=Stereoselective first-pass metabolism of highly cleared drugs: studies of the bioavailability of L- and D-verapamil examined with a stable isotope technique |journal=British Journal of Clinical Pharmacology |volume=18 |pages=733–740 |pmc=1463564 |language=en}}, abgerufen am 18. Oktober 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; (R)- und (S)-Verapamil unterscheiden sich auch in ihrer Bindung an [[Plasmaprotein]]e.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |author=Annette S. Gross, Barbara Heuer, Michel Eichelbaum |date=1988 |title=Stereoselective protein binding of verapamil enantiomers |journal=[[Biochemical Pharmacology]] |volume=24 |pages=4623–4627 |doi=10.1016/0006-2952(88)90330-9 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die stereoselektive Pharmakokinetik wurde ein eigenes Forschungsgebiet.&amp;lt;ref&amp;gt;A.S. Gross, A. Somogyi, M. Eichelbaum: &amp;#039;&amp;#039;Stereoselective drug metabolism and drug interactions.&amp;#039;&amp;#039; In: Michel Eichelbaum, Bernard Testa,&amp;amp;nbsp;Andrew Somogyi: &amp;#039;&amp;#039;Stereochemical Aspects of Drug Action and Disposition. Handbook of Experimental Pharmacology&amp;#039;&amp;#039; 153, S. 313–339. Berlin, Heidelberg, Springer-Verlag 2003. ISBN 3-540-41593-9&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Spartein wird stereoselektiv metabolisiert,&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |author=T. Ebner, C. O. Meese, M. Eichelbaum |date=1991 |title=Regioselectivity and stereoselectivity of the metabolism of the chiral quinolizidine alkaloids sparteine and pachycarpine in the rat |journal=[[Xenobiotica]] |volume=21 |pages=847–857 |doi=10.3109/00498259109039524 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und die Enantiomere des Propafenons unterscheiden sich in Metabolisierung wie Wirkung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |author=Heyo K. Kroemer, Christian Funck-Brentano, David J. Silberstein, Alastair J. J. Wood, Michel Eichelbaum, Raymond L. Woosley, Dan M. Roden |date=1989 |title=Stereoselective disposition and pharmacologic activity of propafenone enantiomers |journal=Circulation |volume=79 |pages=1068–1076 |doi=10.1161/01.CIR.79.5.1068 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Publikation von 1984 wurde 2004 in einem Sonderheft &amp;#039;&amp;#039;Citation classics in the British Journal of Clinical Pharmacology 1974–2003&amp;#039;&amp;#039; nachgedruckt, mit dem Kommentar Eichelbaums, er halte sie für eine seiner besten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eichelbaum&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Eichelbaum1.jpg|mini|Wirkung von Rifampicin auf die Resorption von Digoxin aus dem Darm. Durch Induktion von P-Glykoprotein (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;b&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;)steigert Rifampicin den Rücktransport von Digoxin ins Darmlumen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Eichelbaum2.jpg|mini|Pharmakogenetik des [[Antiemetikum]]s [[Ondansetron]]. Abhängigkeit des Blutspiegels vom &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cytochrom P450 2D6&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, des Eintritts ins Gehirn vom &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;P-Glykoprotein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, der Wirkung am [[5-HT-Rezeptor|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;5-HT&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rezeptor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;]] von dessen Genetik.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Digoxin und Rifampicin: Transporter ===&lt;br /&gt;
Die Pharmakokinetik wird durch [[Transporter (Membranprotein)|Transporter]] mitbestimmt, die Fremdstoffe durch Zellmembranen befördern. Ein wichtiger Transporter ist das [[Multidrug-Resistance-Protein 1|P-Glykoprotein]]. Es schleust unter Verbrauch von [[Adenosintriphosphat]] Fremdstoffe aus Zellen heraus. So werden zum Beispiel [[Zytostatika]] aus Krebszellen herausgeschleust und die Zellen dadurch Zytostatika-resistent – diese Wirkung führte 1976 zur Entdeckung und führte auch zu dem Alternativnamen &amp;#039;&amp;#039;Multidrug-Resistance-Protein 1&amp;#039;&amp;#039; (MDR1; auch ABCB1). Verapamil-Racemat, so wusste man seit 1981, hemmte den Auswärtstransport. Seiner Anwendung bei Tumoren standen aber die (in diesem Fall unerwünschten) Herz-Kreislauf-Wirkungen entgegen. Eichelbaum mit seiner Erfahrung in stereoselektiver Pharmakologie veranlasste deshalb einen Vergleich der Wirkung von (R)- und (S-)-Verapamil auf Krebszellen: Beide steigerten die Wirkung von Zytostatika, und zwar gleich stark. Anders als das Racemat, so die Folgerung, könnte das an Herz und Kreislauf wenig wirksame (R)-Enantiomer ein brauchbares Hilfsmittel in der Krebs-Chemotherapie werden&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |author=K. Häußermann, B. Benz, V. Gekeler, K. Schumacher, M. Eichelbaum |date=1991 |title=Effects of verapamil enantiomers and major metabolites on the cytotoxicity of vincristine and daunomycin in human lymphoma cell lines |journal=European Journal of Clinical Pharmacology |volume=40 |pages=53–59 |doi=10.1007/BF00315139 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; – eine Hoffnung, die sich letztlich nicht erfüllte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P-Glykoprotein kommt auch in gesunden Zellen vor und hat mehrere pharmakokinetische Funktionen. Zum Beispiel schränkt es die Resorption mancher Arzneistoffe wie des [[Herzglykoside|Herzglykosids]] [[Digoxin]] aus dem Darm ein, indem es sie ins Darmlumen zurück pumpt. Daraus resultierte, so entdeckten die Stuttgarter Forscher 1999, eine neuartige Arzneistoff-Wechselwirkung: Einnahme des Antibiotikums [[Rifampicin]] zusätzlich zu Digoxin verminderte dessen Konzentration im Blut, indem es den Gehalt der Darmschleimhaut an P-Glykoprotein erhöhte und so den Rücktransport des Digoxins weiter verstärkte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |author=Bernd Greiner, Michel Eichelbaum, Peter Fritz, Hans-Peter Kreichgauer, Oliver von Richter, Johannes Zundler, Heyo K. Kroemer |date=1999 |title=The role of intestinal P-glycoprotein in the interaction of digoxin and rifampin |journal=The Journal of Clinical Investigation |volume=104 |pages=147–153 |doi=10.1172/JCI6663 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Mechanismus der P-Glykoprotein-Vermehrung – Erhöhung seines Transkription des Gens – wurde geklärt,&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |author=Anke Geick, Michel Eichelbaum, Oliver Burk |date=2001 |title=Nuclear receptor response elements mediate induction of intestinal MDR1 by rifampin |journal=[[The Journal of Biological Chemistry]] |volume=276 |pages=14581–14587 |doi=10.1074/jbc.M010173200 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; andere Stoffe, zum Beispiel aus dem [[Echtes Johanniskraut|Johanniskraut]], wirkten wie Rifampicin, und Analoges wurde an anderen Transportern beobachtet. Die [[Enzyminduktion|Induktion]] von Arzneistoff-metabolisierenden Enzymen hatte ein Gegenstück in der Induktion von Transportern gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |author=D. Rosskopf, H. K. Kroemer, W. Siegmund |date=2009 |title=Pharmakokinetische Probleme in der Praxis – Rolle von Arzneimitteltransportern |journal=[[Deutsche Medizinische Wochenschrift]] |volume=134 |pages=345–356 |doi=10.1055/s-0028-1124005 |language=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Zusammenarbeit mit einer Gruppe an der [[Charité]] in Berlin und einem biotechnologischen Unternehmen suchte Eichelbaum Gruppe Ende der 1990er Jahre systematisch nach Mutationen im Gen des P-Glykoproteins. Man fand fünfzehn, und eine davon (C3435T) hatte pharmakokinetische Folgen: Bei [[Homozygotie|homozygoten]] Trägern der Mutation war die Menge an P-Glykoprotein im Darm vermindert und nach Digoxin-Einnahme die Konzentration des Glykosids im Blut erhöht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |author=S. Hoffmeyer, O. Burk, O. von Richter, H.P. Arnold, J. Brockmöller, A. Johne, I. Cascorbi, T. Gerloff, I. Roots, M. Eichelbaum, U. Brinkmann |date=2000 |title=Functional polymorphisms of the human multidrug-resistance gene: multiple sequence variations and correlation of one allele with P-glykoprotein expression and activity in vivo |journal=[[Proceedings of the National Academy of Sciences]] |volume=97 |pages=3473–3478 |doi=10.1055/s-0028-1124005 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 25 Jahre nach der Entdeckung des CYP 2D6-Polymorphismus war dies der erste klinisch relevante Polymorphismus eines Transporters. Die Publikation hat viel weitere Forschung angeregt, und die allgemeine medizinische Bedeutung der Mutation ist nicht klar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |author=Ann K. Daly |date=2010 |title=Pharmacogenetics and human genetic polymorphisms |journal=[[Biochemical Journal]] |volume=429 |pages=435–449 |doi=10.1042/BJ20100522 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie scheint das Risiko einer Erkrankung an Nierentumoren, [[Colitis ulcerosa]] und der [[Parkinson-Krankheit]] zu erhöhen&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |author=Matthias Schwab, Michel Eichelbaum und Martin F. Fromm |date=2003 |title=Genetic polymorphisms of the human MDR1 drug transporter |journal=[[Annual Review of Pharmacology and Toxicology]] |volume=43 |pages=285–307 |doi=10.1146/annurev.pharmtox.43.100901.140233 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und beeinflusst den Behandlungserfolg bei Colitis ulcerosa.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |author=K. R. Herrlinger, H. Koc, S. Winter, A. Teml, E. F. Stange, K. Fellermann, P. Fritz, M. Schwab, E. Schaeffeler |date=2011 |title=ABCB1 single-nucleotide polymorphisms determine tacrolimus response in patients with ulcerative colitis |journal=Clinical Pharmacology and Therapeutics |volume=89 |pages=422–428 |doi=10.1038/clpt.2010.348 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissensvermittlung ==&lt;br /&gt;
Eichelbaum hat seine Ergebnisse und Kenntnisse den Gesundheitsberufen und der allgemeinen Öffentlichkeit schreibend und organisierend zu vermitteln versucht. Von 1987 bis 1990 war er Präsident der Deutschen Gesellschaft für Klinische Pharmakologie und von 2000 bis 2003 Vizepräsident der [[Deutsche Gesellschaft für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie|Deutschen Gesellschaft für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie]]. Er ist Mitglied der [[Arzneimittelkommission|Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft]] und arbeitet an deren jetzt in 22. Auflage vorliegenden &amp;#039;&amp;#039;Arzneiverordnungen – Empfehlungen zur rationalen Pharmakotherapie&amp;#039;&amp;#039; mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er gibt klinisch-pharmakologische Fachzeitschriften (mit) heraus wie das &amp;#039;&amp;#039;[[European Journal of Clinical Pharmacology]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Pharmacogenetics and Genomics]]&amp;#039;&amp;#039;. In Übersichtsartikeln für Ärzte hat er die Bedeutung der Pharmakogenetik für eine &amp;#039;&amp;#039;individualisierte Medizin&amp;#039;&amp;#039; betont.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |author=M. Eichelbaum, M. Schwab |date=2005 |title=Pharmakogenetik |journal=Monatsschrift Kinderheilkunde |volume=153 |pages=741–750 |doi=10.1007/s00112-005-1199-x |language=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |author=Michel Eichelbaum, Magnus Ingelman-Sundberg und William E. Evans |date=2011 |title=Pharmacogenomics and individualized drug therapy |journal=[[Annual Review of Medicine]] |volume=57 |pages=119–137 |doi=10.1146/annurev.med.56.082103.104724 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit Matthias Schwab hat er sein Fach in Lehrbuchartikeln dargestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;M. Eichelbaum, M. Schwab: &amp;#039;&amp;#039;Wirkungen des Organismus auf Pharmaka: allgemeine Pharmakokiketik&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Arzneistoffkonzentration im Organismus in Abhängigkeit von der Zeit: Pharmakokinetik im engeren Sinn.&amp;#039;&amp;#039; In: K. Aktories, U. Förstermann, F. Hofmann, K. Starke: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie.&amp;#039;&amp;#039; 10. Auflage, München, Elsevier GmbH 2009, Seite 36–79. ISBN 978-3-437-42522-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2007 setzte er sich in einer internationalen Gruppe von Wissenschaftlern für ein Netzwerk zur Vermeidung schwerer [[Nebenwirkung|Arzneimittel-Nebenwirkungen]] (SADR) ein: „When good drugs go bad. … It is unthinkable that selecting drugs for individual patients remains an empirical exercise. … A global SADR network will not be cheap, but it will be a fraction of the current cost of SADRs to the healthcare system. – Wenn gute Arzneimittel zu schlechten werden. … Es wäre unverantwortlich, die Auswahl von Arzneimitteln für individuelle Patienten ungeprüfter Meinung zu überlassen. … Ein globales SADR-Netzwerk wäre nicht billig, würde aber nur einen Bruchteil der gegenwärtigen Kosten für SADR verursachen.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |author=Kathleen M. Giacomini, Ronald M. Krauss, Dan M. Roden, Michel Eichelbaum, Michael R. Hayden, Yusuke Nakamura |date=2007 |title=When good drugs go bad |journal=Nature |volume=446 |pages=975–977 |doi=10.1038/446975a |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen und Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* seit 2016 Ehrenmitglied, Deutsche Gesellschaft für Klinische Pharmakologie und Therapie e.V.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Leopoldina&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* seit 2016: Ehrenmitglied, Finish Society of Clinical Pharmacology, Finnland&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.skfy.fi/jasenasiat/ Liste der Ehrenmitglieder]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* seit 2016: Ehrendoktor, University of Helsinki, Helsinki, Finnland&amp;lt;ref name=&amp;quot;Leopoldina&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2015 EACPT Lifetime Achievement Award, European Association of Clinical Pharmacology &amp;amp; Therapeutics (EACPT)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://eacpt.org/category/lifetime-achievement-awards/ Preisträger]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2015 Oscar-B.-Hunter-Award for Therapeutics, American Society of Clinical Pharmacology and Therapeutics, USA&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ascpt.org/Portals/28/Award%20Criteria%20and%20Past%20Recipients%202024%20OB%20Hunter-%20UPDATED.pdf/ Preisträger]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* seit 2015: Ehrendoktor, University of Southern Denmark, Odense, Dänemark&amp;lt;ref name=&amp;quot;Leopoldina&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2008: Oswald-[[Schmiedeberg-Plakette]], Deutsche Gesellschaft für Pharmakologie und Toxikologie (DGPT)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Leopoldina&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2008: 10th Heymans Lecture, Royal Belgium Academy of Medicine, Brüssel, Belgien&amp;lt;ref name=&amp;quot;Leopoldina&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2006 Grant-R.-Wilkinson-Distinguished-Lectureship-Award, Vanderbilt University Medical School, Nashville, USA&amp;lt;ref&amp;gt;[https://medschool.vanderbilt.edu/pharmacology/grant-r-wilkinson-lecture/ Lecturers]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2004: 1st Tennessee Visiting Professor, Health Science Center, University of Tennessee, Memphis, USA&amp;lt;ref name=&amp;quot;Leopoldina&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* seit 2003: Korrespondierendes Mitglied, [[Akademie der Wissenschaften und der Literatur]] in Mainz&amp;lt;ref&amp;gt;Mitgliedseintrag von [https://www.adwmainz.de/mitglieder/profil/prof-dr-med-michel-eichelbaum.html Michel Eichelbaum] bei der [[Akademie der Wissenschaften und der Literatur|Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz]], abgerufen am 4. August 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* seit 2001: Mitglied der [[Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina|Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Leopoldina&amp;quot;&amp;gt;{{Leopoldina|837|IDName=michel-eichelbaum|Datum=04.08.25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2001: [[Galenus-von-Pergamon-Preis]], Internationale Stiftergemeinschaft führender Medizinverlage (für Deutschland: Springer Medizin)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Leopoldina&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2001: Clinical Science Lecture, Karolinska Institutet, Stockholm, Schweden&amp;lt;ref name=&amp;quot;Leopoldina&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2001: Börje Uvnäs Lecture, Swedish Medical Association, Schweden&amp;lt;ref name=&amp;quot;Leopoldina&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1991: [[Rudolf Buchheim|Rudolf-Buchheim]]-Vorlesung, Deutsche Gesellschaft für Pharmakologie und Toxikologie (DGPT)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Leopoldina&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1990: William-N.- Creasy-Award and Visiting Professor in Clinical Pharmacology, Burroughs Wellcome Fund, University of Colorado, Denver, USA&amp;lt;ref name=&amp;quot;Leopoldina&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1988 [[Robert Pfleger-Forschungspreis]], Doktor Robert Pfleger-Stiftung, Hallstadt&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pfleger-stiftung.de/robert-pfleger-forschungspreis/preistraeger/ Preisträger]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1983: Paul-Martini-Medaille, Paul-Martini-Stiftung, Berlin&amp;lt;ref name=&amp;quot;Leopoldina&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1983: Paul-Edvard-Poulsson-Award, Norwegian Society of Pharmacology and Toxicology, Norwegen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Leopoldina&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1976 [[Paul-Martini-Preis]], Paul-Martini-Stiftung, Berlin&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.paul-martini-stiftung.de/vor2011archiv/preistraeger.html/ Preisträger]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=106352261|LCCN=nb2003023838|VIAF=74098895}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Eichelbaum, Michel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pharmakologe]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Träger der Schmiedeberg-Plakette]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Flüchtling]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1941]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Eichelbaum, Michel&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Internist und Klinischer Pharmakologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. Mai 1941&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ulanwp</name></author>
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