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	<title>Michail Zwet - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T12:59:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Michail_Zwet&amp;diff=1420757&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-12-24T07:50:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Mikhail Tsvet.jpg|mini|250px|Michail Semjonowitsch Zwet]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Michail Semjonowitsch Zwet&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{ruS|Михаил Семёнович Цвет}}, in der Literatur meist als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tswett&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, aber auch als Tsvett, Tswet, Tsvet oder Cvet geschrieben; * [[19. Mai]] [[1872]] in [[Asti]], [[Italien]]; † [[26. Juni]] [[1919]] in [[Woronesch]], [[Russland]]) war ein [[Russland|russischer]] [[Botanik]]er und der Erfinder der [[Chromatographie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebenslauf ==&lt;br /&gt;
Zwet wurde als Sohn des Russen Semjon Zwet und der Italienerin Marie Dorroza im norditalienischen Asti geboren. Seine Mutter verstarb schon früh nach seiner Geburt, und Zwet wuchs in [[Genf]] auf. Von 1891 bis 1896 war er Student an der [[Universität Genf]], wo er zunächst Mathematik und Physik studierte und mit dem Examen abschloss. 1893 entschloss er sich zum Studium der Botanik. Das Studium beendete er 1896 mit einer [[Dissertation]] über die Zell-Physiologie.&amp;lt;ref&amp;gt;M. Zwet: &amp;#039;&amp;#039;Études de physiologie cellulaire.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bulletin du Laboratoire de botanique générale de l’Université de Genève&amp;#039;&amp;#039; 1/1896, S.&amp;amp;nbsp;123–206.&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach ging er nach [[Sankt Petersburg]]. Dort wurden seine Studien in der Schweiz allerdings nicht anerkannt, so dass Zwet sich die entsprechenden [[Akademischer Grad|Grade]] in Russland erneut aneignen musste. In St. Petersburg wurde er dann [[Dozent]] für Pflanzenanatomie und -physiologie. 1902 ging er nach [[Warschau]], wo er zunächst als Assistent an der [[Universität Warschau|Universität]] arbeitete. 1903 wurde er [[Privatdozent]] und 1907 Professor am Botanischen Institut des Polytechnikums in Warschau. Mit dem Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] wurde die Polytechnische Hochschule Warschau nach [[Moskau]] und 1916 nach [[Nischni Nowgorod|Gorki]] evakuiert. 1917 erhielt Zwet dann eine Professur für Botanik an der [[Estland|estländischen]] [[Universität Tartu]], wo er zudem Direktor des botanischen Gartens wurde. Als am 23. Februar 1918 deutsche und österreichische Truppen Tartu besetzten, wurde die Universität nach [[Woronesch]] verlegt. Dort verstarb Zwet dann ein Jahr später an einer chronischen Herzerkrankung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sein Werk ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1903 veröffentlichte Zwet seine ersten Arbeiten über die Chromatographie. Er füllte in ein Glasrohr beispielsweise [[Inulin]] (ein Zuckergemisch) und goss darauf einen in [[Ligroin]] gelösten [[Chlorophyll]]-[[Drogenauszug|Extrakt]]. Das Gemisch ließ er im Glasrohr nach unten ablaufen und von oben goss er weiter reines Ligroin nach. Dabei trennte sich das Gemisch in das blaugrüne &amp;#039;&amp;#039;Chlorophyll a&amp;#039;&amp;#039; und in das gelbgrüne &amp;#039;&amp;#039;Chlorophyll b&amp;#039;&amp;#039; auf; die Komponenten charakterisierte er nach einer photometrischen Methode von Sorby.&amp;lt;ref&amp;gt;H. C. Sorby, [http://rspl.royalsocietypublishing.org/content/21/139-147/442.full.pdf+html On Comparative Vegetable Chromatology] in Proceed Roy. Soc. London &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;21&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, S. 442–483 (1872).&amp;lt;/ref&amp;gt; Über 120 verschiedene pulverförmige Adsorbentien (stationäre Phasen) testete Zwet. Neben dem Chlorophyll trennte er auch erstmals [[Carotin]] und [[Xanthophyll]] chromatographisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Michail Semjonowitsch Zwet.jpg|mini|250px|Grab von Michail Semjonowitsch Zwet mit der Inschrift: „Ihm war es gegeben die Chromatographie zu entdecken, die die Moleküle trennt und die Menschen verbindet.“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem Treffen der Biologischen Sektion der Warschauer Gesellschaft der Naturwissenschaftler präsentierte er erstmals 1903 seine Arbeitsergebnisse unter dem Titel: &amp;#039;&amp;#039;Über eine neue Kategorie von Adsorptionsphänomenen und ihre Anwendung auf die biochemische Analyse&amp;#039;&amp;#039;. Die Auftrennung des Chlorophyll-Gemisches beschreibt er dabei wie folgt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Zuerst fließt eine farblose, dann eine gelbe Flüssigkeit aus dem unteren Ende der Röhre, und in den oberen Schichten einer Inulinsäule formt sich ein grüner Ring, unter dem ein gelber Rand erscheint. Bei der Fortsetzung des Experimentes verbreitern sich beide Ringe, grün und gelb, beträchtlich und dehnen sich nach unten aus. Es zeigt sich die Möglichkeit, eine neue Methode der physikalischen Trennung verschiedener Substanzen zu entwickeln, die in organischen Flüssigkeiten gelöst sind. Die Methode basiert auf der Fähigkeit der gelösten Stoffe, physikalische Adsorptionsverbindungen mit verschiedenen mineralischen und festen Körpern einzugehen.&lt;br /&gt;
 |Autor=M. Tswett&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Universität Bremen, Zentrum für Umweltforschung und Umwelttechnologie: {{Webarchiv |url=http://www.uft.uni-bremen.de/chemie/Chromatography/chromhis.htm |text=&amp;#039;&amp;#039;Flüssigkeitschromatographie&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20071224064429}} eingesehen am 16. August 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwet nannte das von ihm entdeckte Verfahren &amp;#039;&amp;#039;Chromatographie&amp;#039;&amp;#039; ([[Deutsche Sprache|deutsch]]: „Farbschreibung“). Zufälligerweise bedeutet Zwet (Цвет) im russischen „Farbe“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1908 nutzte und verbesserte [[Richard Willstätter]] diese Methode für die Isolierung des Chlorophylls. Der Asteroid des inneren Hauptgürtels [[(2770) Tsvet]] ist nach ihm benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Lutz D. Schmadel]] |Hrsg=Lutz D. Schmadel |Titel=Dictionary of Minor Planet Names |TitelErg=Fifth Revised and Enlarged Edition |Auflage=5 |Verlag=[[Springer Spektrum|Springer Verlag]] |Ort=[[Berlin]], [[Heidelberg]] |Datum=2003 |ISBN=3-540-29925-4 |Seiten=186 |Sprache=en |Originaltitel=Dictionary of Minor Planet Names |VerlagEA=Springer Verlag |OrtEA=Berlin, Heidelberg |JahrEA=1992 |DOI=10.1007/978-3-540-29925-7_2771 |Umfang=992 |Zitat=1977 SM&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;. Discovered 1977 Sept. 19 by N. S. Chernykh at Nauchnyj.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
* M. Tsvett: &amp;#039;&amp;#039;Sur la Chlorophylline blue&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Comptes rendus&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;131&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, S. 842–844 (1900), {{Gallica |ID=bpt6k3087z |Seite=842}}.&lt;br /&gt;
* M. Tsvett: &amp;#039;&amp;#039;Sur la pluralite des Chlorophyllines es sur las metachlorophyllines&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Comptes rendus&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;132&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, S. 149–150 (1901), {{Gallica |ID=bpt6k30888 |Seite=161}}.&lt;br /&gt;
* M. Tswett: &amp;#039;&amp;#039;O novoy kategorii adsorbtsionnykh yavleny i o primenenii ikh k biokkhimicheskomu analizu. &amp;lt;small&amp;gt;(Eine neue Kategorie von Adsorptionphänomenen und deren Anwendung für die biochemische Analyse)&amp;lt;/small&amp;gt;: In: &amp;#039;&amp;#039;Trudy Varhavskago Obshchestva estevoispytatelei Otd Biol (Tr Warsawsk Obst Jestesv Otd Biol) 14/1903, S.&amp;amp;nbsp;20–39.&lt;br /&gt;
* M. Tswett: &amp;#039;&amp;#039;Physikalisch-chemische Studien über das Chlorophyll. Die Adsorptionen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ber. Dtsch. Botan. Ges.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;24&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, S. 316–323 (1906), [[doi:10.1111/j.1438-8677.1906.tb06524.x]].&lt;br /&gt;
* M. Tswett: &amp;#039;&amp;#039;Adsorptionsanalyse und chromatographische Methode. Anwendung auf die Chemie des Chlorophylls.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ber. Dtsch. Botan. Ges.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;24&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, S. 384–393 (1906), [[doi:10.1111/j.1438-8677.1906.tb06534.x]].&lt;br /&gt;
* M. Tswett: &amp;#039;&amp;#039;Über die nächsten Säurederivate der Chlorophylline&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Ber. Dtsch. Chem. Ges.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;41&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, S. 1352–1354 (1908), [[doi:10.1002/cber.190804101249]].&lt;br /&gt;
* M. Tswett: &amp;#039;&amp;#039;Das sogenannte »krystallisierte Chlorophyll« - ein Gemisch.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ber. Dtsch. Chem. Ges.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;43&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, S. 3139–3141 (1910), [[doi:10.1002/cber.19100430376]].&lt;br /&gt;
* M. Tswett: &amp;#039;&amp;#039;Über die Löslichkeitsverhältnisse der Chlorophylline und eine neue Methode zur Isolierung derselben&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Ber. Dtsch. Chem. Ges.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;44&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, S. 1124–1127 (1911), [[doi:10.1002/cber.191104401166]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* M. H. Abraham: &amp;#039;&amp;#039;100 years of chromatography – or is it 171?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;J. Chromatogr. A.&amp;#039;&amp;#039; 1061/2004, S.&amp;amp;nbsp;113–114. PMID 15633751&lt;br /&gt;
* W. Ostrowski: &amp;#039;&amp;#039;Michael S. Tswett – inventor of column chromatography. (On the occasion of 65th anniversary of his lecture on the column chromatography technique).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Folia Biol. (Kraków)&amp;#039;&amp;#039; 16/1968, S.&amp;amp;nbsp;429–48.&lt;br /&gt;
* F. M. Schertz: &amp;#039;&amp;#039;The pure pigments, carotin and xanthophyll, and the Tswett adsorption method.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Plant Physiol.&amp;#039;&amp;#039; 4/1929, S.&amp;amp;nbsp;337–348. PMID 16652617&lt;br /&gt;
* [https://www.uni-kiel.de/anorg/lagaly/group/klausSchiver/Feigl.pdf S.226 - 228]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Mikhail Tsvet}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118666282|LCCN=n85303079|VIAF=39461976}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Zwet, Michail}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Botaniker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Botaniker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1872]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1919]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person als Namensgeber für einen Asteroiden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Universität Genf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Zwet, Michail&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Zwet, Michail Semjonowitsch (vollständiger Name); Tswett, Michail; Цвет, Михаил Семёнович (russisch)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=russischer Botaniker, Erfinder der Chromatographie&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. Mai 1872&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Asti]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. Juni 1919&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Woronesch]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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