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	<title>Michail Fjodorowitsch Larionow - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Michail_Fjodorowitsch_Larionow&amp;diff=239113&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Heinz Huster am 10. August 2023 um 12:19 Uhr</title>
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		<updated>2023-08-10T12:19:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Mikhail Larionov, c.1915.jpg|mini|Michail Larionow, Fotografie (ca. 1915)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Michail Fjodorowitsch Larionow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch bekannt als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Michel Larionov&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Centre Pompidou&amp;quot;&amp;gt;[https://archivesetdocumentation.centrepompidou.fr/ead.pdf?id=FRM5050-X0031_0000208&amp;amp;c=FRM5050-X0031_0000208_FRM5050-X0031115249 Michel Larionov und Natalia Goncharova Fund] www.archivesetdocumentation.centrepompidou.fr, abgerufen am 12. Juli 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; ({{RuS|Михаил Фёдорович Ларионов}}; wiss. [[Transliteration]] &amp;#039;&amp;#039;{{lang|ru-Latn|Michail Fëdorovič Larionov}}&amp;#039;&amp;#039;; * {{JULGREGDATUM|3|6|1881|Link=1}} in [[Tiraspol]], [[Russisches Kaiserreich|Russisches Reich]], heute [[Republik Moldau]]; † [[10. Mai]] [[1964]] in [[Fontenay-aux-Roses]] bei [[Paris]]), war ein [[Russland|russisch]]-[[Frankreich|französischer]] [[Maler]]. Sein Stil reichte vom [[Impressionismus]] bis zum [[Fauvismus]]. Er gilt als Begründer des [[Rayonismus]] und zählte vor seiner Emigration 1915 zur [[Russische Avantgarde|Russischen Avantgarde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Michail Fjodorowitsch Larionow studierte bis 1910&amp;lt;ref name=&amp;quot;Centre Pompidou&amp;quot; /&amp;gt; an der [[Moskauer Hochschule für Malerei, Bildhauerei und Architektur]] und lernte dort 1900 [[Natalija Sergejewna Gontscharowa|Natalija Gontscharowa]] kennen. Er freundete sich mit [[Kasimir Malewitsch]] an, [[Wladimir Jewgrafowitsch Tatlin|Wladimir Tatline]] war einer seiner Schüler. 1906 lud ihn  Djagilew zum [[Société du Salon d’Automne|Salon d’Automne]] nach Paris ein. Durch diesen Aufenthalt in Paris erwarb Larionow, der sich bereits mit impressionistischen Experimenten beschäftigte, breitere Kenntnisse der französischen modernen Malerei. Nach seiner Rückkehr nach Russland stürzte er sich schnell in den Fauvismus, der ihn zur Sublimierung der reinen Farbe führen sollte. Bereits 1908 dominierte seine Persönlichkeit die aktuelle Szene der russischen Malerei. Seine fauvistische Malerei erzeugte schnell ungewöhnlich heftige Farben. Die Intensität seiner „antikulturellen“ Reaktion führte ihn bereits 1911 zu einer antiakademischen Reaktion, die er selbst „Primitivismus“ nannte, eine expressionistische „Häßlichkeit“ und populäre Bildsprache, die Negation des akademischen Repräsentationskanons, den Rückgriff auf „freies Zeichnen“ und die Verherrlichung dessen, was früher als „a-kulturell“ galt. Tatline schuf 1911 unter dem Einfluss von Larionow sein Selbstporträt als Matrose.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beeinflusst von den Kunstströmungen der westeuropäischen Kunst gründete er mit Gontscharowa 1910 die Künstlervereinigung [[Karo-Bube]], von der sie sich allerdings Anfang 1912 nach einem Streit mit David Bourliouke trennten. Sie gründeten die Vereinigung &amp;#039;&amp;#039;[[Eselsschwanz (Künstlergruppe)|&amp;#039;&amp;#039;Eselsschwanz&amp;#039;&amp;#039;]]&amp;#039;&amp;#039;. Ende 1911 begann er mit der Erforschung der vitalistischen Farbprojektion, die er wenige Monate später als „Rayonismus“ bezeichnete. Diese Gemälde, die zunächst von figurativen Themen abgeleitet waren, wandten sich schnell reinen, abstrakten Strukturen zu. Auf der ersten Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;Zielscheibe&amp;#039;&amp;#039; zeigten sie erstmals [[Rayonismus|rayonistische]] Bilder. Als Kolorist erreichte er einem ersten Höhepunkt, wie einige praktisch monochrome Gemälde aus dem Jahr 1912 und eine Serie von „schwarzen“ Porträts zeigen, die mit Tinte gemalt wurden. Auf dem Höhepunkt der Entwicklung seiner Farbwissenschaft präsentierte er im Juni 1914 gemeinsam mit Goncharova in Paris eine Ausstellung seiner rayonistischen Malerei. Es war die Eröffnungsausstellung der Galerie Paul Guillaume, für die der Dichter Apollinaire den Katalogtext verfasste. Larionows Werk war damals auch in Deutschland bekannt, wo Herwart Walden es bereits im Herbst 1913 in Berlin präsentiert hatte. Zusammen mit [[Robert Genin]], [[Alexej von Jawlensky|Alexej Jawlensky]], [[Wassily Kandinsky]] und [[Marianne von Werefkin]] nahm er 1914 an der [[Baltische Ausstellung|Baltischen Ausstellung]] in [[Malmö]] teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MGLSB.jpg|mini|[[Léonide Massine |Massine]], Goncharowa, Larionow, [[Strawinsky]] und [[Bakst]] in [[Ouchy]]/Schweiz, 1915]]&lt;br /&gt;
1914 zog er mit Gontscharowa nach Paris. [[Sergei Pawlowitsch Djagilew|Sergej Djagilew]] engagierte beide als Kostüm- und Bühnenbildner für das [[Ballets Russes]].&amp;lt;ref&amp;gt;Denise Bernard-Folliot: &amp;#039;&amp;#039;Die Malerei in Russland&amp;#039;&amp;#039;. In: Ilse Müller-von Werder (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Moskau, Leningrad mit Kiew, Odessa, der Krim und den Badeorten am Schwarzen Meer&amp;#039;&amp;#039;. Polyglott-Verlag, München, 9. Aufl. 1988/1989, ISBN 3-493-60062-3, S. 74–87, hier S. 83.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von dieser Zusammenarbeit versprach sich Djagilew Frische und Spontanität. So schuf Larionow gleichzeitig vulgäre und anspruchsvolle Kostüme unter anderem für &amp;#039;&amp;#039;Soleil de Nuit&amp;#039;&amp;#039; (1915), &amp;#039;&amp;#039;Histoires Naturelles&amp;#039;&amp;#039; (1915, nicht produziert), &amp;#039;&amp;#039;Chout&amp;#039;&amp;#039; (1921) und &amp;#039;&amp;#039;Le Renard&amp;#039;&amp;#039; (1922).&amp;lt;ref&amp;gt;Alston Purvis und andere (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Ballets Russes and the Art of Design&amp;#039;&amp;#039;. The Monacelli Press, New York 2009, S. 31 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Larionow stellte zeitgleich mit Gontscharowa und der Malerin [[Alexandra Exter]] im &amp;#039;&amp;#039;Salon des Indépendants&amp;#039;&amp;#039; in Paris aus, dank der von Exter erbetenen Unterstützung durch [[Sonia Delaunay|Sonia]] und [[Robert Delaunay]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Larionow wurde 1914 eingezogen und kämpfte im [[Erster Weltkrieg |Ersten Weltkrieg]].&amp;lt;ref&amp;gt;Mary Chamot: &amp;#039;&amp;#039;Goncharova. Stage Designs und Paintings&amp;#039;&amp;#039;. London 1979. S. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1915 erlitt er an der Front eine schwere Verletzung. Nach langer und schwieriger Rekonvaleszenz war er zeitlebens schlichtweg arbeitsunfähig.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://andrei-nakov.org/en/mikhail-larionov-the-path-to-abstraction/ Mikhail Larionov: Der Weg zur Abstraktion] (englisch) www.andrei-nakov.org, abgerufen am 12. Juli 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er kehrte 1915 nach Moskau zurück und versuchte, sich wieder an futuristischen Aktionen zu beteiligen. Doch seine Kunst wurde inzwischen vom „transrationalen“ Kubo-Futurismus und dem aufkeimenden „Konstruktivismus“ überholt. Auf Einladung Diaghilews unternahm er eine Genesungsreise in die Schweiz.  Über Spanien konnten sie erst nach dem Krieg nach Paris zurückkehren.&amp;lt;ref&amp;gt;Yevgenia Petrova (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Natalia Goncharova. The Russian Years&amp;#039;&amp;#039;. Bad Breisig 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1918 lebten das Paar in ihrer Wohnung in der &amp;#039;&amp;#039;rue de Seine&amp;#039;&amp;#039;, Ecke &amp;#039;&amp;#039;rue Jacques Callot&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Mary Chamot: &amp;#039;&amp;#039;Goncharova. Stage Designs und Paintings&amp;#039;&amp;#039;. London 1979. S. 18.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der [[Bolschewismus |bolschewistischen Revolution]] von 1917 kehrte Larionow nie mehr nach Russland zurück. Eng mit Djagilews Balletten verbunden, begann er ein neues Leben im Westen. Kränklich flüchtete er sich für die restlichen fünf Jahrzehnte seines Lebens in die intime Malerei im Stil des Spätimpressionismus. 1938 erfolgte die Einbürgerung als Franzose. Seine Kunst, die ab Mitte der dreißiger Jahre in Vergessenheit geriet, wurde Anfang der sechziger Jahre dank einer von [[Camilla Gray]] in London organisierten Ausstellung wiederentdeckt. Er hatte einen jüngeren Bruder, [[Iwan Fjodorowitsch Larionow|Iwan Larionow]] (1884–1920), der ebenfalls avantgardistischer Maler war.&amp;lt;ref&amp;gt;Jewgeni Kowtun: &amp;#039;&amp;#039;Michail Larionow&amp;#039;&amp;#039;. Bournemouth 1998. S. 59 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 N.Goncharova by M.Larionov (c.1903-5, priv.coll).jpg|Porträt Gontscharowa ca. 1903-5, Privatbesitz&lt;br /&gt;
 Hairdresser by M.Larionov (1907, GRM) FRAME by shakko.jpg|Friseur 1907&lt;br /&gt;
 Провинциальный франт худож Михаил Ларионов 1909.jpg|Provinzieller Dandy 1909, Staatliche [[Tretjakow-Galerie]], Moskau&lt;br /&gt;
 Mikhail Larionov (selfportrait 1910).jpg|Selbstporträt 1910, Privatbesitz&lt;br /&gt;
 Red and Blue Rayonism (Beach) (Larionov, 1911).jpg|Rot-blauer Rayonismus 1911, [[Museum Ludwig]]&lt;br /&gt;
 Jewish Venus (Larionov).jpg|Jüdische Venus 1912&lt;br /&gt;
 Bull&amp;#039;s Head (Larionov, 1913).jpg|Stierkopf 1913&lt;br /&gt;
 Natalia Goncharova by M. Larionov (1915).jpg|Porträt Gontscharowa 1915, Staatliche Tretjakow-Galerie&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Iliazd|Eli Eganbjuri]]: &amp;#039;&amp;#039;Natalja Gontscharowa. Michail Larionov&amp;#039;&amp;#039;. Z. A. Münster, Moskau 1913 (525 Exemplare)&lt;br /&gt;
* Jewgeni Kowtun: &amp;#039;&amp;#039;Michail Larionow&amp;#039;&amp;#039;. Bournemouth 1998&lt;br /&gt;
* Museum Modern Art. Sammlung Jürgen Blum (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Natalja Gontscharowa, Michail Larionow, Kasimir Malewitsch. Der heilige Himmel. Futurismus, Rayonismus, Suprematismus&amp;#039;&amp;#039;. 1992&lt;br /&gt;
* Felix Philipp: &amp;#039;&amp;#039;Strahlenkunst. Zur Geschichte und Theorie des Rayonismus&amp;#039;&amp;#039;. (Ausstellungskatalog anlässlich der Ausstellung: Michail Larionow. Rayonistische Werke 1912-1914 und illustrierte Bücher russischer Futuristen; 14. März bis 16. Mai 1987). Zürich 1986&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Mikhail Larionov|Michail Fjodorowitsch Larionow}}&lt;br /&gt;
* [https://andrei-nakov.org/en/mikhail-larionov-the-path-to-abstraction/ Wörterbuch der modernen und zeitgenössischen Kunst] Hazan, Paris (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.staratel.com/pictures/ruspaint/336.htm Russische Malerei, LARIONOV Mikhail Fedorovich] СТАРАТЕЛЬ.com	(russisch)&lt;br /&gt;
* [https://expo-larionov.org/en/ Die Website zur Ausstellung „Mikhail Larionov: the Path to Abstraction“]  (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118726552|LCCN=n50039199|VIAF=121962789}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Larionow, Michail Fjodorowitsch}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler (Russland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler der Moderne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1881]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1964]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Larionow, Michail Fjodorowitsch&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Ларионов, Михаил Фёдорович (russisch); Larionov, Michail Fëdorovič (wissenschaftliche Transliteration)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=russischer Maler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. Juni 1881&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Tiraspol]], heute [[Republik Moldau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. Mai 1964&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Fontenay-aux-Roses]] bei [[Paris]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Heinz Huster</name></author>
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