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	<title>Michael Witzel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Aka: /* „Laurasische Mythologie“ */ Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2025-07-31T12:14:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;„Laurasische Mythologie“: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Michael Witzel.jpg|mini|Michael Witzel, 2013]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Michael Witzel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. Juli]] [[1943]] in [[Świebodzin|Schwiebus]]) ist ein deutscher [[Indologie|Indologe]]. Er lehrt seit 1986 als &amp;#039;&amp;#039;Wales Professor of [[Sanskrit]]&amp;#039;&amp;#039; an der [[Harvard University]] (USA). Witzel ist Herausgeber des &amp;#039;&amp;#039;[[Electronic Journal of Vedic Studies]]&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;[[Harvard Oriental Series]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Witzel studierte Indologie in Deutschland u.&amp;amp;nbsp;a. bei [[Paul Thieme]] und [[Karl Hoffmann (Indogermanist)|Karl Hoffmann]], später in [[Nepal]] bei Mimamsaka Jununath Pandit. Er leitete Forschungsprojekte in [[Kathmandu]] und lehrte seit 1972 Sanskrit in [[Eberhard-Karls-Universität Tübingen|Tübingen]] und [[Universität Leiden|Leiden]] sowie seit 1986 an der [[Harvard University]]. Zwischenzeitlich war er als Gastdozent in [[Kyōto]], [[Paris]] und [[Tokyo]] tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschung ==&lt;br /&gt;
Witzels frühe philologische Arbeiten beschäftigen sich insbesondere mit alten [[Veden|vedischen]] Texten, zu denen er Editionen und Übersetzungen erstellte. Zusammen mit Toshifumi Gotō unternahm er auch eine neue Übertragung des [[Rigveda]], dessen erster Teil (1. und 2. Liederkreis) 2007 im neu gegründeten Verlag für Weltreligionen erschien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinen Studien untersuchte er verschiedene vedische Textausgaben und ihre Bedeutung für die Verbreitung vedischer Kultur in Nordindien und befasste sich mit vedischen Dialekten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben anderen Forschungsgegenständen konzentrierte sich Witzel seit 1987 zunehmend auf die alte indische Geschichte und erstellte Studien zum Teil in Zusammenarbeit mit [[Archäologie|Archäologen]] der Harvard University. Hinzu kam eine gründliche Erforschung des [[Linguistik|linguistischen]] Aspekts der ältesten indischen Geschichte, wobei er in mehreren Artikeln vorvedische Sprachen und die ihnen entnommenen [[Lehnwort|Lehnwörter]] abhandelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Debatte über die indoarische Migration ==&lt;br /&gt;
Witzel schrieb Artikel zur Thematik der indoarischen Migration und lehnte entschieden die [[Out-of-India-Theorie]] von [[Shrikant G. Talageri]], [[Koenraad Elst]] und anderen ab. In „Autochthonous Aryans? The Evidence from Old Indian and Iranian Texts“&amp;lt;ref&amp;gt;In: &amp;#039;&amp;#039;Electronic Journal of Vedic Studies&amp;#039;&amp;#039; 2001. [http://www.people.fas.harvard.edu/~witzel/EJVS-7-3.pdf Online] (PDF; 558&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; ging er detailliert auf die Thesen der Befürworter eines Modells der Urheimat der [[Arier]] in Indien ein und wies diese auf der Grundlage philologischer Argumente zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2002/03 erhielt mit dem Indologen [[Nicholas Kazanas]] erstmals ein Vertreter der indigenen Theorie die Gelegenheit, seine Thesen im [[Journal of Indo-European Studies]] vorzutragen. Dabei wurde ausnahmsweise auf ein [[Peer-Review]] verzichtet. Der Herausgeber [[James Patrick Mallory]] gab als Grund an, dass angesichts der stark emotional geführten Debatte kein Mainstream-Indologe bereitstünde, um diese Aufgabe mit neutraler und unvoreingenommener Sicht zu übernehmen. Daher beschloss er, den Artikel abzudrucken, jedoch begleitet von neun kritischen Antworten von Gutachtern, worauf Kazanas noch einmal antworten durfte. Witzel kritisierte 2003 jedoch diese Publikation und warf dem Herausgeber vor, die indischen [[Nationalismus|Nationalisten]] könnten sich künftig darauf berufen und sie als großen Prestige-Gewinn verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kalifornische Schulbuch-Kontroverse ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2005 schaltete sich Witzel in eine Debatte hinsichtlich einiger Änderungen in [[Kalifornien|kalifornischen]] Schulbüchern ein, welche amerikanische [[Hinduismus|Hindus]] vorgeschlagen hatten, um die Ursprünge der alten indischen Geschichte mehr in ihrem Sinne als – nach eigenem Verständnis – Vertreter der indischen Bevölkerung darzustellen. Witzel, der von akademischen Indologen Unterstützung bekam, wurde zum Leiter einer Expertengruppe ernannt, welche die geplanten Änderungen kritisch überprüfte und am Ende einen Kompromiss herbeiführte. Witzel sah in den ursprünglich vorgesehenen Korrekturen einen Plan von [[Hindutva|Hindu-Nationalisten]], welche das Vorhaben verfolgten, die Geschichte Indiens aus politisch-ideologischen Gründen neu zu schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Laurasische Mythologie“ ==&lt;br /&gt;
In seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;The Origins of the World’s Mythologies&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;E. J. Michael Witzel: [http://avalonlibrary.net/ebooks/E.%20J.%20Michael%20Witzel%20-%20The%20Origins%20of%20the%20World%27s%20Mythologies.pdf &amp;#039;&amp;#039;The Origins of the World’s Mythologies.&amp;#039;&amp;#039;] Oxford University Press, New York 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; postuliert Witzel einen gemeinsamen [[Paläolithikum|altsteinzeitlichen]] Ursprung der Mythen [[Eurasien]]s und Nordamerikas, die sich mit der [[Out-of-Africa-Theorie|Ausbreitung des Menschen]] durch [[Diffusionismus|Diffusion]] verbreitet haben sollen. Er bezeichnet diese Mythen der Nordhalbkugel (mit dem Begriff für den nördlichen Teil des im [[Mesozoikum]] zerbrochenen Superkontinents [[Pangaea]]) symbolisch als „[[Laurasia|laurasisch]]“, während er die noch älteren Mythen der [[Subsahara]], der [[Andamanen]], [[Australien]]s und [[Melanesien]]s als [[Gondwana|„gondwanisch“]] (nach dem südlichen Teil) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rig-Veda. Das heilige Wissen. Erster und zweiter Liederkreis.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem vedischen Sanskrit übersetzt und herausgegeben von Michael Witzel und Toshifumi Goto unter Mitarbeit von Eijiro Doyama und Mislav Jezic. Frankfurt: Verlag der Weltreligionen. 2007, S. 1–889 (Erste vollständige Übersetzung in eine westliche Sprache seit der [[Karl Friedrich Geldner]]s von 1929/51).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.people.fas.harvard.edu/~witzel/ Persönliche Website von Michael Witzel an der Harvard University]&lt;br /&gt;
* [https://fid4sa-repository.ub.uni-heidelberg.de/view/schriftenreihen/sr-8.html Schriften von Michael Witzel] im Volltext frei verfügbar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=137252366|LCCN=n/92/60655|VIAF=69060348}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Witzel, Michael}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer (Heilige Schriften)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Harvard University)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1943]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Witzel, Michael&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Indologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. Juli 1943&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Schwiebus]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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