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	<title>Michael Schulien - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T13:08:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Michael_Schulien&amp;diff=316279&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Liebermary: lf, Ordensbezeichnung lt. Lemma vereinheitlicht, Rest steht dort; Kat+; PDfix</title>
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		<updated>2022-12-15T00:52:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;lf, Ordensbezeichnung lt. Lemma vereinheitlicht, Rest steht dort; Kat+; PDfix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Michael Schulien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [[Steyler Missionare|SVD]] (* [[21. Mai]] [[1888]] in [[Losheim am See]]; † [[4. Mai]] [[1968]] in [[Rom]]) war [[Römisch-katholische Kirche|katholischer]] [[Ordenspriester]], [[Ethnologe]] und [[Apostolischer Visitator]] für das [[Saarland]] in den Jahren 1948 bis 1956.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Michael Schuliens Vater Jakob war ein engagierter Katholik, stammte aus Losheim am See im Nordsaarland, zog aber nach [[Altenkessel]] bei Saarbrücken, um als [[Bergmann]] zu arbeiten. Er ermöglichte es seinem Sohn Michael, in das [[Missionshaus St. Wendel|Missionshaus]] der [[Steyler Missionare]] in [[St. Wendel]] einzutreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbildung bei den Steyler Patres ==&lt;br /&gt;
Michael Schulien trat 1901 in die zwei Jahre zuvor eröffnete St. Wendeler Ausbildungsstätte der Steyler Mission ein, an der die Schüler für das Priestertum vorbereitet wurden und die eine im Vergleich zu regulären Schulen gute Ausbildung ermöglichte. In einer Zeit als Kolonialmacht waren Sprach-, Geografie- und Naturwissenschaftskenntnisse für geplante Auslandseinsätze wichtig. Nach sechs Jahren wechselte Schulien in das Missionshaus St. Gabriel in [[Mödling]] bei [[Wien]], in dem er ab dem 14. September 1908 Philosophie und Theologie studierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hatte dort erstmals Kontakt mit Pater [[Wilhelm Schmidt (Ethnologe)|Wilhelm Schmidt]] ([[Steyler Missionare|SVD]]), einem bekannten Dozenten für [[Völkerkunde]] seiner Zeit. Dieser hatte in Mödling dafür gesorgt, dass das Studium der [[Missiologie]] durch die Fächer [[Linguistik]] und [[Ethnologie]] erweitert wurde. Am 29. September 1912 wurde Schulien zum Priester [[Weihesakrament#Presbyterat|geweiht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Missionsdienst in Mosambik ==&lt;br /&gt;
Die Steyler Missionare war in der [[Sambesi]]mission im portugiesischen Kolonialgebiet [[Mosambik]] tätig, nachdem [[Jesuiten]] dort ausgewiesen worden waren. Wie bei Missionaren zu damaliger Zeit üblich, nahm Schulien diese Tätigkeit ohne große Vorbereitungen auf. Im Herbst 1913 war er in [[Koalane]] in der Nähe von [[Quelimane]], um die Leitung einer [[Katechist]]en-Schule vorzubereiten. Er lernte in dieser Zeit das Volk und die Sprache der [[Atchwabo]] kennen. Nach dem Kriegseintritt [[Portugal]]s gegen Deutschland 1916 wurde Schulien interniert und später nach Portugal gebracht. Nach Kriegsende versuchte er, in die portugiesische Kolonie zurückzukehren, was ihm jedoch verwehrt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In Deutschland ==&lt;br /&gt;
Schulien wurde in das [[Mutterhaus]] nach [[Steyl]] versetzt und übernahm dort im Jahr 1922 kurz die Leitung der Redaktion der Familienzeitschrift der Gemeinschaft, der &amp;#039;&amp;#039;Stadt Gottes&amp;#039;&amp;#039;. Im selben Jahr begann er in [[Leipzig]] an der dortigen [[Universität Leipzig|Universität]] das Studium der Fächer Ethnologie, [[Religionswissenschaft]] und Linguistik und promovierte 1924 über die [[Initiation]]sriten der Atchwabo-Mädchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Im Vatikan ==&lt;br /&gt;
Papst [[Pius XI.]] plante im [[Jubeljahr|Heiligen Jahr]] 1925 eine große Missionsausstellung. Für den ethnologischen Teil wurde eine Kommission unter Pater Wilhelm Schmidt beauftragt, der Michael Schulien zur Mithilfe nach Rom berief. Die [[Weltmissionsausstellung]] zeigte Zeugnisse aussterbender alter Kulturen und auch Exponate christlichen Glaubens. Schon nach zwei Monaten erklärte der Papst, im [[Lateran]] ein „Missionarisch-Ethnologisches Museum“ für die dauerhafte Ausstellung einrichten zu wollen. Pater Schulien übernahm dessen Ausgestaltung als Assistent Schmidts. Unter Schuliens Leitung gab das Museum die Fachzeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Annali Lateranensi]]&amp;#039;&amp;#039; heraus (ab 1962 &amp;#039;&amp;#039;Annali del Pontificio Museo Missionario-Etnologico&amp;#039;&amp;#039;), am 19. Juni 1939 wurde Michael Schulien zum wissenschaftlichen Direktor des Museums ernannt. Des Weiteren lehrte er 1931 bis 1943 an der Hochschule des Laterans.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er lehrte dann an der Päpstlichen Universität &amp;#039;&amp;#039;[[Päpstliche Universität Urbaniana|Urbaniana]]&amp;#039;&amp;#039; mit Vorlesungen über [[Vergleichende Religionswissenschaft]] und [[Afrikanische Linguistik]]. Es folgte 1938 die Berufung zum Gutachter und Berater der päpstlichen [[Dikasterium für die Evangelisierung|Kongregation für die Glaubensverbreitung]].&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr aus dem Saarland berief ihn Papst [[Johannes XXIII.]] in die vorbereitende Kommission für Missionsfragen des [[Zweites Vatikanisches Konzil|Zweiten Vatikanischen Konzils]].&lt;br /&gt;
Unter Papst [[Paul VI.]] wirkte er als Mitglied des Sekretariats für Nichtchristen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Apostolischer Visitator für das Saarland ==&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde 1947 aus der französischen Besatzungszone das überwiegend katholische [[Saarland 1947 bis 1956|Saarland]] herausgelöst. Erklärtes Ziel der französischen Besatzungsmacht war, ein eigenes [[Bistum]] aus den bisher zu [[Bistum Trier|Trier]] und [[Bistum Speyer|Speyer]] gehörenden Territorien zu errichten. Schon 1923 war in der [[Französische Nationalversammlung|Französischen Nationalversammlung]] ein [[Saarbistum]] in der Diskussion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei von Pius XI. entsandte Visitatoren der Zwischenkriegszeit, [[Gustavo Testa]] und [[Giovanni Panico]], wollten die organisatorische Verbindung des Saargebiets zu den deutschen Bistümern erhalten und nach dem Zweiten Weltkrieg die endgültige [[völkerrecht]]liche Klärung abwarten. [[Paris]] forderte jedoch die Einsetzung eines Ständigen Vertreters der [[Bischof|Bischöfe]] von Trier und Speyer in [[Saarbrücken]]. So sollte ein erster Schritt zur Loslösung des Saarlandes von Deutschland gegangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Trierer Erzbischof [[Franz Rudolf Bornewasser]] sprach sich im [[Hirtenbrief]] vom [[Palmsonntag]] 1947 gegen einen Anschluss an Frankreich aus. Der Botschafter Frankreichs verhandelte daraufhin schleppend mit [[Paul VI.|Giovanni Battista Montini]] (dem späteren Paul VI.) und [[Domenico Tardini]] über die Errichtung einer [[Apostolische Administratur|Apostolischen Administratur]]. Anfang 1948 war der Vatikan bereit mit Michael Schulien einen Saarländer in dieses Amt einzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 12. Mai 1948 wurde Schulien von Papst [[Pius XII.]] jedoch nicht zum [[Apostolischer Administrator|Administrator]], sondern zum [[Apostolischer Visitator|Apostolischen Visitator]] ernannt. Die Kirche betonte damit den vorläufigen Status an der Saar. Frankreich empfand dies als Niederlage. An den vorausgehenden Verhandlungen waren für das Staatssekretariat Montini beteiligt, sowie in Paris [[Johannes XXIII.|Angelo Roncalli]], der [[Apostolischer Nuntius|Apostolische Nuntius]] (und spätere Papst Johannes XXIII.), die Schulien persönlich kannten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. Juli 1948 trat Schulien den Dienst an und wurde von Ministerpräsident [[Johannes Hoffmann (Politiker, 1890)|Johannes Hoffmann]] empfangen. Erst wohnte er an seiner alten Ausbildungsstätte im Missionshaus St. Wendel, ehe er &amp;#039;&amp;#039;Am Staden 16&amp;#039;&amp;#039; in Saarbrücken ein von der saarländischen Regierung angemietetes Haus zur Verfügung gestellt bekam. Er nutzte einen Diplomatenwagen mit Vatikankennzeichen. Da er als Visitator keine administrative Gewalt ausüben konnte, konnte er mangels Amtskompetenzen nur beraten, beobachten und Bericht erstatten. Er vermittelte zwischen den Fronten in der Saarfrage, die auch durch Familien gingen. Als Völkerkundler vertrat er allerdings auch die Meinung, dass die [[Saarländer]] Deutsche seien und bleiben sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abstimmung am 23. Oktober 1955 zum zweiten [[Abkommen zwischen den Regierungen der Bundesrepublik Deutschland und der Französischen Republik über das Statut der Saar|Saarstatut]] ging zu Gunsten einer Wiedereingliederung des Saarlands in die Bundesrepublik aus. Das Saarland wurde Bundesland Deutschlands und verblieb kirchlich in den Diözesen Trier und Speyer. Ende September 1956 verließ daher Schulien das Saarland und kehrte nach Rom zurück, um dort seine Tätigkeit in der Kurie und im Missionsmuseum fortzusetzen. Die Wiedereröffnung des 1963 geschlossenen Museums als Sektion der [[Vatikanische Museen|Vatikanischen Museen]] konnte er nicht mehr miterleben. Schulien starb am 4. Mai 1968 und wurde im Vatikan auf dem [[Campo Santo Teutonico]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BBKL|band=29|spalten=1318-1324|autor=Wolfgang Kiefer|artikel=Schulien, Michael SVD}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|127287019}}&lt;br /&gt;
* {{SaarBiogr |704 |Schulien Michael}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=127287019|VIAF=69946458}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schulien, Michael}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Päpstliche Universität Urbaniana)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steyler Missionar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Saarland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1888]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1968]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schulien, Michael&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Ordensgeistlicher und Ethnologe, Apostolischer Visitator für das Saargebiet&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. Mai 1888&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Saarbrücken]]-[[Altenkessel]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. Mai 1968&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Rom]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Liebermary</name></author>
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