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	<title>Michael Schnabrich - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Michael_Schnabrich&amp;diff=875548&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ichigonokonoha: HC: Entferne Kategorie:Landgericht Bonn</title>
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		<updated>2025-12-28T18:39:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Landgericht_Bonn&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Landgericht Bonn (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Landgericht Bonn&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:SchnabrichMichael.jpg|mini|hochkant|Michael Schnabrich]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Michael Schnabrich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[6. August]] [[1880]] in [[Stadtsteinach]]; † [[9. Oktober]] [[1939]] im [[KZ Sachsenhausen]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Politiker]] ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]) und [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstagsabgeordneter]] in der [[Weimarer Republik]]. Er starb während der [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen Gewaltherrschaft]] im [[Konzentrationslager]] von [[KZ Sachsenhausen|Sachsenhausen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Schnabrich wuchs in ärmlichen Verhältnissen in der oberfränkischen Gemeinde [[Stadtsteinach]] auf, sein Vater war Waldarbeiter und Tagelöhner. Nach seiner Schulzeit (1886–1894) absolvierte er von 1894 bis 1897 in [[Kulmbach]] eine Lehre als [[Schuhmacher]]. Seine [[Wanderjahre]] verbrachte Schnabrich ab 1897 in der Schweiz, Frankreich, Belgien und Deutschland. 1899 trat er in [[Weißenfels]] in die SPD und in den [[Zentralverband der Schuhmacher Deutschlands|Zentralverband der Schuhmacher]] ein. Bereits ein Jahr später bekleidete er den Vorsitz des sozialdemokratischen Ortsverbandes. In Weißenfels heiratete er auch seine Frau Emma, geborene Dabelow. Das Ehepaar hatte zwei Söhne und eine Tochter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1906 arbeitete Schnabrich als Schuhmacher, unterbrochen vom zweijährigen Wehrdienst von 1902 bis 1904. 1906 wurde er hauptamtlicher Sekretär der Schuhmachergewerkschaft in [[Wermelskirchen]]. 1909 wechselte er als Mitarbeiter des Schuhmacherverbandes nach [[Frankfurt am Main]]. 1911 bot ihm der SPD-Ortsverein [[Bad Hersfeld|Hersfeld]] die Kandidatur für den Reichstagswahlkreis Hersfeld-[[Hünfeld]]-[[Rotenburg an der Fulda|Rotenburg]] an. Er erzielte einen angesichts der ländlichen Struktur des Wahlkreises beachtlichen Erfolg, der Inhaber des Mandats, der Antisemit [[Ludwig Werner (Politiker)|Ludwig Werner]], konnte den Wahlkreis erst im zweiten Wahldurchgang verteidigen. Schnabrich blieb nach der Wahlniederlage in der Parteiarbeit, von 1913 bis 1919 war er Parteisekretär in [[Hanau]]. Unterbrochen wurde dies von seinem Kriegsdienst im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]], aus dem er zwar mit dem [[Eisernes Kreuz|Eisernen Kreuz zweiter Klasse]], aber auch mit einer Gasverletzung als Kriegsbeschädigter zurückkehrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 kam Schnabrich, jetzt als Sekretär des [[ADGB]] nach Hersfeld zurück. Bald engagierte er sich auch kommunalpolitisch, von 1921 bis 1924 und von 1925 bis 1926 war er Stadtverordneter, anschließend Kreistagsabgeordneter im [[Landkreis Hersfeld]]. Von 1919 bis 1926 vertrat er die SPD im [[Kommunallandtag Kassel]] und [[Provinziallandtag der Provinz Hessen-Nassau]].&amp;lt;ref&amp;gt;Jochen Lengemann: &amp;#039;&amp;#039;MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 14 = &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 339.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der [[Reichstagswahl Mai 1924|Reichstagswahl im Mai 1924]] erzielte er ein Mandat im Wahlkreis 19, [[Hessen-Nassau]]. Mitglied des Reichstags blieb er bis 1933. Im April 1932 trat Schnabrich als einer der wenigen Sozialdemokraten in der Reichstagsfraktion für Überlegungen ein, die NSDAP angesichts deren Stärke in Koalitionen einzubeziehen, innerhalb derer die Partei ihre Unfähigkeit demonstrieren würde. Der Grund dafür lag darin, dass die SPD in Preußen erheblich an Zustimmung verloren hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufsehen erregte Schnabrich in Hersfeld, als er 1919 zusammen mit dem Fabrikanten [[Fritz Rechberg]] einen Bauverein zur Selbsthilfe angesichts der nach dem Krieg grassierenden Wohnungsnot aus der Taufe hob. Eine derartige Zusammenarbeit zwischen „Kapital“ und „Arbeit“ war zur damaligen Zeit – die Sozialistengesetze des Kaiserreichs lagen erst wenige Jahre zurück – ungewöhnlich und brachte Schnabrich viel Kritik ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung|Machtübernahme]] [[Adolf Hitler|Hitlers]] 1933 zog sich Schnabrich ins Privatleben zurück. Er zog zu seiner Tochter nach [[Kassel]], nachdem er im Frühjahr 1933 in Kassel sechs Wochen in „[[Schutzhaft]]“ genommen worden war. Um seinen Lebensunterhalt zu sichern, kaufte er mit dem Erlös seines Hersfelder Hauses in Kassel ein Kino, das er zusammen mit seiner Familie betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ehrengrab Michael Schnabrich (Hauptfriedhof Kassel)1.jpg|mini|hochkant|Grab von Michael Schnabrich auf dem Kasseler Hauptfriedhof]]&lt;br /&gt;
[[Überfall auf Polen|Mit Beginn]] des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde Schnabrich am 1. September 1939 im Zuge der [[Kriegs-Sonderaktion]] erneut verhaftet und Mitte September ins Konzentrationslager Sachsenhausen eingeliefert. Dort wurde er, bereits seit Jahren herzkrank, von dem Aufseher [[Wilhelm Schubert (SS-Mitglied)|Wilhelm Schubert]] durch Stiefeltritte in den Unterleib so misshandelt, dass er an den Folgen am 9. Oktober 1939 verstarb.&amp;lt;ref&amp;gt;Schumacher, &amp;#039;&amp;#039;M.d.R.&amp;#039;&amp;#039;, S. 502.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zuvor war ihm eine medizinische Behandlung im Konzentrationslager verweigert worden. Schubert wurde 1959 vom [[Landgericht Bonn|Bonner Landgericht]] zu lebenslanger Haft verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www1.jur.uva.nl/junsv/brd/files/brd473.htm |wayback=20091220091421 |text=Zusammenfassung   }} des Prozesses bei [[Justiz und NS-Verbrechen]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:SarahEwart-138.JPG|miniatur|Gedenktafeln am Reichstag]]&lt;br /&gt;
Nach Schnabrich sind heute [[Liste von Straßen und Plätzen in Bad Hersfeld|Straßen in Bad Hersfeld]] und Kassel sowie das Haus der Geschäftsstelle der SPD des Landkreises Hersfeld-Rotenburg&amp;lt;ref&amp;gt;[https://osthessen-news.de/beitrag.php?id=1185734 Bericht]&lt;br /&gt;
über Umbenennung der Geschäftsstelle in Osthessen-News.&amp;lt;/ref&amp;gt; benannt. Seit 1992 erinnert in Berlin in der Nähe des [[Reichstagsgebäude|Reichstags]] eine der [[Denkmal zur Erinnerung an 96 von den Nationalsozialisten ermordete Reichstagsabgeordnete|96 Gedenktafeln für von den Nationalsozialisten ermordete Reichstagsabgeordnete]] an Schnabrich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für ihn und [[Alfred Andreas Heiß]] ist seit 2016 in Stadtsteinach ein Gedenkweg ausgewiesen. Zwei Tafeln beschreiben den Lebens- und Leidensweg der beiden Männer.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Jetzt steht auch Stadtsteinach auf&amp;#039;&amp;#039; in: [[Nordbayerischer Kurier]] vom 30. Januar 2024, S. 21.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schnabrich erhielt ein [[Ehrengrab]] der Stadt Kassel auf dem Kasseler Hauptfriedhof.&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Diefenbach u.&amp;amp;nbsp;a. (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Stadtgeschichte in Lebensgeschichten – Die Ehrengräber der Stadt Kassel: Biografien – Porträts – Grabstätten&amp;#039;&amp;#039;. Stiftung Zentralinstitut und Museum für Sepulkralkultur, Kassel 2013, ISBN 978-3-924447-52-6, S. 64f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jochen Lengemann]]: &amp;#039;&amp;#039;MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 14 = &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 339.&lt;br /&gt;
* Danny Michelsen: &amp;#039;&amp;#039;Michael Schnabrich (1880-1939).&amp;#039;&amp;#039; In: [[Siegfried Mielke]], [[Stefan Heinz]] (Hrsg.) unter Mitarbeit von Julia Pietsch: &amp;#039;&amp;#039;Gewerkschafter in den Konzentrationslagern Oranienburg und Sachsenhausen. Biografisches Handbuch, Band 4&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Gewerkschafter im Nationalsozialismus. Verfolgung – Widerstand – Emigration.&amp;#039;&amp;#039; Band 6). Metropol, Berlin 2013, ISBN 978-3-86331-148-3, S. 177–192.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Michael Schnabrich&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Franz Osterroth]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon des Sozialismus]]. Verstorbene Persönlichkeiten&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 1. J. H. W. Dietz Nachf., Hannover 1960, S. 268.&lt;br /&gt;
* Dieter Pelda: &amp;#039;&amp;#039;Die Abgeordneten des Preußischen Kommunallandtags in Kassel 1867–1933&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Vorgeschichte und Geschichte des Parlamentarismus in Hessen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 22 = &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 48, 8). Elwert, Marburg 1999, ISBN 3-7708-1129-1, S. 188.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3770051831}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|130109495}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|130109495}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mein Heimatland&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 44, Nr. 8, August 2005, S. 31. Ausführlicher Lebenslauf von Schnabrich in der &amp;#039;&amp;#039;[[Hersfelder Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; ({{Webarchiv | url=http://www.hersfelder-zeitung.de/netcontentmedia/office/2005_44_08.pdf | wayback=20070928170952 | text=PDF-Datei; 802&amp;amp;nbsp;kB}})&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=130109495|titel=Schnabrich, Michael|datum=2019-10-09}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=130109495|VIAF=18322430}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schnabrich, Michael}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ADGB-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Kurhessischen Kommunallandtags]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Provinziallandtages der Provinz Hessen-Nassau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im KZ Sachsenhausen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1880]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1939]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bad Hersfeld)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schnabrich, Michael&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (SPD), MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. August 1880&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Stadtsteinach]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. Oktober 1939&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[KZ Sachsenhausen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ichigonokonoha</name></author>
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