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	<title>Michael Moritz Eulenburg - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;HorstKMahler am 17. September 2025 um 09:10 Uhr</title>
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		<updated>2025-09-17T09:10:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Michael Moritz Eulenburg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. August]] [[1811]] in [[Międzychód|Birnbaum]] in [[Großherzogtum Posen|Posen]]&amp;lt;ref&amp;gt;Als Geburtsort werden abweichend auch Wriezen und [[Letschin]] genannt. Heidenhain (2007) gibt Birnbaum an. S. 95: „Er selber soll später meist Wriezen als seinen Geburtsort bezeichnet haben, was aber nach allen vorliegenden Informationen nicht stimmen kann“.&amp;lt;/ref&amp;gt;; † [[7. Dezember]] [[1887]] in [[Berlin]]; auch &amp;#039;&amp;#039;Moritz Michael Eulenburg&amp;#039;&amp;#039;) war ein deutscher [[Augenarzt]] und [[Orthopäde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Michael Moritz Eulenburg wurde 1811 als Sohn des jüdischen Kaufmanns Sandel Hirsch Eulenburg geboren. 1814 zog die Familie aus Birnbaum in das [[Provinz Brandenburg|brandenburgische]] [[Wriezen]]. Als Beweggrund kann angenommen werden, dass man in den Geltungsbereich des [[Preußisches Judenedikt von 1812|preußischen Judenedikts von 1812]] kommen wollte, das eine weitgehende Gleichstellung der Juden gebracht hatte. 1823 schickte Sandel Eulenburg seinen Sohn auf das [[Berlinisches Gymnasium zum Grauen Kloster|Gymnasium zum Grauen Kloster]] nach Berlin. Ab 1828 studierte Michael Moritz Eulenburg Medizin an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität]], unter anderem bei [[Christoph Wilhelm Hufeland]], [[Karl von Graefe]] und [[Johann Nepomuk Rust]]. Er [[Promotion (Doktor)|promovierte]] dort am 24. Juli 1832 mit der [[Dissertation]]sschrift &amp;#039;&amp;#039;De operationibus bacillo ligatorio perficiendis&amp;#039;&amp;#039; zum Doktor der Medizin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael Moritz Eulenburg Stahnsdorf.png|miniatur|Eulenburgs Grab auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf]]&lt;br /&gt;
Eulenburg ließ sich zunächst als Arzt in Wriezen nieder und führte eine [[Allgemeinmedizin|Allgemeinpraxis]] mit dem Schwerpunkt [[Augenheilkunde]]. Er heiratete Myrthe Moser, die aber bereits 1837 im Alter von 19 Jahren starb. In zweiter Ehe war er seit 1839 mit Auguste Saling (1816–1868) verheiratet, die eine Cousine des Schriftstellers und späteren [[Nobelpreis für Literatur|Literatur-Nobelpreisträgers]] [[Paul Heyse]] war. 1840 kehrte er nach Berlin zurück, wo sein Sohn [[Albert Eulenburg|Albert]] geboren wurde, der später selbst ein bedeutender Mediziner war. 1847 folgte der zweite Sohn [[Ernst Eulenburg|Ernst]], später Gründer des renommierten [[Ernst Eulenburg (Musikverlag)|Ernst Eulenburg Musikverlags]]. Nach dem Tod seines Vaters trat Eulenburg 1847 mit seiner Familie zum evangelischen Glauben über. Er erhoffte sich von diesem Schritt bessere Chancen auf eine staatliche Anstellung, die er anstrebte, aber nie erreichte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Berlin wandte sich Eulenburg der Orthopädie zu. Er reiste gemeinsam mit dem österreichischen Mediziner [[Ludwig Josef Melicher]] nach [[Stockholm]] und erlernte am dortigen „Gymnastischen Central-Institut“ die schwedische Heilgymnastik nach [[Pehr Henrik Ling]]. Am 15. September 1851 gründete er in der Lindenstraße 14 sein „Institut für Orthopädie und Heilgymnastik“, die erste heilgymnastische Einrichtung in Berlin und zugleich die einzige, die dauerhaft erfolgreich war. Zwei Jahre später verlegte er das Institut in die [[Friedrichstraße]] 103. 1869 wurde er zum [[Sanitätsrat|Geheimen Sanitätsrat]] ernannt. Er war Mitglied der [[Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/stream/amtlicherbericht33gese#page/n29/mode/2up Mitglieder der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte 1857]&amp;lt;/ref&amp;gt; 1879 zog er sich von seiner Tätigkeit am Institut zurück. Er starb 1887. Sein Grab befindet sich heute auf dem [[Südwestkirchhof Stahnsdorf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
M. Eulenburg war neben [[Hugo Rothstein]] (1810–1865) und [[Albert Constantin Neumann]] (1803–1870) ein  Hauptvertreter der schwedischen Gymnastik in Deutschland. Dabei war er ein kritischer und pragmatischer Arzt, der die Heilgymnastik als ein geeignetes Mittel zur Prophylaxe und gezielten Behandlung verschiedener Krankheiten ansah, darüber hinausgehende Erwartungen aber als spekulativ ablehnte. Eulenburg versuchte, die medizinische Wirkung der schwedischen Heilgymnastik empirisch zu begründen, und hatte als Praktiker erhebliche therapeutische Erfolge. Seine Ansichten basierten aber nicht nur auf persönlichen Erfahrungen, sondern ebenso auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, besonders der [[Physiologie]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eulenburg publizierte eine Reihe wissenschaftlicher Arbeiten. Den angeborenen Hochstand des Schulterblattes, heute unter der Bezeichnung [[Sprengelsche Deformität]] bekannt, beschrieb er bereits fast dreißig Jahre vor [[Otto Sprengel]] (1852–1915). In seinem Hauptwerk &amp;#039;&amp;#039;Die seitlichen Rückgrats-Verkrümmungen&amp;#039;&amp;#039; beschäftigte er sich mit der [[Skoliose]], deren Ursache er in einem Ungleichgewicht der Leistungsfähigkeit der Rückenmuskulatur sah. Bei ihrer Behandlung favorisierte er die Bewegungstherapie gegenüber mechanischen Hilfsmitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* mit [[Heimann Wolff Berend]]: &amp;#039;&amp;#039;Situs sämmtlicher Eingeweide der Schädel-, Brust- und Bauchhöhle.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1833.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Pflege der Augen im gesunden und kranken Zustande. Mit besonderer Rücksicht auf den Gebrauch der Augengläser.&amp;#039;&amp;#039; A. Förstner’sche Verlagsbuchhandlung, Berlin 1841.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Ling’sche oder Schwedische Heilgymnastik in ihrem Werthe vom rationell-medicinischen Standpunkte.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Klinik.&amp;#039;&amp;#039; Band 30, 1852, und Band 31, 1852.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die schwedische Heil-Gymnastik. Versuch einer wissenschaftlichen Begründung derselben.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1853.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über Muskel-Paralyse als Ursache der Gelenkverkrümmungen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Virchows Archiv.&amp;#039;&amp;#039; 9, 1856, S. 47 ff.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Heilung der chronischen Unterleibsbeschwerden durch schwedische Heilgymnastik, auf Wissenschaft und Erfahrung begründet.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1856.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hochgradige Dislocation der Scapula.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Arch. Klin. Chir.&amp;#039;&amp;#039; 4, 1863, S. 304–311.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Heilgymnastik.&amp;#039;&amp;#039; In: Albert Eulenburg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Real-Encyklopädie der gesammten Heilkunde&amp;#039;&amp;#039;, 6. Band, Wien/Leipzig 1881, S. 375 ff.&lt;br /&gt;
* Beiträge zu Albert Eulenburgs [[Real-Encyclopädie der gesammten Heilkunde]]. Erste Auflage.&lt;br /&gt;
** Band 8 (1881) [https://archive.org/details/realencyclopdied08eule/page/n5/mode/2up (Digitalisat)], S. 552–562: &amp;#039;&amp;#039;Malum Potii&amp;#039;&amp;#039;; S. 606–612: &amp;#039;&amp;#039;Massage&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** Band 11 (1882) [https://archive.org/details/realencyclopdied11eule/page/n5/mode/2up (Digitalisat)], S. 548–585: &amp;#039;&amp;#039;Rückgratsverkrümmungen&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Brigitte Heidenhain: [https://publishup.uni-potsdam.de/opus4-ubp/frontdoor/index/index/docId/1400 &amp;#039;&amp;#039;Juden in Wriezen. Ihr Leben in der Stadt von 1677 bis 1940 und ihr Friedhof&amp;#039;&amp;#039;]. Universitäts-Verlag Potsdam, Potsdam 2007, ISBN 978-3-939469-39-1 (&amp;#039;&amp;#039;Pri ha-Pardes&amp;#039;&amp;#039; 1).&lt;br /&gt;
* Benjamin A. Marcus: &amp;#039;&amp;#039;Heimann Wolff Berend (1809–1873) und Moritz Michael Eulenburg (1811–1887). Berliner Orthopäden im 19. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Ludwig Zichner|L. Zichner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte konservativer Verfahren an den Bewegungsorganen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Orthopädisches Geschichts- und Forschungsmuseum&amp;#039;&amp;#039; Jahrbuch 3), Steinkopff, Darmstadt 2001, ISBN 3-7985-1267-1, S. 227–232 ({{Google Buch | BuchID = SHD6BQAAQBAJ | Seite = 226 }}).&lt;br /&gt;
* Julia Helene Schöler: [http://d-nb.info/99216589X/34 &amp;#039;&amp;#039;Über die Anfänge der Schwedischen Heilgymnastik in Deutschland –&amp;amp;nbsp;ein Beitrag zur Geschichte der Krankengymnastik im 19. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 1,03&amp;amp;nbsp;MB). Dissertation, Medizinische Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, 2005.&lt;br /&gt;
* [[Manfred Stürzbecher]]: &amp;#039;&amp;#039;Michael Moritz Eulenburg. Ein Berliner Arzt des 19. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Medizinische Klinik&amp;#039;&amp;#039; 59, 1964, {{ISSN|0723-5003}}, S. 1025–1028.&lt;br /&gt;
* {{NDB|4|684|685|Eulenburg, Michael Moritz|Bruno Valentin|102462658}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=102462658|VIAF=7776718}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Eulenburg, Michael Moritz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orthopäde, Unfallchirurg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1811]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1887]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Humboldt-Universität zu Berlin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Eulenburg, Michael Moritz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN= Eulenburg, Moritz Michael&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Orthopäde&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. August 1811&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Międzychód|Birnbaum]], Posen&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. Dezember 1887&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;HorstKMahler</name></author>
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