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	<title>Michael Jovy - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T08:30:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Michael_Jovy&amp;diff=2129918&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gib Senf dazu!: tk kl</title>
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		<updated>2025-12-04T11:57:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;tk kl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Michael Jovy&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, [[Pseudonym]] &amp;#039;&amp;#039;meik&amp;#039;&amp;#039;, (* [[9. März]] [[1920]] in [[Gladbeck]]; † [[19. Januar]] [[1984]] in [[Rom]]) war ein deutscher Widerstandskämpfer, Diplomat und [[Gerechter unter den Völkern]]. Er war Führer [[Bündische Jugend|bündischer]] Jugendgruppen und maßgeblich am Aufbau der [[Deutsche Jungenschaft vom 1. November 1929|Deutschen Jungenschaft]] nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Jovy, der Sohn des gleichnamigen parteilosen [[Michael Jovy (Politiker)|Oberbürgermeisters von Gladbeck]], war zur [[Zeit des Nationalsozialismus]] Mitglied einer oppositionellen [[Jungenschaft]]sgruppe im Rheinland. Wie viele andere bündische Gruppen suchten die Jungen einen Weg aus den Zwängen der NS-Diktatur und der [[Hitlerjugend]] zu finden. Nach dem Vorbild der verbotenen [[Jungenschaft|dj.1.11]] entwickelte sich eine eigene bündische Gruppenkultur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Fahrten nach [[Frankreich]] kam die Gruppe um Jovy in Kontakt mit dem jugendbewegten Emigranten [[Karl Otto Paetel]]. Diese Begegnung stieß unter den Gruppenmitglieder Diskussionen an, die zu einer Politisierung des Kreises führten. Man begab sich in geistige Opposition und letztlich auch in den politischen Widerstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1939 verhaftete die [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] die Mitglieder der Jovy-Gruppe. 1940 und 1941 wurden die Mitglieder wegen „bündischer Umtriebe“ und „Vorbereitung zum Hochverrat“ angeklagt. Michael Jovy wurde als Hauptangeklagter zu sechs Jahren [[Zuchthaus]] verurteilt. Später resümierte er über diese Verurteilung:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Wir werden auf die anklagebank geführt. Schwerbewaffnete polizei steht hinter uns. Hat der „führer“ soviel angst vor dem freiheitswillen einiger jungen. […]&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Arno Klönne: &amp;#039;&amp;#039;Ein Leben aus dem Widerspruch – Michael Jovy (1920–1984)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch des Archivs der Jugendbewegung.&amp;#039;&amp;#039; Band 15, Burg Ludwigstein 1984/1985, S. 374, Ursprungsquelle laut Fußnote: &amp;#039;&amp;#039;feuer – eine schrift der jungen.&amp;#039;&amp;#039; Heft 7/1950, S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl er aus dem Zuchthaus Kontakt mit den sogenannten [[Edelweißpiraten]] aufnahm, einer anderen oppositionellen Jugendgruppe in Köln, wurde aus diesem Kontakt nichts. Ab 1944 wurde er mit dem [[Strafdivision 999|Bewährungsbataillon&amp;amp;nbsp;999]] an die Front abkommandiert. Von hier gelang ihm am 1. November 1944 die Flucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg studierte er Geschichte, Philosophie und Öffentliches Recht an der [[Universität zu Köln]]. Jovy war zusammen mit [[Walter Scherf]] besonders aktiv beim Aufbau einer Nachkriegsjungenschaft und gab jugendbewegte Zeitungen heraus. Nach seiner Dissertation im Jahr 1952 zum Thema „Jugendbewegung und Nationalsozialismus“, die kurz nach Jovys Tod als Buch erschien, nahm er seine Tätigkeit im diplomatischen Dienst auf. Eine weitere Betätigung in der Jugendbewegung erschwerte sich dadurch. Jovy war unter anderem Botschafter der [[Deutschland|Bundesrepublik Deutschland]] in [[Guyana]] (ab 1966), im [[Sudan]] (bis 1977), in [[Algier]] (1977–1979) und in [[Bukarest]] (1980), später auch Gesandter in Rom. Im Jahr 1970 Jovy kritisierte den apologetischen Bericht des Südafrika-Botschafters und ehemaligen [[Schutzstaffel]]-Mitglieds [[Gustav Adolf Sonnenhol]]s über [[Apartheid]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Susanna Schrafstetter |Titel=A Nazi Diplomat Turned Apologist for Apartheid: Gustav Sonnenhol, Vergangenheitsbewältigung and West German Foreign Policy towards South Africa |Sammelwerk=German History |Band=Vol. 28 |Nummer=1 |Verlag=Oxford University Press on behalf of the German History Society |Datum=2010-03 |Seiten=62}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. November 1982 ehrte die jüdische Gedenkstätte [[Yad Vashem]] Michael Jovy als [[Gerechter unter den Völkern|Gerechten unter den Völkern]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Gerechten unter den Völkern.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche und Österreicher.&amp;#039;&amp;#039; S. 160–161, Akte 2264a.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der israelische Botschafter sprach damals zu Ehren von Michael Jovy in Rom folgende Worte:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Ein mutiger Deutscher, einer von denen, die es wagten, die Kräfte des Bösen herauszufordern. […]&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zeit.de/1983/49/gegen-hitler-wir-waren-keine-helden &amp;#039;&amp;#039;Gegen Hitler: Wir waren keine Helden.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 49/1983.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Jugendbewegung und Nationalsozialismus. Analyse ihrer Zusammenhänge und Gegensätze. Versuch einer Klärung.&amp;#039;&amp;#039; Lit-Verlag, Münster 1984, ISBN 3-88660-017-3 (Druck der Dissertation von 1952).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1964: Officier de l’Ordre de la Valeur du Cameroun&lt;br /&gt;
* 1968: Verdienstkreuz am Bande des [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland]]&lt;br /&gt;
* 1972: Officier de l’Ordre national du Mali (Offizierskreuz)&lt;br /&gt;
* 1976: Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland&lt;br /&gt;
* 1977: Orden der Beiden Nile 1. Klasse des Sudan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Arno Klönne]]: &amp;#039;&amp;#039;Ein Leben aus dem Widerspruch – Michael Jovy (1920–1984)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch des Archivs der Jugendbewegung&amp;#039;&amp;#039;, 1984/85, Band 15, S. 373–378.&lt;br /&gt;
* Horst-Pierre Bothien: &amp;#039;&amp;#039;Die Jovy-Gruppe. Eine historisch-soziologische Lokalstudie über nonkonforme Jugendliche im „Dritten Reich“&amp;#039;&amp;#039;. Lit, Münster 1995, ISBN 3-8258-2292-3.&lt;br /&gt;
* [[Roland Kaufhold]]: &amp;#039;&amp;#039;Eine späte Rehabilitierung. Eine Erinnerung von Peter Finkelgruen an einen ehemaligen Widerstandskämpfer (Georg Ferdinand Duckwitz und Michael Jovy)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, März 2014, Nr. 97, S. 15.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hagalil.com/2013/12/edelweisspiraten-2/ &amp;#039;&amp;#039;Ehrung für jugendlichen Widerstand in Köln&amp;#039;&amp;#039;.] hagalil.com, 11. Dezember 2013 (gekürzte Version).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Horst-Pierre Bothien, Matthias von Hellfeld, Stefan Peil, Jürgen Reulecke: &amp;#039;&amp;#039;Ein Leben gegen den Strom: Michael Mike Jovy – Widerstandskämpfer, Jungenschafter, Diplomat&amp;#039;&amp;#039;. Lit, Berlin/Münster 2017, ISBN 978-3-643-13930-6,&lt;br /&gt;
* Roland Kaufhold: [https://www.nd-aktuell.de/artikel/1089790.jung-und-mutig.html &amp;#039;&amp;#039;Jung und mutig. Die Geschichte von Michael &amp;quot;Mike&amp;quot; Jovy&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neues Deutschland]]&amp;#039;&amp;#039;, 1. Juni 2018.&lt;br /&gt;
* [https://www.zeit.de/1983/49/gegen-hitler-wir-waren-keine-helden &amp;#039;&amp;#039;Gegen Hitler: Wir waren keine Helden&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 49/1983.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Ansgar Sebastian Klein: [http://www.rheinische-geschichte.lvr.de/persoenlichkeiten/J/Seiten/MichaelJovy.aspx &amp;#039;&amp;#039;Michael Jovy (1920–1984), Widerstandskämpfer&amp;#039;&amp;#039;] Landschaftsverband Rheinland, 2015, Biografie.&lt;br /&gt;
* [http://www.ns-gedenkstaetten.de/nrw/bonn/wissenswertes/die-jovy-gruppe.html &amp;#039;&amp;#039;Gedenkstätte Bonn: Die Jovy-Gruppe – ein Beispiel für den Widerstand&amp;#039;&amp;#039;.] ns-gedenkstaetten.de&lt;br /&gt;
* [http://widerstand-1933–1945.de/ &amp;#039;&amp;#039;Studienkreis Deutscher Widerstand 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;.] widerstand-1933–1945.de&lt;br /&gt;
* {{Deutsche Biographie |GND=119289903 |Name=Jovy, (Ernst) Michael |NDB-online=1 |Autor=Horst-Pierre Bothien |Datum=2022-07-01}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste multi&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER=erster Botschafter der Bundesrepublik Deutschland nach der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER=[[Hans Hermann Kahle]]&lt;br /&gt;
|AMT=[[Liste der deutschen Botschafter im Sudan|Botschafter der Bundesrepublik Deutschland im Sudan]]&lt;br /&gt;
|ZEIT=1972–1977&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER2=[[Gerhard Moltmann]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER2=[[Gerd Berendonck]]&lt;br /&gt;
|AMT2=[[Liste der deutschen Botschafter in Algerien|Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Algerien]]&lt;br /&gt;
|ZEIT2=1977–1979&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER3=[[Richard Balken]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER3=[[Hartmut Schulze-Boysen]]&lt;br /&gt;
|AMT3=[[Liste der deutschen Botschafter in Rumänien|Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Rumänien]]&lt;br /&gt;
|ZEIT3=1980&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119289903|LCCN=n84142363|VIAF=37723338}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Jovy, Michael}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der NS-Justiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Jugendwiderstands im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gerechter unter den Völkern (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Jugendbewegung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Botschafter in Algerien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1920]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1984]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Jovy, Michael&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Jovy, Ernst Michael (vollständiger Name); meik (Pseudonym)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Widerstandskämpfer, Diplomat und Gerechter unter den Völkern&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. März 1920&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Gladbeck]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. Januar 1984&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Rom]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gib Senf dazu!</name></author>
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