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	<title>Michael Horlacher - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>~2025-43796-6: /* Einzelnachweise */</title>
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		<updated>2025-08-21T18:05:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Michael Horlacher&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. Januar]] [[1888]] in [[Pottenstein (Oberfranken)|Pottenstein]]; † [[12. Oktober]] [[1957]] in [[Bad Tölz]]) war ein deutscher [[Politiker]] ([[Bayerische Volkspartei|BVP]], später [[Christlich-Soziale Union in Bayern|CSU]]). Als Präsident des Bayerischen Landtags von 1946 bis 1950 unterzeichnete er 1949 gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten [[Hans Ehard]] für Bayern das [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|Grundgesetz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Beruf ==&lt;br /&gt;
Horlacher studierte [[Rechtswissenschaft|Rechts-]] und [[Staatswissenschaften]] in [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]] und wurde Mitglied der [[KDStV Langobardia]] im [[Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen|CV]]. Im Oktober 1914 trat er während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] als [[Kriegsfreiwilliger|Freiwilliger]] in das [[Königlich Bayerisches 6. Feldartillerie-Regiment „Prinz Ferdinand von Bourbon, Herzog von Calabrien“|6. Feldartillerie-Regiment „Prinz Ferdinand von Bourbon, Herzog von Calabrien“]] der [[Bayerische Armee|Bayerischen Armee]] in [[Fürth]] ein, wurde aber bereits Anfang Dezember wegen Dienstunfähigkeit entlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bayerisches Kriegsarchiv|Bayerisches Hauptstaatsarchiv IV]], Kriegsstammrolle Nr. 13978&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend arbeitete er bis Frühjahr 1917 als Mitarbeiter im [[Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung|Bayerischen Statistischen Landesamt]] bzw. bei der diesem unterstehenden Bayerischen Lebensmittelstelle. Von 1917 bis 1918 war er volkswirtschaftlicher Schriftleiter bei der &amp;#039;&amp;#039;[[München-Augsburger Abendzeitung]]&amp;#039;&amp;#039;. 1919 war er Geschäftsführer des Zweckverbandes landwirtschaftlicher Vereine und der Agrarindustrie in Bayern sowie –&amp;amp;nbsp;neben [[Karl Mayr (Politiker, 1883)|Karl Mayr]], [[Karl Graf von Bothmer (Publizist)|Karl Graf von Bothmer]], [[Gottfried Feder]], [[Joseph Hofmiller]] und weiteren Personen&amp;amp;nbsp;– Referent bei politischen Propagandakursen, die in Zusammenarbeit von [[Reichswehr]] und der bayrischen Dienststelle der [[Reichszentrale für Heimatdienst]] in der [[Ludwig-Maximilians-Universität München|Münchener Universität]] durchgeführt wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DokuVfZ&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Hitlers Eintritt in die Politik und die Reichswehr. Dokumentation.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039;, 1959, 7. Jahrgang, Heft 2, S. 191 f.; [https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1959_2_4_deuerlein.pdf ifz-muenchen.de] (PDF; 2,2&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1920 bis 1933 fungierte er als Direktor der neu geschaffenen Bayerischen Landesbauernkammer (Landwirtschaftskammer für Bayern). Nach der [[Machtergreifung|Machtergreifung der Nationalsozialisten]] wurde Horlacher 1933 aus politischen Gründen in den Ruhestand versetzt. 1933 und 1944 wurde er verhaftet, die letzten [[Zweiter Weltkrieg|Kriegsmonate]] verbrachte er im [[KZ Dachau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war nach dem Krieg Direktor des [[Genossenschaftsverband Bayern|Bayerischen Raiffeisenverbandes]] und Staatskommissar für das landwirtschaftliche Genossenschaftswesen und beteiligte sich 1945 an der Wiedergründung des [[Bayerischer Bauernverband|Bayerischen Bauernverbandes]]. Sein Sohn [[Hellmut Horlacher]] folgte ihm als Präsident des Bayerischen Raiffeisenverbandes nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Partei ==&lt;br /&gt;
Horlacher gehörte vor 1933 der Bayerischen Volkspartei an. Er beteiligte sich 1945 an der Gründung der Christlich-Sozialen Union in Bayern. 1948 bis 1951 war er stellvertretender CSU-Vorsitzender.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der CSU führte Horlacher den „Bauernflügel“ bzw. „Bauernverbandsflügel“ an, der zwischen dem christlich-interkonfessionellen Flügel um [[Josef Müller (Politiker, 1898)|Josef Müller]] und dem katholisch-konservativen Flügel um [[Alois Hundhammer]] eine eigenständige Politik verfolgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgeordneter ==&lt;br /&gt;
Von 1920 bis 1925 war Horlacher bayerischer [[Bayerischer Landtag (Weimarer Republik)|Landtagsabgeordneter]] und von [[Reichstagswahl Dezember 1924|1924]] bis 1933 [[Mitglied des Reichstages|Reichstagsabgeordneter]] für die Bayerische Volkspartei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DokuVfZ&amp;quot; /&amp;gt; In dieser Funktion stimmte er auch Hitlers [[Ermächtigungsgesetz vom 24. März 1933|Ermächtigungsgesetz]] zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1946 bis 1950 gehörte er wieder dem [[Bayerischer Landtag|Bayerischen Landtag]] an;&amp;lt;ref name=&amp;quot;DokuVfZ&amp;quot; /&amp;gt; bis zur Niederlegung seines Mandats am 8. Februar 1950 aufgrund seiner Wahl in den [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestag]] war er zudem [[Landtagspräsident (Deutschland)|Präsident]] des Landtags. 1947 bis 1949 war er Mitglied des Parlamentarischen Rates beim [[Länderrat des amerikanischen Besatzungsgebietes]]. Er gehörte dem [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestag]] in den ersten beiden [[Legislaturperiode]]n ([[Bundestagswahl 1949|1949]]–1957&amp;lt;ref name=&amp;quot;DokuVfZ&amp;quot; /&amp;gt;) an und vertrat den [[Bundestagswahlkreis Forchheim|Wahlkreis Forchheim]] im Parlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1952 gehörte er zu der Gruppe von bayerischen Abgeordneten, die erfolglos beantragten, den Artikel 102 des [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|Grundgesetzes]] mit dem Ziel zu ändern, für bestimmte Delikte die [[Todesstrafe]] wieder einzuführen. 1956/57 war er stellvertretender Vorsitzender des &amp;#039;&amp;#039;Parlamentarischen [[Untersuchungsausschuss]]es zur Prüfung von Vorgängen in der Einfuhr- und Vorratsstelle für Fette&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einem Markenzeichen seiner derb-bäuerlichen Rhetorik wurde sein Ausspruch von 1950: „Als Einzelne wirkt die Frau wie eine Blume im Parlament, aber in der Masse wie Unkraut.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er starb am 12. Oktober 1957, sechs Tage nach dem Ende der 2. Wahlperiode, in der er dem Parlament angehört hatte, und drei Tage vor Beginn der 3. Wahlperiode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1953: [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großes Verdienstkreuz mit Stern]] der Bundesrepublik Deutschland&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Agrarprogramm der deutschen Sozialdemokratie&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Dr. Pfeiffer, München 1923.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Alkoholkriminalität in Bayern 1910 bis 1913&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift des Königlich-Bayerischen Statistischen Landesamts.&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 47, 1915, S. 16–20.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Agrarpolitik&amp;#039;&amp;#039;. Bayerischer Landwirtschaftsverlag, München 1951.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Erhaltung der Landwirtschaft&amp;#039;&amp;#039; (Schriftenreihe der Bayerischen Landesbauernkammer, Band 2). Verlag Pössenbacher, München 1924.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Feststellung und Erklärung der landwirtschaftlichen Bodenpreisbewegung im Gebiet der niederbayerischen Bezirksämter Griesbach, Pfarrkirchen und Eggenfelden 1900 bis 1910&amp;#039;&amp;#039;. In: Lujo Brentano (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Preisbewegung landwirtschaftlicher Güter in einigen Teilen Bayerns während der Jahre 1900 bis 1910&amp;#039;&amp;#039; (Schriften des Vereins für Sozialpolitik, Band 148). Topos-Verlag, Vaduz 1992, ISBN 3-289-00576-3, S. 1–166 (Nachdruck der Ausgabe München 1914)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;in der Reihenfolge des Erscheinens&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Karl Ritter von Klimesch (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Köpfe der Politik, Wirtschaft, Kunst und Wissenschaft&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Johann Wilhelm Naumann, Augsburg 1951.&lt;br /&gt;
* Hilde Balke: &amp;#039;&amp;#039;Die Präsidenten des Bayerischen Landtags. Von 1946 bis 1994.&amp;#039;&amp;#039; Bayerischer Landtag, München 2001, ISBN 3-927924-23-7.&lt;br /&gt;
* Friedrich Hettler: &amp;#039;&amp;#039;Michael Horlacher (1888–1957). Präsident des Bayerischen Landtags&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Günter Buchstab]], Brigitte Kaff, [[Hans-Otto Kleinmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Christliche Demokraten gegen Hitler. Aus Verfolgung und Widerstand zur Union&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben im Auftrag der [[Konrad-Adenauer-Stiftung]]. Herder, Freiburg im Breisgau 2004, ISBN 3-451-20805-9, S. 295–303.&lt;br /&gt;
* Johann Kirchinger: &amp;#039;&amp;#039;Dr. Michael Horlacher (1888–1957).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Gründer und Gründungen. Beiträge und ausgewählte Dokumente zur Genossenschaftsbewegung&amp;#039;&amp;#039;. Mediengruppe Universal, München 2006, ISBN 3-00-018710-3, S. 162–193 (Schriftenreihe zur Genossenschaftsgeschichte, Band 7).&lt;br /&gt;
* Johann Kirchinger: &amp;#039;&amp;#039;Michael Horlacher. Ein Agrarfunktionär in der Weimarer Republik.&amp;#039;&amp;#039; Droste, Düsseldorf 2011 (= Beiträge zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien, Band 159).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|124376835}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|124376835}}&lt;br /&gt;
* {{Deutsche Biographie |GND=124376835 |Name=Horlacher, Michael Christoph |NDB-online=1 |Autor=Johann Kirchinger |Datum=2022-10-01}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Bayerische Landtagspräsidenten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=124376835|LCCN=n/87/854230|VIAF=64938125}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Horlacher, Michael}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundestagsabgeordneter (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Bayerischen Landtags in der Weimarer Republik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Beratenden Landesausschusses (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Verfassunggebenden Landesversammlung (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Präsident des Bayerischen Landtags]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:BVP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CSU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Pottenstein, Oberfranken)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der Aktion Gitter (1944)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im CV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Genossenschaftswesen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bayer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1888]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1957]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Horlacher, Michael&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (BVP, CSU), MdR, MdB&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. Januar 1888&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Pottenstein (Oberfranken)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. Oktober 1957&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bad Tölz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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