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	<title>Michael Foot - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T09:24:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Michael_Foot&amp;diff=459071&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Koschi73: Pseudonym hinzugefügt</title>
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		<updated>2026-03-19T12:00:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pseudonym hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Politiker, für den Historiker siehe [[Michael Foot (Historiker)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael Foot (1981).jpg|miniatur|Michael Foot (1981)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Michael Mackintosh Foot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Pseudonyme &amp;#039;&amp;#039;Cato&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Cassius&amp;#039;&amp;#039;; * [[23. Juli]] [[1913]] in [[Plymouth]], [[Devon (England)|Devon]]; † [[3. März]] [[2010]] in [[London]]) war ein [[Vereinigtes Königreich|britischer]] Politiker. Er war von 1980 bis 1983 Vorsitzender der [[Labour Party]]. Foot zählte neben [[Harold Wilson]], [[James Callaghan]] und [[Tony Benn]] zum politischen „Urgestein“ von „Old Labour“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jugend ==&lt;br /&gt;
Foot war der vierte Sohn von Eva (geb. Mackintosh, starb 1946) und [[Isaac Foot]] (1880–1960).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.thecnj.com/review/122806/books122806_03.html Extraordinary life of Apostle of England]&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ist der jüngere Bruder des Rechtsanwalts Sir [[Dingle Foot]], des liberalen Politikers [[John Foot, Baron Foot|John Foot, Lord Foot]] und des ehemaligen Gouverneurs von [[Zypern]] [[Hugh Foot]], des späteren Lord Caradon, dessen späterer Sohn der Journalist [[Paul Foot]] war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er besuchte eine Internatsschule der [[Quäker]], später das [[Wadham College]] in [[University of Oxford|Oxford]], wo er [[Philosophie]] und [[politische Wissenschaft]]en studierte. 1933 wurde er Präsident des studentischen Clubs &amp;#039;&amp;#039;Debattier-Union&amp;#039;&amp;#039;. Isaac war ein [[Rechtswissenschaften|Jurist]] und Gründer der Anwaltskanzlei Foot und Bowden in [[Plymouth]]. Isaac Foot war ein aktives Mitglied der [[Liberal Party]] und Abgeordneter des [[House of Commons|Unterhauses]] für den [[Wahlkreis Bodmin]] in [[Cornwall]] von 1922 bis 1924 und von 1929 bis 1935 und Oberbürgermeister von Plymouth.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Universität noch Liberaler, trat Michael Foot kurz nach seinem Examen 1934 der Labour Party bei. Im Alter von 22 Jahren stellte er sich 1935 bereits den Parlamentswahlen in [[Monmouth (Wales)|Monmouth]] in [[Wales]]. Er wurde Journalist, arbeitete kurz für den [[New Statesman]], bevor er zur linkssozialistischen Wochenzeitung [[Tribune (Magazin)|Tribune]] wechselte, die Anfang 1937 zur Unterstützung der Einheitskampagne aufgebaut wurde – ein Versuch, eine antifaschistische Einheitsfront zwischen Labour und den Parteien links von ihr zu sichern. Mitglieder der Kampagne waren Sir [[Stafford Cripps]] Labour-verbündete [[Socialist League]], die [[Independent Labour Party]] und die [[Communist Party of Great Britain]]. Foot trat 1938 zurück, als der erste Herausgeber der Zeitschrift, [[William Mellor]], gefeuert wurde, weil er sich weigerte, die neue Politik der Kommunistischen Partei der Unterstützung einer [[Volksfront]] mit nichtsozialistischen Parteien gegen [[Faschismus]] und [[Appeasement]] zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Starpolemiker ==&lt;br /&gt;
Durch die Empfehlung von [[Aneurin Bevan]] wurde Foot vom rechtsnationalen Zeitungszar Lord [[Max Aitken, 1. Baron Beaverbrook|Beaverbrook]] als Journalist bei dessen &amp;#039;&amp;#039;[[Evening Standard]]&amp;#039;&amp;#039; angestellt. Es wird behauptet, Bevan hätte Beaverbrook am Telefon gesagt: „Ich habe hier einen blutjungen fahrenden Ritter. Sie warfen seinen Boss ’raus, woraufhin er zurücktrat. Schau’ ihn Dir an.“ 1940 gaben Foot unter seinem Pseudonym „Cato“ und zwei andere Beaverbrook-Journalisten – [[Frank Owen]], Herausgeber des [[Standard]] und [[Peter Howard (Journalist)|Peter Howard]] vom [[Daily Express]] – das Buch &amp;#039;&amp;#039;Guilty Men&amp;#039;&amp;#039; („Schuldige Männer“) in [[Victor Gollancz]]&amp;#039; [[Left Book Club]] heraus, in dem die [[Appeasement]]politik von [[Neville Chamberlain]] und anderer Politiker angegriffen wurde und das ein Bestseller wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beaverbrook machte Foot dann 1942 im Alter von 28 Jahren zum Herausgeber des &amp;#039;&amp;#039;Evening Standard&amp;#039;&amp;#039;. Foot verließ bereits 1945 den &amp;#039;&amp;#039;Evening Standard&amp;#039;&amp;#039;, um als Kolumnist zum &amp;#039;&amp;#039;[[The Sun|Daily Herald]]&amp;#039;&amp;#039; zu wechseln, der damals gemeinsam vom [[Trades Union Congress]] und Odhams Press betrieben wurde und eigentlich die offizielle Zeitung der Labour Party war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Britische Unterhauswahlen 1945|Parlamentswahlen 1945]] trat er im [[Wahlkreis Plymouth Devonport]] an. Erstmals gewann er in diesem Wahlkreis für Labour einen Sitz im [[House of Commons (Vereinigtes Königreich)|britischen Unterhaus]], den er bis zu seiner überraschenden Niederlage [[Britische Unterhauswahlen 1955|1955]] gegen [[Joan Vickers]] behielt. Von 1948 bis 1952 kehrte er als Herausgeber der &amp;#039;&amp;#039;Tribune&amp;#039;&amp;#039; zurück – eine Funktion, die er noch einmal von 1955 bis 1960 übernahm. Bis 1957 war er der prominenteste Verbündete von Aneurin Bevan, der Cripps Platz als Chef der Linken bei Labour eingenommen hatte, obwohl Foot und Bevan durchfielen, als Bevan einseitige atomare Abrüstung beim Parteitag der Labour Party 1957 forderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Beginn des [[Kalter Krieg|Kalten Krieges]] in den 1940er Jahren war Foot von einem [[Dritter Weg|Dritten Weg]] in der Außenpolitik für Europa überzeugt; er war 1947 zusammen mit [[Richard Crossman]] und [[Ian Mikardo]] Autor des Pamphlets &amp;#039;&amp;#039;Keep Left&amp;#039;&amp;#039; („Bleib links“). Angesichts der kommunistischen Machtübernahme in [[Ungarn]] und der [[Tschechoslowakei]] nahmen Foot und die &amp;#039;&amp;#039;Tribune&amp;#039;&amp;#039; eine streng antikommunistische Position ein, gelegentlich die [[NATO]] einschließend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch stand er dem westlichen Umgang mit dem [[Koreakrieg]] ablehnend gegenüber, war ein Gegner der westdeutschen [[Wiederbewaffnung]] Anfang der 1950er Jahre und war ein Gründungsmitglied der [[Campaign for Nuclear Disarmament|Kampagne für atomare Abrüstung]]. Während seiner Herausgeberschaft war die &amp;#039;&amp;#039;Tribune&amp;#039;&amp;#039; eine Gegnerin des [[Sueskrise|Suezabenteuers]] der britischen Regierung und der sowjetischen Intervention in Ungarn 1956. Seine scharfen Angriffe auf [[Charles de Gaulle]] in seinen Essays brachten ihm ein dreijähriges Einreiseverbot nach [[Frankreich]] ein. 1960 kehrte Foot bei der Nachwahl für Ebbw Vale in [[Monmouthshire]] in das Unterhaus zurück, dessen Sitz nach Bevans Tod vakant war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linker Populist ==&lt;br /&gt;
Harold Wilson – über ihn hatte Foot eine Biographie geschrieben, die 1964 bei [[Robert Maxwell]]s „Pergamon Press“ veröffentlicht wurde – bot Foot einen Platz in seinem ersten Kabinett an, doch Foot lehnte ab. Stattdessen wurde er Kopf des linken Flügels von Labours Hinterbänklern, das Unterhaus mit seiner Rhetorik aufwühlend. Er trat gegen das Vorhaben der Regierung ein, die [[Immigration]] nach Großbritannien zu erschweren, der [[Europäische Wirtschaftsgemeinschaft|EWG]] beizutreten, die [[Gewerkschaft]]en zu reformieren, gegen den [[Vietnamkrieg]] und die einseitige [[Unabhängigkeitserklärung]] [[Rhodesien]]s, verurteilte die [[Sowjetunion|sowjetische]] Unterdrückung eines &amp;#039;&amp;#039;„Sozialismus mit menschlichem Antlitz“&amp;#039;&amp;#039; in der Tschechoslowakei 1968. Er verbündete sich mit dem Tory-Rechtsaußen [[Enoch Powell]] bei dem Versuch, den Regierungsplan zur Abschaffung des Wahlrechts des Erbadels im [[Oberhaus]] und zur Einführung eines Oberhauses ausschließlich bestehend aus zu lebenslangen [[Peer (Adel)|Peers]] erhobenen zu torpedieren – &amp;#039;&amp;#039;„einem Serail von Eunuchen“&amp;#039;&amp;#039;, wie Foot es nannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regierungsämter ==&lt;br /&gt;
1970 wendete sich Labour stärker nach links und Wilson arrangierte sich mit Foot. Als Labour 1974 erneut an die Regierung kam, wurde er [[Arbeitsminister]] im Kabinett Wilson, hob die gewerkschaftsfeindlichen Gesetze der Regierung [[Edward Heath]] wieder auf und spielte die Hauptrolle bei den Bemühungen der Regierung, die Gewerkschaften an ihrer Seite zu behalten. Foot war einer der wortgewaltigsten Gegner des britischen EWG-Beitritts beim [[Referendum]] 1975. Als Wilson 1976 zurücktrat, beanspruchte Foot den Parteivorsitz, unterlag dabei jedoch [[James Callaghan]]. Er gehörte bis 1978 weiterhin dem Kabinett als Minister für parlamentarische Angelegenheiten an. Kurz nach seiner Niederlage gegen Callaghan wurde er zum stellvertretenden Parteivorsitzenden gewählt, übernahm die Rolle des [[Fraktionsvorsitzender|Fraktionsvorsitzenden]] und Sprechers des Unterhauses, was ihm die unvermeidbare Aufgabe zuwies, das politische Überleben der Callaghan Regierung zu sichern, als deren Mehrheit sich auflöste. Von 1976 bis 1979 fungierte er außerdem als Lordpräsident des Geheimen Staatsrats.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Foot als Vorsitzender der Labour Party ==&lt;br /&gt;
Nach der Wahlniederlage Labours gegen [[Margaret Thatcher]] 1979 wurde Foot 1980 zum Parteivorsitzenden gewählt, wobei er [[Denis Healey]] im zweiten Wahlgang schlug (die letzte Wahl, bei der nur Labour-Fraktionsmitglieder abstimmten). Foot präsentierte sich als Kompromisskandidat, fähig, die Partei – anders als Healey – zu einen, die zwischen den Basis-Linken um Tony Benn und den Parteirechten um Callaghan zerrissen war. Die Anhänger Benns verlangten nach Rache für den Betrug, den sie der Callaghan-Regierung vorwarfen und forderten die Ablösung der Labour-Abgeordneten, die Callaghan unterstützt hatten durch Angehörige der Parteilinken, die einseitige atomare [[Abrüstung]]sschritte, Rückzug aus der EWG und weitgehende Verstaatlichungen befürworteten. Benn kandidierte nicht für den Parteivorsitz, während die beiden anderen Kandidaten – [[John Silkin]], wie Foot ein „Tribune“-Mitarbeiter und [[Peter Shore]], ein Vertreter des gemäßigten Flügels und erklärte Kritiker des EWG-Beitritts – bereits im ersten Wahlgang ausschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Foot Parteivorsitzender wurde, war er bereits 66 Jahre alt und von angegriffener Gesundheit. Als entschlossener Atomwaffengegner trat er für Abrüstung ein, für die Neuverhandlung der EG-Verträge und im Gegensatz zur Thatcher, die durch ihre [[Privatisierung]]spolitik die Zahl der Arbeitslosen binnen kurzem verdoppelte, zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit durch weitere [[Verstaatlichung]]en. Unmittelbar nach seiner Wahl sah er sich einer massiven Krise gegenüber, der Gründung der [[Social Democratic Party (Vereinigtes Königreich)|Social Democratic Party]] durch vier prominente Parteirechte (der sogenannten „Viererbande“): [[Roy Jenkins]], [[Shirley Williams, Baroness Williams of Crosby|Shirley Williams]], [[David Owen (Politiker)|David Owen]] und [[Bill Rodgers (Politiker)|William Rodgers]]. Die SDP gewann die Unterstützung großer Teile der Medien und mehr als ein Jahr erweckten die Umfragewerte den Eindruck, dass die SDP die einstige Rolle von Labour übernehmen und die Unterhauswahlen gewinnen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1981 entschied sich Benn, Healey als stellvertretenden Parteivorsitzenden herauszufordern – eine Abstimmung, die Healey mit denkbar knappster Mehrheit gewann – Foot kämpfte auf dem Sonderparteitag in [[Wembley]] gegen die neuen Regularien zur Wahl und Abwahl des Parteivorsitzenden um seinen Einfluss und wurde dafür von allen Seiten kritisiert. Sein Auftritt im Unterhaus während der Falklandkrise 1982 brachte ihm den Respekt von Abgeordneten aller Seiten ein. (Er wurde dennoch von einigen Linken kritisiert, weil er zu schnell Thatchers sofortige militärische Reaktion zur Entsendung der [[Flotte (Marine)|Flotte]] und zur Verteidigung der 2.000 Falkländer, die britische Staatsbürger bleiben wollten, unterstützte.) Beim ordentlichen Parteitag im September 1982 setzte sich Foot gegen die extreme Linke seiner Partei durch. Die rechten Zeitungen setzten ihn regelmäßig wegen seinem unkonventionellen Auftreten herab, griffen ihn wegen einer Jacke bei der Kranzniederlegung am Ehrenmal zum Heldengedenktag an, die sie als „Eselsjacke“ bezeichneten. Der Labour-Abgeordnete Walter Johnson erklärte, sein Parteivorsitzender habe bei diesem hochoffiziellen Anlass ausgesehen wie ein „arbeitsloser irischer Hafenarbeiter“. Foots betont nachlässiges Auftreten beschädigte sein Image in der Öffentlichkeit und ließ ihn wenig staatsmännisch erscheinen. Dieser Faktor trug wesentlich zur Wahlniederlage im Jahr 1983 bei.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.independent.co.uk/news/uk/politics/michael-foot-leftwing-fighter-who-led-labour-to-poll-collapse-1915290.html &amp;#039;&amp;#039;Michael Foot: Leftwing fighter who led Labour to poll collapse&amp;#039;&amp;#039;] [[The Independent]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Foot erklärte später, dass es eine gut sitzende Jacke, ein dunkelgrüner Mantel gewesen sei, den er über einem schwarzen Anzug (bei Herbie Frogg in der Jeremyn Street gekauft) trug, um nicht an einem kalten Novembertag zu frieren und dass [[Elizabeth Bowes-Lyon|Queen Mom]] ihn wegen seiner Wahl der Kleidung gelobt hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Ende 1982 bis Anfang 1983 gab es ständig Spekulationen darüber, dass Healey Foot als Parteivorsitzenden ablösen würde – Spekulationen, die nach der verlorenen Bermondsey-Nachwahl 1983 wuchsen, bei der der Schwulenaktivist [[Peter Tatchell]] kandidierte, aber Labour gewann die Nachwahlen in Darlington und so blieb Foot bis zu den Unterhauswahlen 1983 Parteivorsitzender.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sozialistische Wahlprogramm von Labour 1983 forderte einseitige atomare Abrüstung, höhere [[Spitzensteuersatz|Spitzensteuersätze]] und die Rückkehr zu einer interventionistischen Industriepolitik. Das Wahlmanifest plädierte außerdem für die Abschaffung des Oberhauses und den Austritt aus der EWG durch eine Labourregierung. [[Gerald Kaufman]], einst Wilsons Pressesprecher und während der 1980er Jahre ein Wortführer der Parteirechten, bezeichnete das 1983er Wahlprogramm als den „längsten Selbstmordabschiedsbrief in der Geschichte“. Unter den 1983 gewählten neuen Unterhausabgeordneten, die dieses Wahlprogramm unterstützten, befanden sich auch [[Tony Blair]] und [[Gordon Brown]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wahlkampf für die [[Britische Unterhauswahl 1983|Unterhauswahl 1983]] verlief chaotisch: Foot und sein Stellvertreter Healey waren über zentrale Fragen der Verteidigungspolitik uneinig und beide früheren Labour-Premierminister Wilson und Callaghan kritisierten Foots Abrüstungspolitik öffentlich. Hinzu kam, dass Foot bei Parteikundgebungen lange Reden „im Stil eines Radikalen des 19. Jahrhunderts“ hielt und die modernen Medien Radio und Fernsehen im Wahlkampf praktisch ignorierte.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrew Marr: &amp;#039;&amp;#039;A History of Modern Britain&amp;#039;&amp;#039;. Macmillan, London 2007, ISBN 978-0-330-51147-6, S. 450f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Labour Party verlor die Wahlen vom 9. Juni 1983 im Gefolge des gewonnenen [[Falklandkrieg]]es erdrutschartig. Foot trat zurück und [[Neil Kinnock]] wurde sein Nachfolger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach 1983 ==&lt;br /&gt;
Foot nahm nach 1983 einen Sitz auf den Hinterbänken der Labour Party, vertrat den [[Wahlkreis Blaenau Gwent (House of Commons)|Wahlkreis Blaenau Gwent]]. Er trat 1992 aus dem Unterhaus zurück, blieb jedoch politisch aktiv. Er verteidigte [[Salman Rushdie]], den Schriftsteller, der Ziel von [[Ruhollah Chomeini|Ayatollah Chomeinis]] [[Fatwa]] war und übernahm eine prointerventionistische Position in [[Kroatien]] und [[Bosnien]] gegen [[Slobodan Milošević]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1995 erschien in der &amp;#039;&amp;#039;[[The Sunday Times (Vereinigtes Königreich)|Sunday Times]]&amp;#039;&amp;#039; ein Artikel unter der Überschrift &amp;#039;&amp;#039;„[[KGB]]: Michael Foot war unser Agent“&amp;#039;&amp;#039;, in dem Foot beschuldigt wurde, für den sowjetischen Geheimdienst als Einflussagent fungiert zu haben. Foot bestritt die gegen ihn erhobenen Beschuldigungen nachdrücklich, verklagte erfolgreich die &amp;#039;&amp;#039;Sunday Times&amp;#039;&amp;#039; und überwies den größten Teil des Schmerzensgeldes an die &amp;#039;&amp;#039;Tribune&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Foot blieb bis zu seinem Tod ein profiliertes Mitglied der Kampagne für atomare Abrüstung. Er ist Autor verschiedener Bücher inklusiver hoch beachteter Biografien von Aneurin Bevan und [[H. G. Wells]]. Viele seiner Freunde bedauerten, dass er die Literatur zugunsten der Politik aufgegeben habe. Obwohl nicht Wenige Foot als Fehlbesetzung als Vorsitzenden von Labour ansahen, hielt sein Biograf [[Mervyn Jones (Autor)|Mervyn Jones]] dem entgegen, dass niemand anderes Labour in jener Zeit hätte zusammenhalten können. In [[Westminster (London)|Westminster]] erinnert man sich Foots mit Bewunderung für den weitaus besten Debattenredner und großen Abgeordneten, bereit zu echten Kompromissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Foot feierte 2003 seinen 90. Geburtstag. Er bleibt Vorsitzender des [[Plymouth Argyle|Plymouth Argyle F.C.]], des Fußballvereins, den er bereits seit seiner Kindheit unterstützt hatte. Zu seinem 90. Geburtstag schenkte ihm sein Klub ein [[Trikot (Sport)|Trikot]] mit der Spielernummer 90.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Foot hatte keine Kinder.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cbsnews.com/stories/2010/03/03/ap/world/main6261974.shtml Former UK Labour Party Leader Michael Foot dies]&amp;lt;/ref&amp;gt; Er heiratete 1949 die Filmemacherin, Autorin und feministische Historikerin [[Jill Craigie]] († 1999).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Guilty Men&amp;#039;&amp;#039;, Left Book Club, 1940 (unter dem Pseudonym &amp;#039;&amp;#039;Cato&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
*  	&amp;#039;&amp;#039;The trial of Mussolini. Being a verbatim report of the first great trial for war criminals held in London sometime in 1944 or 1945.&amp;#039;&amp;#039; Gollancz, London 1943 (unter dem Pseudonym &amp;#039;&amp;#039;Cassius&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
** dt. Ausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Der Prozess gegen Mussolini.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. und mit einer Einleitung von [[Theodor Bergmann (Agrarwissenschaftler)|Theodor Bergmann]] und Mike Jones. Decaton-Verlag, Mainz 1994, ISBN 3-929455-18-8.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Pen and the Sword&amp;#039;&amp;#039;, MacGibbon and Kee, 1957, ISBN 0-261-61989-6&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aneurin Bevan&amp;#039;&amp;#039;, MacGibbon and Kee, 1962 (Band 1); 1973 (Band 2), ISBN 0-261-61508-4&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Introduction in Jonathan Swift’s „Gulliver’s Travels“&amp;#039;&amp;#039;, Penguin (Penguin Classics), 1967&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Debts of Honour&amp;#039;&amp;#039;, Harper and Row, 1981, ISBN 0-06-039001-8&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Another Heart and Other Pulses&amp;#039;&amp;#039;, Collins, 1984&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Loyalists and Loners&amp;#039;&amp;#039;, Collins, 1986&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Politics of Paradise&amp;#039;&amp;#039;, HarperCollins, 1989, ISBN 0-06-039091-3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Simon Hoggart &amp;amp; [[David Leigh (Journalist)|David Leigh]]: &amp;#039;&amp;#039;Michael Foot – a Portrait&amp;#039;&amp;#039;, Hodder, 1981, ISBN 0-340-27040-3&lt;br /&gt;
* [[Mervyn Jones (Autor)|Mervyn Jones]]: &amp;#039;&amp;#039;Michael Foot&amp;#039;&amp;#039;, Gollancz, 1993, ISBN 0-575-05933-8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11932685X}}&lt;br /&gt;
* Michael White: [https://www.theguardian.com/politics/2010/mar/03/michael-foot-appreciation-michael-white &amp;#039;&amp;#039;Michael Foot: Ninety six years in the life of a passionate English radical.&amp;#039;&amp;#039;] [[The Guardian]], 3. März 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Vorsitzende der Labour Party}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11932685X|LCCN=n/50/60550|VIAF=300626409|NDL=00540227}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Foot, Michael}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lord President of the Council]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arbeitsminister (Vereinigtes Königreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter des House of Commons (Vereinigtes Königreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Labour-Vorsitzender]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Vereinigtes Königreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Evening Standard)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brite]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1913]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2010]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Foot, Michael&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Cato (Pseudonym); Cassius (Pseudonym)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=britischer Politiker, Mitglied des House of Commons und Journalist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. Juli 1913&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Plymouth]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. März 2010&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[London]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Koschi73</name></author>
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