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	<title>Michael Baumgarten - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T20:05:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Michael_Baumgarten&amp;diff=695971&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Shaun92: Link ergänzt</title>
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		<updated>2021-12-26T22:07:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Michael Baumgarten (IK 15-1860 S 28).jpg|mini|Michael Baumgarten (1860)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Michael Baumgarten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. März]] [[1812]] in [[Haseldorf]], [[Herzogtum Holstein]]; † [[21. Juli]] [[1889]] in [[Rostock]]) war ein protestantischer Theologe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Michael Baumgarten entstammte einer alten Haseldorfer Bauernfamilie. Seine Eltern waren der Hofbesitzer und [[Deichgraf]] &amp;#039;&amp;#039;Hinrich Baumgarten&amp;#039;&amp;#039; (1774–1853) und dessen Frau Anna Catharina (1790–1832), Tochter des Johann Hauschild. Baumgarten besuchte die Schule in [[Bezirk Altona|Altona]] und studierte ab 1832 [[Evangelische Theologie]] an der [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel]] und der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin]]. 1839 [[Habilitation|habilitierte]] er sich in Kiel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gerhard Fohl&amp;quot;&amp;gt;Gerhard Fohl: &amp;#039;&amp;#039;Baumgarten, Michael (1812–1889)&amp;#039;&amp;#039;. In: TRE, Bd. 5, S. 351–352.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zunächst stark vom [[Pietismus]] beeinflusst, näherte er sich der konservativen Theologie des [[Johann Christian Konrad von Hofmann]] an. Er wurde 1846 Pastor an der Pfarrkirche [[Zisterzienserkloster Rüde|St. Michaelis]] in [[Schleswig]], wo er 1848 die deutsche Nationalbewegung in der [[Schleswig-Holstein-Frage]] gegen die Integration in den [[Dänischer Gesamtstaat|Dänischen Gesamtstaat]] unterstützte und den Aufstand auch theologisch rechtfertigte.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Baumgarten: &amp;#039;&amp;#039;Die Gewissensfrage der schleswigschen Beamten&amp;#039;&amp;#039;. Bruhn, Schleswig 1849.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Scheitern der [[Schleswig-Holsteinische Erhebung|Schleswig-Holsteinischen Erhebung]] musste er 1850 aus Schleswig fliehen und wurde noch im selben Jahr ordentlicher Professor der Theologie in Rostock.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gerhard Fohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baumgarten war streng bibelgläubig und allem hierarchischen Gehabe in der Kirche abhold. Er war überzeugt, dass ein System wie das des [[Kirchenrecht|Kirchenrechtes]] dem Wesen einer auf Gottes Geist vertrauenden Gemeinde widerspreche.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gerhard Fohl&amp;quot;/&amp;gt; So geriet er schon bald nach seiner Berufung nach Rostock mit dem [[Oberkirchenrat#Oberkirchenrat als oberste Kirchenbehörde|Oberkirchenrat]] der [[Evangelisch-Lutherische Landeskirche Mecklenburgs|Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs]], dessen prägende Persönlichkeit [[Theodor Kliefoth]] war, in Zwiespalt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gerhard Fohl&amp;quot;/&amp;gt; Als er auf einer Pfarrkonferenz in [[Parchim]] gegen die Einführung zeremonial-gesetzlicher Grundsätze in die Sonntagsfeier eiferte und arglos eine Prüfungsfrage stellte, ob sich eine Revolution aus der Heiligen Schrift rechtfertigen lasse, wurde er am 5. November 1856 aus der theologischen Prüfungskommission entlassen. Am 6. Januar 1858 wurde er unter Nichtachtung des für solche Fälle vorgeschriebenen Verfahrens auf Grund des von [[Otto Carsten Krabbe]] verfassten Konsistorialerachtens seiner Professur enthoben. Man warf ihm unter anderem vor, die in der [[Konkordienformel]] festgelegte Kirchenlehre zu bekämpfen und damit eine eidlich angelobte Verpflichtung gebrochen zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Grund der daraufhin von ihm herausgegebenen Schriften &amp;#039;&amp;#039;Eine kirchliche Krisis in Mecklenburg&amp;#039;&amp;#039; (Braunschweig 1858), &amp;#039;&amp;#039;Der kirchliche Notstand in Mecklenburg&amp;#039;&amp;#039; (Leipzig 1861), &amp;#039;&amp;#039;An die Freunde aus dem Gefängnis&amp;#039;&amp;#039; (Berlin 1862) etc. wurde er wegen [[Zensur (Informationskontrolle)|Preßvergehen]] zweimal zu Haft und Geldbuße verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Rostock lebend wirkte Baumgarten unermüdlich durch Schriften und öffentliche Vorträge für eine Neugestaltung der deutschen evangelischen Kirche und war bis 1877 im [[Deutscher Protestantenverein|Deutschen Protestantenverein]] Hauptvertreter der bibelgläubigen Richtung. Baumgarten prangerte die [[Judenfeindlichkeit]] des preußischen Hofpredigers [[Adolf Stoecker]] an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gerhard Fohl&amp;quot;/&amp;gt; Er scheute sich auch nicht, [[Martin Luther|Martin Luthers]] [[Martin Luther und die Juden|Ausfälle gegen die Juden]] eine „schwere Versündigung“ zu nennen, „welche wir, die wir uns nach seinem Namen nennen, oder zu seiner Lehre bekennen, wieder gut zu machen haben“.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach: [[Thomas Kaufmann (Kirchenhistoriker)|Thomas Kaufmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Luther unter den Antisemiten&amp;#039;&amp;#039;. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 29. Dezember 2014, S. 8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1874 bis 1881 saß Baumgarten für den [[Reichstagswahlkreis Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin 5]] im [[Reichstag (Deutsches Kaiserreich)]].&amp;lt;ref&amp;gt;Eintrag {{Webarchiv|url=http://zhsf.gesis.org/ParlamentarierPortal/biorabkr_db/biorabkr_db.php |wayback=20151102013957 |text=Professor Dr. theol. Michael Baumgarten |archiv-bot=2019-05-01 08:52:56 InternetArchiveBot }} in: &amp;#039;&amp;#039;Die Abgeordneten des Norddeutschen Reichstages, des Zollparlaments und der Deutschen Reichstage 1867–1918&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Mitglied der [[Deutsche Fortschrittspartei|Fortschrittspartei]] trat er für die [[Personenstand|Zivilstandsgesetze]] ein. Im Verlaufe seiner ersten Legislaturperiode trat er aus der Fraktion der Fortschrittspartei aus, war zeitweise fraktionslos und schloss sich 1877 und 1878 der Fraktion lediglich als Hospitant an. Gegen Ende seiner Abgeordnetenzeit trat er zur [[Nationalliberale Partei|Nationalliberalen Partei]] über.&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz Specht, Paul Schwabe: &amp;#039;&amp;#039;Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten&amp;#039;&amp;#039;. 2. Aufl., Verlag Carl Heymann, Berlin 1904, S. 270.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Theologischer Kommentar zum [[Altes Testament|Alten Testament]]. Band 1: Theologischer Commentar zum [[Pentateuch]]&amp;#039;&amp;#039; Kiel 1843–1844&lt;br /&gt;
** Teil 1: &amp;#039;&amp;#039;Vom Anfang bis zum Gesetz&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** Teil 2: &amp;#039;&amp;#039;Gesetzgebung&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Apostelgeschichte]], oder Entwicklungsgang der Kirche von Jerusalem bis Rom.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. 2. Aufl., Braunschweig 1859&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Nachtgesichte [[Sacharja|Sacharias]]: Eine Prophetenstimme an die Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Neue Ausgabe, Braunschweig 1858&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte [[Jesus von Nazaret|Jesu]].&amp;#039;&amp;#039; Braunschweig 1859&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Friedrich Schleiermacher|Schleiermacher]] als Theologe für die Gemeinde der Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1862&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zwölf kirchengeschichtliche Vorträge zur Beleuchtung der kirchlichen Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Bremen 1869&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Protestantenverein, ein Panier im Deutschen Reich.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1871&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kirchliche Zeitfragen in Vorträgen.&amp;#039;&amp;#039; Rostock 1873&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Eine Krisis innerhalb des Deutschen Protestantenvereins.&amp;#039;&amp;#039; Rostock 1876&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lutherus redivivus, oder die kirchliche Reaktion.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt 1878&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Doktor [[Martin Luther]]. Volksbuch.&amp;#039;&amp;#039; Rostock 1883&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Professor Dr. theol. Michael Baumgarten. Ein aus 45jähriger Erfahrung geschöpfter biographischer Beitrag zur Kirchenfrage.&amp;#039;&amp;#039; Aus handschriftlichem Nachlass herausgegeben von Hans Hinrich Studt. 2 Bände. Homann, Kiel 1891&lt;br /&gt;
: [http://purl.uni-rostock.de/rosdok/ppn780783093 Digitalisat von Band 1], [[Universitätsbibliothek Rostock]]&lt;br /&gt;
: [http://purl.uni-rostock.de/rosdok/ppn780783670 Digitalisat von Band 2], [[Universitätsbibliothek Rostock]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans Hinrich Studt: &amp;#039;&amp;#039;Professor Dr. theol. Michael Baumgarten – ein aus 45jähriger Erfahrung geschöpfter biographischer Beitrag zur Kirchenfrage&amp;#039;&amp;#039;. Kiel 1891.&lt;br /&gt;
* {{NDB|1|661|662|Baumgarten, Michael|Walter Buff|116091312}}&lt;br /&gt;
* [[Walter Nigg]]: &amp;#039;&amp;#039;Kirchliche Reaktion. Dargestellt an Michael Baumgartens Lebensschicksal.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Paul Haupt, Bern Leipzig 1939.&lt;br /&gt;
*[[Friedrich Heyer]]: &amp;#039;&amp;#039;Baumgarten, Michael&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Schleswig-Holsteinisches Biographisches Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. Band 1. Karl Wachholtz Verlag, Neumünster 1970, S. 65–67.&lt;br /&gt;
* Gerhard Fohl: &amp;#039;&amp;#039;Baumgarten, Michael (1812–1889)&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Theologische Realenzyklopädie]], Bd. 5, de Gruyter, Berlin 1980, S. 351–352.&lt;br /&gt;
*{{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070613103831/http://www.bautz.de/bbkl/b/baumgarten_m.shtml |autor=[[Friedrich Wilhelm Bautz]]|artikel=Baumgarten, Michael|band=1|spalte=422}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116091312}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|116091312}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|116091312}}&lt;br /&gt;
* {{Biorabk|Michael Baumgarten|111}}&lt;br /&gt;
* {{LBMV PPN|231997027}}&lt;br /&gt;
* {{CPR|116091312}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Abgeordnete des Reichstagswahlkreises Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin 5}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116091312|LCCN=n/86/40222|VIAF=234046066}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Baumgarten, Michael}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Theologe (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alttestamentler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Rostock)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DFP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1812]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1889]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Schleswig-Holstein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Mecklenburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person in der Schleswig-Holsteinischen Erhebung (Schleswig-Holstein)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Baumgarten, Michael&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Theologe und Politiker, MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. März 1812&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Haseldorf]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. Juli 1889&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Rostock]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Shaun92</name></author>
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