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	<title>Mhallami - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T20:27:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-03-30T21:56:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/265754279&quot; title=&quot;Spezial:Diff/265754279&quot;&gt;265754279&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-19761-69&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-19761-69&quot;&gt;~2026-19761-69&lt;/a&gt; rückgängig gemacht; unbelegt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mhallami&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mahallami&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mardelli&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Arabische Sprache|hocharabisch]] {{ar|الْمَحَلَّمِيَّة&amp;amp;lrm;|DMG=al-maḥallamīya}}) oder &amp;#039;&amp;#039;Mḥallmāye&amp;#039;&amp;#039; sind eine arabischsprachige und mehrheitlich als arabisch eingeordnete Gemeinschaft in der [[Türkei]] und im [[Libanon]]. Die meisten Mhallami bezeichnen sich selbst als Araber. In der Forschung gilt die Einordnung als arabische Gruppe überwiegend als zutreffend, auch wenn zur historischen Abstammung unterschiedliche Ansichten existieren und gelegentlich aramäische oder kurdische Herkunftstraditionen diskutiert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bozkurt2020&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Abdülbaki Bozkurt |url=https://www.sosyalarastirmalar.com/articles/the-historical-roots-of-the-mhallami-arabs-in-turkey-as-a-subject-of-debate.pdf |titel=The Historical Roots of the Mhallami Arabs in Turkey as a Subject of Debate |werk=Journal of International Social Research |datum=30. April 2020 |offline=1 |abruf=2020-04-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Der Name Mhallami wird gewöhnlich vom Ahnennamen Muhallem abgeleitet, der in arabischen Stammbäumen der Ansab als ein Nachkomme von Nizar überliefert ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bozkurt2020&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine alternative Deutung sieht den Ursprung im Arabischen {{arF|محل&amp;amp;lrm;|DMG=maḥall|de=Ort}} und {{arF|مائة&amp;amp;lrm;|DMG=miʾa|de=hundert}} ableiten, was sinngemäß &amp;#039;&amp;#039;Ort der Hundertschaft&amp;#039;&amp;#039; {{arF|محل المائة&amp;amp;lrm;|DMG=maḥall al-miʾa}} bedeuten soll. Gemäß einer zweiten Theorie zur Namensherkunft soll sich der Name Mhallami von den [[Semiten|semitischen]] [[Achlamäer|Ahlamū]], die seit 1805 v. Chr. [[Tur Abdin]] bewohnten, ableiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name Mardelli wird von der Herkunftsgegend [[Mardin (Provinz)|Mardin]] abgeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Quellen zur Abstammung und Wanderbewegung arabischer Gruppen sind die genealogischen Aufzeichnungen, die als ansab bezeichnet werden. In Studien zu den Mhallami verweist diese genealogische Überlieferung auf eine Verbindung zu Banu Shayban, Banu Bakr, Rabia ibn Nizar. Nizar, der den Adnaniten zugerechnet wird, gilt als Stammvater der Linien Rabia und Mudar, aus denen zahlreiche bedeutende arabische Stämme hervorgingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl es einige alternative Theorien gibt, verweisen die meisten wissenschaftlichen Studien auf eine arabische Herkunft der Mhallami, und auch die Mehrheit der Gemeinschaft bezeichnet sich selbst als arabisch. Gleichwohl werden in der Literatur gelegentlich aramäische oder kurdische Herkunftstraditionen diskutiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bozkurt2020&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Der ersten Theorie zufolge sind die Mhallami Araber, die unter dem [[Kalifat|Kalifen]] [[Harun ar-Raschid]] im 8. Jahrhundert auf dessen Kriegszügen als Kämpfer aus der [[Irak|nordirakischen]] Region [[Kirkuk (Gouvernement)|Kirkuk]] in die Region Mardin umgesiedelt wurden, um die dortige christliche Bevölkerung zu überwachen. Der Name Mhallami bzw. Mhallamiya soll sich von {{arF|محل&amp;amp;lrm;|DMG=maḥall|de=Ort}} und {{arF|مائة&amp;amp;lrm;|DMG=miʾa|de=hundert}} ableiten, was sinngemäß Ort der Hundertschaft {{arF|محل المائة&amp;amp;lrm;|DMG=maḥall al-miʾa}} bedeuten soll. Diese Abstammungstheorie wird von den meisten Mhallami und einigen Wissenschaftlern unterstützt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mhallami2&amp;quot;&amp;gt;Fred Donner: &amp;#039;&amp;#039;Tribe and state in Arabia&amp;#039;&amp;#039;. Princeton University Press 1981, S. 123–130.&amp;lt;/ref&amp;gt; Einige sehen sich auch als Nachfahren der [[Banū Hilāl|Banu Hilal]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;ghadban&amp;quot;&amp;gt;[[Ralph Ghadban]], &amp;#039;&amp;#039;Die Libanon-Flüchtlinge in Berlin.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2000, ISBN 3-86093-293-4, Nachdruck 2008, S. 71, 87, 89, 238.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Der zweiten Theorie zufolge waren ihre Vorfahren die [[Semiten|semitischen]] [[Achlamäer|Ahlamū]], die seit 1805 v. Chr. [[Tur Abdin]] bewohnten. Sie traten – wie die restlichen aramäischen Stämme in [[Mesopotamien]] – während der [[Islamische Expansion|arabisch-islamischen Expansion]] im 7. und 8. Jahrhundert nicht zum [[Islam]] über. Die [[Osmanisches Reich|Osmanen]] eroberten unter [[Selim I.]] Anfang des 16. Jahrhunderts Ostanatolien und die Mhallami nahmen daraufhin den Islam an. Nach dem Übertritt zum Islam erlernten die Mhallami die arabische Sprache. Die [[Araber]] nannten sie &amp;#039;&amp;#039;Mḥallamī&amp;#039;&amp;#039; und die Osmanen &amp;#039;&amp;#039;Mahalmi&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Mıhellemi&amp;#039;&amp;#039;. Mehrere der Bedeutung von Ahlamū entsprechende Schreibweisen kamen im Laufe der Geschichte des Stammes vor, bis sich schließlich der heutige arabische Name Mḥallamī durchsetzte. In Archiven des Osmanischen Reichs aus dem Jahre 1525 werden die Mhallami als &amp;#039;&amp;#039;Müslüman Mahalmi Cemaati&amp;#039;&amp;#039; (deutsch &amp;#039;&amp;#039;Muslimische Gemeinde der Mhallami&amp;#039;&amp;#039;) erwähnt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mhallami3&amp;quot;&amp;gt;John Anthony Brinkman: &amp;#039;&amp;#039;A political history of post-Kassite Babylonia, 1158–722 B.C.&amp;#039;&amp;#039; 1968, ISBN 88-7653-243-9, S. 260–278.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;mhallami4&amp;quot;&amp;gt;T.C. Devlet Arşivleri Genel Müdürlüğü: &amp;#039;&amp;#039;Başbakanlık Osmanlı Arşivi Rehberi&amp;#039;&amp;#039;. 1995, ISBN 975-19-1247-4, S. 54–59. (türkisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; Andere Autoren berichten, die Mhallami seien bereits im 14. Jahrhundert zum Islam übergetreten, weil sie wegen einer Hungersnot die Fastenzeit unterbrechen wollten und ihr Patriarch dies verweigerte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mhallami6&amp;quot;&amp;gt;[[Ralph Ghadban]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Mhallamiyya.&amp;#039;&amp;#039; In: ders.: &amp;#039;&amp;#039;Die Libanon-Flüchtlinge in Berlin. Zur Integration ethnischer Minderheiten&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 2000, S. 86–95. {{Webarchiv |url=http://www.libasoli.de/doku/Auszug.pdf |text=Kapitel als Buchauszug (PDF) |wayback=20070807112357}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gemäß einer dritten Theorie werden die Mhallami als Kurden betrachtet, die im Laufe der Zeit den Islam annahmen und dann die arabische Sprache erlernten, aber ihre kurdische Kultur beibehalten haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mhallami5&amp;quot;&amp;gt;Lokman I. Meho, Farah W. Kawtharani: {{Webarchiv |url=http://staff.aub.edu.lb/~lmeho/meho-kawtharani-kurdish-community-in-lebanon.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;The Kurdish community in Lebanon&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20111125041545}} (PDF; 139&amp;amp;nbsp;kB), S. 2–3.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mhallami werden von den Kurden selbst überwiegend aber nicht als Kurden betrachtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mhallami9&amp;quot;&amp;gt;[https://taz.de/Es-muss-dringend-etwas-passieren/!763058/ &amp;#039;&amp;#039;Es muss dringend etwas passieren&amp;#039;&amp;#039;]; die tageszeitung, 6. Juni 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siedlungsgebiet ==&lt;br /&gt;
Bis zum 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert lebten die Mhallami hauptsächlich in einem Gebiet in der heutigen türkischen Provinz Mardin:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=… lehnt sich der Dialekt von [[Yeşilli|Rashmel]] bereits stärker an die folgende Dialektgruppe an, die ich – dem lokalen Sprachgebrauch folgend – Mhallami-arabisch nenne. Mhallamiarabisch findet sich in etwa 40 bis 50 Dörfern, die im Dreieck zwischen den Kreisstädten es-Shor (türk. [[Savur]]) im Westen, Medyad (türk. [[Midyat]]) im Osten und Ma‘sarte (türk. [[Ömerli (Mardin)|Ömerli]]) im Süden liegen.&lt;br /&gt;
 |Autor=Otto Jastrow&lt;br /&gt;
 |Quelle=Die arabischen Dialekte des Vilayets Mardin (Südosttürkei), ZDMG Suppl 1 XVII Dt. Orientalistentag. Vorträge Teil II, Sektion 6, Wiesbaden 1969, S. 684&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;mhallami6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis heute leben die Mhallami in der [[Türkei]] überwiegend in den Großstädten wie [[Adana]], [[İskenderun]], [[Istanbul|İstanbul]], [[Izmir|İzmir]] und [[Mersin]] sowie 41 Orten der südostanatolischen Provinzen [[Batman (Provinz)|Batman]] und [[Mardin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weitaus größerer Teil der Mhallami lebt mittlerweile im [[Libanon]]. Die Migration der Mhallami aus der Türkei in den Libanon begann in den 1920er Jahren. In den 1940er Jahren kamen dann weitere Zehntausende in den Libanon, überwiegend in die Städte [[Beirut]] und [[Tripoli (Libanon)|Tripoli]]. Ein Teil von ihnen wurde eingebürgert, der andere Teil dagegen lebte [[Staatenlose|staatenlos]] im Libanon.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mhallami6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Gesamtzahl der Mhallami gibt es keine zuverlässigen Angaben. Vor dem [[Libanesischer Bürgerkrieg|libanesischen Bürgerkrieg]], der im Jahr 1975 ausbrach, wurde sie auf 70.000 bis 100.000 geschätzt. Im Jahr 1984 besaßen nach Angaben libanesischer Sicherheitsbehörden 27.142 Personen die speziell für Mhallami ausgestellten Personaldokumente (Reisedokument mit der Aufschrift [[Laissez-passer|&amp;#039;&amp;#039;Laisser-passer&amp;#039;&amp;#039;]]; Eintrag für Staatsangehörigkeit: &amp;#039;&amp;#039;à l’étude&amp;#039;&amp;#039;), geschätzt weitere 15.000 waren im Libanon eingebürgert; die Zahl der Ausgewanderten wurde zu diesem Zeitpunkt auf 45.000 geschätzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ghadban&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil christliche Milizen sie aus ihren Wohngebieten im Osten Beiruts vertrieben, wurden die Mhallami in den libanesischen Bürgerkrieg hineingerissen. Sie schlossen sich meist der [[Murabitun-Miliz (Libanon)|Murabitun-Miliz]] an, manche kämpften auch in den palästinensischen Milizen der [[Volksfront zur Befreiung Palästinas|PFLP]], [[Demokratische Front zur Befreiung Palästinas|DFLP]] oder bei den [[Libanesische Kommunistische Partei|Kommunisten]]. Von diesen Parteien erhofften sie sich eine Verbesserung ihres politischen und sozialen Status. Seit 1984 kämpften sie gegen die schiitische [[Amal-Miliz]] und nach dem Einmarsch syrischer Truppen 1987, die die Partei der Amal ergriffen, wurden deshalb viele Mhallami verhaftet oder mussten flüchten.&amp;lt;ref&amp;gt;Lokman I. Meho, Farah W. Kawtharani: {{Webarchiv |url=http://staff.aub.edu.lb/~lmeho/meho-kawtharani-kurdish-community-in-lebanon.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;The Kurdish Community in Lebanon&amp;#039;&amp;#039;. |wayback=20111125041545}} (In: &amp;#039;&amp;#039;International Journal of Kurdish Studies&amp;#039;&amp;#039;, Band 19, Nr. 1–2, 2005, S. 137–160) American University of Beirut, S. 1–34, hier S. 23f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mhallami waren unter den [[Flüchtling|Bürgerkriegsflüchtlingen]] aus dem Libanon, die während des libanesischen Bürgerkriegs seit 1976&amp;lt;ref name=&amp;quot;ghadban&amp;quot; /&amp;gt; in die DDR, häufig danach direkt und unkontrolliert nach West-Berlin, in die  [[Deutschland|Bundesrepublik Deutschland]] sowie andere europäische Staaten wie die [[Niederlande]], [[Dänemark]] und [[Schweden]] kamen und seitdem teilweise geduldet sind oder als [[Asylbewerber]] leben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mhallami1&amp;quot;&amp;gt;Heinrich Freckmann, Jürgen Kalmbach: {{Webarchiv |url=http://orrae.de/pdfs/Libanon.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;Staatenlose Kurden aus dem Libanon oder türkische Staatsangehörige? (Ergebnis einer Untersuchung vom 08.–18. März 2001 in Beirut, Mardin und Ankara)&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20110719070809}} (PDF; 43&amp;amp;nbsp;kB), Hannover, Hildesheim, 2001, S. 3–4.&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Berlin]] besteht mit etwa 8000 Personen die größte Gemeinde der Mhallami in Europa (Stand: Juni 2003).&amp;lt;ref name=&amp;quot;mhallami9&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
=== Sprache und Schrift ===&lt;br /&gt;
Die Mhallami sprechen den [[Arabische Dialekte#Geografische Klassifikation|arabischen Qultu-Dialekt]]. Der Qultu-Dialekt der Mhallami basiert auf dem Hocharabischen und nahm in immer stärkerem Maß [[Kurdische Sprachen|kurdische]] Elemente auf. Ihre Kultur ist arabisch geprägt, mit kurdischen Einflüssen.&amp;lt;ref&amp;gt;Jonathan Owens: &amp;#039;&amp;#039;A linguistic history of Arabic&amp;#039;&amp;#039;. Oxford University Press 2006, S. 144. (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mhallami in der Türkei verwenden das [[Lateinisches Alphabet|lateinische Alphabet]], zum Teil auch das [[Arabisches Alphabet|arabische Alphabet]] als Schriftsprache, im Libanon hauptsächlich das arabische Alphabet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religion ===&lt;br /&gt;
Die Mhallami sind hauptsächlich [[Sunniten|sunnitische Muslime]], die der [[Schāfiʿiten|schafiitischen Rechtsschule]] folgen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mhallami2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Organisation ===&lt;br /&gt;
Es bestehen einige Vereine der Mhallami in der Türkei, im Libanon und in der Diaspora. Die Mhallami in der Türkei sind im Verein &amp;#039;&amp;#039;Mhallami-Verein für Religions-, Sprachen- und Kulturdialog&amp;#039;&amp;#039; (türkisch &amp;#039;&amp;#039;Mıhellemi Dinler, Diller ve Medeniyetler Arası Diyalog Derneği&amp;#039;&amp;#039;), der 2008 von Mehmet Ali Aslan in [[Midyat]] gegründet wurde, organisiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mhallami7&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.midyatsesi.com/haber.php?hayns=2&amp;amp;yazilim=haberler&amp;amp;osmanli=hdetay&amp;amp;sece=1&amp;amp;aid=277&amp;amp;titlem=277 |text=&amp;#039;&amp;#039;Uluslar Arası Mıhellemi Konferansı&amp;#039;&amp;#039;. |wayback=20120321093052}} („Internationale Konferenz der Mhallami“) Midyat Sesi Haber, 13. August 2008 (türkisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mhallami in Deutschland sind im Verein &amp;#039;&amp;#039;Familien Union e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039; organisiert, und die Mhallami in den Niederlanden im Verein &amp;#039;&amp;#039;MIM&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mhallami12&amp;quot;&amp;gt;Claudia Keller: [https://www.tagesspiegel.de/berlin/die-clanchefs-bitten-zum-tee/3887376.html &amp;#039;&amp;#039;Familien-Union: Die Clanchefs bitten zum Tee&amp;#039;&amp;#039;]; Der Tagesspiegel, 26. Februar 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der letzte Anführer der Mhallami in der Türkei ist der Anwalt Şeyhmus Miroğlu, Mitglied von Beytil Emir.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Mardin Life |url=https://www.mardinlife.com/gorkemli-dugunde-dolarlar-havada-ucustu.html |titel=Görkemli düğünde dolarlar havada uçuştu |sprache=tr |abruf=2022-09-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Mardin Life |url=https://www.mardinlife.com/orhan-mirogludan-agabeyine-ziyaret.html |titel=Orhan Miroğlu’dan ağabeyine ziyaret |sprache=tr |abruf=2022-09-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familiennamen ===&lt;br /&gt;
In der Türkei führten die Mhallami [[Arabischer Name|arabische Namen]], die keine Nachnamen im westlichen Sinn beinhalten. Die von [[Atatürk]] eingeführten türkischen Namen wurden nur im Umgang mit türkischen Behörden verwendet. Im Libanon benutzten sie wieder ihre arabischen Namen. Weil im Libanon Familiennamen geführt werden, fügten sie den Vornamen aber einen &amp;#039;&amp;#039;Clannamen&amp;#039;&amp;#039; an, der wahrscheinlich meist nach einem männlichen Vorfahren oder einer besonderen traditionellen&lt;br /&gt;
Stellung der Familie, Herkunftsort oder -region gewählt wurde. Dies geschah wahrscheinlich zwischen 1925 und 1935. Die Gleichheit oder Ähnlichkeit der Nachnamen bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Familien untereinander verwandt sind. Die Namen wurden vielmehr nach der Einreise frei, vermutlich unter Orientierung an bereits ansässigen Angehörigen ausgewählt. Es kam auch vor, dass sich ein männliches Mitglied einer Familie aufgrund von innerfamiliären Streitigkeiten nach diesem Vorbild einen eigenen Familiennamen zulegte und somit eine neue Sippe gründete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Selbst- und Fremdbezeichnungen der Mhallami ==&lt;br /&gt;
In der Türkei werden sie zu den [[Araber in der Türkei|Arabern]] gerechnet,&amp;lt;ref&amp;gt;Beate Krafft-Schöning, Blutsbande. München 2013, ISBN 978-3-86883-314-0, Einleitung, [https://www.m-vg.de/mediafiles/article/pdfdemo/978-3-86883-314-0.pdf online]&amp;lt;/ref&amp;gt; ebenso im Libanon außerhalb der Hauptstadt, wo sie nach ihrer Herkunftsgegend auch {{arF|ماردلي&amp;amp;lrm;|DMG=Mārdallī}} oder {{arF|مردلي&amp;amp;lrm;|DMG=Mardallī}} genannt werden. Nur in Beirut werden sie von den Libanesen Kurden ({{arF|أكراد&amp;amp;lrm;|DMG=Akrād}}) genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mhallami2&amp;quot; /&amp;gt; In Deutschland werden sie als &amp;#039;&amp;#039;libanesische Kurden&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;mhallami6&amp;quot; /&amp;gt; oder &amp;#039;&amp;#039;Mhallamiye-Kurden&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref name=&amp;quot;mhallami11&amp;quot;&amp;gt;Regina Mönch: [https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/jugendgewalt-das-libanesische-problem-1407333.html &amp;#039;&amp;#039;Das libanesische Problem&amp;#039;&amp;#039;]; Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14. März 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mitglieder bestimmter Familien auch als „arabische Familienclans“&amp;lt;ref&amp;gt;Dorothee Dienstbühl: &amp;#039;&amp;#039;Clankriminalität&amp;#039;&amp;#039;. C.&amp;amp;nbsp;F.&amp;amp;nbsp;Mueller Verlag, Schriftenreihe Kriminalistik. Heidelberg 2021, ISBN 978-3-7832-0061-4, S. V&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet. Die Mehrheit der Mhallami betrachten sich selber als Araber, ein großer Teil als arabischsprachige Kurden sowie ein kleiner Teil als arabischsprachige Aramäer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mhallami2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;mhallami6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Mhallami ==&lt;br /&gt;
* [[Kida Khodr Ramadan]] (* 1976), Schauspieler&lt;br /&gt;
* [[Mahmoud Charr]] (* 1984), Profiboxer&lt;br /&gt;
* [[Mohamed El-Asmer]] (* 1988), Schauspieler&lt;br /&gt;
* [[King Khalil]] (* 1990), Rapper&lt;br /&gt;
* [[Ra’is]] (* 1995), Rapper&lt;br /&gt;
* [[Miri-Clan]]&lt;br /&gt;
* [[Remmo-Clan]]&lt;br /&gt;
* [[Al-Zein (Großfamilie)]]&lt;br /&gt;
* [[Fakhro-Clan]]&lt;br /&gt;
* [[Semmo (Großfamilie)]]&lt;br /&gt;
* [[Omeirat-Clan]]&lt;br /&gt;
* Aref-Clan (Großfamilie)&lt;br /&gt;
* Serhan-Clan (Großfamilie)&lt;br /&gt;
* Saado Clan&lt;br /&gt;
* Ali-Khan Clan&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ralph Ghadban]]: [http://ghadban.de/de/wp-content/data/Die_Libanon-Fluechtlinge_in_Berlin.pdf &amp;#039;&amp;#039;Die Libanon-Flüchtlinge in Berlin. Zur Integration ethnischer Minderheiten.&amp;#039;&amp;#039;] (2000) 2. Auflage, Das Arabische Buch, Berlin 2008, s.&amp;amp;nbsp;v. Kapitel: &amp;#039;&amp;#039;Die Mḥallamiyya (Die Kurden).&amp;#039;&amp;#039; S. 86–95.&lt;br /&gt;
* Otto Jastrow: &amp;#039;&amp;#039;Die arabischen Dialekte des Vilayets Mardin (Südosttürkei)&amp;#039;&amp;#039;. [[ZDMG]] Supplement 1, XVII. Dt. Orientalistentag (1968), Vorträge Teil II, Sektion 6, Wiesbaden 1969, S. 683–688 ([http://menadoc.bibliothek.uni-halle.de/download/pdf/94360?name=Vortrag Digitalisat], PDF)&lt;br /&gt;
* Laurenz W. Kern: &amp;#039;&amp;#039;Kurden, Araber, Scheinlibanesen: Die vielschichtige Ethnizität der Mḥallami.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Wiener Zeitschrift für die Kunde des Morgenlandes.&amp;#039;&amp;#039; Band 105, 2015, S. 189–202.&lt;br /&gt;
* Dorothee Dienstbühl: &amp;#039;&amp;#039;Clankriminalität&amp;#039;&amp;#039;. C.&amp;amp;nbsp;F.&amp;amp;nbsp;Mueller Verlag, Schriftenreihe Kriminalistik. Heidelberg 2021, ISBN 978-3-7832-0061-4.&lt;br /&gt;
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== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://mediendienst-integration.de/kriminalitaet/clankriminalitaet/clans-arabisch-tuerkische-grossfamilien/ &amp;#039;&amp;#039;„Clans“: Arabisch-türkische Großfamilien.&amp;#039;&amp;#039;] Mediendienst Integration&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnische Minderheit in der Türkei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnische Minderheit im Libanon]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bertramz</name></author>
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