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	<title>Mfecane - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mfecane&amp;diff=98439&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Funke: korr wikilink</title>
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		<updated>2026-04-19T15:45:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;korr wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:ZuluWarriors.jpg|mini|Zulukrieger, die meisten mit typischem Kopfschmuck, Postkarte aus dem 19. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mfecane&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Aussprache in [[isiZulu]]: [{{IPA|mfeˈǀanɛ}}]; {{stS|Difaqane}} oder &amp;#039;&amp;#039;Lifaqane&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|difaˈǃˀanɛ}}] „Zerquetschung, [erzwungene] Zerstreuung“) steht für eine Periode von Chaos, hoher Sterblichkeit und kriegerischer Unruhe im [[Südliches Afrika|südlichen Afrika]] etwa zwischen 1817 und 1840.&amp;lt;ref name=&amp;quot;scott188&amp;quot;&amp;gt;Scott Rosenberg, Richard W. Weisfelder, Michelle Frisbie-Fulton: &amp;#039;&amp;#039;Historical Dictionary of Lesotho.&amp;#039;&amp;#039; Scarecrow Press, Lanham, Maryland/Oxford 2004, ISBN 978-0-8108-4871-9, S. 188.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen ==&lt;br /&gt;
Der Auslöser der Mfecane ist unklar. Einerseits führte der Aufstieg des [[Zulu (Volk)|Zulu]]-Königs [[Shaka]] zu Kriegen und Vertreibungen, die ihrerseits weitere Vertreibungen zur Folge hatten. Andererseits hatte von 1790 bis 1820 im südlichen Afrika eine lange [[Dürre]] geherrscht, die zu [[Hungersnot|Hunger]] und Wanderungsdruck führte. Drittens spielte offenbar der [[Elfenbein]]handel mit der nahegelegenen portugiesischen Kolonie [[Maputo|Baía da Lagoa]] eine Rolle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;scott188&amp;quot; /&amp;gt; Auch der [[Sklavenhandel]] mit den Portugiesen soll sich konfliktreich ausgewirkt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlauf ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Moshoeshoe.jpg|mini|hochkant|Moshoeshoe I.]]&lt;br /&gt;
Die [[Ndwandwe]] unter [[Zwide kaLanga]], die im Nordosten des heutigen Südafrikas lebten, griffen 1817 die südlich angesiedelte [[Mthethwa-Konföderation]] unter [[Dingiswayo]] an, nachdem sich diese mit den [[Tsonga (Volk)|Tsonga]] verbündet hatte, um die Handelsrouten zur [[Maputo-Bucht|Delagoa-Bucht]] zu sichern. Die Mthethwa wurden geschlagen, Dingiswayo getötet. Daraufhin griff Shaka die Ndwandwe an und besiegte sie. Mehrere Gruppen der Ndwandwe verließen ihr angestammtes Siedlungsgebiet. Teilweise nutzten sie ähnliche Kriegstaktiken wie Shaka und schufen sich so neuen Siedlungsraum. Eine Gruppe unter Soshangane zog nach Mosambik und bildete dort nach Assimilation der Tsonga das Gaza-Reich, das bis 1895 Bestand hatte. [[Zwangendaba]], ein Kommandeur der Ndwandwe-Armee, floh zunächst mit Soshangane nordwärts und gründete später das [[Nguni|Ngoni]]-Reich im Gebiet zwischen dem [[Tanganjikasee|Tanganjika-]] und dem [[Malawisee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Shaka assimilierte zwar die unterworfenen [[Volksstamm|Stämme]], beschränkte dies aber normalerweise auf Frauen und junge Männer. Alte und Männer im wehrfähigen Alter wurden getötet, soweit sie nicht fliehen konnten. Mittelbar führte die Mfecane zur Bildung und Verfestigung anderer Gruppen wie der [[Ndebele (Simbabwe)|Ndebele]], der [[Mfengu]] und der [[Kololo (Ethnie)|Makololo]] sowie zur Bildung von Staaten wie dem heutigen [[Lesotho]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amangwane, die im heutigen [[KwaZulu-Natal]] lebten,&amp;lt;ref name=&amp;quot;scott4&amp;quot;&amp;gt;Scott Rosenberg, Richard W. Weisfelder, Michelle Frisbie-Fulton: &amp;#039;&amp;#039;Historical Dictionary of Lesotho.&amp;#039;&amp;#039; Scarecrow Press, Lanham, Maryland/Oxford 2004, ISBN 978-0-8108-4871-9, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; gehörten wie die meisten beteiligten [[Ethnie]]n zu den [[Nguni]]. Sie wurden um 1821 Richtung Westen vertrieben, wo sie die [[Hlubi|Amahlubi]] verdrängten. Diese bedrängten 1822 ihrerseits die [[Batlokoa]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;scott189&amp;quot; /&amp;gt; Unter Sekonyela griffen diese nun die [[Bakoena]] unter [[Moshoeshoe I.]] an. Durch geschickte Diplomatie und taktisch günstig angelegte Gebirgsforts, darunter [[Thaba Bosiu]], konnte sich Moshoeshoe gegen die Angreifer behaupten und so die Mfecane überstehen, auch wenn sein Volk von Westen her von [[Griqua]], [[Koranna]] und schließlich auch den [[Buren]] bedrängt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;scott188&amp;quot; /&amp;gt; Moshoeshoe integrierte geschwächte Ethnien, etwa die [[Barolong]] und Teile der Amahlubi, und gründete so das Volk der [[Basotho]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;scott189&amp;quot;/&amp;gt; 1828 hatten auch die Amangwane Thaba Bosiu erfolglos angegriffen. Ein Teil von ihnen unter ihrem Anführer Matiwane zog in die spätere [[Transkei]], während andere Amangwane ebenfalls von den Basotho integriert wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;scott4&amp;quot; /&amp;gt; Am Rand des Basotho-Territoriums kam es im Verlauf der Mfecane zu [[Kannibalismus]], dem unter anderem Moshoeshoes Großvater Peete zum Opfer fiel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;scott189&amp;quot;&amp;gt;Scott Rosenberg, Richard W. Weisfelder, Michelle Frisbie-Fulton: &amp;#039;&amp;#039;Historical Dictionary of Lesotho.&amp;#039;&amp;#039; Scarecrow Press, Lanham, Maryland/Oxford 2004, ISBN 978-0-8108-4871-9, S. 189.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch die ab 1833 dort lebenden Missionare wurde dies dokumentiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Max du Preez: &amp;#039;&amp;#039;Warriors, lovers and prophets – unusual stories from South Africa’s past.&amp;#039;&amp;#039; Random House Struik, Johannesburg 2009, ISBN 978-1868729012, S. 59.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Amangwane unter ihrem Anführer Matikane zogen in die spätere Transkei. Nachdem sie 1828 gegen die Truppen der [[Kapkolonie]] die „Schlacht von Mbolompho“ verloren hatten, zogen sie nordwärts in das spätere Natal.&amp;lt;ref name=&amp;quot;scott4&amp;quot; /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa im Zentrum der heutigen Provinz [[Ostkap]] bildeten sich aus Mfecane-Flüchtlingen und [[isiXhosa]]-sprachigen Gruppen die [[Mfengu]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Volksgruppe der [[Swasi]] gelang es, sich des Zulu-Ansturmes zu erwehren. Sie gründeten ein Königreich, das bis heute Bestand hat, zunächst unter dem Namen Swasiland und seit 2018 als [[Eswatini]]. Allerdings musste das Oberhaupt [[Sobhuza I.]] zwei seiner Töchter an Shaka abgeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.matsamo.com/OurPeople_History.asp Geschichte der Swazi bis etwa zur Unabhängigkeit] (englisch), abgerufen am 21. Februar 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mzilikazi~detail.jpg|mini|hochkant|Mzilikazi]]&lt;br /&gt;
Der Zulu-General [[Mzilikazi]] spaltete sich von König Shaka ab und bildete etwa von 1826 bis 1836 eine Herrschaft im Gebiet der späteren südafrikanischen Provinzen [[Freistaat (Provinz)|Freistaat]] und [[Transvaal]], die von großer Gewalt geprägt gewesen sein soll. Als Reaktion auf den [[Großer Treck|Großen Treck]] der [[Buren]] zog er nordwärts über den [[Limpopo (Fluss)|Limpopo]] in den Süden des heutigen [[Simbabwe]]. Dort unterwarf er den [[Shona (Volk)|Shona]]-Staat der [[Changamire]] (Rozwi), später auch den [[Munhumutapa|Mutapa-Staat]], und errichtete das [[Matabele-Königreich]], das bis 1888 (Unterwerfung durch [[Cecil Rhodes]]’ [[British South Africa Company]]) bzw. 1896 (Sieg offizieller britischer Kolonialtruppen) existierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Cobbing-Kontroverse ==&lt;br /&gt;
Der britische Historiker [[Julian Cobbing]], damals Professor an der südafrikanischen [[Rhodes University]], sorgte 1988 mit seiner Untersuchung der Mfecane für Aufsehen. Er sah die Mfecane als notwendige Reaktion der Bevölkerung auf Dürre und Hunger sowie auf den von den Portugiesen und Briten ausgeübten [[Sklavenhandel]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;scott&amp;quot;&amp;gt;Scott Rosenberg, Richard W. Weisfelder, Michelle Frisbie-Fulton: &amp;#039;&amp;#039;Historical Dictionary of Lesotho.&amp;#039;&amp;#039; Scarecrow Press, Lanham, Maryland/Oxford 2004, ISBN 978-0-8108-4871-9, S. 190.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die bisherige These, dass die Mfecane vor allem eine Zeit von Gewalt von Schwarzen gegen Schwarze gewesen sei, lehnte er ab, da sie von Verteidigern der [[Apartheid]] erdacht worden sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Julian Cobbing: &amp;#039;&amp;#039;The Mfecane as alibi: thoughts on Dithakong and Mbolompo.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of African History.&amp;#039;&amp;#039; 29 (1988), S. 487–519. {{Webarchiv | url=http://eprints.ru.ac.za/1319/1/Mfecane.pdf?origin=publication_detail | wayback=20140228081136 | text=Digitalisat}}, abgerufen am 21. Februar 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Diskussion um Cobbings Hypothesen wurde als „Cobbing-Kontroverse“ bekannt. Forscher lobten die Beschreibung des entstehenden Zulu-Reiches, kritisierten aber auch, dass Cobbing die Rolle kriegsführender Ethnien und des Elfenbeinhandels zu wenig berücksichtigt habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Carolyn Hamilton: &amp;#039;&amp;#039;The Mfecane Aftermath: Reconstructive Debates in Southern African History.&amp;#039;&amp;#039; Indiana University Press, 1995, ISBN 1-86814-252-3.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch habe der Sklavenhandel erst nach dem Aufstieg Shakas an Bedeutung gewonnen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wright&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://web.uct.ac.za/depts/sarb/X0033_Wright.html | wayback=20100124094028 | text=Kommentar}} von John Wright, [[Universität von KwaZulu-Natal|University of Natal]], zur Cobbing-Kontroverse (englisch), abgerufen am 1. Dezember 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Historiker John Wright von der ehemaligen [[Universität von Natal]] stimmte Cobbing in manchen Punkten zu. Unter anderem kritisierte er, dass vor Cobbings Veröffentlichung die Mfecane nicht im Kontext der Jahrzehnte davor gesehen wurde, sondern als „benennbare ‚Tatsache‘ in der Geschichte des südlichen Afrikas“ dargestellt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wright&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* John D. Omer-Cooper: &amp;#039;&amp;#039;The Zulu aftermath. A nineteenth-century revolution in Bantu Africa.&amp;#039;&amp;#039; Ibadan history series. Longman, London 1966.&lt;br /&gt;
* Julian Cobbing: &amp;#039;&amp;#039;The Mfecane as alibi: thoughts on Dithakong and Mbolompo.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of African History.&amp;#039;&amp;#039; 29 (1988), S. 487–519. {{Webarchiv | url=http://eprints.ru.ac.za/1319/1/Mfecane.pdf?origin=publication_detail | wayback=20140228081136 | text=Digitalisat (Archivversion)}}&lt;br /&gt;
* Norman Etherington: &amp;#039;&amp;#039;The Great Treks: The Transformation of Southern Africa, 1815–1854.&amp;#039;&amp;#039; Longman, 2001, ISBN 0-582-31567-0.&lt;br /&gt;
* Carolyn Hamilton: &amp;#039;&amp;#039;The Mfecane Aftermath: Reconstructive Debates in Southern African History.&amp;#039;&amp;#039; Indiana University Press, 1995, ISBN 1-86814-252-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://web.uct.ac.za/depts/sarb/X0033_Wright.html | wayback=20100124094028 | text=Kommentar zur Cobbing-Kontroverse}} von John Wright, [[Universität von KwaZulu-Natal|University of Natal]] (englisch; Archivversion) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Afrika)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Simbabwe)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Südafrika)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Lesotho)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zulu]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kolonie Natal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Funke</name></author>
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