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	<title>Meyer Schapiro - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Meyer_Schapiro&amp;diff=1170641&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2026-04-24T10:01:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Meyer Schapiro, Art Historian, cropped.jpg|mini|Meyer Schapiro, 1981]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Meyer Schapiro&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. September]] [[1904]] in [[Šiauliai|Schaulen]], [[Gouvernement Kowno]], [[Russisches Kaiserreich]]; † [[3. März]] [[1996]] in [[New York City]]) war ein [[Vereinigte Staaten|US-amerikanischer]] [[Kunsthistoriker]] litauisch-jüdischer Abstammung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Meyer Schapiro wurde als zweiter Sohn [[Juden in Russland|jüdischer]] Eltern in Litauen geboren. Seine Eltern waren Nachkommen [[Talmud]]gelehrter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund des ansteigenden [[Geschichte des Antisemitismus bis 1945|Antisemitismus]] in [[Russisches Kaiserreich|Russland]], zu dem Litauen um diese Zeit gehörte, entschloss sich sein Vater Nathan Menachem Schapiro, 1906 in die [[Vereinigte Staaten|USA]] zu [[Auswanderung|emigrieren]]. Plan des Vaters war es, zunächst Arbeit zu finden, um später mit dem ersparten Geld die Familie nachzuholen. Der Vater arbeitete nach seiner Ankunft im New Yorker Stadtteil [[Lower East Side]] als [[Hebräische Sprache|Hebräisch]]-Lehrer. Schon nach einem Jahr hatte Nathan Menachem Schapiro genug Geld, um es seiner Familie zu schicken. Diese folgten ihm 1907 in die USA. Zusammen mit seiner Mutter, Fanny Adelman Schapiro, und seinem älteren Bruder [[Morris Schapiro]] kam Meyer, damals 3 Jahre alt, auf [[Ellis Island]] an. Dort wurden die Formalitäten bezüglich der [[Einreise]] in die USA geklärt. Auf Ellis Island wurde sein ursprünglicher Name „Meir“ (so der eigentliche Vorname Schapiros) in Meyer abgeändert. Mit seiner Familie zog er nach [[Brownsville (New York)|Brownsville]], einem Stadtbezirk von [[Brooklyn]]. Sein Vater arbeitete in der Zeit als erfolgreicher [[Kordel (Textilie)|Kordel]]- und [[Papier]]händler.&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Geschichte der Juden in Russland}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schulzeit ===&lt;br /&gt;
Meyer Schapiro ging in Brooklyn zur Schule. Zuerst auf die „Public School 84“, später dann auf die Boys High School, die er 1920 im Alter von 16 Jahren erfolgreich abschloss und wo er durchgehend gute Noten in den Fächern [[Latein]] und [[Mathematik]] erhielt. Er nahm in seiner Freizeit an verschiedenen Vorlesungen der [[Sozialistische Partei der USA|Young People’s Socialist League]] über [[Anthropologie]] und [[Wirtschaftswissenschaften]] teil. Während seiner Schulzeit beschäftigte er sich zudem, von seinen Eltern ermutigt, unter anderem mit [[Fotografie]] und der [[Entwicklung (Fotografie)|Entwicklung]] der [[Bild (Fotografie)|Bilder]], beides lernte er in einer Klasse von [[John French Sloan]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 heiratete er Lillian Milgram Schapiro, eine Kinderärztin, die ihr Studium an der New York University abgeschlossen und sich auf Tuberkulose bei Kindern spezialisiert hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Akademisches Wirken ==&lt;br /&gt;
Schapiro verbrachte seine ganze berufliche Karriere an der [[Columbia University]] in New York. Nach seinem dortigen Studium, unter anderem bei [[Mark Van Doren]] und [[Franz Boas]], wurde er 1928 Assistenzprofessor, noch bevor er 1929 seine Dissertation über das romanische [[Abtei Saint-Pierre (Moissac)|Kloster Moissac]] abgeschlossen hatte. 1952 erhielt er an seiner Alma Mater eine ordentliche Professur. Schapiros früher Schwerpunkt lag bei der [[Moderne Kunst|Modernen Kunst]], unter anderem veröffentlichte er Bücher über [[Pablo Picasso]] und [[Paul Cézanne]]. Er verfasste 1939 zwei grundlegende Aufsätze über [[Romanische]] Skulptur und mittelalterliche spanisch-arabische Kunst. 1950 war er an der Seite [[Barnett Newman]]s, den er heimlich mit gelehrten Argumenten gegen seinen Widersacher [[Erwin Panofsky]] unterstützte, an der sogenannten [[Vir Heroicus Sublimis-Kontroverse]] beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Artikel Vir heroicus sublimis der englischen Wikipedia&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meyer Schapiro zeigte in seinen Werken, dass der künstlerische Stil nicht nur zur Identifizierung von Kunstperioden benutzt werden kann, sondern auch als konkretes Untersuchungsmittel. Nach Schapiro ist der Stil eines Kunstwerkes nicht nur durch formale und optische Qualitäten gegeben, sondern gibt auch Aufschluss über soziale und ökonomische Verhältnisse, unter denen das Werk entstanden ist. Ein Kunstwerk enthüllt somit auch kulturelle Vorstellungen und normative Werte einer Gesellschaft. Weiterhin gibt die Art der Beschreibung von Kunstwerken auch Aufschluss über unsere eigene Zeit. Aus der Art wie Historiker über Kunstwerke schreiben, ergeben sich Rückschlüsse auf ihren eigenen kulturellen Kontext. Schapiro sei ein &amp;#039;&amp;#039;Kunsthistoriker, der Fragen stellt, bevor er etwas behauptet&amp;#039;&amp;#039; stellt [[Werner Hofmann (Kunstwissenschaftler)|Werner Hofmann]] bei seiner [[Laudatio]] zur Verleihung des Aby M. Warburg Preises fest.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.zeit.de/1985/17/der-zwischenschaftler |titel=Der Zwischenschaftler. Der amerikanische Kunsthistoriker Meyer Schapiro erhielt in Hamburg den Aby M. Warburg Preis |autor=Petra Kipphoff |hrsg=[[Die Zeit]] |datum=1985-04-19 |zugriff=2018-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner ganzen Karriere wurden ihm seine &amp;#039;&amp;#039;marxistischen&amp;#039;&amp;#039; Auffassungen vorgeworfen, nicht nur die kunstwissenschaftlich revolutionäre Analyse des Stilwandels in soziologischen Begriffen, sondern seine Gesinnung. Die New Yorker Kunstkritikerin [[Barbara Rose (Kunsthistorikerin)|Barbara Rose]], eine Schülerin Schapiros, bewunderte seine politische Gradlinigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;I admired his uncompromising character and his political stance.&amp;#039;&amp;#039; (Barbara Rose). Amy Newman: &amp;#039;&amp;#039;Challenging Art: [[Artforum]] 1962–1974.&amp;#039;&amp;#039; Soho Press, New York, 2000, S. 57.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schapiro sei einer der ganz wenigen gewesen, die sich nicht vom Sozialismus abwandten, wie man es in den fünfziger Jahren tun musste. Sie nennt ihn einen &amp;#039;&amp;#039;lebenslangen Marxisten&amp;#039;&amp;#039; (ohne Fanatismus).&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;a life-long marxist with a small m&amp;#039;&amp;#039;. Amy Newman (2000), S. 57.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1952 Mitglied der [[American Academy of Arts and Sciences]]&lt;br /&gt;
* 1969 Mitglied der [[American Philosophical Society]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://search.amphilsoc.org/memhist/search?creator=Meyer+Schapiro&amp;amp;title=&amp;amp;subject=&amp;amp;subdiv=&amp;amp;mem=&amp;amp;year=&amp;amp;year-max=&amp;amp;dead=&amp;amp;keyword=&amp;amp;smode=advanced| titel=Member History: Meyer Schapiro| hrsg=American Philosophical Society| zugriff=2019-01-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1976 Mitglied des [[National Institute of Arts and Letters]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://artsandletters.org/?s=Meyer+Schapiro&amp;amp;restype=all| titel=Members: Meyer Schapiro| hrsg=American Academy of Arts and Letters| zugriff=2019-04-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1984 [[Aby-M.-Warburg-Preis]]&lt;br /&gt;
* 1987 [[MacArthur Fellowship|MacArthur Fellow]]&lt;br /&gt;
* 1990 Korrespondierendes Mitglied der [[British Academy]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://www.thebritishacademy.ac.uk/documents/2528/Deceased_Fellows.pdf| titel=Deceased Fellows| hrsg=British Academy| zugriff=2020-07-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
An seinem 70. Geburtstag im Jahre 1974 spendeten zwölf Künstler [[Grafik]]en zur Finanzierung seiner [[Stiftungsprofessur]]; diese trägt ihm zu Ehren seinen Namen. Diese zwölf Künstler waren: [[Jasper Johns]], [[Ellsworth Kelly]], [[Alexander Liberman]], [[Stanley William Hayter]], [[Roy Lichtenstein]], [[André Masson]], [[Robert Motherwell]], [[Claes Oldenburg]], [[Robert Rauschenberg]], [[Frank Stella]], [[Andy Warhol]] und [[Saul Steinberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Bruder Morris Schapiro stiftete am 90. Geburtstag Meyer Schapiros 1 Million Dollar zum Erhalt der „Meyer Schapiro Professorship of Modern Art and Theory“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Language of Forms: Lectures on Insular Manuscript Art&amp;#039;&amp;#039;. Vorwort von Charles E. Pierce, Einleitung Jane E. Rosenthal. Pierpont Morgan Library, New York, 2005, ISBN 0-87598-140-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Theory and Philosophy of Art: Style, Artist, and Society&amp;#039;&amp;#039;, Braziller, New York, 1994, ISBN 0-8076-1356-8.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Moderne Kunst – 19.und 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, DuMont, Köln, 1982, ISBN 3-7701-1180-X.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Paul Cezanne&amp;#039;&amp;#039;. New York 1952. Deutsche Übersetzung Köln 1956.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Social Bases of Art&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;First American Artists&amp;#039; Congress&amp;#039;&amp;#039;, New York 1963, S. 31–37. In das Deutsche übertragen von Johanna Schaffer: &amp;#039;&amp;#039;Über die gesellschaftlichen Grundlagen von Kunst&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Kunsttheorie im 20. Jahrhundert. Künstlerschriften, Kunstkritik, Kunstphilosophie, Manifeste, Statements, Interviews.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1. Hg Charles Harrison, Paul Wood. F.d.dt. Ausgabe ergänzt v. Sebastian Zeidler. Ostfildern-Ruit, Hatje Verlag,1998, ISBN 3-7757-0739-5, S. 632–638.&lt;br /&gt;
* C. Oliver O’Donnell: Meyer Schapiro’s Critical Debates. Art Through a Modern American Mind, The Pennsylvania State University Press, University Park, Pennsylvania, 2019, ISBN 978-0-271-08464-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119336286}}&lt;br /&gt;
* [http://arthistorians.info/schapirer Meyer Schapiro] im [[Dictionary of Art Historians]] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.aaa.si.edu/collections/collection/schameye.htm Meyer Schapiro] in der [[Smithsonian Institution]] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119336286|LCCN=n/79/059270|VIAF=5009565}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schapiro, Meyer}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstler (Šiauliai)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunsthistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Columbia University)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Slade Professor of Fine Art (Oxford)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:MacArthur Fellow]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der American Philosophical Society]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Letters]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der British Academy]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1904]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1996]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schapiro, Meyer&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=US-amerikanischer Kunsthistoriker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. September 1904&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Šiauliai|Schaulen]], [[Gouvernement Kowno]], [[Russisches Kaiserreich]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. März 1996&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[New York City]], [[Vereinigte Staaten]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Graph Pixel</name></author>
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