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	<title>Metron - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-29T22:19:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Metron&amp;diff=1256459&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;WeiteHorizonte: Interpunktion/Stellung</title>
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		<updated>2022-11-13T12:44:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Interpunktion/Stellung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Metron&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Metrum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|μέτρον}}; Plural &amp;#039;&amp;#039;Metra&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Metren&amp;#039;&amp;#039;; {{laS|metrum}}) ist in der antiken griechischen [[Verslehre|Metrik]] der kleinste in seiner [[Rhythmus (Dichtung)|rhythmischen]] Eigenart erkennbare Teil eines Verses. Da die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Metrum&amp;#039;&amp;#039; schon in der römischen Literatur&amp;lt;ref&amp;gt;E. g. [[Venantius Fortunatus]] &amp;#039;&amp;#039;carmina&amp;#039;&amp;#039; IX,7,6&amp;lt;/ref&amp;gt; auch unscharf für das [[Versmaß]] bzw. die konkrete metrische Form eines Verses verwendet wird, ist es besser, für den Versteil in der antiken Metrik die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Metron&amp;#039;&amp;#039; zu verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Terminologie von [[Paul Maas (Altphilologe)|Paul Maas]] ist das Metron eine unselbständige, [[Innere Responsion|innerer Responsion]] unterliegende Gruppe von [[Verselement]]en, das heißt, die Gruppe wird in erkennbarer Weise wiederholt (Responsion), ist aber zu kurz, um als selbständiger Vers auftreten zu können (wodurch sich das Metron vom [[Kolon (Verslehre)|Kolon]] unterscheidet).&lt;br /&gt;
Demzufolge gibt es im strikten Sinn nur die folgenden Metren (in Klammer die Form in [[Metrische Notation|metrischer Notation]] und die entsprechende [[Metrische Formelnotation|Formel]]):&lt;br /&gt;
* [[Jambus|jambisches Metron]] ({{Vers|-/-/}}, {{Versmaß|ja|2}})&lt;br /&gt;
* [[Trochäus|trochäisches Metron]] ({{Vers|/-/-}}, {{Versmaß|tr|2}})&lt;br /&gt;
* [[Anapäst|anapästisches Metron]] ({{Vers|--/--/}}, {{Versmaß|an|2}})&lt;br /&gt;
* [[Daktylus]] ({{Vers|/--}}, {{Versmaß|da}})&lt;br /&gt;
* [[Spondeus]] ({{Vers|//}}, {{Versmaß|sp}})&lt;br /&gt;
* [[Kretikus]] ({{Vers|/-/}}, {{Versmaß|cr}})&lt;br /&gt;
* [[Bakcheus]] ({{Vers|-//}}, {{Versmaß|ba}})&lt;br /&gt;
* [[Chorjambus]] ({{Vers|/--/}}, {{Versmaß|cho}})&lt;br /&gt;
* [[Ionicus a minore]] ({{Vers|--//}}, {{Versmaß|io|mi}})&lt;br /&gt;
Mit Ausnahme des Daktylus enthält jedes dieser Metra genau zwei [[Elementum longum|lange Elemente]].&amp;lt;ref&amp;gt;Christiaan Marie Jan Sicking: &amp;#039;&amp;#039;Griechische Verslehre.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Altertumswissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Abt. 2, Teil 4) Beck, München 1993, ISBN 3-406-35252-9, S. 18f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;metron&amp;#039;&amp;#039; stimmt nicht überein mit dem antiken Begriff des &amp;#039;&amp;#039;pous&amp;#039;&amp;#039; (griechisch {{lang|grc|πούς|pous|la=pes}}), wie er zum Beispiel bei [[Dionysios Thrax]] überliefert ist und dem heutigen Begriff des [[Versfuß]]es entspricht. Das &amp;#039;&amp;#039;metron&amp;#039;&amp;#039; ist dabei das sich aus der Praxis von Tanz und Vortrag herleitende, durch Wiederholung erkennbare rhythmische Element, demgegenüber ergibt sich der &amp;#039;&amp;#039;pous&amp;#039;&amp;#039; bei Dionysios und seinen Nachfolgern aus einer [[Kombinatorik|kombinatorischen]] Aneinanderreihung langer und kurzer Elemente. Da Dionysios in seiner Liste&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Dionysii Thracis ars grammatica |Seiten=117–121 |Hrsg=[[Gustav Uhlig]] |Verlag=Teubner |Ort=Leipzig |Datum=1883 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; sämtliche möglichen Kombinationen bis zu viergliedriger Füße benannte, entstehen dadurch so exotische und in der Dichtung kaum je vorkommende Versfüße wie der aus vier Kürzen gebildete [[Prokeleusmatikos]] ({{Vers|----}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesem Unterschied entsprechend und so in obiger Liste ablesbar besteht das Metron bei den zweisilbigen Versfüßen Jambus, Trochäus und dem dreisilbigen Anapäst aus zwei Füßen ([[Dipodie]]), das heißt, der einzelne Jambus ist zweigliedrig ({{Vers|-/}}, {{Versmaß|ja}}), das jambische Metron ist dagegen viergliedrig ({{Vers|-/-/}}, {{Versmaß|ja|2}}). Bei allen anderen Metra ist Metron und Versfuß das gleiche.&lt;br /&gt;
Will man insbesondere bei den Versfüßen mit Dipodie zwischen Versfuß und Metron unterscheiden, so spricht man spezifisch vom &amp;#039;&amp;#039;Jambischen Metron&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Metron Iambikon&amp;#039;&amp;#039; oder auch kurz von &amp;#039;&amp;#039;Iambikon&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Trochaikon&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Anapaistikon&amp;#039;&amp;#039; usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus einer Wiederholung eines bestimmten Metrons bestehende Versmaße werden der Zahl der Metra entsprechend benannt:&lt;br /&gt;
* [[Monometer]] (1 Metron)&lt;br /&gt;
* [[Dimeter]] (2 Metra)&lt;br /&gt;
* [[Trimeter]] (3 Metra)&lt;br /&gt;
* [[Tetrameter]] (4 Metra)&lt;br /&gt;
* [[Pentameter]] (5 Metra)&lt;br /&gt;
* [[Hexameter]] (6 Metra)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, ein [[jambischer Trimeter]] besteht aus 3 Metra zu je zwei Füßen, also insgesamt 6 Füßen.&lt;br /&gt;
Dabei ist allerdings zu beachten, dass bei solchen Versmaßen sich das metrische Schema nicht einfach aus einer Wiederholung des Fuß-Schemas ergibt, sondern dass der Tradition entsprechend jedes Versmaß mit bestimmten Erweiterungen bzw. Einschränkungen der rhythmischen Freiheit verbunden ist. So besteht der daktylische [[Hexameter]] nicht einfach aus sechs hintereinander gesetzten Daktylen:&lt;br /&gt;
:{{Vers|/--\f/--\f/--\f/--\f/--\f/--\f}}&lt;br /&gt;
sondern weist zahlreiche mögliche Variationen mit Einschränkungen im 5. und 6. Metrum auf:&lt;br /&gt;
:{{Vers|/$\f/$\f/$\f/$\f/--\f/%}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gilt nicht nur für das Versmaß als Ganzes, sondern auch für das Metron selbst. Das zeigt sich, wenn man in der lateinischen Dichtung den aus sechs Jamben bestehenden [[Jambischer Senar|jambischen Senar]] {{Versmaß|ja|6}} mit dem ebenfalls aus sechs Jamben bestehenden [[Jambischer Trimeter|jambischen Trimeter]] {{Versmaß|ja|t}} vergleicht. Der Senar hat das Schema:&amp;lt;ref&amp;gt;[[Sandro Boldrini]]: &amp;#039;&amp;#039;Prosodie und Metrik der Römer.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart/Leipzig 1999, S. 102.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:{{Vers|%/\f%/\f%/\f%/\f%/\f-\i}}&lt;br /&gt;
Der Trimeter dagegen&amp;lt;ref&amp;gt;Sandro Boldrini: &amp;#039;&amp;#039;Prosodie und Metrik der Römer.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart/Leipzig 1999, S. 104.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
:{{Vers|%/\f-/.%/\f-/.%/\f-\i.}}&lt;br /&gt;
Das jambische Metron hat also eine Struktur ({{Vers|%/\f-/}}), die sich nicht einfach aus dem Aneinanderfügen zweier Jamben ({{Vers|%/\f%/}}) ergibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Otto Knörrich: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon lyrischer Formen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 479). 2., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 3-520-47902-8, S. 43f., 147f.&lt;br /&gt;
* Wilfried Neumaier: &amp;#039;&amp;#039;Antike Rhythmustheorien. Historische Form und aktuelle Substanz .&amp;#039;&amp;#039; Grüner, Amsterdam 1989, ISBN 90-6032-064-6, S. 55ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Versfuß| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;WeiteHorizonte</name></author>
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