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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Metoprolol</id>
	<title>Metoprolol - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T23:42:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Metoprolol&amp;diff=145554&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;ChemoBot: Entferne Parameter „Suchfunktion“ aus {{Infobox Chemikalie}} und bereinige Leerzeilen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Metoprolol&amp;diff=145554&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-23T21:26:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Entferne Parameter „Suchfunktion“ aus {{Infobox Chemikalie}} und bereinige Leerzeilen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Chemikalie&lt;br /&gt;
| Strukturformel      = [[Datei:(RS)-Metoprolol Structural Formula V1.svg|300px|alt=|Struktur von Metoprolol]]&lt;br /&gt;
| Strukturhinweis     = Strukturformel ohne Angabe der [[Stereochemie]]&lt;br /&gt;
| Freiname            = Metoprolol&lt;br /&gt;
| Andere Namen        = * (&amp;#039;&amp;#039;RS&amp;#039;&amp;#039;)-1-[4-(2-Methoxyethyl)phenoxy]-3-[(propan-2-yl)amino]propan-2-ol ([[IUPAC-Nomenklatur|IUPAC]])&lt;br /&gt;
* (±)-1-(Isopropylamino)-3-[4-(2-methoxyethyl)phenoxy]propan-2-ol&lt;br /&gt;
* (&amp;#039;&amp;#039;RS&amp;#039;&amp;#039;)-1-(Isopropylamino)-3-[4-(2-methoxyethyl)phenoxy]propan-2-ol&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;rac&amp;#039;&amp;#039;-1-(Isopropylamino)-3-[4-(2-methoxyethyl)phenoxy]propan-2-ol&lt;br /&gt;
* &amp;lt;small&amp;gt;DL&amp;lt;/small&amp;gt;-1-(Isopropylamino)-3-[4-(2-methoxyethyl)phenoxy]propan-2-ol&lt;br /&gt;
| Summenformel        = C&amp;lt;sub&amp;gt;15&amp;lt;/sub&amp;gt;H&amp;lt;sub&amp;gt;25&amp;lt;/sub&amp;gt;NO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
| CAS                 = * {{CASRN|51384-51-1}}&lt;br /&gt;
* {{CASRN|56392-17-7|Q27292351}} &amp;lt;small&amp;gt;(Tartrat 2:1)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{CASRN|80274-67-5|Q27280819|KeinCASLink=1}} &amp;lt;small&amp;gt;(Fumarat 2:1)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{CASRN|98418-47-4|Q27289962}} &amp;lt;small&amp;gt;(Succinat 2:1)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| EG-Nummer           = 257-166-4&lt;br /&gt;
| ECHA-ID             = 100.051.952&lt;br /&gt;
| PubChem             = 4171&lt;br /&gt;
| ChemSpider          = 4027&lt;br /&gt;
| ATC-Code            = {{ATC|C07|AB02}}&lt;br /&gt;
| DrugBank            = DB00264&lt;br /&gt;
| Wirkstoffgruppe     = [[Betablocker|β-Rezeptorenblocker]]&lt;br /&gt;
| Wirkmechanismus     = selektive Blockade von [[Beta-Adrenozeptor|β&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rezeptoren]]&lt;br /&gt;
| Beschreibung        = &lt;br /&gt;
| Molare Masse        = 267,36 [[Gramm|g]]·[[mol]]&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Aggregat            = fest&lt;br /&gt;
| Dichte              = &lt;br /&gt;
| Schmelzpunkt        = 121–124 [[Grad Celsius|°C]] (Tartrat)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ph. Eur.&amp;quot;&amp;gt;{{EDQM|M1830000|Name=METOPROLOL TARTRATE CRS|Abruf=2008-07-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Siedepunkt          = &lt;br /&gt;
| Dampfdruck          = &lt;br /&gt;
| pKs                 = &lt;br /&gt;
| Löslichkeit         = &lt;br /&gt;
| Quelle GHS-Kz       = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Sigma&amp;quot;&amp;gt;{{Sigma-Aldrich|sial|77376|Name=(±)-Metoprolol (+)-tartrate salt|Abruf=2025-06-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| GHS-Piktogramme     = Tartrat&amp;lt;br /&amp;gt;{{GHS-Piktogramme-klein|08|09}}&lt;br /&gt;
| GHS-Signalwort      = Achtung&lt;br /&gt;
| H                   = {{H-Sätze|361d|411}}&lt;br /&gt;
| EUH                 = {{EUH-Sätze|-}}&lt;br /&gt;
| P                   = {{P-Sätze|202|273|280|308+313|391|405}}&lt;br /&gt;
| Quelle P            = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Sigma&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| MAK                 = &lt;br /&gt;
| ToxDaten            = * {{ToxDaten |Typ=LD50 |Organismus=Ratte |Applikationsart=oral |Wert=3470 mg·kg&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt; |Bezeichnung= |Quelle=&amp;lt;ref name=&amp;quot;ChemIDplus&amp;quot;&amp;gt;{{ChemID|CAS=37350-58-6|Name=Metoprolol|Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; }}&lt;br /&gt;
* {{ToxDaten |Typ=LD50 |Organismus=Maus |Applikationsart=oral |Wert=2090 mg·kg&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt; |Bezeichnung=Tartrat |Quelle=&amp;lt;ref&amp;gt;{{RömppOnline|ID=RD-13-02107|Name=Metoprolol|Abruf=2014-12-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; }}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Metoprolol&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Arzneistoff]] aus der Gruppe der selektiven β&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;-Adrenorezeptorenblocker ([[Betablocker]]) und wird zur Behandlung des [[Arterielle Hypertonie|Bluthochdrucks]], der [[Koronare Herzkrankheit|koronaren Herzkrankheit]], von [[Herzrhythmusstörung]]en und zur Akutbehandlung des [[Herzinfarkt]]es verwendet. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die [[Migräne]]prophylaxe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klinische Angaben ==&lt;br /&gt;
=== Anwendungsgebiete (Indikationen) ===&lt;br /&gt;
Metoprolol kann in der  [[Therapie]] des [[Herzinfarkt]]es, des [[Arterielle Hypertonie|Bluthochdrucks]], der [[Koronare Herzkrankheit|koronaren Herzkrankheit]], der [[Herzinsuffizienz]] und bestimmter [[Herzrhythmusstörung]]en eingesetzt werden. Darüber hinaus wird Metoprolol bei [[Migräne]]patienten zur Anfallsprophylaxe eingesetzt, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gegenanzeigen (Kontraindikationen) ===&lt;br /&gt;
Metoprolol darf u.&amp;amp;nbsp;a. nicht bei dekompensierter [[Herzinsuffizienz]] ([[NYHA-Klassifikation|NYHA]]&amp;amp;nbsp;IV), [[AV-Block]] 2. oder 3. Grades, [[Bradykardie]] (Ruhepuls kleiner als 50 Schläge pro Minute vor Behandlungsbeginn), [[Hypotonie]] (Blutdruck systolisch kleiner 90&amp;amp;nbsp;mm Hg) und [[Bronchiale Hyperreagibilität|bronchialer Hyperreagibilität]] (etwa in Zusammenhang mit Asthma bronchiale) angewendet werden. Bei Patienten mit peripheren Durchblutungsstörungen ist eine Verstärkung der Beschwerden möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten ===&lt;br /&gt;
Die [[intravenös]]e Gabe von Metoprolol bei Patienten, die bereits eine Therapie mit [[Calciumantagonist]]en (vom Verapamil- und Diltiazemtyp) oder anderen Antiarrhythmika (wie [[Disopyramid]]) erhalten, kann zu schweren [[Bradykardie|bradykarden Herzrhythmusstörungen]] führen und ist daher kontraindiziert; ebenso die i.v.-Gabe der oben genannten Calciumantagonisten und Antiarrhythmika unter Therapie mit Metoprolol (Ausnahme Intensivmedizin).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anwendung während Schwangerschaft und Stillzeit ===&lt;br /&gt;
Metoprolol sollte in der Schwangerschaft und Stillzeit nur unter strenger ärztlicher Kontrolle eingesetzt werden. Im Tierversuch (Maus und Ratte) gab es Hinweise auf eine Minderdurchblutung der [[Plazenta]] und in der Folge [[Fötus|fötale]] Wachstumsstörungen. Auch das Risiko kindlicher Herzrhythmusstörungen kann nicht ausgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Besondere Patientengruppen (Diabetiker, Nierenkranke) ===&lt;br /&gt;
Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprolol und Insulin oder oralen Antidiabetika kann deren Wirkung verstärkt oder verlängert&lt;br /&gt;
werden, was das Risiko einer [[Hypoglykämie]] steigert. Gleichzeitig werden Warnzeichen einer Hypoglykämie ([[Tachykardie|Herzrasen]] und [[Tremor|Muskelzittern]]) verschleiert oder abgemildert. Daher sind  bei Diabetikern unter Therapie mit Metoprolol regelmäßige Blutzuckerkontrollen erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unerwünschte Wirkungen (Nebenwirkungen) ===&lt;br /&gt;
Neben gelegentlichen Überempfindlichkeitsreaktionen können durch die Blutdrucksenkung bedingte Nebenwirkungen wie [[Ohrensausen]] und [[Schwindel]] beobachtet werden. Seltener treten zentralnervöse Veränderungen (Müdigkeit, Halluzinationen), [[Bronchospasmus|Bronchospasmen]], Potenz- und Harnentleerungsstörungen auf. Die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt kann durch Metoprolol beeinträchtigt werden. Besonders bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung oder bei zusätzlichem Alkoholkonsum ist mit einer Veränderung des Reaktionsvermögens zu rechnen. Bei [[Disposition (Medizin)|disponierten]] Personen können unter Betablockertherapie Reaktionen auf [[Allergen]]e schwerer verlaufen bis hin zu anaphylaktischen Reaktionen ([[anaphylaktischer Schock]]). [[Monoaminoxidase-Hemmer|MAO-Hemmer]] verhindern den Abbau von Metoprolol im Organismus und führen somit zu dessen Anreicherung. Darüber hinaus verstärkt Metoprolol die Wirkung blutzuckersenkender Medikamente wie [[Insulin]] und [[Sulfonylharnstoffe]]. Bei Anwendung von blutzuckersenkenden Substanzen kann Metoprolol die Warnzeichen einer [[Hypoglykämie]], insbesondere [[Tremor]] und [[Tachykardie]], verschleiern. Metoprolol verstärkt zudem die Effekte anderer blutdrucksenkender Medikamente (Hinweis auf die schweren Blutdruckabfälle bei Anwendung von β-Blockern zusammen mit Calciumantagonisten vom [[Verapamil]]- und [[Diltiazem]]-Typ). Auch wirkungsverstärkende Effekte mit anderen herzrhythmusbeeinflussenden Medikamenten sind bekannt. Betablocker können in einzelnen Fällen eine [[Psoriasis]] aktivieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ausmaß der Vergiftungserscheinungen bei Überdosierung ist von der zugeführten Substanzmenge abhängig und äußert sich in Form von schweren Blutdruckabfällen, niedriger Herzfrequenz bis zum Herzstillstand mit entsprechenden Funktionsausfällen der Organe. Eine Überdosierung erfordert eine [[intensivmedizin]]ische Behandlung und Überwachung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pharmakologische Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
=== Wirkungsmechanismus ===&lt;br /&gt;
Metoprolol blockiert [[Beta-Adrenozeptor|β-Adrenozeptoren]], und zwar vor allem [[Β1-Adrenozeptor|β&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;-Adrenozeptoren]], die sich hauptsächlich im Erregungsbildungs- und Erregungsleitungsgewebe des [[Herz]]ens (Sinusknoten, Vorhöfe, AV-Knoten, Kammermuskulatur) und in den Herzkranzgefäßen befinden. Dadurch senkt Metoprolol die Erregungsleitungsgeschwindigkeit, die Schlagfrequenz und die Kontraktionskraft des Herzens. [[Β2-Adrenozeptor|β&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Adrenozeptoren]] sind nicht im Herzgewebe, sondern im [[Bronchialsystem]], den Muskelgefäßen und anderen Organen wie Harnblase, Leber und Muskulatur lokalisiert und werden von Metoprolol nur wenig oder erst bei höherer Dosis blockiert. Daraus ergibt sich, dass Metoprolol eher bei Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen (etwa mit [[Asthma bronchiale]]) oder mit peripheren Durchblutungsstörungen eingesetzt werden kann, als β-Blocker, die unselektiv sowohl β&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;- als auch β&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Adrenozeptoren blockieren. Aus der Verteilung der Rezeptoren lässt sich teilweise auch das Nebenwirkungsspektrum erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Metoprolol stimuliert die β-Adrenozeptoren nicht (keine [[Intrinsische Aktivität|intrinsische sympathomimetische Aktivität]], ISA) und hat nur schwach ausgeprägt membranstabilisierende Eigenschaften. Die relative Wirkstärke des Metoprolols zu Propranolol beträgt 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach längerer Anwendung darf die Metoprololeinnahme nicht unterbrochen oder das Medikament ganz abgesetzt werden. Die Dosis muss langsam verringert werden (Behandlung [[Ausschleichung|ausschleichen]]), um überschießende Kreislaufreaktionen (Tachykardie, Hypertonie) als [[Rebound (Medizin)|Rebound]]-Effekt zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufnahme und Verteilung im Körper ===&lt;br /&gt;
Metoprolol wird nach oraler Gabe im [[Magen-Darm-Trakt]] fast vollständig (zu etwa 95 %) aufgenommen und hauptsächlich in der [[Leber]] [[Oxidation|oxidativ]] durch das [[Cytochrom P450 2D6|CYP2DA]]-[[Isoenzym]] [[Stoffwechsel|verstoffwechselt]]. Zwei der drei [[Metabolit|Hauptmetaboliten]] zeigen ebenfalls schwach betablockierende Eigenschaften, sind jedoch klinisch irrelevant.&lt;br /&gt;
Bei Leberzirrhose muss wegen der dann verminderten Metabolisierungsrate mit erhöhten Plasmaspiegeln an unverändertem Metoprolol gerechnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den hohen [[First-Pass-Effekt]] sind etwa 50 % der ursprünglichen Dosis [[Systemische Therapie (somatische Medizin)|systemisch]] verfügbar. Die maximalen Plasmaspiegel werden nach 1,5 bis 2&amp;amp;nbsp;Stunden erreicht. Die [[Proteinbindung|Plasmaproteinbindung]] liegt bei 12 % und das relative [[Verteilungsvolumen]] bei 5,6&amp;amp;nbsp;l/kg. Metoprolol und seine [[Metabolit]]e werden zu etwa 95 % [[Niere|renal]] [[Elimination (Pharmakokinetik)|eliminiert]]. Die [[Plasmahalbwertszeit]] beträgt 3 bis 5&amp;amp;nbsp;Stunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Darreichungsformen ===&lt;br /&gt;
Der Wirkstoff Metoprolol wird als Metoprololsuccinat (Salz der [[Bernsteinsäure]]), als Metoprololtartrat (Salz der [[Weinsäure]]) oder als Metoprololfumarat (Salz der [[Fumarsäure]]) in Form von Tabletten oder [[Retard]]tabletten in verschiedenen Stärken angeboten; entweder als Monopräparat oder in Kombination mit dem harntreibenden [[Hydrochlorothiazid]]. Auch ein Präparat zur [[intravenös]]en Anwendung mit 5&amp;amp;nbsp;mg Metoprololtartrat pro 5&amp;amp;nbsp;ml Injektionslösung ist verfügbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Retardformulierungen zeichnen sich teilweise durch eine besondere [[Pharmakokinetik#Freisetzung|Freisetzungskinetik]] aus: der Wirkstoff wird mit einer konstanten Rate abgegeben, was zu besonders gleichmäßigen Plasmaspiegeln führen soll. Diese Darreichungsformen sind meist durch Namenszusätze wie ZOK, NOK oder Zero (für Kinetik nullter Ordnung, engl. &amp;#039;&amp;#039;zero order kinetics&amp;#039;&amp;#039;) gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
=== Chemische Informationen ===&lt;br /&gt;
Praktisch alle β-Rezeptorenblocker besitzen [[Chemische Struktur|strukturelle]] Gemeinsamkeiten. Hierzu gehört die Propanolamin[[seitenkette]] mit einem [[Nomenklatur (Chemie)#Die IUPAC-Nomenklatur|Isopropyl]]- oder tertiären Butylsubstituenten am Stickstoff. Die [[aliphatisch]]e [[Hydroxygruppe]] ist von wesentlicher Bedeutung für die beta-blockierende Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Synthese ==&lt;br /&gt;
Die Synthese von Metoprolol (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;3&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) kann in einer zweischrittigen Reaktion erfolgen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Synthese Metoprolol V1.svg|rahmenlos|hochkant=2.5|zentriert|Synthese von Metoprolol (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;3&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei reagiert das [[Phenol]]-Derivat &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; unter Zugabe von [[Natriumhydroxid]] in einer [[Nucleophile Substitution|nucleophilen Substitution]] mit 2-(Chlormethyl)oxiran zum [[Epoxid]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Dieses bildet dann mit [[Isopropylamin]] den racemischen Wirkstoff Metoprolol (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;3&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kleemann&amp;quot;&amp;gt;[[Axel Kleemann]], Jürgen Engel, Bernhard Kutscher, Dietmar Reichert: &amp;#039;&amp;#039;Pharmaceutical Substances – Syntheses, Patents and Applications of the most relevant APIs.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage. Georg Thieme Verlag, 2009, ISBN 978-3-13-558405-8, S.&amp;amp;nbsp;883–884.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stereoisomerie ==&lt;br /&gt;
Metoprolol ist [[Chiralität (Chemie)|chiral]], das aktive Stereoisomer ([[Eutomer]]) ist die (&amp;#039;&amp;#039;S&amp;#039;&amp;#039;)-Form von Metoprolol.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Agustiana&amp;quot;&amp;gt;Joni Agustiana, Azlina Harun Kamaruddina, Subhash Bhatiaa: &amp;#039;&amp;#039; Single enantiomeric  -blockers—The existing technologies.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Process Biochemistry.&amp;#039;&amp;#039; 45, 2010, S. 1587–1604.&amp;lt;/ref&amp;gt; Arzneilich verwendet wird das [[Racemat]], wobei die [[Enantiomere]]n von Wirkstoffen in der Regel unterschiedliche pharmakologische Eigenschaften und Wirkungen haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ariëns&amp;quot;&amp;gt;E. J. Ariëns: &amp;#039;&amp;#039;Stereochemistry, a basis for sophisticated nonsense in pharmacokinetics and clinical pharmacology.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[European Journal of Clinical Pharmacology]].&amp;#039;&amp;#039; 26(2), 1984, S. 663–668. PMID 6092093.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Tabelle zeigt beide Stereoisomere. Hierbei unterscheiden sie sich in der Position des Wasserstoffatoms, das in dieser Darstellung entweder aus der Zeichenebene herausragt (&amp;#039;&amp;#039;S&amp;#039;&amp;#039;)-Form oder in die Zeichenebene hineingeht (&amp;#039;&amp;#039;R&amp;#039;&amp;#039;)-Form:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rote Liste&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Rote Liste 2017 – Arzneimittelverzeichnis für Deutschland (einschließlich EU-Zulassungen und bestimmter Medizinprodukte)&amp;#039;&amp;#039;. 57. Auflage. Rote Liste Service, Frankfurt am Main 2017, ISBN 978-3-946057-10-9, S. 200.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Enantiomere von Metoprolol&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:(R)-Metoprolol Structural Formula V1.svg|300 px|alt=]]&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;small&amp;gt; CAS-Nummer: {{CASRN|81024-43-3|Q83111604}}&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [[Datei:(S)-Metoprolol Structural Formula V1.svg|300 px|alt=]]&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;small&amp;gt; CAS-Nummer: {{CASRN|81024-42-2|Q83111602|KeinCASLink=1}}&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{Absatz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Marktbedeutung ==&lt;br /&gt;
Mit rund 900&amp;amp;nbsp;Millionen&amp;amp;nbsp;[[Definierte Tagesdosis|mittleren Tagesdosen]] war Metoprolol im Jahr 2012 der am meisten eingesetzte Betablocker in Deutschland. Damit ist Metoprolol der führende Vertreter der selektiven β&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;-Adrenorezeptorenblocker. Die Verordnung dieser nahm in den letzten 10 Jahren um fast 50 % zu. Die nichtselektiven Substanzen sind hingegen rückläufig.&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Paffrath, Ulrich Schwabe: &amp;#039;&amp;#039;Arzneiverordnungs-Report 2013.&amp;#039;&amp;#039; Springer, 2013, ISBN 978-3-642-37123-3, S.&amp;amp;nbsp;478.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umweltrelevanz ==&lt;br /&gt;
Bis zu 10 Prozent des eingenommenen Metoprolols werden vom Körper unverändert wieder ausgeschieden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TERNES&amp;quot;&amp;gt;Thomas A. Ternes: &amp;#039;&amp;#039;Occurrence of drugs in German sewage treatment plants and rivers.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Water Research]].&amp;#039;&amp;#039; 1998, [[doi:10.1016/S0043-1354(98)00099-2]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf diesem Weg gelangt die Substanz über [[Kläranlage]]n, wo sie kaum bis gar nicht abgebaut wird,&amp;lt;ref&amp;gt;Meritxell Gros, Mira Petrović, Antoni Ginebreda, Damià Barceló: &amp;#039;&amp;#039;Removal of pharmaceuticals during wastewater treatment and environmental risk assessment using hazard indexes.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Environment International]].&amp;#039;&amp;#039; 2010, [[doi:10.1016/j.envint.2009.09.002]].&amp;lt;/ref&amp;gt; in Oberflächengewässer wie Flüsse. Dort werden Konzentrationen vom zwei- bis vierstelligen Nanogramm-pro-Liter-Bereich nachgewiesen, womit Metoprolol unter den untersuchten Betablockern häufig in den höchsten Umweltkonzentrationen vorliegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TERNES&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wibke Meyer, Margrit Reich, Silvio Beier, Joachim Behrendt, Holger Gulyas, Ralf Otterpohl: &amp;#039;&amp;#039;Measured and predicted environmental concentrations of carbamazepine, diclofenac, and metoprolol in small and medium rivers in northern Germany.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Environmental Monitoring and Assessment.&amp;#039;&amp;#039; 2016; [[doi:10.1007/s10661-016-5481-2]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Fath: &amp;#039;&amp;#039;Rheines Wasser – 1231 Kilometer  mit dem Strom.&amp;#039;&amp;#039; Carl Hanser Verlag, München 2016, ISBN 978-3-446-44871-1, S. 135.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[PNEC]]-Wert (predicted no effect concentration) bzw. UQN(Umweltqualitätsnorm)-Wert von Metoprolol liegt bei 7,9μg/l, und somit immer noch höher als die meisten Einleitwerte. Dennoch können durch Wechselwirkungen schon geringere Konzentrationen Effekte haben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://gwf-wasser.de/wp-content/uploads/2023/06/WA_01_2020_Spotlight.pdf gwf-Wasser Kurzinformationen zu Metoprolol, 2020], abgerufen am 21. Juli 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Metoprolol ist eine der Leitchemikalien der Schweizer Kontrollliste für die Einschätzung der Klärleistung in der [[4. Reinigungsstufe]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2016/671/de Die Publikationsplattform des Bundesrechts - Verordnung des UVEK zur Überprüfung des Reinigungseffekts von Massnahmen zur Elimination von organischen Spurenstoffen bei Abwasserreinigungsanlagen, Stand 1. Dezember 2016], abgerufen am 21. Juli 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handelsnamen ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Monopräparate&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Beloc (D, CH), Beloc-ZOK (D, CH), Lopresor (D, CH), Metopress (CH), Seloken (A), MetoHEXAL (D), zahlreiche Generika&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kombinationspräparate&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* mit [[Nifedipin]]: Belnif (D)&lt;br /&gt;
* mit [[Hydrochlorothiazid]]: Beloc-ZOK comp (D)&lt;br /&gt;
* mit [[Felodipin]]: Mobloc (D),  Logimax (CH),&lt;br /&gt;
* mit [[Chlorthalidon]]:  Prelis comp. (D), Logroton (CH)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Claus-Jürgen Estler: &amp;#039;&amp;#039;Pharmakologie und Toxikologie&amp;#039;&amp;#039;. Schattauer Verlag, 1999, ISBN 3-7945-1895-0.&lt;br /&gt;
* E. Oberdisse, E. Hackenthal,  K. Kuschinsky (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Pharmakologie und Toxikologie.&amp;#039;&amp;#039; Springer Verlag, 1997, ISBN 3-540-61953-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.nlm.nih.gov/medlineplus/druginfo/medmaster/a682864.html MedlinePlus Druginfo.] nih.gov (englisch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betablocker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antiarrhythmikum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arzneistoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Notfallmedikament]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methoxyverbindung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Phenolether]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beta-Aminoalkohol]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alkylamin]]&lt;/div&gt;</summary>
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