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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Methyllithium</id>
	<title>Methyllithium - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-22T09:54:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Methyllithium&amp;diff=1274609&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;ChemoBot: Entferne Parameter „Suchfunktion“ aus {{Infobox Chemikalie}} und bereinige Leerzeilen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Methyllithium&amp;diff=1274609&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-24T04:30:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Entferne Parameter „Suchfunktion“ aus {{Infobox Chemikalie}} und bereinige Leerzeilen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Chemikalie&lt;br /&gt;
| Strukturformel  = [[Datei:Structural formula of methyllithium.svg|120px|Strukturformel von Methyllithium]]&lt;br /&gt;
| Andere Namen    = &lt;br /&gt;
| Summenformel    = CH&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;Li&lt;br /&gt;
| CAS             = {{CASRN|917-54-4}}&lt;br /&gt;
| EG-Nummer       = 213-026-4&lt;br /&gt;
| ECHA-ID         = 100.011.843&lt;br /&gt;
| PubChem         = 2724049&lt;br /&gt;
| Beschreibung    = Farblose kubische, extrem hydrolyseempfindliche Kristalle&amp;lt;ref name=Roempp /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Molare Masse    = 21,98 g·mol&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Aggregat        = fest&amp;lt;ref name=Roempp /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Dichte          = &lt;br /&gt;
| Schmelzpunkt    = &lt;br /&gt;
| Siedepunkt      = &lt;br /&gt;
| Dampfdruck      = &lt;br /&gt;
| Löslichkeit     = * heftige Reaktion mit Wasser&amp;lt;ref name=&amp;quot;alfa&amp;quot;&amp;gt;{{Alfa|89693|Name=Methyllithium, 1-2M in ether|Abruf=2010-03-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* nahezu unlöslich in [[aliphatisch]]en oder aromatischen [[Kohlenwasserstoffe]]n&amp;lt;ref name=Roempp /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* löslich in [[Diethylether]] oder [[Tetrahydrofuran]]&amp;lt;ref name=Roempp /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Quelle GHS-Kz   = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Sigma&amp;quot;&amp;gt;{{Sigma-Aldrich|ALDRICH|197343|Name=Methyllithium solution (1.6 M in diethyl ether)|Abruf=2021-11-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| GHS-Piktogramme = für die 1,6 M Lösung in [[Diethylether]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;LM&amp;quot;&amp;gt;Teile der Gefahrstoffkennzeichnung beziehen sich auf die Gefahren, die durch das Lösungsmittel verursacht werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;{{GHS-Piktogramme|02|05|07}}&lt;br /&gt;
| GHS-Signalwort  = Gefahr&lt;br /&gt;
| H               = {{H-Sätze|225|250|260|302|314|336}}&lt;br /&gt;
| EUH             = {{EUH-Sätze|019|066}}&lt;br /&gt;
| P               = {{P-Sätze|210|222|223|231+232|370+378|422}}&lt;br /&gt;
| Quelle P        = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Sigma&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Methyllithium&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[chemische Verbindung]] aus der Gruppe der [[Organolithium-Verbindungen]] mit der empirischen Formel CH&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;Li. Es ist eine hochreaktive Verbindung, die nur in [[Lösungsmittel#Aprotische Lösungsmittel|aprotischen Lösungsmitteln]] wie [[Diethylether]], [[Tetrahydrofuran]] oder [[1,2-Dimethoxyethan]] verwendbar ist. Es wird als [[Reagenz]] bei organischen und metallorganischen [[Synthese]]n verwendet. Die Verbindung nimmt eine [[oligomer]]e Struktur, sowohl in Lösung als auch im festen Zustand, an. Reaktionen von Methyllithium erfordern wasserfreie Bedingungen, da die Verbindung sehr stark mit Wasser reagiert. Für die Anwesenheit von [[Sauerstoff]] und [[Kohlendioxid]] gilt dies in gleicher Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die erste Synthese von lithiumorganischen Verbindungen (darunter Methyllithium) gelang 1917 [[Wilhelm Schlenk]].&amp;lt;ref&amp;gt;W. Schlenk, Johanna Holtz: &amp;#039;&amp;#039;Über die einfachsten metallorganischen Alkaliverbindungen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; 50, 1917, S.&amp;amp;nbsp;262–274, {{DOI|10.1002/cber.19170500142}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gewinnung und Darstellung ==&lt;br /&gt;
Bei der direkten Synthese wird [[Brommethan|Methylbromid]] mit einer [[Suspension (Chemie)|Suspension]] von [[Lithium]] in Diethylether versetzt.&amp;lt;ref name=Roempp&amp;gt;{{RömppOnline|ID=RD-13-03899|Name=Methyllithium|Abruf=2017-10-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{2\ Li + MeBr \longrightarrow LiMe + LiBr}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Lithiumbromid]] bildet dabei eine [[Komplexverbindung]] mit Methyllithium. Das meiste kommerziell erhältliche Methyllithium besteht aus einer derartigen Komplexverbindung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{OrgSynth|Kurzcode=CV7P0346 |Autor=M. J. Lusch, M. V. Phillips, W. V. Sieloff, G. S. Nomura, H. O. House |Titel=Preparation of Low-Halide Methyllithium |Jahrgang=1984 |Volume=62 |Seiten=101 |ColVol=7 |ColVolSeiten=346 |doi=10.15227/orgsyn.062.0101 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; „Halogenfreies“ Methyllithium wird durch Umsetzung von Lithium mit [[Chlormethan|Methylchlorid]] gewonnen. Das [[Lithiumchlorid]] fällt bei der Umsetzung aus, da es keinen so starken Komplex mit Methyllithium bildet. Das Filtrat besteht aus relativ reinem Methyllithium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
=== Physikalische Eigenschaften ===&lt;br /&gt;
[[Datei:MeLi.png|200px|mini|Tetramer von Methyllithium. Die [Li(CH&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;)]-Tetramere bilden eine [[Kubisch raumzentriert#Bravaisgitter|kubisch innenzentrierte]] Struktur. ]]&lt;br /&gt;
Durch [[Röntgenstrukturanalyse]]n und [[NMR-Spektroskopie]] konnten zwei verschiedene Strukturen für Methyllithium nachgewiesen werden.&lt;br /&gt;
Es bilden sich einerseits [[tetramer]]e [[Assoziation (Chemie)|Assoziate]] mit einem (LiCH&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;)&amp;amp;nbsp;&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;-[[Heterocubane|Heterocuban]]-Gerüst. Die Tetramere haben hierbei ideale Td-Symmetrie und bilden ein kubisch-innenzentriertes Gitter mit einem Abstand zwischen den Lithium-Atomen von 268&amp;amp;nbsp;pm und einem C-Li-Abstand von 231&amp;amp;nbsp;pm. Die ungefähre Lage der H-Atome konnte durch Strukturverfeinerung erhalten werden.&amp;lt;ref&amp;gt;C. Elschenbroich: &amp;#039;&amp;#039;Organometallchemie&amp;#039;&amp;#039;, 2006, Wiley-VCH: Weinheim. ISBN 978-3-527-29390-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ebenso gelang der Nachweis pyramidaler Methylgruppen (C&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;v-Symmetrie). Das C-Atom einer Methylgruppe weist zu den Li-Atomen des eigenen Tetramers kurze Abstände auf, darüber hinaus aber auch nur einen 5–10 pm längeren zu dem auf einer Raumdiagonale der kubisch-innenzentrierten Elementarzelle benachbarten Tetramer. Dies führt zur Koordinationszahl 7 für Kohlenstoff. Die äußerst geringe Flüchtigkeit und Unschmelzbarkeit von Methyllithium ist eine direkte Folge dieser dreidimensionalen Vernetzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chemische Eigenschaften ===&lt;br /&gt;
Methyllithium ist sowohl stark [[Base (Chemie)|basisch]] als auch sehr [[nukleophil]], da der [[Kohlenstoff]] den negativen Ladungsanteil trägt. Es ist daher besonders reaktiv mit Elektronen- und Protonen-Lieferanten. So wird  [[Tetrahydrofuran|THF]], in der Regel ein chemisch inertes [[Lösungsmittel]], zumindest bei Raumtemperatur von MeLi angegriffen. Wasser und Alkohole reagieren heftig. Die meisten Reaktionen, an denen Methyllithium beteiligt ist, werden bei Temperaturen unterhalb der Raumtemperatur durchgeführt. Obwohl MeLi für Deprotonierungen benutzt werden kann, wird [[n-Butyllithium|&amp;#039;&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039;-Butyllithium]] häufiger verwendet, da es billiger, reaktiver und weniger gefährlich ist. Eine [[Pyrolyse]] von Methyllithium oberhalb von 200 °C führt zu den Hauptprodukten [[Methan]] und [[Lithiumhydrid]], wobei weitere Kohlenwasserstoffe wie [[Ethen]], [[Ethan]], [[Propen]] und [[Isobuten]] gebildet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lagow&amp;quot;&amp;gt;Baran, J.R.; Lagow, R.J.: &amp;#039;&amp;#039;Some observations on the pyrolysis of methyllithium&amp;#039;&amp;#039; in [[J. Organomet. Chem.]] 427 (1992) 1–7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Methyllithium wird als Reagenz für Alkylierungen und zur Metallierung verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;eEROS&amp;quot;&amp;gt;e-EROS [[Encyclopedia of Reagents for Organic Synthesis]], 1999-2013, John Wiley and Sons, Inc., Eintrag für Methyllithium, abgerufen am &amp;#039;&amp;#039;10. Oktober 2017&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist als synthetisches Äquivalent eines Methyl-Anions anzusehen. So reagieren zum Beispiel Ketone in einem Zwei-Stufen-Prozess zu tertiären Alkoholen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;chem&amp;gt;Ph2CO + MeLi -&amp;gt; Ph2C(Me)OLi&amp;lt;/chem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;chem&amp;gt;Ph2C(Me)OLi + H+ -&amp;gt; Ph2C(Me)OH + Li+&amp;lt;/chem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nichtmetallhalogenide können mit MeLi zu Methyl-Verbindungen umgewandelt werden:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;chem&amp;gt;PCl3 + 3MeLi -&amp;gt; PMe3 + 3LiCl&amp;lt;/chem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
Such reactions more commonly employ the [[Grignard reagent]]s methyl magnesium halides, which are less dangerous than MeLi, equally effective, and more conveniently prepared in situ.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei solchen Reaktionen werden jedoch häufiger Methyl-Magnesium-Halogenide ([[Grignard-Reagenz]]ien) verwendet, die weniger gefährlich sind als MeLi, ebenso wirksam und bequemer hergestellt werden können.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
Transition metal methyl compounds are typically prepared from methyllithium:&amp;lt;ref&amp;gt;Morse, P. M.; Girolami, G. S. &amp;quot;Are d&amp;lt;sup&amp;gt;0&amp;lt;/sup&amp;gt; ML&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt; Complexes Always Octahedral? The X-ray Structure of Trigonal-Prismatic [Li(tmed)]&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;[ZrMe&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;]&amp;quot; &amp;#039;&amp;#039;Journal of the American Chemical Society&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1989&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;111&amp;#039;&amp;#039;, 4114-6. {{DOI|10.1021/ja00193a061}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ZrCl&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt; + 6 MeLi --&amp;gt;&amp;lt;!--  Li&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;ZrMe&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;  +  4 LiCl&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lithiumorganische Verbindung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Metallalkyl]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ChemoBot</name></author>
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