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	<title>Methanisierung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T21:17:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Methanisierung&amp;diff=1999094&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Joschi71: /* Umwandlung und Speicherung von Strom */ Grammatik, falsches Komma entfernt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Methanisierung&amp;diff=1999094&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-07-26T22:20:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Umwandlung und Speicherung von Strom: &lt;/span&gt; Grammatik, falsches Komma entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Methanisierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[chemische Reaktion]], bei der [[Kohlenstoffmonoxid]] oder [[Kohlenstoffdioxid]] in [[Methan]] umgewandelt wird. Die Reaktion von Kohlenstoffdioxid zu Methan und [[Wasser]] wird auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sabatier-Prozess&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sabatier-Reaktion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Sie wurde 1902 von [[Paul Sabatier (Chemiker)|Paul Sabatier]] und [[Jean Baptiste Senderens]] entdeckt.&amp;lt;ref name=PSabat1er /&amp;gt;&amp;lt;ref name=PSabatier2 /&amp;gt; Sabatier wurde für seine Arbeiten zur [[Hydrierung]] mit Hilfe von Metallen als [[Katalysator]] 1912 zusammen mit [[Victor Grignard]] mit dem [[Nobelpreis für Chemie]] geehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Bildung von Methan aus Kohlendioxid-Kohlenmonoxid-Wasser-Gemischen mittels elektrischer Entladung entdeckte 1872 Brodie. Die katalytische Umwandlung fanden 1902 Sabatier und Senderens, die auch viele andere katalytische Hydrierungen entwickelten (Sabatier erhielt dafür den Nobelpreis). Erste Patente erhielten H. S. Ellworthy und H. W. Williamson 1904/05 (in England und Deutschland) und die ersten Versuche der technischen Umsetzung unternahm man in England 1909 bis 1911 bei der [[Stadtgas]]-Reinigung (Cedford-Prozess, der damals aber nicht zu industrieller Reife gelangte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reaktion ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Methanation of CO2 circle.svg|mini|hochkant=1.3|Methanisierung von CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; mittels elektrolytisch gewonnenen Wasserstoffs]]&lt;br /&gt;
Bei dieser Reaktion reagiert Kohlenstoffmonoxid oder Kohlenstoffdioxid bei Temperaturen von 300 bis 700&amp;amp;nbsp;°C mit [[Wasserstoff]] zu Methan und Wasser. Diese Reaktion ist exotherm, muss jedoch durch einen [[Katalysator]] beschleunigt werden. Hierzu dienen meist [[Nickel]]katalysatoren, die mit verschiedenen [[Promotor (Katalyse)|Promotoren]] und Stabilisatoren wie [[Aluminiumoxid]] und [[Zirconiumdioxid]] verbessert sind, es wurde aber auch die katalytische Wirkung von [[Ruthenium]] untersucht. Die Reaktion wird durch folgende Reaktionsgleichungen&amp;lt;ref name=eti /&amp;gt; beschrieben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reaktion mit Kohlenstoffmonoxid&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{CO + 3\;H_{2} \rightarrow CH_{4} + H_2O}\qquad \Delta H^0=-206{,}2\, \mathrm{kJ/mol}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reaktion mit Kohlenstoffdioxid&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{CO_{2} + 4\;H_{2} \rightarrow CH_{4} + 2\;H_2O}\qquad \Delta H^0=-165{,}0\, \mathrm{kJ/mol}&amp;lt;/math&amp;gt;&amp;lt;ref name=ASUE /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reaktion verläuft stark exotherm: Pro Volumen-% CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; beträgt die Temperaturerhöhung 60&amp;amp;nbsp;K (erster Fall).&lt;br /&gt;
Bei erhöhter Temperatur und erhöhtem Druck läuft die Reaktion unter Verwendung eines [[Nickel]]-[[Katalysator]]s ab, effektiver ist die Verwendung von [[Ruthenium]] auf einem [[Aluminiumoxid]]-Substrat. Oft ist auch eine Methanisierung in Verbindung mit einer [[Wasserelektrolyse]] technisch relevant, da sich so Methan und [[Sauerstoff]] erzeugen lassen (siehe [[Power-to-Gas]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reaktionsgleichung lautet dann&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{CO_{2} + 4\;H_{2} \rightarrow CH_{4} + 2\;H_2O \rightarrow CH_{4} + O_2 + 2\;H_2}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Natur ist die Reduktion von Kohlenstoffdioxid zu Methan eine weit verbreitete Form des mikrobiologischen Metabolismus. Die [[Methanogenese]] bei Mikroben aus der [[Domäne (Biologie)|Domäne]] [[Archaea]] ist eine Form der anaeroben Atmung, bei der Kohlenstoffdioxid mit Wasserstoff Methan bildet. Der Elektronenakzeptor ist bei dieser Form der Atmung nicht Sauerstoff, sondern Kohlenstoff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung ==&lt;br /&gt;
Die Methanisierung wird nicht zur großtechnischen Gewinnung von Methan genutzt, da dieses billig aus [[Erdgas]] zur Verfügung steht. Sie spielt eine Rolle beim Entfernen von Kohlenstoffmonoxid-Spuren, die in manchen Prozessen als [[Katalysatorgift]] wirken. Dies ist beispielsweise bei der [[Ammoniak]]-Synthese im [[Haber-Bosch-Verfahren]] der Fall, bei dem der verwendete Wasserstoff möglichst arm an Kohlenstoffmonoxid sein muss. Aus Gasen mit hohem CO-Anteil kann durch Methanisierung [[Synthetic Natural Gas]] gewonnen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umwandlung und Speicherung von Strom ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Power-to-Gas#Methanisierung|titel1=„Methanisierung“ im Artikel Power-to-Gas}}&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|EE-Gas}}&lt;br /&gt;
Ein neuer Ansatz ist die Umwandlung von Strom zu synthetischem Erdgas. Dabei wird mit überschüssigem Strom zunächst Wasserstoff durch [[Elektrolyse]] mit einem [[Wirkungsgrad]] von 57 bis 73 Prozent erzeugt. Mit der Methanisierung werden anschließend Wasserstoff und Kohlenstoffdioxid zu Methan umgewandelt, wobei das Methan (CH&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;) vor Ort gespeichert oder in Erdgasleitungen eingespeist und in großen Erdgasspeichern zwischengelagert werden kann. Beim Verbrennen in der z. Z. (2011) modernsten Gasturbine [[SGT5-8000H]] ist der Wirkungsgrad 60,3 % und somit der Verlust in diesem Prozessabschnitt 39,7 %.&amp;lt;ref name=heise /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine vom [[Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg]] (ZSW) in Stuttgart und dem [[Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik]] (IWES) in Kassel entwickelte und unter Beteiligung der [[SolarFuel]] GmbH errichtete Demonstrationsanlage mit einer elektrischen Anschlussleistung von 25 Kilowatt war seit 2009 am ZSW in Betrieb. CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Quelle war hierbei die Umgebungsluft. Die in einem Container transportabel aufgebaute Anlage wurde Anfang 2011 für längere Zeit auch am CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Abluftstrom der Biogasaufbereitung einer Biogasanlage der [[EWE AG]] in [[Werlte]] sowie am Rohbiogasstrom einer Biogasanlage der [[Energielandschaft Morbach]] betrieben. Der Nachweis der Erzeugung eines [[DVGW]]-konformen [[Synthetic Natural Gas|Erdgassubstitutes]] wurde in allen Fällen erbracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des anschließenden, vom 1. April 2011 bis 31. März 2014 laufenden, vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit geförderten Verbundprojektes Power-to-Gas wurde im Oktober 2012 in Stuttgart vom ZSW unter Beteiligung von IWES und SolarFuel eine 250-kW-Forschungsanlage in Betrieb genommen. In ihr soll insbesondere die Anlagentechnik zur schnellen dynamischen Regelung erprobt werden, die für den sinnvollen Einsatz einer solchen Anlage zur Kompensation der Stromerzeugungsschwankungen der Photovoltaik und Windenergie erforderlich ist. Mit dieser Anlage ist gleichzeitig die Vorstufe zur industriellen Nutzung erreicht. Bei Anlagengrößen zwischen ein und 20 Megawatt wird ein wirtschaftlicher Betrieb erwartet. Ziel des Projekts ist, die Grundlagen für die Inbetriebnahme einer ersten von [[Audi]] zur Erzeugung von Gas für Kraftfahrzeuge genutzten 6-Megawatt-Pilotanlage am Standort der Biogasanlage Werlte des Projektpartners EWE zu schaffen, deren Errichtung durch SolarFuel bereits begonnen hat.&amp;lt;ref name=Audi /&amp;gt; Das Gas wird über das öffentliche Erdgasnetz zu den Gastankstellen geführt werden, für den Strom aus erneuerbarer Energie investiert Audi zusätzlich in vier Windkraftanlagen im Offshore-Windpark [[Riffgat]].&amp;lt;ref name=ZSW /&amp;gt;&amp;lt;ref name=ZSW1 /&amp;gt;&amp;lt;ref name=noz /&amp;gt;&amp;lt;ref name=JPander /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine technische Anwendung der Methanisierung mit voraussichtlich zunehmender Bedeutung ist die Erzeugung von [[Windgas|Wind- bzw. Solargas]], wo nach vorhergehender [[Wasserelektrolyse]] unter Verwendung [[Erneuerbare Energie|regenerativer Energien]] Methan als Synthetic Natural Gas gewonnen wird. Energiewirtschaftlich sinnvoll ist eine Methanisierung von Wasserstoff jedoch erst, wenn die derzeit noch in großem Maßstab genutzte Wasserstoffproduktion aus fossilem Erdgas vollständig auf Elektrolysewasserstoff aus erneuerbaren Energien umgestellt wurde, da sonst gleichzeitig Wasserstoff aus fossilem Methan/Erdgas und künstliches Methan aus Wasserstoff erzeugt würde. Im Jahr 2010 verbrauchte die deutsche Industrie mehr als 60&amp;amp;nbsp;TWh Wasserstoff.&amp;lt;ref name=VWesselak /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lebenserhaltende Systeme von Raumfahrzeugen und Raumstationen ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Internationale Raumstation #Sauerstoffversorgung und Luftfilterung}}&lt;br /&gt;
Zurzeit wird auf der [[Internationale Raumstation|Internationalen Raumstation]] Sauerstoff aus der Elektrolyse von Wasser gewonnen. Hierbei wird der überschüssige Wasserstoff ins All entlassen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://science.nasa.gov/science-news/science-at-nasa/2000/ast13nov_1/ |titel=Breathing Easy on the Space Station |werk=NASA Science |datum=2000-11-12 |sprache=en |offline=ja |archiv-url=https://web.archive.org/web/20120519020228/http://science.nasa.gov/science-news/science-at-nasa/2000/ast13nov_1/ |archiv-datum=2012-05-19 |archiv-bot= |abruf=2021-10-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Bei dem Verbrauch des Sauerstoffes durch die Astronauten wird [[Kohlenstoffdioxid]] frei, welches chemisch gebunden, und so dem Prozess entnommen wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Patrizia Frontera, Anastasia Macario, Marco Ferraro, PierLuigi Antonucci |Titel=Supported Catalysts for CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; Methanation: A Review |Sammelwerk=Catalysts |Band=7 |Nummer=2 |Verlag= |Datum=2017 |Seiten=59 |ISSN=2073-4344 |Online=[https://www.mdpi.com/2073-4344/7/2/59 mdpi.com] |DOI=10.3390/catal7020059}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Lösung setzt voraus, dass regelmäßig relativ große Mengen an Wasser zur ISS transportiert werden, welche dann zur Sauerstoffgewinnung, aber auch für den Verzehr, Hygiene und Weiteres verwendet werden. Bei der Planung zukünftiger, längerer Missionen und zur Verringerung des Wasserbedarfs werden Alternativen zu dem bisherigen Konzept untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispielsweise erforscht die [[National Aeronautics and Space Administration|NASA]] zurzeit die Anwendung der Methanisierung, um das Wasser in dem ausgeatmeten „Wasserdampf“ zurückzugewinnen. Ferner soll das CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; mit 2&amp;amp;thinsp;H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; (H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; aus der Elektrolyse, die von Solarstrom gespeist wird) zu Wasser reagieren, wobei, ungewollt, Methan (CH&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;) entsteht&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.nasa.gov/mission_pages/station/research/news/sabatier.html |titel=The Sabatier System: Producing Water on the Space Station |werk=NASA |datum=2021-05-12 |sprache=en |offline=ja |archiv-url= |archiv-datum= |archiv-bot= |abruf=2021-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dieses zusätzliche Produkt würde ins All entlassen werden. Da die Hälfte des benötigten Wasserstoffes in Form von Methan verlorengehen würde, müsste Wasserstoff in regelmäßigen Abständen nachgeliefert werden. Dennoch würde so der Kreislauf deutlich besser geschlossen und entsprechend wenig Wasserstoff im Vergleich zum bisherigen Prozess, der das deutlich schwerere Wasser verwendet, benötigen.&lt;br /&gt;
Die Reaktionsgleichungen des Prozesses stellen sich wie folgt dar:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{2\;H_2O \xrightarrow{Elektrolyse} O_2 + 2\;H_2 \xrightarrow{Atmung} CO_2 + 2\;H_2 + 2\;H_2 (hinzugef\ddot ugt) \xrightarrow{Sabatier} 2\;H_2O + CH_4 (entnommen)} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell sind Nickel-Katalysatoren hervorragend für Anwendungen in Methanisierungsprozessen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Moises Romolos Cesario, Daniel Araujo de Macedo |Titel=Heterogeneous Catalysis: Materials and Applications |Verlag=Elsevier |Ort= |Datum=2022 |ISBN=978-0-323-85632-4 |Seiten=102}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Jedoch ist Langlebigkeit ein essenzieller Aspekt bei Anwendungen im Weltraum. Deshalb wird das Edelmetall Ruthenium als Katalysator in Lebenserhaltungssystemen eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Volker Hessel, Jana Stoudemire, Hideaki Miyamoto, Ian D. Fisk |Titel=In-Space Manufacturing and Resources: Earth and Planetary Exploration Applications |Verlag=John Wiley &amp;amp; Sons |Ort= |Datum=2022 |ISBN=978-3-527-34853-4 |Seiten=146}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [[Bosch-Reaktion]], welche über den direkten Weg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{CO_2 + 2\;H_2 \rightarrow C + 2\;H_2O},\qquad\Delta H^0 = -178{,}3 \,\mathrm{kJ/mol}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wasser erzeugt, wird auch für die beschriebene Anwendung untersucht. Die Abscheidung von festem Kohlenstoff auf dem Katalysator bereitet zurzeit jedoch noch Probleme, da durch diese die effektive Fläche des Katalysators herabgesetzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herstellung von Raketentreibstoff auf dem Mars ===&lt;br /&gt;
Die Methanisierung mit nachgeschalteter Elektrolyse des Wassers bietet theoretisch die Möglichkeit, Treibstoff in Form von Methan und Sauerstoff aus auf dem Mars vorhandenen Ressourcen zu gewinnen. Methan als Treibstoff hat gegenüber Wasserstoff den Vorteil, dass es einen Kochpunkt vergleichbar mit Sauerstoff hat, was die Kühl- und Isolierungstechnik für die Tanks erleichtert. Außerdem sorgt Methan für weniger Versprödung von Metallen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Anthony Muscatello, Edgardo Santiago-Maldonado |Titel=Mars In Situ Resource Utilization Technology Evaluation |Sammelwerk=50th AIAA Aerospace Sciences Meeting including the New Horizons Forum and Aerospace Exposition |Verlag=American Institute of Aeronautics and Astronautics |Datum=2012-01-09 |Reihe=Aerospace Sciences Meetings |DOI=10.2514/6.2012-360 |Online=https://arc.aiaa.org/doi/10.2514/6.2012-360 |Abruf=2021-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Verbraucht würde für die Produktion aus den [[Polkappen des Mars|Eiskappen an den Polen]] gewonnener Wasserstoff sowie Kohlenstoffdioxid, welches den Hauptbestandteil der Marsatmosphäre bildet. Die [[stöchiometrisch]]e Mischung der Treibstoffkomponenten liegt bei 3,5&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;1 (Massenanteile) Sauerstoff zu Methan, wobei durch die einfache Methanisierung lediglich ein Wert von 2&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;1 erreicht wird. Um die Sauerstoffausbeute zu erhöhen, bietet es sich an, zusätzlich die [[Wassergas-Shift-Reaktion]] in umgekehrter Reihenfolge ablaufen zu lassen, wobei sich folgende Reaktionsgleichung ergibt:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur| Autor=Viorel Badescu| Titel=Mars: Prospective Energy and Material Resources| Verlag=Springer Science &amp;amp; Business Media| Seiten=154ff| Online={{Google Buch|BuchID=BnPE37Ms5awC|Seite=PA154}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{3\;CO_2 + 6\;H_2 \rightarrow CH_4 + 2\;CO + 4\;H_2O}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reaktion ist leicht exotherm, und durch Elektrolyse des Wassers ließe sich ein Mischungsverhältnis von 4&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;1 (leichter Sauerstoffüberschuss) erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternativ ließe sich das bei der Methanisierung erzeugte Methan teilweise pyrolysieren (siehe vorheriger Abschnitt). Der entstehende Wasserstoff könnte erneut in der Methanisierung verwendet werden, um das gewünschte Produktmengen-Verhältnis zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Analytik ===&lt;br /&gt;
Im Bereich der [[Gaschromatographie]] wird die Methanisierung eingesetzt, um einzelne Analyten mit Detektoren nachweisen zu können, die in der speziellen Anwendung Vorteile haben, beispielsweise weil sie kostengünstiger sind oder höhere Nachweisempfindlichkeiten ermöglichen als vergleichbare Detektionsverfahren, die ohne eine chemische Umwandlung der Analyten auskämen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Felipe Chagas, Emerson Felipe M. da Silva, Celmy M. B. M. Barbosa, Luciano C. Almeida |Titel=Structured catalyst used in gas chromatography for carbon oxides methanation |Sammelwerk=Chemical Engineering and Processing - Process Intensification |Band=185 |Verlag= |Datum=2023 |Seiten=109312 |DOI=10.1016/j.cep.2023.109312}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Harold M. McNair, James M. Miller, Nicholas H. Snow |Titel=Basic Gas Chromatography |Verlag=John Wiley &amp;amp; Sons |Ort= |Datum=2019 |ISBN=978-1-119-45075-7 |Seiten=127}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Praxis wird dazu das Analysengemisch auf der chromatographischen Trennsäule zunächst in Einzelkomponenten aufgetrennt und diese dann in einem Methanisierungsprozess zu Methan reduziert. Die Reduktion findet in einer beheizten, mit Katalysator gefüllten Kapillarsäule statt, deren Ausgang direkt mit dem Detektor verknüpft ist. So können beispielsweise Kohlenstoffdioxid, Kohlenstoffmonoxid oder [[Formaldehyd]] als Methan mit einem [[Flammenionisationsdetektor]] bestimmt werden, der etwa 500-fach empfindlicher ist, als ein [[Wärmeleitfähigkeitsdetektor]], mit dem die Substanzen auch ohne Reduktion nachweisbar wären.&amp;lt;ref name=JWWeaver /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Biologische Methanisierung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{RömppOnline|ID=RD-13-01645|Name=Methanisierung|Abruf=2014-06-16}}&lt;br /&gt;
* Heinz Hiller et al.: &amp;#039;&amp;#039;Gas Production.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ullmann&amp;#039;s Encyclopedia of Industrial Chemistry.&amp;#039;&amp;#039; Wiley-VCH, Weinheim 2001, {{DOI|10.1002/14356007.a12_169.pub2}}.&lt;br /&gt;
* Jens Sehested, Søren Dahl, Joachim Jacobsen, Jens R. Rostrup-Nielsen: &amp;#039;&amp;#039;Methanation of CO over Nickel: Mechanism and Kinetics at High H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;/CO Ratios.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;J. Phys. Chem. B.&amp;#039;&amp;#039; 2005, 109, 6, S. 2432–2438, [[doi:10.1021/jp040239s]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://nssdc.gsfc.nasa.gov/planetary/mars/marssurf.html NASA Seite zum Thema]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://rtreport.ksc.nasa.gov/techreports/2001report/100/106.html | wayback=20111019025149 | text=NASA Seite zur Sauerstoffproduktion}}&lt;br /&gt;
* [http://www.osti.gov/scitech/biblio/5087687 Entwicklung eines verbesserten Sabatier-Reaktors]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.isso.uh.edu/publications/A9900/pdf/rich84.pdf | wayback=20120717050852 | text=Verbesserung der Sabatier-Reaktion für In Situ Anwendungen auf Mars-Missionen}} (PDF-Datei; 1,1&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* [http://www.energielandschaft.de/aktuelles/detail/artikel/bahnbrechende-moeglichkeit-der-stromspeicherung-in-morbach-eingeweiht/2011/03/24/ Energielandschaft Morbach]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;PSabat1er&amp;quot;&amp;gt;Paul Sabatier: &amp;#039;&amp;#039;La catalyse en chimie organique&amp;#039;&amp;#039;, 1913, S. 66. Sabatier erhielt dafür auch 1913 ein Deutsches Reichspatent.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;PSabatier2&amp;quot;&amp;gt;Paul Sabatier, Senderens: &amp;#039;&amp;#039;Compte Rendu Acad. Sci.&amp;#039;&amp;#039; Band 134, 1902, S. 689.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;eti&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=K. Büker |url=http://www.eti-brandenburg.de/fileadmin/user_upload/downloads2011/Energietag_2011/CO2_Nutzung_Uhde_Energietag_2011.pdf |titel=Nutzung von CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; in fossilen Energieumwandlungskreisläufen |werk=ThyssenKrupp 13. Brandenburger Energietag |format=PDF; 1,4&amp;amp;nbsp;MB |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140722141418/http://www.eti-brandenburg.de/fileadmin/user_upload/downloads2011/Energietag_2011/CO2_Nutzung_Uhde_Energietag_2011.pdf |archiv-datum=2014-07-22 |archiv-bot= |zugriff=2012-07-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;heise&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.heise.de/tp/news/Erdgasleitungen-als-Speicher-fuer-Windenergie-2026763.html |werk=Telepolis |autor=Matthias Brake |titel=Erdgasleitungen als Speicher für Windenergie |zugriff=2011-04-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Audi&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Audi AG (Hrsg.): |url=http://www.audi.com/content/dam/com/corporate-responsibility/nachhaltigkeit_pdfs/Audi_e-gas_Projekt_Umweltbilanz_Deutsch.pdf |titel=Audi e-gas Projekt - Die Umweltbilanz |datum=Februar 2014 |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20170721074432/http://www.audi.com/content/dam/com/corporate-responsibility/nachhaltigkeit_pdfs/Audi_e-gas_Projekt_Umweltbilanz_Deutsch.pdf |archiv-datum=2017-07-21 |archiv-bot= |zugriff=2018-03-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZSW&amp;quot;&amp;gt;ZSW (Hrsg.), Fraunhofer IWES (Hrsg.), SolarFuel GmbH (Hrsg.):  {{Webarchiv | url=http://www.zsw-bw.de/fileadmin/editor/doc/20111019_Power-to-Gas_Projektinfo_01.pdf | wayback=20130929134836 | text=Verbundprojekt „Power-to-Gas“}} (PDF; 115&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZSW1&amp;quot;&amp;gt;ZSW (Hrsg.), Fraunhofer IWES (Hrsg.), SolarFuel GmbH (Hrsg.): {{Webarchiv | url=http://www.zsw-bw.de/uploads/media/pi-2012-ZSWIWESSolarFuel-Einweihung250kW-Anlage.pdf | wayback=20121114203948 | text=&amp;#039;&amp;#039;Weltweit größte Power-to-Gas-Anlage zur Methan-Erzeugung geht in Betrieb: Vorstufe für die industrielle Anwendung erreicht&amp;#039;&amp;#039;}}. Presseinformation, 30. Oktober 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;noz&amp;quot;&amp;gt;[http://www.noz.de/lokales/werlte/artikel/170291/werlte-audi-beginnt-mit-bau-einer-methanisierungsanlage Werlte: Audi beginnt mit Bau einer Methanisierungsanlage.] In: Neue Osnabrücker Zeitung (27. Juli 2012).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;JPander&amp;quot;&amp;gt;Jürgen Pander: [http://www.spiegel.de/auto/aktuell/audi-balanced-mobility-ein-autohersteller-als-oeko-aktivist-a-762402.html Audi Balanced Mobility: Ein Autohersteller als Öko-Aktivist.] In: Spiegel Online (13. Mai 2011).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;ASUE&amp;quot;&amp;gt;vgl.: ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.&amp;amp;nbsp;V. (Hrsg.): [http://asue.de/sites/default/files/asue/themen/umwelt_klimaschutz/2011/broschueren/07_04_11_asue-erdgas-oekostrom-0411.pdf &amp;#039;&amp;#039;Erdgas aus Ökostrom.&amp;#039;&amp;#039;] 2011, S. 11, abgerufen am 3. März 2012 (PDF; 3,0&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;VWesselak&amp;quot;&amp;gt;Vgl. [[Viktor Wesselak]], [[Thomas Schabbach]], Thomas Link, Joachim Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Regenerative Energietechnik.&amp;#039;&amp;#039; 3. aktualisierte und erweiterte Auflage, Berlin/Heidelberg 2017, S. 763.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;JWWeaver&amp;quot;&amp;gt;J. William Weaver: &amp;#039;&amp;#039;Analytical methods for a textile laboratory.&amp;#039;&amp;#039; [[American Association of Textile Chemists and Colorists]] 1984, ISBN 0-9613350-0-9, S. 338 ({{Google Buch |BuchID=aUW98Hhv9GoC |Seite=338}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemisch-technisches Verfahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brenngastechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Raumfahrttechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasserstofftechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Joschi71</name></author>
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