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	<title>Meteorscatter - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T04:27:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Meteorscatter&amp;diff=79894&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-07-05T16:59:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Meteor Burst SNOTEL.jpg|mini|hochkant=1.6|Grafische Darstellung der Kommunikation via Meteorscatter]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Meteorscatter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Verfahren zur Steigerung der Reichweite von [[Ultrakurzwelle]]n mittels Reflexionen an den Spuren von verglühenden [[Meteoroid]]en in der [[Erdatmosphäre]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionsprinzip ==&lt;br /&gt;
Ultrakurzwellen haben eine quasioptische Ausbreitung. Durch die [[Erdkrümmung]] ist die Ausbreitung unter normalen Umständen ungefähr auf den sichtbaren Horizont begrenzt. Um trotzdem eine deutlich über den sichtbaren Horizont hinausgehende Reichweite zu erzielen, kann man die in der Erdatmosphäre verglühenden Meteore nutzen. Dabei werden die [[Ionisation]]sspuren von in die [[Erdatmosphäre]] eindringenden und verglühenden [[Meteoroid]]en als Reflektoren für die [[Funksignal]]e verwendet. Objekte, die aus dem All in die Erdatmosphäre eintreten und ab einer Höhe von etwa 100&amp;amp;nbsp;km verglühen, hinterlassen auf ihrer Bahn einen Ionisationskanal. Dieser ist sehr kurzlebig. Funkstrahlen, die auf diesen Ionisationskanal auftreffen, werden reflektiert. Die Reflexionsdauer kann von einigen Sekunden bis zu etwa zwei Minuten betragen und ist von der Frequenz abhängig. Darüber hinausgehende Verbindungen sind sehr selten. Es können bis zu 2500&amp;amp;nbsp;km überbrückt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KH&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die ersten Meteorscatter-Beobachtungen gehen auf die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts zurück. Hantaro Nagaoka vom Forschungsinstitut für Physik und Chemie in Tokio beschrieb im Jahre 1929 erstmals Reflexionen von [[Radiowelle|Funkwellen]] an Meteoritenspuren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HN&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine erste praktische Anwendung von Meteorscatter erfolgte 1955 bis 1960 durch das &amp;#039;&amp;#039;JANET&amp;#039;&amp;#039;-Projekt in Kanada. Hier wurde zwischen [[Toronto]] und der kanadischen Provinz [[Saskatchewan]] eine Distanz von etwa 1000&amp;amp;nbsp;km mittels Meteorscatter überbrückt. Die verwendete [[Trägerfrequenz]] betrug 90&amp;amp;nbsp;MHz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;JANET&amp;quot; /&amp;gt; Durch die aufkommende Nutzung von Kommunikations-Satelliten gegen Ende der 1960er Jahre verlor Meteorscatter als Übertragungsverfahren an Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kommerzielle Nutzung ==&lt;br /&gt;
Die kommerzielle Nutzung von Meteorscatter ist aktuell nicht weit verbreitet. Grundsätzlich ist Meteorscatter jedoch eine kostengünstige Alternative zur teuren [[Satellitenübertragung]], wenn nur geringe Datenmengen übertragen werden müssen und eine deutliche Verzögerung bei der Übermittlung in Kauf genommen werden kann. So gibt es derzeit einige Anwendungen von Meteorscatter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PUA&amp;quot; /&amp;gt; Ein Beispiel hierfür ist das &amp;#039;&amp;#039;SNOTEL&amp;#039;&amp;#039;-Netzwerk des [[Landwirtschaftsministerium der Vereinigten Staaten|US-amerikanischen Landwirtschaftsministeriums]]. Hierbei handelt es sich um ein Netz von Wetterstationen, welche in den [[Rocky Mountains]] an zum Teil entlegenen Standorten fernab jeglicher Telekommunikations-Infrastruktur aufgebaut sind. Die Übermittlung der erfassten Messwerte erfolgt mittels Meteorscatter&amp;lt;ref name=&amp;quot;SNO&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung im Amateurfunkdienst ==&lt;br /&gt;
[[Datei:2yagi144MHz.jpg|mini|Amateurfunkantennen für 144 MHz]]&lt;br /&gt;
[[Datei:MS-50MHz.png|thumb|Die Aufzeichnung von MSK144-Signalen bei 50 MHz auf der 15 Sekunden langen Wasserfallspur]]&lt;br /&gt;
Gegenwärtig wird das Meteorscatter-Verfahren von [[Funkamateur]]en intensiv genutzt. Der Funkbetrieb über Meteorscatter findet hauptsächlich auf 144&amp;amp;nbsp;MHz ([[2-Meter-Band]]) statt, seltener auf 50&amp;amp;nbsp;MHz ([[6-Meter-Band]]) oder 432&amp;amp;nbsp;MHz ([[70-Zentimeter-Band|70-cm-Band]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;cqdl&amp;quot; /&amp;gt; Die Übertragung erfolgt primär mittels digitaler Betriebsarten wie MSK144, welche Teil von [[WSJT]] ist. Vorteilhaft an MSK144 ist unter anderem, dass mit sehr geringen Ausgangsleistungen und auch außerhalb von [[Meteorschauer]]n Funkverbindungen ermöglicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historisch wurde bei Meteorscatter vor allem [[Morsetelegrafie]] in sehr hoher Geschwindigkeit mit bis zu 1000 BpM verwendet. Diese wurde anfangs mit elektronischen Speichermorsetasten, später auch mit PCs gegeben. An die Empfänger wurden Tonbandgeräte angeschlossen, die mit hoher Geschwindigkeit aufnahmen. Nach dem Empfang der Pings (unter einer Sekunde) oder Bursts (gleich oder größer einer Sekunde), wie die Reflexionen genannt werden, ließ man die schnellen Aufnahmen wieder langsamer ablaufen und entzifferte dabei die Sendung. Das war sehr zeitaufwendig und setzte eine hohe Funkdisziplin beider Funkpartner voraus, weil immer zum genauen Zeitpunkt der eine mehrere Minuten senden und der andere empfangen musste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Walter F. Bain: &amp;#039;&amp;#039;V.H.F. meteor scatter propagation.&amp;#039;&amp;#039; In: QST, April 1957, Seiten 20–24, 140, 142.&lt;br /&gt;
* Walter F. Bain: &amp;#039;&amp;#039;VHF propagation by meteor-trail ionization.&amp;#039;&amp;#039; In: QST, Mai 1974, S. 41–47, 176.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.darc.de/fileadmin/_migrated/content_uploads/Vortrag_Meteor_Scatter__Dokumentation.pdf Christoph Dörle, DH9GCD: Reflexionen von Radiowellen an Meteoren und die Anwendung im Amateurfunk]&lt;br /&gt;
* [https://www.vhfdx.de/meteorscatter.html vhfdx.de]&lt;br /&gt;
* [http://www.mmmonvhf.de/ VHF-DX-Portal „Make More Miles on VHF“ Support und MS-Logs]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;HN&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hantaro Nagaoka: &amp;#039;&amp;#039;The Possibility of radio Transmissions Being Disturbed by Meteoric Showers&amp;#039;&amp;#039;, erschienen in der Schriftenreihe &amp;#039;&amp;#039;Proceedings of the Imperial Academy&amp;#039;&amp;#039;; Ausgabe 5, 1929, S. 233–236&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;SNO&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle |url=http://www.wcc.nrcs.usda.gov/snotel/SNOTEL-brochure.pdf |titel=SNOTEL And Snow Survey &amp;amp; Water Supply Forecasting |hrsg=National Water and Climate Center |datum=2009-03 |seiten=2 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20130214072104/http://www.wcc.nrcs.usda.gov/snotel/SNOTEL-brochure.pdf |archiv-datum=2013-02-14 |abruf=2012-12-19 |format=PDF; 1,1&amp;amp;nbsp;MB |sprache=en-US |offline=1 |archiv-bot=2019-05-01 06:36:52 InternetArchiveBot}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;PUA&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fukuda, Mukumoto, Yoshihiro et al.: &amp;#039;&amp;#039;Experiments on meteor burst communications in the Antarctic&amp;#039;&amp;#039;, Forschungsbericht, ab Seite 120, erschienen in der Schriftenreihe &amp;#039;&amp;#039;Advances in polar upper Atmosphere Research&amp;#039;&amp;#039;  am Natl. Inst. Polar Research, Tokio, 2003&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;JANET&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Davis, Gladys, Lang, Luke, Taylor: &amp;#039;&amp;#039;The Canadian Janet System&amp;#039;&amp;#039;, erschienen in der Schriftenreihe &amp;#039;&amp;#039;Proceedings of the Institute of Radio Engineers&amp;#039;&amp;#039; Band 45, Ausgabe 12, 1957&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;MC&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.meteorcomm.com/technologies/tech_burst.aspx |wayback=20060317192509 |text=Internetauftritt der Firma MeteorComm LLC, abgerufen am 14. Mai 2011 |archiv-bot=2019-05-01 06:36:52 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;KH&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur |Autor=[[Karl Rothammel]] |Titel=Rothammels Antennenbuch |TitelErg=Neu bearbeitet und erweitert von Alois Krischke. 12. aktualisierte und erweiterte Auflage |Verlag=DARC-Verl. |Ort=Baunatal |Datum=2001 |ISBN=3-88692-033-X |Online=[http://www.antennenbuch.de/ Online]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;cqdl&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur |Autor=[[Eckart Moltrecht]] |Hrsg=[[Deutscher Amateur-Radio-Club]] |Titel=Wie funktioniert Meteorscatter? |Sammelwerk=[[CQ DL]] |WerkErg=Das Amateurfunkmagazin |Nummer=11-2001 |Verlag=DARC Verlag GmbH |Ort=Baunatal |Datum=2001-11 |ISSN=0178-269X |Seiten=803 |ZDB=124446-2}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Funkausbreitung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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