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	<title>Meteorochorie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T11:01:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Meteorochorie&amp;diff=412493&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bildungsbürger: Wikilinks mit AWB</title>
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		<updated>2022-11-22T20:54:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikilinks mit &lt;a href=&quot;/index.php/Wikipedia:AWB&quot; class=&quot;mw-redirect&quot; title=&quot;Wikipedia:AWB&quot;&gt;AWB&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Dandelion Taraxacum.jpg|mini|Die Nussfrüchte der „[[Gewöhnlicher Löwenzahn|Pusteblume]]“ sind Schirmflieger]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Meteorochorie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Form der [[Ausbreitungsmechanismen von Pflanzen|Ausbreitungsstrategie von Pflanzen]] mit dem Wind. Es handelt sich dabei um eine Unterform der [[Anemochorie]], die zu den ursprünglichsten Ausbreitungsarten von Pflanzen gehört. Die Pflanzen nennt man &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Windflieger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Samenflieger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauprinzipien der Diasporen ==&lt;br /&gt;
Das Bauprinzip der [[Diasporen]], die meteorochor ausgebreitet werden, lässt sich in vier Unterarten unterteilen:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Blasenflieger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ballonflieger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Cystometeorochorie): Diasporen mit luftgefüllten Strukturen. Beispiele sind [[Wundklee]], [[Sumpf-Herzblatt]] und [[Blasenstrauch]] oder [[Orchideen]].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Haarflieger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schopf-&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schirmflieger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Trichometeorochorie) haben Haare oder Schirme aus umgebildeten [[Samenschale]]n, [[Granne]]n oder [[Kelchblatt|Kelchblättern]]. Beispiele sind [[Gewöhnlicher Löwenzahn|Löwenzahn]], [[Huflattich]], [[Weiden (Botanik)|Weiden]], [[Disteln]] und [[Waldreben]].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Flügelflieger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Pterometeorochorie) haben geflügelte Diasporen, die durch Samenschale, [[Perikarp]] oder Blatt gebildet werden. Beispiele sind [[Linden (Botanik)|Linden]], [[Ahorne]] und [[Birken]].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Körnchenflieger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Granometeorochorie) haben ein Samengewicht unter 0,1&amp;amp;nbsp;mg und erreichen daher weite Entfernungen. Beispiele sind Orchideen, [[Sommerwurz]], [[Heidekräuter|Heidekraut]] und [[Besenheide]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typisch für meteorochore Pflanzen ist, dass die Diasporen durch luftgefüllte Hohlräume ihr spezifisches Gewicht reduzieren und/oder eine durch verschiedene Ausbildungen der Oberfläche wie Flügel, Flughaare oder Fallschirme ihren Luftwiderstand vergrößern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Trichometeorochorie: Haarfrucht, Schirmfrucht ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Leontodon crispus fruits leg P. Cikovac.jpg|mini|Bei der Löwenzahn-Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Leontodon]]&amp;#039;&amp;#039; sitzt der Pappus am Ende der Früchte, bei der Löwenzahn-Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Taraxacum]]&amp;#039;&amp;#039; an einem Schnabel (Stiel) und sie sind daher „geschnäbelt“]]&lt;br /&gt;
* Schopfartige Haarbildungen, die sich an der Spitze der Diasporen befinden, finden sich besonders häufig bei [[Korbblütler]]n (etwa [[Arnika]] oder [[Alante|Alant]]) und [[Baldriangewächse]]n. Der [[Pappus (Botanik)|Pappus]] genannte Haarschopf wirkt wie ein Fallschirm, indem er ein Luftpolster generiert, das verhindert, dass die Diasporen zu schnell zu Boden sinken. Diese Diasporen tragen daher auch die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Schirmchenflieger&amp;#039;&amp;#039;. Viele Pionierpflanzen wie beispielsweise [[Weidenröschen]] nutzen diese Wirkungsweise, um ihre Samen kilometerweit zu verstreuen. Dabei sitzt der Pappus entweder direkt an der Spitze der Diasporen (wie bei [[Löwenzahn (Leontodon)]]) oder die Diasporen sind geschnäbelt und der Pappus sitzt auf einem Stiel, der an der Diaspore hängt (wie bei [[Löwenzahn (Taraxacum)]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Federschweifflieger&amp;#039;&amp;#039; wie beispielsweise die [[Reiherschnabel]]arten oder die [[Kuhschellen]] folgen einem anderen Wirkungsprinzip. Sie erhöhen den Luftwiderstand, indem sie den Griffel der Diasporen im Zuge der Fruchtreifung zu einem langen Federschweif umbilden.&lt;br /&gt;
* Seltener sind dagegen &amp;#039;&amp;#039;Haarflieger&amp;#039;&amp;#039;, wie Diasporen bezeichnet werden, deren Samen mit Haaren besetzt sind. Bekanntestes Beispiel ist der Löwenzahn oder die [[Pappeln|Pappel-]] und [[Baumwolle|Baumwollsamen]] oder [[Platanen]]samen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pterometeorochorie: Flügelfrucht / Flügelsamen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Alsomitra macrocarpa seed (syn. Zanonia macrocarpa).jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Alsomitra macrocarpa]]&amp;#039;&amp;#039; als Beispiel für einen Flügelsamen]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Flügelflieger&amp;#039;&amp;#039; beruhen auf den Prinzipien des [[Dynamischer Auftrieb|Auftriebs]].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schraubenflieger&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Drehflieger&amp;#039;&amp;#039;, funktionieren meist wie ein [[Hauptrotor#Rotorblatt|Rotorblatt]] nach dem Prinzip der [[Autorotation]]. Der Samen besitzt einen Kern, in dem der Massenschwerpunkt liegt, und einen leichten Flügel. Nach einem kurzen Sturzflug geht er über in eine spiral- und schraubenförmige Bewegung. Er dreht sich um seine eigene Achse und schraubt sich zusätzlich in einer großen Spirale nach unten. Bei einigen [[Ahorne]]n ist dies ein Doppelflügel aus zwei Früchten, bei anderen sowie bei [[Koniferen]], [[Linden (Botanik)|Linden]] und [[Eschen (Pflanzengattung)|Eschen]] mit einem Blatt und der [[Hainbuche]]; hier ist ein spezielles, verwachsenes Blatt der Flügel.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gleitflieger&amp;#039;&amp;#039;: Ein anderes Prinzip ist eine taumelnd-segelnde Flugweise – ähnlich einem [[Schmetterlinge|Schmetterling]] – mit flächigen Flügeln, mehrfingrig bei [[Birkengewächse]]n wie [[Birken]], rundlich etwa bei den [[Ulmen]] (als Beispiel siehe die Abbildung bei [[Feldulme]]). Besonders gute Gleiteigenschaften besitzt die [[Zanonia macrocarpa|Zanonia]]. Der Samen besitzt auf beiden Seiten dünne Flügel, die ihm das Aussehen eines kleinen [[Hängegleiter|Drachens]] geben. Wird er durch Kollision oder Wind aus der stabilen Fluglage gebracht, pendelt er kurz und findet anschließend in die optimale Flugposition zurück. Er wurde deshalb zum Vorbild für den Bau von Flugzeugen ([[Etrich-Taube]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Angelika Lüttig, Juliane Kasten: &amp;#039;&amp;#039;Hagebutte &amp;amp; Co - Blüten, Früchte und Ausbreitung europäischer Pflanzen.&amp;#039;&amp;#039; Fauna Verlag, Nottuln 2003, ISBN 3-935980-90-6.&lt;br /&gt;
* [[Oskar Eberhard Ulbrich|E. Ulbrich]]: &amp;#039;&amp;#039;Biologie der Früchte und Samen ‹Karpobiologie›.&amp;#039;&amp;#039; Springer, 1928, ISBN 978-3-642-51789-1 (Reprint), S. 164–194.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.leifiphysik.de/uebergreifend/bionik/flugfruechte &amp;#039;&amp;#039;Flügelfrüchte&amp;#039;&amp;#039;] bei [[LEIFIphysik]], abgerufen am 16. August 2017.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ausbreitungsmechanismen von Pflanzen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenausbreitung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bildungsbürger</name></author>
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