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	<title>Metallischer Wasserstoff - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T18:00:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Metallischer_Wasserstoff&amp;diff=200212&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wassermaus: /* Einzelnachweise */ sortierung</title>
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		<updated>2025-06-18T14:50:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise: &lt;/span&gt; sortierung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gas Giant Interiors-de.png|mini|300px|Die vier [[Gasplanet]]en des Sonnensystems. Um den Kern wird jeweils metallischer Wasserstoff angenommen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;metallischer Wasserstoff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird eine [[Hochdruckmodifikation]] des [[Wasserstoff]]s bezeichnet. Seine Existenz wurde theoretisch vorhergesagt und ist bislang nur bei sehr hohen Drücken und Temperaturen nachgewiesen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird vermutet, dass metallischer Wasserstoff im Inneren von [[Gasplanet]]en wie [[Jupiter (Planet)|Jupiter]] vorkommt. Er soll dabei –&amp;amp;nbsp;vermischt mit [[Helium]]&amp;amp;nbsp;– eine Schicht um den Kern unbekannter Zusammensetzung bilden; weiter außen soll dann ein Mantel aus molekularem Wasserstoff folgen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Fran Bagenal]], Timothy Edward Dowling, William B. McKinnon: &amp;#039;&amp;#039;Jupiter: the planet, satellites and magnetosphere.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Cambridge University Press, 2004, ISBN 978-0-521-81808-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlagen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Metalle|metallische]] Zustand zeichnet sich dadurch aus, dass die jeweils äußersten [[Elektron]]en eines [[Chemisches Element|Elementes]] –&amp;amp;nbsp;das sind genau diejenigen, die auch für die [[chemische Bindung|chemischen Bindungen]] zuständig sind&amp;amp;nbsp;– sich im elementaren Zustand im [[Leitungsband]] befinden. Da es beim Wasserstoff –&amp;amp;nbsp;im Gegensatz zu allen anderen Elementen&amp;amp;nbsp;– nur ein einziges Elektron je [[Atom]] gibt, müsste der Einbau dieses Elektrons in das Leitungsband dazu führen, dass ein [[Metallische Bindung|Gitter]] aus [[Atomkern]]en ([[Proton]]en) entsteht mit einem Abstand voneinander, der aufgrund nicht vorhandener [[inneres Elektron|innerer Elektronen]] eventuell wesentlich kleiner ist als der [[Bohrscher Radius|Bohrsche Radius]], vergleichbar mit einer Elektronen-[[Wellenlänge]] (siehe auch [[Materiewelle]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hypothese ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obgleich das [[Periodensystem der Elemente]] von einer Spalte mit [[Alkalimetalle]]n angeführt wird, ist Wasserstoff unter gewöhnlichen Bedingungen selbst kein Alkalimetall. [[Eugene Wigner]] sagte jedoch 1935 die Möglichkeit voraus, dass sich die [[Wasserstoffatom]]e unter extremem Druck wie die restlichen Elemente der ersten [[Hauptgruppe]] verhielten und ihren alleinigen Besitz über ihre Elektronen aufgäben, d.&amp;amp;nbsp;h., die Elektronen würden sich im [[Leitungsband]] aufhalten und sich somit wie in einem metallischen [[Leiter (Physik)|Leiter]] verhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;E. Wigner, H. B. Huntington: &amp;#039;&amp;#039;On the Possibility of a Metallic Modification of Hydrogen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;J. Chem. Phys.&amp;#039;&amp;#039; 1935, 3, S.&amp;amp;nbsp;764–770, {{DOI|10.1063/1.1749590}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erforschung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erforderliche extrem hohe Druck machte eine experimentelle Bestätigung lange Zeit unmöglich. Im März 1996 berichteten erstmals S. T. Weir, A. C. Mitchell und W. J. Nellis vom [[Lawrence Livermore National Laboratory]], dass sie für ungefähr eine&amp;amp;nbsp;[[Mikrosekunde]] bei mehreren tausend [[Kelvin]] und Drücken von mehr als 10&amp;lt;sup&amp;gt;11&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;amp;nbsp;[[Pascal (Einheit)|Pascal]] (d.&amp;amp;nbsp;h. 100&amp;amp;nbsp;GPa oder einer Million&amp;amp;nbsp;[[Bar (Einheit)|Bar]]) metallischen Wasserstoff hergestellt hätten, identifizierbar durch eine starke Abnahme des [[Elektrischer Widerstand|elektrischen Widerstandes]]. Hiermit war eine sechzigjährige Suche erstmals erfolgreich. Sie benutzten dazu [[Stoßwelle]]n, die flüssigen Wasserstoff und [[Deuterium]] für kurze Zeit sehr stark verdichteten und dabei auch aufheizten. Gleichzeitig zeigte sich, dass die [[Elektrische Leitfähigkeit|Leitfähigkeit]] stark temperaturabhängig ist. Bei einer Temperatur von 3000&amp;amp;nbsp;Kelvin beträgt der Übergangsdruck zur metallischen Phase etwa 140&amp;amp;nbsp;GPa.&amp;lt;ref&amp;gt;S. T. Weir, A. C. Mitchell, W. J. Nellis: &amp;#039;&amp;#039;Metallization of Fluid Molecular Hydrogen at 140&amp;amp;nbsp;GPa (1.4&amp;amp;nbsp;Mbar).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Phys. Rev. Lett.&amp;#039;&amp;#039; 1996, 76, S.&amp;amp;nbsp;1860–1863, {{DOI|10.1103/PhysRevLett.76.1860}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Forscher vom [[Max-Planck-Institut für Chemie]] berichteten 2011, bei 25&amp;amp;nbsp;°C und 2,2&amp;amp;nbsp;Megabar (220&amp;amp;nbsp;GPa) Druck Wasserstoff in einen [[Halbleiter]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;zustand und bei weiterer Drucksteigerung auf 2,7&amp;amp;nbsp;Megabar in einen metallischen Zustand gebracht zu haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Max-Planck-Institut für Chemie: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.mpg.de/4652575/wasserstoff_metall Hoher Druck macht Wasserstoff metallisch.]&amp;#039;&amp;#039; 17.&amp;amp;nbsp;November 2011, abgerufen am 18.&amp;amp;nbsp;November 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Wasserstoff bei niedrigeren Temperaturen nicht [[Dissoziation (Chemie)|dissoziiert]] vorliegt, ist es schwieriger, bei ihm eine [[Phasenumwandlung]] in eine metallische Modifikation zu erreichen und es bedarf deutlich höherer Drücke. Im Januar 2017 berichteten Ranga P. Dias und Isaac F. Silvera in der wissenschaftlichen Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Science]]&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ranga P. Dias, Isaac F. Silvera | Titel=Observation of the Wigner-Huntington transition to metallic hydrogen |Sammelwerk=[[Science]] |Datum=2017 |DOI=10.1126/science.aal1579}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bei Temperaturen von −268&amp;amp;nbsp;°C (5 K) und 495&amp;amp;nbsp;GPa metallischen Wasserstoff in einer [[Diamantstempelzelle|Diamantpresse]] durch die Zunahme der Reflexion der Probe nachgewiesen zu haben. Dabei verdunkelte sich die zuvor transparente Probe zunächst ab 335&amp;amp;nbsp;GPa und reflektierte schließlich bei 495&amp;amp;nbsp;GPa mehr als 90 % des einfallenden Lichts, was typisch für Metalle ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wdp&amp;quot;&amp;gt;Welt der Physik: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.weltderphysik.de/gebiet/materie/news/2017/wenn-wasserstoff-zum-metall-wird/ Wenn Wasserstoff zum Metall wird.]&amp;#039;&amp;#039; 26. Januar 2017, abgerufen am 27. Januar 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Andere Wissenschaftler bezeichneten die publizierten Ergebnisse aber als nicht überzeugend. So wurde kritisiert, dass die veröffentlichten Ergebnisse auf einem einzigen Versuch beruhten; andere mögliche Ursachen für die Beobachtungen seien nicht ausreichend untersucht worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Davide Castelvecchi. &amp;#039;&amp;#039;[https://www.nature.com/news/physicists-doubt-bold-report-of-metallic-hydrogen-1.21379 Physicists doubt bold report of metallic hydrogen]&amp;#039;&amp;#039;, [[Nature]], 26. Januar 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liegt Wasserstoff dagegen in einem [[Rydberg-Zustand]] vor, so wird aufgrund der gemessenen [[Bindungslänge]] von 150&amp;amp;nbsp;pm vermutet, dass keine [[Molekül]]e gebildet werden, sondern ein [[Metallische Bindung|Metallgitter]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Badiei&amp;quot;&amp;gt;Shahriar Badiei, Leif Holmlid: &amp;#039;&amp;#039;Experimental observation of an atomic hydrogen material with H–H bond distance of 150&amp;amp;nbsp;pm suggesting metallic hydrogen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;J. Phys. Condens. Matter.&amp;#039;&amp;#039; 2004, 16, S. 7017–7023, {{DOI|10.1088/0953-8984/16/39/034}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Metallischer Wasserstoff könnte auch ohne permanenten Druck und Tiefkühlung stabil bleiben. Damit wäre eine Verwendung als [[Supraleiter]] bei Raumtemperatur denkbar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wdp&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Methode für die [[Kernfusion]] besteht darin, einen [[Laser]]strahl auf [[Pellets]] aus Wasserstoff-[[Isotop]]en zu richten. Das zunehmende Verständnis für das Verhalten von Wasserstoff unter extremen Bedingungen kann helfen, die Energieausbeute zu steigern.&amp;lt;ref&amp;gt;[[GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung]]: {{Webarchiv | url=http://www.gsi.de/portrait/Broschueren/Wunderland/09.html | wayback=20120311025357 | text=&amp;#039;&amp;#039;Der andere Weg zur Kernfusion.&amp;#039;&amp;#039;}}. 11.&amp;amp;nbsp;August 2003, abgerufen am 27.&amp;amp;nbsp;November 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Franziska Konitzer: [https://www.spektrum.de/news/metallischer-wasserstoff-entsteht-bei-577-gigapascal/2120055 &amp;#039;&amp;#039;Das Unmögliche wird bei 577 Gigapascal möglich&amp;#039;&amp;#039;] in [[Spektrum.de]] vom 14. März 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elementmodifikation|Wasserstoff]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wassermaus</name></author>
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