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	<title>Metadaten - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Metadaten&amp;diff=22522&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-25662-6: Aktualisisiert bzgl Low-Code und No-Code</title>
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		<updated>2025-07-24T10:41:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aktualisisiert bzgl Low-Code und No-Code&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege fehlen||Dieser Artikel}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Schlagwortkatalog.jpg|mini|Im 21.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert beziehen sich Metadaten in der Regel auf digitale Formen. Metadaten finden sich aber auch schon in traditionellen Kartenkatalogen. Die Karten bestehen aus Informationen (Autor, Titel, Thema usw.) über die Bücher einer Bibliothek.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Metadaten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind [[Datenstruktur|strukturierte Daten]], die Informationen über Merkmale anderer Daten enthalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesverwaltungsamt (2023). &amp;#039;&amp;#039;Leitfaden Metadaten&amp;#039;&amp;#039;, (Version 2.0), S.&amp;amp;nbsp;3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den durch Metadaten beschriebenen Daten handelt es sich oft um größere Datensammlungen wie [[Elektronisches Dokument|Dokumente]], [[Buch|Bücher]], [[Datenbank]]en oder [[Datei]]en. So werden auch Angaben von [[Eigenschaft]]en eines einzelnen Objektes (beispielsweise „[[Personenname]]“) als dessen Metadaten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einführende Beispiele ==&lt;br /&gt;
Typische Metadaten zu einem Buch sind beispielsweise der Name des [[Autor]]s, die [[Auflage (Publikation)|Auflage]], das Erscheinungsjahr, der [[Verlag]] und die [[Internationale Standardbuchnummer|ISBN]]. Zu den Metadaten einer [[Computerdatei]] gehören unter anderem der Dateiname, die [[Zugriffsrecht]]e und das [[Kalenderdatum|Datum]] der letzten Änderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterscheidung zwischen Daten und Metadaten ==&lt;br /&gt;
Während der Begriff der &amp;#039;&amp;#039;Metadaten&amp;#039;&amp;#039; relativ neu ist, ist das Prinzip der Verweisung und der formalen Vorgaben schon jahrhundertelange bibliothekarische Praxis. Eine gültige Unterscheidung zwischen Metadaten und gewöhnlichen Daten existiert allerdings nur für den speziellen Fall, da die Bezeichnung eine Frage des Standpunkts ist. Für den Leser eines Buches sind der Inhalt die eigentlichen Daten, während der Name des Autors oder die Nummer der Auflage Metadaten sind. Für den Herausgeber eines [[Verzeichnis|Bücherkatalogs]] sind diese beiden Angaben dagegen Eigenschaften von Büchern allgemein, „Autor“ und „Auflagennummer“ sind Metadaten, die konkreten Ausprägungen („Karl May“, „17“) sind für ihn die eigentlichen Daten.&amp;lt;!--schlechtes Beispiel: Auch für einen Leser sind Autorangaben von Büchern &amp;#039;Daten&amp;#039; - siehe auch Definition dort.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweckbestimmung ===&lt;br /&gt;
Versucht man zwischen &amp;#039;&amp;#039;Daten&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Metadaten&amp;#039;&amp;#039; zu unterscheiden, so ist es hilfreich, den „[[Zweck]]“ als Begriff einzuführen. Der &amp;#039;&amp;#039;Zweck&amp;#039;&amp;#039; bestimmt das Ergebnis; um in der Lage zu sein, einen bestimmten Zweck zu erfüllen –&amp;amp;nbsp;ein bestimmtes Ergebnis zu erreichen&amp;amp;nbsp;–, werden Metadaten benötigt. Das Ergebnis kann aus Daten bestehen, insbesondere können Metadaten in ihrer Rolle als Daten Teil des Ergebnisses sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele:&lt;br /&gt;
* Zweck: Suche innerhalb einer [[Bibliothek]] nach allen Standorten (Signaturen) verfügbarer Bücher eines bestimmten Autors&lt;br /&gt;
* Metadaten: „[[Name]] des Autors“ und „verfügbar“&lt;br /&gt;
* Ergebnis: „[[Signatur (Dokumentation)|Signatur]]“ (über die Signatur ist der Standort erschließbar)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
In vielen Fällen findet keine bewusste Trennung zwischen [[Objektraum und Bildraum|Objekt-]] und [[Metaebene]] statt. Beispielsweise spricht man davon, in einem Katalog ein Buch zu suchen und nicht nur seine Metadaten. Bei der Verwendung von Metadaten wird oft erwartet, dass sie durch direkte Koppelung mit den Nutzdaten untrennbare Bestandteile eines abgeschlossenen, sich selbst beschreibenden Systems sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Metadaten werden oft dazu eingesetzt, um Informationsressourcen zu beschreiben und dadurch besser auffindbar zu machen und Beziehungen zwischen den Materialien herzustellen. Dies setzt in der Regel erst eine [[Dokumentation|Erschließung]] mit einem gewissen [[Standardisierung]]sgrad (zum Beispiel durch [[Bibliothekarisches Regelwerk|Bibliothekarische Regelwerke]]) voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Speicherung ==&lt;br /&gt;
Zur Speicherung von Metadaten gibt es verschiedene [[Möglichkeit]]en:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Im Dokument selbst. So ist in einem Buch stets auch der Autor und das Erscheinungsjahr verzeichnet. In [[Hypertext Markup Language|HTML]]-Dokumenten werden mit Hilfe des Elements &amp;lt;code&amp;gt;&amp;amp;lt;[[Meta-Element|meta]]&amp;gt;&amp;lt;/code&amp;gt; beispielsweise Sprache, Autor, Unternehmen oder [[Deskriptor|Schlagwörter]] angegeben.&lt;br /&gt;
* In zugeordneten [[Nachschlagewerk]]en, zum Beispiel für ein Buch in einer Bibliothek im [[Bibliothekskatalog]].&lt;br /&gt;
* Bei Computerdateien in den [[Dateiattribut]]en. Die meisten Dateisysteme erlauben nur genau festgelegte Metadaten in Dateiattributen; andere ([[HPFS]] mittels erweiterter Attribute) erlauben die Assoziation beliebiger Daten mit einer Datei. Auch ist es üblich, die Meta-Information „[[Dateityp]]“ im Dateinamen unterzubringen; typischerweise in der [[Dateinamenserweiterung]] oder in [[Magische Zahl (Informatik)#Magische Zahlen zur Kennzeichnung von Dateitypen|magischen Zahlen]] am Beginn der Datei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Speicherung und Übertragung von Metadaten gibt es eine Reihe von [[Datenformat]]en und [[Datenmodell]]en, wie beispielsweise [[Dublin Core]] oder [[Exchangeable Image File Format|EXIF]], die sich in unterschiedliche, und somit auch in von Menschen lesbare Formate übertragen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interoperable Metadaten ===&lt;br /&gt;
„Operabel“ bedeutet in fachsprachlichen Fügungen zunächst „so beschaffen, dass damit gearbeitet, &amp;#039;&amp;#039;operiert&amp;#039;&amp;#039; werden kann“. Die Vorsilbe „inter“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „zwischen“. [[Interoperabilität|Interoperable]] Metadaten sind also Metadaten aus potenziell unterschiedlichen Quellen, zwischen denen („inter“) eine Beziehung in der Weise besteht, dass mit ihnen gemeinsam gearbeitet („operiert“) werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Standard]]s für interoperable Metadaten haben die Aufgabe, Metadaten aus unterschiedlichen Quellen nutzbar zu machen. Sie umfassen dazu zunächst die Aspekte [[Semantik]], Datenmodell und [[Syntax]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Semantik&amp;#039;&amp;#039; beschreibt die Bedeutung, die in der Regel von [[Normung|Normierungs-Gremien]] festgelegt wird (vgl. [[Dublin Core]]). Das &amp;#039;&amp;#039;Datenmodell&amp;#039;&amp;#039; legt fest, welche Struktur die Metadaten besitzen können. Als „Daten“ lassen sich im Zusammenhang mit Metadaten [[Aussage]]n auffassen, die über ein zu beschreibendes Objekt (Dokument, [[Ressource]],&amp;amp;nbsp;…) getroffen werden. Als „Modell“-Komponente des Begriffs &amp;#039;&amp;#039;Datenmodell&amp;#039;&amp;#039; lässt sich eine Beschreibung dessen auffassen, wie die Aussagen strukturell beschaffen sind (der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Datenmodell&amp;#039;&amp;#039; bedeutet damit im Kontext von Metadaten so viel wie „[[Grammatik]]“ oder „Struktur von Aussagen“). Beispiele für Datenmodelle von Metadaten sind einfache Attribut/Wert-Kombinationen (z.&amp;amp;nbsp;B. HTML-[[Meta-Element]]e) oder [[Satz (Grammatik)|Sätze]] mit [[Subjekt (Grammatik)|Subjekt]], [[Prädikat (Grammatik)|Prädikat]] und [[Objekt (Grammatik)|Objekt]] (z.&amp;amp;nbsp;B. Tripel in [[Resource Description Framework|RDF]]). Die &amp;#039;&amp;#039;Syntax&amp;#039;&amp;#039; dient schließlich dazu, die entsprechend dem Datenmodell generierten Aussagen zu repräsentieren. Beispiel für ein Repräsentationsformat ist [[Extensible Markup Language|XML]] (eXtensible Markup Language).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen diesen drei Aspekten besteht nun folgende Beziehung: Die Semantik wird durch [[Konstrukt]]e des Datenmodells repräsentiert. Das Datenmodell wird wiederum durch syntaktische Konstrukte repräsentiert. Die syntaktischen Konstrukte werden schließlich aus [[Zeichen]] eines vereinbarten [[Zeichensatz]]es (wie bei [[Unicode]]) zusammengesetzt. Diese drei Aspekte lassen sich als [[hierarchisch]] übereinander liegende Schichten auffassen, da jede Schicht jeweils auf der darunter befindlichen Schicht aufbaut. Die Schichten sind dabei voneinander unabhängig, d.&amp;amp;nbsp;h. die Verwendung eines bestimmten Standards in einer Schicht erfolgt unabhängig von den anderen Schichten (wie die [[Schichtenmodell]]e der Netzwerkkommunikation, beispielsweise das [[OSI-Modell|ISO/OSI-Schichtenmodell]]). So kann eine bestimmte Semantik durch Konstrukte verschiedener Datenmodelle repräsentiert werden (z.&amp;amp;nbsp;B. Attribut/Wert-Kombination, Tripel), die wiederum durch verschiedene Syntaxen repräsentiert werden können ([[Funktionsgraph|Graphen]], XML-Formate).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Orthogonal]] zu diesen Schichten liegt als vierter Aspekt die &amp;#039;&amp;#039;[[Identifikator|Identifizierung]]&amp;#039;&amp;#039;, die alle drei Schichten betrifft. Um Metadaten verschiedener Quellen sinnvoll verarbeiten zu können, muss (weltweit) eindeutig gekennzeichnet werden, um welche Semantik, welches Datenmodell und welche Syntax es sich handelt. Hierzu ist ein Identifikationsmechanismus erforderlich, wie ihn die [[Uniform Resource Identifier|URIs]] (Uniform Resource Identifier) bereitstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Frameworks-Metadaten-Generisch-3.gif|mini|Generisches Framework]]&lt;br /&gt;
Alle vier Aspekte –&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Semantik&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Datenmodell&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Syntax&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Identifizierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;– sind erforderlich, um Standards für interoperable Metadaten zu schaffen. Sie können daher gemeinsam in ein &amp;#039;&amp;#039;[[Framework]]&amp;#039;&amp;#039; eingeordnet werden. Ein Framework bietet also eine Art Grundgerüst oder Gerippe, das bereits die wichtigsten Elemente bzw. [[Komponente (Software)|Komponenten]] eines Systems und deren Beziehungen beschreibt, jedoch ohne genaue Vorgaben hinsichtlich deren Ausgestaltung zu machen. Es fungiert somit als eine Art „Bezugssystem“, das die sinnvolle Eingliederung neuer Komponenten ermöglicht. Da ein Framework Elemente und deren Beziehungen zeigt, kann dies leicht durch die grafische Anordnung von Elementen visualisiert werden. Die Abbildung „Generisches Framework“ zeigt ein Framework für Metadaten, auf einer &amp;#039;&amp;#039;Metaebene&amp;#039;&amp;#039;. Im Gegensatz zu konkreten Ausprägungen von Frameworks, d.&amp;amp;nbsp;h. also der &amp;#039;&amp;#039;Ausprägungs&amp;#039;&amp;#039;- oder &amp;#039;&amp;#039;Instanzenebene&amp;#039;&amp;#039;, beschreibt ein Framework auf der Metaebene ein &amp;#039;&amp;#039;verallgemeinertes&amp;#039;&amp;#039; Framework – erkennbar an den generischen Bezeichnungen der Bestandteile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Beispiel für ein konkretes Framework für Metadaten sei RDF ([[Resource Description Framework]]) des [[World Wide Web Consortium]] (W3C) genannt. RDF enthält alle der oben genannten vier Aspekte mit spezifischen Ausprägungen, wie in der Abbildung dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Frameworks-Metadaten-RDF-6.gif|mini|RDF als Framework für Metadaten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Komponenten im Detail:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Semantik&amp;#039;&amp;#039;: Domänenspezifische Semantiken können über [[Namensraum|Namensräume]] importiert werden, womit die Semantik eines RDF-Vokabulars beliebig erweitert werden kann&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Datenmodell&amp;#039;&amp;#039;: RDF besitzt ein festgelegtes Datenmodell, das Aussagen über Ressourcen in Form von Tripeln mit Subjekt, Prädikat und Objekt gestattet&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Syntax&amp;#039;&amp;#039;: Zur Repräsentation solcher Aussagen kann eine beliebige Syntax verwendet werden, RDF/XML, Graphen, oder die N-Triple-Notation; [[RDF/XML]] ist jedoch die normative Syntax&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Identifikation&amp;#039;&amp;#039;: Als universeller Identifikations-Mechanismus werden URIs verbindlich vorgeschrieben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Idee eines Frameworks folgend definiert RDF selbst keine domänenspezifische Semantik, sondern spezifiziert lediglich einen Mechanismus, wie über Namensräume mit Hilfe einer URI weitere Semantiken eingebunden werden können. Verbindlich legt RDF hingegen ein gemeinsames Datenmodell in Form von Tripeln fest sowie die universelle Verwendung von URIs als Identifikationsmechanismus. Diese werden sowohl eingesetzt, um die einzelnen Komponenten eines Tripels (Subjekt, Prädikat, Objekt) zu kennzeichnen, als auch deren Werte und [[Datentyp]]en. Die konkrete Syntax zur Repräsentation der Tripel kann jedoch, wiederum dem Gedanken eines Frameworks folgend, frei gewählt werden, wobei RDF/XML als Standard vorgesehen ist. Mit RDF Schema enthält RDF außerdem noch eine [[Schema-Sprache]], um eigene [[Metadaten-Vokabular]]e zu definieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[RDF-Schema]] verhält sich zu RDF ähnlich wie [[XML Schema]] zu XML. Ein RDF Schema ist gleichzeitig ein gültiges RDF-Dokument, ebenso ist ein XML Schema gleichzeitig ein gültiges XML-Dokument. In beiden Fällen handelt es sich also um spezialisierte [[Teilmenge]]n einer [[Auszeichnungssprache]]. Während XML Schema jedoch syntaktische Einschränkungen beschreibt, z.&amp;amp;nbsp;B. Elementnamen, Häufigkeit des Auftretens etc., beschreibt RDF Schema &amp;#039;&amp;#039;semantische&amp;#039;&amp;#039; Einschränkungen, also z.&amp;amp;nbsp;B. dass ein Attribut „hasPublished“ nur auf [[Objekt (Programmierung)|Instanzen]] der [[Klasse (Objektorientierung)|Klasse]] „Mensch“ oder „juristischePerson“ angewendet werden darf, nicht jedoch auf Instanzen der Klasse „Tier“ – in der Schemasprache formuliert, hat das Attribut „hasPublished“ die &amp;#039;&amp;#039;[[Definitionsmenge|Domäne]]&amp;#039;&amp;#039; „Mensch“ oder „juristischePerson“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie XML dem Grundsatz der Einfachheit und Erweiterbarkeit folgend die Welt der Daten gründlich veränderte, in dem es durch eine einheitliche Syntax, ein genormtes [[Typsystem]] und seine Textbasiertheit die Definition problemlos zwischen verschiedenen Systemen und Programmen austauschbarer Datenformate ermöglichte, versucht RDF die Welt der Metadaten durch ein einheitliches Datenmodell zu verändern. Durch den Charakter eines Frameworks knüpft RDF dabei ebenfalls an bewährte Grundsätze wie Einfachheit und Erweiterbarkeit an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste von Metadatenformaten}}&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Text Encoding Initiative|BagIt}}&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Dateiattribute|semantisches Web}}&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Datenverzeichnis|Repositorium}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele in Anwendungsgebieten ==&lt;br /&gt;
Die folgenden Abschnitte liefern Beispiele und Standardformate für Metadaten in Anwendungsgebieten auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Metadaten in der Statistik ===&lt;br /&gt;
In statistischen Datenbanken werden diejenigen Daten als Metadaten bezeichnet, die nicht direkt den Inhalt einer [[Statistik]] darstellen, so als Branchen- oder Berufsbezeichnungen, Gemeindeverzeichnisse und andere Kataloge. Zu den statistischen Metadaten zählen auch Beschreibungen der Datenfelder in Umfrageformularen, unter Umständen auch komplette Formularbeschreibungen.&lt;br /&gt;
Die eigentlichen statistischen Daten bezeichnet man in Abgrenzung zu den Metadaten als [[Mikrodaten]] und [[Makrodaten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Umfrageforschung]] werden spezielle Metadaten zur Umfrage als [[Paradaten]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Metaanalyse}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Metadaten bei Geodaten ===&lt;br /&gt;
In der [[Infrastructure for Spatial Information in the European Community|INSPIRE-Richtlinie]] sowie in dem darauf aufbauenden [[Geodatenzugangsgesetz|Gesetz über den Zugang zu digitalen Geodaten]] (Geodatenzugangsgesetz – GeoZG) findet sich eine Legaldefinition für Metadaten im Bereich der Geoinformationsverarbeitung:&lt;br /&gt;
„Metadaten sind Informationen, die Geodaten oder Geodatendienste beschreiben und es ermöglichen, Geodaten und Geodatendienste zu ermitteln, in Verzeichnisse aufzunehmen und zu nutzen.“ (§ 3 Abs. 2 GeoZG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Metadaten in der Softwareentwicklung ===&lt;br /&gt;
In der [[Softwareentwicklung]] wird der Metadatenbegriff für verschiedene Zwecke gebraucht:&lt;br /&gt;
* Man bezeichnet Bestandteile eines [[Quelltext|Programmquelltextes]] als Metadaten, die nicht vom eigentlichen Übersetzungswerkzeug, meist einem [[Compiler]], sondern Zusatzwerkzeugen ausgewertet werden. Diese Metadaten werden meist zur [[Dokumentation]] oder mit Hilfe von [[Annotation (Programmierung)|Annotationen]] zur [[Codegenerator|Codegenerierung]] eingesetzt. Beispiele sind die [[Annotation (Java)|Annotations]] in [[Java (Programmiersprache)|Java]] oder die Attribute innerhalb des [[.Net-Framework]]s.&lt;br /&gt;
* Eine von der klassischen Programmierung abweichende Form ist die Verwendung von Metadaten in vielen Low-Code- und No-Code-Plattformen. Hierbei sind die meisten benötigten Anwendungsfunktionen vorkompiliert vorhanden und werden über eine Metadaten-Engine aufgerufen und parametrisiert. Die gewünschte Zielanwendung muss vorher mittels spezifischer Metadaten deklarativ beschrieben werden. Einige Hersteller wie [[Tenfold]], Data-Warehouse GmbH und [[Scopeland Technology]] wenden dieses Prinzip auch auf die Erstellung schreibender Datenbankanwendungen an.&lt;br /&gt;
* Unter Metadaten versteht man auch die Datensatzdefinition in einem [[Data-Dictionary]] einer Datenbank.&lt;br /&gt;
* Als Metadaten können auch die Informationen in der Software-[[Versionsverwaltung]] gelten. Diese machen es oft möglich, den Autor einer jeden Zeile eines Programmcodes zu identifizieren. Dafür werden Nutzdaten (der Quellcode) und Metadaten aus dem Versionsverwaltungsarchiv korreliert. Bei vielen Versionsverwaltungssoftwaren (etwa [[Git]] und [[Apache Subversion|SVN]]) heißt dieser fest eingebaute Befehl &amp;#039;&amp;#039;blame&amp;#039;&amp;#039; (eng. für beschuldigen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Metadaten bei Musikaufnahmen ===&lt;br /&gt;
Typische Metadaten bei Musik und anderen [[Tonaufnahme]]n sind z.&amp;amp;nbsp;B. Titel, Künstler, Komponist, Veröffentlichungsdatum, Musikverlag oder die [[International Standard Recording Code|ISRC]]-Nummer; bei digitalen Tonaufnahmen ist es möglich, diese Metainformationen direkt in der Datei abzuspeichern (beispielsweise im [[ID3-Tag]] von [[MP3]]-Dateien).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über diese zur Erstellung einer herkömmlichen Musikbibliothek notwendigen primären Daten hinaus gibt es deutlich komplexere inhaltliche Musikmetadaten. Dazu zählen beispielsweise Stilistik, Haupt- und Nebeninstrumente, Genre, Tempo, Tonart, Dynamik, Gesangscharakter und die Beschreibung von Stimmungen und Szenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Metadaten digitaler Bilder ===&lt;br /&gt;
Metadaten digitaler Fotos, wie Aufnahmedatum/-zeit, Brennweite, Blende, Belichtungsdauer und andere technische Parameter (ggf. auch [[geographische Koordinaten]] des Aufnahmeorts), werden heute von nahezu allen [[Digitalkamera]]s am Anfang einer [[Bilddatei]] im [[Exchangeable Image File Format|Exif]]-Format abgespeichert. Durch geeignete Software kann ein [[digitales Bild]] (Foto, [[Scanner (Datenerfassung)|Scan]] oder Grafik) durch Metadaten im [[IPTC-IIM-Standard|IPTC]]-Format angereichert werden; dabei können im Wesentlichen Angaben gemacht werden zu [[Bildtitel]], Bildbeschreibung, Aufnahmeort ([[Global Positioning System|GPS]]-Koordinaten/Ort/Bundesland/Land), Autor (Fotograf) bzw. Urheberrechts-Inhaber, Kontaktdaten des Urheberrechts-Inhabers oder Lizenzgebers, Urheberrechts-Bestimmungen und Suchbegriffe (Schlüsselwörter). Viele Bildbearbeitungsprogramme ergänzen oder verändern beim Bearbeiten von digitalen Fotos (bzw. Bildern im Allgemeinen) die Metadaten zusätzlich, sodass sich Rückschlüsse auf die Bildbearbeitungssoftware ziehen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Metadaten bei der Kommunikation im Internet ===&lt;br /&gt;
Das [[Internet Protocol|Internet-Protokoll]] folgt einem Schichtenmodell. Am Beispiel des Standards zum Versenden von [[E-Mail]]s soll dies illustriert werden. Das zur Übermittlung von E-Mails gebräuchliche Protokoll lautet [[Simple Mail Transfer Protocol]]. Seine Position in der Internetprotokollschicht lässt sich genau angeben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Netzwerk-TCP-IP-Anwendungsprotokoll|SMTP}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Sicht der Versender und Empfänger von E-Mails &amp;#039;&amp;#039;können&amp;#039;&amp;#039; alle Schichten unterhalb der Anwendungsschicht als Metadaten angesehen werden. Das wird besonders augenfällig, wenn die Anwendungsschicht verschlüsselt wird. Selbst dann kodiert bereits die Transportschicht (TCP) genügend Informationen, um den Namen des sendenden und empfangenden Servers (oft der globale Teil einer [[E-Mail-Adresse]]) sowie Nachrichtenlänge und Zeitraum der Sendung zu ermitteln. Bei häufigem E-Mail-Verkehr zwischen zwei Parteien kann die bloße Frequenzinformation einem recherchierenden Dritten Rückschlüsse auf den Inhalt der E-Mails erlauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gleiche Situation ergibt sich prinzipiell mit anderen Netzwerkprotokollen, etwa [[Instant Messaging|Instant-Messaging]]-Diensten oder dem [[World Wide Web]].&lt;br /&gt;
Allgemein spricht man in diesem Zusammenhang von [[Verkehrsdaten]] oder [[Randdaten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach {{§|206|StGB|juris|text=§206 Abs. 5}} des [[Strafgesetzbuch (Deutschland)|deutschen Strafgesetzbuchs]] zählen neben dem Inhalt der Telekommunikation auch &amp;#039;&amp;#039;„ihre näheren Umstände, insbesondere die Tatsache, ob jemand an einem Telekommunikationsvorgang beteiligt ist oder war“&amp;#039;&amp;#039; zum [[Fernmeldegeheimnis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesellschaftskritik ==&lt;br /&gt;
Der italienische Philosoph und Medientheoretiker [[Matteo Pasquinelli]] hat 2018 die These aufgestellt, dass mit der Datenexplosion eine neue Steuerungsform möglich werde: eine „Gesellschaft der Metadaten“. Mit Metadaten könnten neue Formen der biopolitischen Steuerung zur Kontrolle der Massen und Verhaltenssteuerung etabliert werden, etwa Online-Aktivitäten in sozialen Netzwerken oder Passagierströme in öffentlichen Verkehrsmitteln. Das Problem sieht Pasquinelli nicht darin, dass Individuen wie in totalitären Systemen auf Schritt und Tritt überwacht werden, sondern vermasst werden und die Gesellschaft als Aggregat berechenbar und kontrollierbar werde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sueddeutsche.de/digital/philosophie-die-gesellschaft-der-metadaten-1.4070474 |titel=Philosophie – Die Gesellschaft der Metadaten |autor=Adrian Lobe |werk=[[Süddeutsche.de]] |datum=2018-07-31 |zugriff=2018-09-03 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Alternativer Datenstrom]]&lt;br /&gt;
* [[Selektor]] (Begriffsklärung)&lt;br /&gt;
* [[Ontologie (Informatik)|Ontologie]]&lt;br /&gt;
* [[Untertitel]] bei Filmen etc.&lt;br /&gt;
* [[TV-Anytime]], ein offener Standard für Digital-TV-begleitende Metadaten für Aufnahmen von Sendungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gunnar Auth: &amp;#039;&amp;#039;Metadaten – Grundlagen und Bedeutung im Data Warehousing&amp;#039;&amp;#039;. In: Gunnar Auth: &amp;#039;&amp;#039;Prozessorientierte Organisation des Metadatenmanagements für Data-Warehouse-Systeme&amp;#039;&amp;#039;. BoD, Norderstedt 2004, ISBN 978-3-8334-1926-3, S. 27–74.&lt;br /&gt;
* Ingrid Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Modellierung von Metadaten&amp;#039;&amp;#039;. In: Henning Lobin; Lothar Lemnitzer: &amp;#039;&amp;#039;Texttechnologie. Perspektiven und Anwendungen&amp;#039;&amp;#039;. Stauffenburg, Tübingen 2004, ISBN 3-86057-287-3, S. 143–164.&lt;br /&gt;
* Ulrich Hambuch: &amp;#039;&amp;#039;Erfolgsfaktor Metadatenmanagement: Die Relevanz des Metadatenmanagements für die Datenqualität bei Business Intelligence&amp;#039;&amp;#039;. Vdm, Saarbrücken 2008, ISBN 3-639-07879-9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* Martin Warnke: [https://www.zeitenblicke.de/2003/01/warnke/index.html &amp;#039;&amp;#039;Daten und Metadaten&amp;#039;&amp;#039;.] – Online-Ressourcen für die [[Bildwissenschaft]]; zeitenblicke.de, 2003&lt;br /&gt;
* [https://www.getty.edu/research/publications/electronic_publications/intrometadata/crosswalks.html Metadata Standards Crosswalk.] – Getty Standards and Digital Resource Management Program (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4410512-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Daten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dokumentation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsinformatik]]&lt;/div&gt;</summary>
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