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	<title>Metabolische Azidose - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Metabolische_Azidose&amp;diff=467809&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Nicoasc: /* Kompensations-Mechanismen */  Satz kein Verb  ---&gt; ist</title>
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		<updated>2026-04-15T20:41:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Kompensations-Mechanismen: &lt;/span&gt;  Satz kein Verb  ---&amp;gt; ist&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| BREITE = &lt;br /&gt;
| 01-CODE = E87.2&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = Azidose&amp;lt;br /&amp;gt;metabolische Azidose&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;metabolische Azidose&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man in der Medizin eine [[stoffwechsel]]bedingte Übersäuerung des Blutes und des Körpers ([[Azidose]]). Es handelt sich um eine primäre Verminderung der Plasmabikarbonatkonzentration (PBK) mit begleitender Azidämie.&amp;lt;ref&amp;gt;K. F. Rothe, Rudolf Schorer: &amp;#039;&amp;#039;Der Säure-Basen-Haushalt in der Anästhesiologie und operativen Intensivmedizin. Physiologie, Pathophysiologie und Klinik der Azidosen.&amp;#039;&amp;#039; 1985, S. 71.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie wird durch vermehrt im Körperstoffwechsel anfallende [[Säure]]n (Überangebot an H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen), durch deren verminderte Ausscheidung (Verminderung der Säureexkretionsrate durch die Niere) oder durch einen [[Bikarbonat]]verlust (über den Magen-Darm-Trakt oder die Nieren) verursacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen ==&lt;br /&gt;
Die häufigsten Ursachen einer metabolischen Azidose (sofern nicht durch chronische Unterernährung verursacht) sind&lt;br /&gt;
* chronische [[Niereninsuffizienz]] mit [[Urämie]] oder distale tubuläre Azidose mit isoliertem tubulären H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Sekretionsdefekt der Nieren (&amp;#039;&amp;#039;Retentionsazidose&amp;#039;&amp;#039;),&lt;br /&gt;
* [[Diabetes Mellitus|diabetische]] Stoffwechselentgleisung mit [[Ketoazidose]] beim absoluten [[Insulin]]mangel, eine [[Laktatazidose]] (beides &amp;#039;&amp;#039;Additionsazidosen&amp;#039;&amp;#039; – vergrößerte [[Anionenlücke]]),&lt;br /&gt;
* Vergiftung mit sauren Substanzen wie beispielsweise [[Acetylsalicylsäure]] (ebenfalls eine &amp;#039;&amp;#039;Additionsazidose&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* Verlust von Bikarbonat-Ionen im [[Proximale Tubuluszelle|proximalen Tubulus]] oder bei [[Diarrhoe|Durchfall]] (Subtraktionsazidose).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die häufigste metabolische Azidose ist die diabetische Ketoazidose. Ein Diabetiker gewinnt bei Insulinmangel, da er keine Glukose verwerten kann, Energie durch verstärkte Verbrennung von [[Fettsäuren]]. Bei diesem verstärkten Fettabbau entstehen [[Ketonkörper]], die große Mengen von [[Bicarbonatpuffer]] binden. Der daraus entstehende relative Mangel an [[Bicarbonat]] führt zur Übersäuerung des Blutes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
* [[Hyperpnoe]] (lange, tiefe Atemzüge bei normaler Frequenz)&lt;br /&gt;
* [[Herzinsuffizienz]]&lt;br /&gt;
* [[Koma]] (durch ein Missverhältnis von Sauerstoffverbrauch und Sauerstoffangebot im Gehirn)&lt;br /&gt;
* gastroinstestinale Symptome ([[Übelkeit]], Erbrechen, Durchfall)&lt;br /&gt;
* [[Hyperkaliämie]] (durch Kaliumshift aus der Zelle in den Extrazellulärraum)&amp;lt;ref&amp;gt;K. F. Rothe, Rudolf Schorer: &amp;#039;&amp;#039;Der Säure-Basen-Haushalt in der Anästhesiologie und operativen Intensivmedizin. Physiologie, Pathophysiologie und Klinik der Azidosen.&amp;#039;&amp;#039; 1985, S. 72 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnose ==&lt;br /&gt;
Ein Patient mit metabolischer Azidose fällt vor allem durch seine verstärkte, tiefe, normofrequente Atmung auf (sogenannte [[Kußmaul-Atmung]]). Bei der Ketoazidose des Diabetikers kann man meist auch einen fruchtartigen Acetongeruch in der Atemluft bemerken. Entscheidend für die Erkennung und Quantifizierung der metabolischen Azidose ist die [[Blutgasanalyse]]. Aus dem Basendefizit, dem pH-Wert und dem CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; -[[Partialdruck]] lässt sich leicht das Ausmaß der metabolischen Azidose und das Ausmaß der respiratorischen Kompensation des Körpers erkennen. Weiter differenzieren lassen sich die Ursachen anhand der [[Anionenlücke]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kompensations-Mechanismen ==&lt;br /&gt;
Die metabolische Azidose ist gekennzeichnet durch eine niedrige Konzentration von [[Bikarbonat]] (HCO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;), und zwar durch eine erhöhte Bildung von Säuren (wie [[Acetessigsäure]] und [[3-Hydroxybutansäure|β-Hydroxybuttersäure]] oder Milchsäure), einen übermäßigen Verlust von HCO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt; durch die Nieren oder den Magen-Darm-Trakt oder durch unzureichende HCO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt; Erzeugung. Die Einstellung eines Gleichgewichts zwischen Säuren und Basen im Körper zur Aufrechterhaltung der optimalen Funktion von Organen, Geweben und Zellen ist sehr wichtig.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Walter Siegenthaler]], Hubert E. Blum (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Klinische Pathophysiologie.&amp;#039;&amp;#039; 9., völlig neu bearbeitete Auflage. Thieme, Stuttgart u. a. 2006, ISBN 3-13-449609-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper reguliert den Säuregehalt des Blutes mit Hilfe von vier Puffersystemen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kompensation durch die Atmung: Eine Hyperventilation entfernt mehr [[Kohlenstoffdioxid|CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]] aus dem Körper, wodurch sich den [[pH-Wert]] erhöht&lt;br /&gt;
* Bikarbonat-Puffersystem&lt;br /&gt;
* Intrazelluläre Pufferung durch Absorption von Wasserstoffatomen durch verschiedene Moleküle, darunter Proteine, Phosphate und Karbonat in Knochen.&lt;br /&gt;
* Kompensation durch die Nieren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
Therapeutisch steht die Ursachenbehandlung im Vordergrund. Aber auch durch symptomatische Behandlung, z.&amp;amp;nbsp;B. durch die Gabe von Insulin, kann bei der diabetischen Ketoazidose sehr schnell eine Besserung erzielt werden. Zu beachten ist hier auch die ausreichende Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr. Vor allem bei der schockbedingten Laktatazidose ist die Flüssigkeitszufuhr zur Volumenauffüllung entscheidend. Bei der Urämie muss eine [[Dialyse]] angestrebt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es das Ausmaß der Azidose erforderlich macht, besteht die Möglichkeit zur Therapie mit alkalisierenden Substanzen. Durch die Gabe von [[Natriumhydrogencarbonat]] oder anderen (weniger vorteilhaften) Puffersubstanzen (Laktat, Zitrat, THAM) kann man versuchen, die Stoffwechselentgleisung der akuten metabolischen Azidose zumindest vorübergehend (durch Erhöhung der Plasmabikarbonatkonzentration, orient am [[Base Excess]]) zu begrenzen. Dies wird allerdings aufgrund schwerwiegender Nachteile wie Elektrolytentgleisungen nur noch bei schwerer Azidose mit einem pH &amp;lt; 7,1 durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
Eine metabolische Azidose kann auch bei körperlichem Stress und/oder [[Agitation (Medizin)|Agitation]] auftreten, insbesondere wenn Menschen durch [[Gewalt]] zu Boden gebracht und gefesselt werden. Wenn danach der Delinquent am Atmen gehindert wird, z.&amp;amp;nbsp;B. durch Kompression des Brustkorbs oder durch [[Sedierung]], so wird der wichtigste Kompensationsmechanismus, die [[Hyperventilation]], unterbunden und die Azidose verschlechtert sich&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Matt Bivens, Eric Jaeger,  Victor Weedn |Titel=Handcuffs and Unexpected Deaths  “I Can’t Breathe” as a Medical Emergency |Sammelwerk=N Engl J Med |Band=391 |Nummer=22 |Datum=2024 |DOI=10.1056/NEJMp2407162}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. In den USA wurden Fälle beschrieben zum Tode führen können. Auch bei [[Obduktion]]en wurden Azidosen beobachtet, die zum Teil auf Drogenkonsum, zum Teil auf den erhöhten metabolischen Bedarf bei körperlicher Anstrengung zurückzuführen waren&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=V. Weedn, A. Steinberg, P. Speth |Titel=Prone restraint cardiac arrest in in-custody and arrest-related deaths. |Sammelwerk=J Forensic Sci. |Band=67 |Datum=2022 |Seiten=1899–1914 |DOI=10.1111/1556-4029.15101}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Respiratorische Azidose]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Albrecht Schwab&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Michael Gekle u. a.&lt;br /&gt;
   |Titel=Atmung und Säure-Basen-Haushalt&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Taschenlehrbuch Physiologie&lt;br /&gt;
   |Verlag=Thieme Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Stuttgart&lt;br /&gt;
   |Datum=2010&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-13-144981-8&lt;br /&gt;
   |Seiten=320–334}}&lt;br /&gt;
* Karl Friedrich Rothe, Rudolf Schorer: &amp;#039;&amp;#039;Der Säure-Basen-Haushalt in der Anästhesiologie und operativen Intensivmedizin. Physiologie, Pathophysiologie und Klinik der Azidosen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Anästhesie Intensivtherapie Notfallmedizin.&amp;#039;&amp;#039; Band 20, Nr. 2, April 1985, S. 69–75, hier S. 71–73 (&amp;#039;&amp;#039;Die metabolische Azidose&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Säure-Basen-Störung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitssymptom]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pathophysiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffwechselkrankheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Säure-Basen-Haushalt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nicoasc</name></author>
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