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	<title>Mesoamerika - Versionsgeschichte</title>
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		<updated>2026-04-13T07:26:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abschnittlink korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Aztekenreich-und-Mexiko.JPG|mini|300px|Indigene Reiche in Mesoamerika]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mesoamerika&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Der Begriff „Mesoamerika“ wurde eingeführt von: [[Paul Kirchhoff]] – &amp;#039;&amp;#039;Mesoamérica, sus límites geográficos, composición étnica y carácteres culturales.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Acta Americana 1&amp;#039;&amp;#039;, Washington D.C. 1943, Seite 92–107&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
bezeichnet eine Siedlungslandschaft und ein [[Kulturareal]] in [[Mittelamerika]]. Das Gebiet Mesoamerikas umfasst großräumige Gebiete der heutigen Staaten [[Mexiko]], [[Belize]], [[Guatemala]], [[El Salvador]], [[Honduras]], [[Nicaragua]] und [[Costa Rica]]. Im älteren Sprachgebrauch ist für etwa dieselbe Kulturregion auch der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Altmexiko&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gebräuchlich, insbesondere für deren [[Vorkolumbisch|vorkolumbische]] Geschichte,&amp;lt;ref&amp;gt;Beispielsweise bei: Ferdinand Anders, Maarten Jansen: &amp;#039;&amp;#039;Altmexiko. Mexikanische Zauberfiguren. Alte Handschriften beginnen zu sprechen&amp;#039;&amp;#039;. Linz 1986; Susanne Luber: &amp;#039;&amp;#039;Zwölf Wind und Drei Feuerstein. Vom Leben in Altmexiko, seiner Zerstörung und Neuentdeckung&amp;#039;&amp;#039;. Ausst.-Kat. für Eutiner Landesbib. 1992/93. Bremen 1992; Gudrun Wolfschmidt: &amp;#039;&amp;#039;Kultur, Kunst und Naturanschauung in Alt-Mexiko&amp;#039;&amp;#039;. Bamberg 1976.&amp;lt;/ref&amp;gt; z.&amp;amp;nbsp;T. aber auch für die indianischen Kulturen der modernen Zeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Luis Suárez: &amp;#039;&amp;#039;Alt-Mexiko im 20. Jahrhundert. Reportagen aus der Welt der Indianer&amp;#039;&amp;#039;. Bearb. von Monika Fischer. Ost-Berlin 1967.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu diesem Kulturareal werden die [[Hochkultur (Geschichtswissenschaft)|Hochkulturen]] der [[Nahua]] ([[Azteken]], [[Tlaxcalteken]] und [[Tolteken]]), [[Boruca]], [[Chichimeken]], [[Huaxteken]], [[Huicholen]], [[Maya]] ([[Lacandonen]]), [[Mayangna]], [[Mazateken]], [[Mixe]], [[Mixteken]], [[Olmeken]], [[Otomí]], [[Purépecha]], [[Totonaken]] und [[Zapoteken]] gezählt. Aber auch weniger bekannte Kulturen – vor allem entlang der Pazifikküste – gehören dazu: [[Diquís-Kultur]] (Costa Rica), [[Mokaya-Kultur]] ([[Chiapas]] und Guatemala), [[Monte-Alto-Kultur]] und [[Cotzumalhuapa-Kultur]] (Guatemala). Daneben existieren noch mehrere Einzelfundorte, die sich einer kulturellen Einordnung bislang weitgehend entziehen: [[Izapa]], [[Takalik Abaj]], [[Kaminaljuyu]] u.&amp;amp;nbsp;a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Weitere Ethnien siehe [[Liste der indigenen Völker Mesoamerikas und der Karibik]].&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
=== Archäologisch ===&lt;br /&gt;
Mesoamerika ist ein archäologisches Kulturgebiet in Mittelamerika, in dem zahlreiche präkolumbische Völker vor der spanischen Kolonisierung lebten. Typische Merkmale mesoamerikanischer Kulturen sind u.&amp;amp;nbsp;a. ein [[Tzolkin|260-tägiger Ritualkalender]], [[Mesoamerikanische Schriften|Schrift- und Notationssysteme]], [[Stufenpyramide]]n und das [[Mesoamerikanisches Ballspiel|mesoamerikanische Ballspiel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachwissenschaftlich ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Mesoamerikanische Sprachen}}&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Mesoamerikanische Schriften}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Mesoamerican Linguistic Area]] ist ein [[Sprachbund]], der zahlreiche Sprachen Mesoamerikas beschreibt, mit gemeinsamen [[Syntax|syntaktischen]], [[Wortschatz|lexikalischen]], [[Phonologie|phonologischen]] und [[Sprachwissenschaft|ethno-linguistischen]] Eigenschaften. Zu diesem Sprachbund gehören [[Maya-Sprachen|Maya]], [[Mixe-Zoque]], [[Totonac-Tepehua]] und [[Uto-aztekische Sprachen|Uto-Aztekisch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaftlich ===&lt;br /&gt;
Mesoamerika (MAR) ist laut [[OECD]] eine multinationale, [[Wirtschaftsgeographie|wirtschaftsgeographische]] Region in [[Mittelamerika]] der Staaten [[Belize]], [[Costa Rica]], [[El Salvador]], [[Guatemala]], [[Honduras]], [[Nicaragua]] und [[Panama]], sowie den neun südöstlichen Staaten [[Mexiko]]s ([[Campeche (Bundesstaat)|Campeche]], [[Chiapas]], [[Guerrero (Mexiko)|Guerrero]], [[Oaxaca]], [[Puebla (Bundesstaat)|Puebla]], [[Quintana Roo (Bundesstaat)|Quintana Roo]], [[Tabasco (Bundesstaat)|Tabasco]], [[Veracruz (Bundesstaat)|Veracruz]] und [[Yucatán (Bundesstaat)|Yucatán]]).&amp;lt;ref&amp;gt;OECD (2006, Seite 13, 36)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mesoamérica.png|mini|300px|Regionen Mesoamerikas]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nordgrenze Mesoamerikas liegt ungefähr auf der Höhe des nördlichen Wendekreises mit einer Ausbuchtung nach Süden zwischen den beiden Kordilleren. Die Grenze wanderte mit wechselnden klimatischen Bedingungen. In regenreichen Phasen war Bodenbau möglich, so verschob sich die Grenze in nördliche Richtung. Die Ost- bzw. Südgrenze verlief je nach Zeitraum durch Nicaragua und Costa Rica oder aber durch El Salvador und Honduras. Die [[Nicarao]] sprachen eine Variante des [[Nawat (Pipil)|Nawat]] Zentralamerikas, eine dem von den [[Azteken]] gesprochenen [[Nahuatl]] ähnliche Sprache und werden deshalb zu den [[Nahua]] gezählt. Sie bildeten zur Zeit der Conquista einen weit nach Osten verschobenen Vorposten, während der Großteil der archäologischen Befunde auf eine weiter im Westen zu ziehende Grenze schließen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Frühzeit ===&lt;br /&gt;
Um 20.000 v. Chr. besiedelten Menschen den mesoamerikanischen Raum. Erste Mammutjäger sind für 10.000 v. Chr. nachgewiesen. Die ältesten archäologischen Funde auf Yucatán datieren von 9000 v. Chr., die Funde von [[Los Tapiales]] ([[Guatemala]]) werden auf 8000 v. Chr. datiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Archaische Periode ===&lt;br /&gt;
Um 7000 v. Chr. begann der [[Ackerbau]], um 5000 v. Chr. wurde Mais als Kulturpflanze angebaut. Permanent besiedelte Dörfer sind 3500 v. Chr. wahrscheinlich. Jedoch sind sie erst für 2500 v. Chr. im größeren Umfang nachgewiesen. 3400 v. Chr. dienten Mais- und Bohnenkulturen als Nahrungsgrundlage. 3000 v. Chr. wurden ständig bewohnte Dörfer angelegt sowie Töpferei und Weberei entwickelt. Vorfahren der [[Maya]] vermischten sich 2500 v. Chr. in [[Guatemala]] mit der dortigen Urbevölkerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Präklassik ===&lt;br /&gt;
1500 v. Chr. wurde der [[Mais]]anbau zur Lebensgrundlage für die Völker Mesoamerikas. Sie nutzten [[Obsidian]]werkzeuge, auch Ocos-Keramik wurde an der Pazifikküste nachgewiesen. Um 1200 v. Chr. stieg die [[Olmeken]]kultur auf. Goldverarbeitung ist für 850 v. Chr. nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittlere Präklassik ===&lt;br /&gt;
Eine [[Zapoteken|zapotekische]] Kultur gab es um 600 v. Chr. in [[Monte Albán]]. Um 400 v. Chr. wurde [[La Venta (Mexiko)|La Venta]] zerstört, die olmekische Kultur ging unter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Späte Präklassik ===&lt;br /&gt;
Um 400 v.&amp;amp;nbsp;Chr. gab es eine [[Izapa]]kultur an der mexikanischen Pazifikküste. Erste datierbare Stelen der Maya wurden 125 v.&amp;amp;nbsp;Chr. erschaffen. Das früheste Datum der [[Lange Zählung|Langen Zählung]] (Stele 2 in [[Chiapa de Corzo]], Chiapas, Mexiko) ist 36 v.&amp;amp;nbsp;Chr. Um 100 n.&amp;amp;nbsp;Chr. begann der Bau der ersten Stufenpyramide in [[Teotihuacán]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klassik ===&lt;br /&gt;
[[Datei:15-07-13-Teotihuacan-RalfR-WMA 0255.jpg|mini|Teotihuacán]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 200 datiert der Baubeginn der [[Sonnenpyramide von Teotihuacán]], die [[Teotihuacán#Mondpyramide|Mondpyramide von Teotihuacán]] wurde ab 250 erschaffen. In dieser Zeit wurden auch die großen Maya-Städte [[Tikal]], [[Palenque]], [[Copán]] und [[Yaxchilán]] gegründet. Auf 292 datiert die früheste in der Langen Zählung datierte Stele in Tikal. Um 300 war die Blütezeit von [[Teotihuacán]], das 400 die Maya unterwarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittlere Klassik ===&lt;br /&gt;
Die Zeit um 500 ist die Blütezeit der [[Zapoteken]]. 540 wurde [[Bonampak]] gegründet. Kriege zwischen [[Tikal]] und [[Calakmul]] fanden 550 statt. Der Niedergang von [[Teotihuacán]] geschah um 600.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!---&lt;br /&gt;
* 650 – Beginn des &amp;#039;&amp;#039;Klassischen Hiatus&amp;#039;&amp;#039;: Zahlreiche Städte des südlichen Tieflands werden verlassen; Königtum und Adelsschicht verschwinden, neue kleinere, stark befestigte Siedlungen auf Anhöhen werden gebildet&lt;br /&gt;
---&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Späte Klassik ===&lt;br /&gt;
799 findet sich die letzte Datierung von [[Palenque]], 822 die von [[Copán]]. Die letzte Datierung von [[Tikal]] ist 879, die von [[Uxmal]] und [[Toniná]] 909.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!---&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Endklassik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;---&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Postklassik ===&lt;br /&gt;
[[Tula (Archäologische Stätte)|Tula]] wurde 950 gegründet. 987 wurde [[Ce Acatl Topiltzin Quetzalcoatl|Quetzalcoatl]] aus Tula vertrieben. Im gleichen Jahr wurde [[Chichén Itzá]] erobert. 1007 wurde [[Mayapán]] gegründet. Um 1140 lebten [[Azteken]] im [[Tal von Mexiko]]. Mit der Zerstörung Tulas durch die [[Chichimeken]] 1168 ging das Toltekenreich nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Späte Postklassik ===&lt;br /&gt;
1221 gründeten [[Chichén Itzá]], [[Mayapán]] und [[Uxmal]] die [[Liga von Mayapán]]. Die Itzá übernahmen 1224 die Regentschaft über Chichén Itzá von den Tolteken. 1335 wurde [[Tenochtitlán]] gegründet. Die [[Mixteken]] siedelten 1350 bei [[Monte Albán]]. Tenochtitlán, [[Texcoco]] und [[Tlacopán]] bildeten 1428 den [[Aztekischer Dreibund|aztekischen Dreibund]]. 1441 beendete eine Revolte die Liga von Mayapán. Die Itzá verließen Chichén Itzá, Mayapán wurde zerstört. Bei der Einweihung des [[Templo Mayor]] in Tenochtitlán wurden 1487 innerhalb von vier Tagen mehr als 20.000 Menschen [[Menschenopfer|geopfert]]. 1511 landeten die [[Spanien|Spanier]] an der Küste [[Yucatán (Halbinsel)|Yucatáns]], der erste Kontakt von Europäern unter [[Juan de Grijalva]] mit den [[Azteken]] fand 1517 statt. 1521 eroberte Hernán Cortés Tenochtitlán. 1524 begannen die spanischen Versuche der Kolonisation Yucatáns.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!---&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kolonialzeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;---&amp;gt;&lt;br /&gt;
1697 wurde [[Flores (Guatemala)|Tayasal]] in Yucatán zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ethnische Religionen der Gegenwart ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mayan priest performing healing.jpg|miniatur|Ein Maya-Priester praktiziert eine Heilungszeremonie in den Ruinen von [[Tikal]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;(siehe auch: [[Azteken#Religion|Religion der Azteken]], [[Maya-Zivilisation#Religion|Religion der Maya]])&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Ethnische Religionen|ethnischen Religionen]] Mittelamerikas sind bis heute stark von den alten Hochkulturen geprägt. Dabei sind zahlreiche unterschiedliche [[Synkretismus]]formen mit dem [[Christentum]] entstanden. [[Sergei Alexandrowitsch Tokarew|S. A. Tokarew]] nennt in diesem Zusammenhang für Mesoamerika zwei Regionen mit jeweils selbständigen Kultzentren, die &amp;#039;&amp;#039;vor dem Eintreffen der Europäer&amp;#039;&amp;#039; bestanden.&amp;lt;ref&amp;gt;S.A. Tokarew: &amp;#039;&amp;#039;Die Religion in der Geschichte der Völker.&amp;#039;&amp;#039; Dietz Verlag, Berlin  1968. S. 302 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gemeinsam war ihnen die Verbindung zwischen archaischen Formen – wie sie in den religiösen Vorstellung der weniger urbanen Völker der Region vorkommen –, mit den komplizierten Formen des von lokalen Eroberern eingeführten Staatskultes mit seinen teils bizarren theologischen Systemen, die mitunter massenhafte Menschenopfer praktizierten und die neben der bäuerlichen Volksreligion bestanden, bis die Trägerstaaten untergingen. Diese zwei alten Kultzentren waren:&lt;br /&gt;
# Zentralmexiko mit den [[Azteken]]&lt;br /&gt;
# Guatemala und Yucatan mit den [[Maya]]&lt;br /&gt;
Von dieser historischen Grundlage ausgehend sieht man heute von Norden nach Süden fortschreitend folgende religiöse Regionen mit ihren jeweils spezifischen archaischen Vorstellungen, hochkulturellen Einflüssen und christlich-katholischen Synkretismen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nordmexikanische Kulturen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Retablo9-Curandero.jpeg|miniatur|Ein &amp;#039;&amp;#039;Curandero&amp;#039;&amp;#039; (Mitte mit gelbem Hut) bei der Heilung eines Mädchens; hier relativ naiv dargestellt als peruanischer [[Altaraufsatz]] (Retabel) im volksreligiös-christlichen Rahmen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle nordmexikanischen Indianer sind heute formell Katholiken, von einigen kleineren Ethnien wie den [[Huichol]] und den [[Tarahumara]] einmal abgesehen. Allerdings haben selbst diese Gruppen christliche Vorstellungen und Rituale integriert. Vor allem bei den uto-aztekischen Indianern des Nordens finden sich traditionelle Elemente, die in Ausmaß und Erscheinungsform jedoch von Gruppe zu Gruppe stark schwanken. In den meisten dieser Gruppen gibt es einen &amp;#039;&amp;#039;Curandero&amp;#039;&amp;#039; (wörtlich: „Heiler“) genannten [[Medizinmann]], der [[Geistheilung]]en und Fruchtbarkeits[[magie]] durchführt und überhaupt Beistand in Situationen leistet, in denen übernatürliche Hilfe vonnöten scheint. Der Curandero ist wie der Glaube an Hexerei praktisch im gesamten iberoamerikanischen Bereich verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zentralamerikanische und karibische Kulturen ===&lt;br /&gt;
Nach der Herrschaft dieser alten Hochreligionen beendete das Christentum zumindest formell die Phase der traditionellen Glaubensvorstellungen. Vor allem in ländlichen und abgelegenen Gebieten ist für diese Völker aber ein recht oberflächliches bis synkretistisches Verhältnis zum Christentum typisch, wie es bereits für Nordmexiko beschrieben wurde. Insgesamt ist es den mittelamerikanischen indigenen Ethnien gelungen, ihre kulturelle Identität zu erhalten, und traditionelle Praktiken wie Heilmagie und Zauberei sowie die Verehrung von Naturphänomenen sind immer noch weit verbreitet.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;The New [[Encyclopædia Britannica]].&amp;#039;&amp;#039; 15. Auflage. Encyclopædia Britannica Inc., Chicago 1993, ISBN 0-85229-571-5. Bd. 13, S. 393, 400.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologische und meteorologische Auswirkungen auf die Kulturen der Region ==&lt;br /&gt;
Die Ausprägung der einzelnen Kulturen ist unter anderem auch von topographischen Unterschieden abhängig:&lt;br /&gt;
Zum einen variieren die Höhenlagen: Das Gebiet lässt sich einteilen in die &amp;#039;&amp;#039;Tierra caliente&amp;#039;&amp;#039; (bis 800 m), die &amp;#039;&amp;#039;Tierra templada&amp;#039;&amp;#039; (800–2000 m) sowie die &amp;#039;&amp;#039;Tierra fría&amp;#039;&amp;#039; (2000 bis Siedlungsgrenze bei 3000 m). Zum anderen bewirkt die Lage zwischen den Ozeanen eine Regenzeit im Sommer und Herbst und eine Trockenzeit im Winter und Frühling. Zudem fangen die Jahreszeiten von Süd nach Nord versetzt an. Diese Heterogenität im Landschaftsbild auf engstem Raum bietet sehr gute Voraussetzungen für arbeitsteilige Spezialisierung und wirtschaftlichen Austausch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings ist die für die [[Anden#Höhenstufen und Vegetation|Anden]] charakteristische inselartige Aufteilung von ethnischen oder politischen Einheiten auf verschiedene Klimazonen zur optimalen Ausnutzung derer Potentiale in Mesoamerika nicht vorhanden gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Chronologie des präkolumbischen Mesoamerika]]&lt;br /&gt;
* [[Codex Florentinus]]&lt;br /&gt;
* [[Mesoamerikanisches Ballspiel]]&lt;br /&gt;
* [[Mesoamerikanischer Kalender]]&lt;br /&gt;
* [[Schädelmanipulation bei indigenen Völkern Lateinamerikas]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Norman Bancroft-Hunt]]: &amp;#039;&amp;#039;Atlas der indianischen Hochkulturen. Olmeken, Tolteken, Maya, Azteken.&amp;#039;&amp;#039; Tosa Verlag, Wien 2002, ISBN 3-85492-557-3.&lt;br /&gt;
* [[Paul Kirchhoff]]: &amp;#039;&amp;#039;Mesoamérica, sus límites geográficos, composición étnica y carácteres culturales&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Acta Americana&amp;#039;&amp;#039; Nr. 1, 1943.&lt;br /&gt;
* [[Hanns J. Prem]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Altamerikas.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg, München 2007, 2. Auflage 2007, ISBN 3-486-53032-1.&lt;br /&gt;
* [[Robert Wauchope (Archäologe)|Robert Wauchope]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbook of Middle American Indians&amp;#039;&amp;#039;, University of Texas Press, 1964–1976, 16&amp;amp;nbsp;Bände.&lt;br /&gt;
* [[Gordon R. Willey]]: &amp;#039;&amp;#039;Das alte Amerika.&amp;#039;&amp;#039; Propyläen Verlag/Ullstein, Berlin 1974 (=Propyläen Kunstgeschichte, Band 18).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Mesoamerica|Mesoamerika}}&lt;br /&gt;
* [http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=64 &amp;#039;&amp;#039;Mittelamerikanische Kulturen, Überblick – Fotos, Karten Infos&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [[Vorlage:Imagemap zur Karte der indigenen Bevölkerung Nordamerikas|Karte der indigenen Bevölkerung Nordamerikas]] (große Imagemap mit Links zu den eingezeichneten Ethnien)&lt;br /&gt;
* [http://www.famsi.org/ Foundation for the Advancement of Mesoamerican Studies (FAMSI)] (englisch und spanisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4038782-3|VIAF=243425589}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Präkolumbisches Mesoamerika| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altamerikanistik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturraum in Amerika]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hutch</name></author>
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