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	<title>Merrifield-Synthese - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T08:29:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Merrifield-Synthese&amp;diff=333235&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mike Krüger: Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert</title>
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		<updated>2025-03-26T06:43:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Merrifield-Synthese&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch Festphasen-Peptidsynthese&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.spektrum.de/lexikon/chemie/festphasen-peptidsynthese/3299&amp;lt;/ref&amp;gt;) ist ein von dem US-amerikanischen Chemiker [[Robert Bruce Merrifield]] entwickeltes Verfahren zur [[Synthese (Chemie)|Synthese]] von [[Peptid]]en aus einzelnen [[Aminosäure]]n.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Merrifield&amp;quot;&amp;gt;Robert Bruce Merrifield, &amp;#039;&amp;#039;Solid phase peptide synthesis&amp;#039;&amp;#039; [[Journal of the American Chemical Society]] Volume 85, Heft 14 S. 2149–2154,  [[doi:10.1021/ja00897a025]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;A. Marglin, R. B. Merrifield: &amp;#039;&amp;#039;The synthesis of bovine insulin by the solid phase method.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the American Chemical Society.&amp;#039;&amp;#039; Band 88, Nummer 21, November 1966, S.&amp;amp;nbsp;5051–5052, PMID 5978833.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;jakubke&amp;quot;&amp;gt;Hans-Dieter Jakubke, Hans Jeschkeit: &amp;#039;&amp;#039;Aminosäuren, Peptide, Proteine.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Chemie, Weinheim 1982, ISBN 3-527-25892-2, S. 204–222.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er erhielt dafür 1984 den [[Nobelpreis]] für Chemie.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nobel&amp;quot;&amp;gt;{{Nobel-ch|1984|Robert Bruce Merrifield}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Verfahren kann automatisiert werden. Der [[Zeit]]aufwand für die Verlängerung des Peptids um eine Aminosäureneinheit liegt in der [[Größenordnung]] von einigen Minuten bis mehrere Stunden. Bei der [[Proteinbiosynthese]] liegt sie bei Sekunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prinzip ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Merrifield Resin V.1.svg|miniatur|hochkant=1|Schematische Präsentation eines Merrifield-Harzes mit reaktiver Chlorbenzylgruppe an der Oberfläche einer Polymerkugel (links).]]&lt;br /&gt;
Das Verfahren bedient sich einer [[Aggregatzustand|festen Phase]] ([[Harz (Material)|Harz]]) aus [[Polystyrol]], das an der Oberfläche CH&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;Cl-Gruppen trägt. Diese Festphase wird Merrifield-Harz genannt. Die Synthese besteht aus mehreren einleitenden Schritten, Propagationsschritten und einem abschließenden Reaktionsschritt. Praktisch lassen sich Peptide mit einer Länge von ca. 100 Aminosäuren herstellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Erich Wünsch]]  &amp;#039;&amp;#039;Synthese von Peptid-Naturstoffen: Problematik des heutigen Forschungsstandes&amp;#039;&amp;#039; [[Angewandte Chemie (Zeitschrift)|Angewandte Chemie]] Volume 83, Heft 20, S. 773–782,  [[doi:10.1002/ange.19710832002]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitende Reaktion ==&lt;br /&gt;
Im ersten Schritt wird eine am [[N-Terminus|&amp;#039;&amp;#039;N&amp;#039;&amp;#039;-Terminus]] [[Schutzgruppe|geschützte]] [[Aminosäuren|Aminosäure]] mit dem Rest R&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt; am [[C-Terminus|&amp;#039;&amp;#039;C&amp;#039;&amp;#039;-Terminus]] an die Oberfläche der festen Phase gebunden. Dabei wird [[Chlorid]] im Zuge einer [[Nukleophile Substitution|nukleophilen Substitution]] abgespalten. Da die Aminosäure nun über eine Estergruppe fest an das Substrat gebunden ist, wird gespült, um Reaktionsprodukte und überschüssige Aminosäuren zu entfernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Merrifield Synthesis 1 V.1.svg|rahmenlos|hochkant=1.7|Immobilisierung einer &amp;#039;&amp;#039;N&amp;#039;&amp;#039;-geschützten Aminosäure am polymeren Träger.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nächsten Schritt wird die [[Schutzgruppe]] [in der Regel [[Butyloxycarbonyl-Gruppe|&amp;#039;&amp;#039;tert&amp;#039;&amp;#039;-Butyloxycarbonyl]] (BOC), siehe Abbildung, oder [[Fmoc-Schutzgruppe|Fluorenylmethoxycarbonyl]] (Fmoc)] abgespalten. Die an das polymere Substrat gebundene Aminosäure besitzt nun einen reaktiven (freien) &amp;#039;&amp;#039;N&amp;#039;&amp;#039;-Terminus. Es wird ein weiteres Mal gespült, um niedermolekulare Verunreinigungen zu entfernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Peptidpropagation ==&lt;br /&gt;
Nun setzt man wiederum eine am &amp;#039;&amp;#039;N&amp;#039;&amp;#039;-Terminus geschützte und am &amp;#039;&amp;#039;C&amp;#039;&amp;#039;-Terminus [[Aktivierung (Chemie)|aktivierte]] Aminosäure mit dem Rest R&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; hinzu. Diese mit [[Dicyclohexylcarbodiimid]] (DCC) aktivierte Aminosäure reagiert nun endergonisch mit der bereits gebundenen unter Ausbildung einer [[Peptidbindung]] und formaler Abspaltung von Wasser, das als [[1,3-Dicyclohexylharnstoff|Dicyclohexylharnstoff]] gebunden wird. Es folgt wiederum eine Spülung. Dann wird die Schutzgruppe der neu hinzugefügten Aminosäure entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Merrifield Synthesis 2 V.1.svg|rahmenlos|hochkant=1.8|Peptidpropagation: Bildung eines [[Immobilisierung|immobilisierten]] Dipeptidesters.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin kann man wieder eine &amp;#039;&amp;#039;N&amp;#039;&amp;#039;-geschützte Aminosäure mit dem Rest R&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt; zusetzen und mittels DCC das Peptid um eine dritte &amp;#039;&amp;#039;N&amp;#039;&amp;#039;-geschützte Aminosäure verlängern. Durch Abspalten der Schutzgruppe erhält man den immobilisierten Tripeptidester.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Merrifield Synthesis 3 V.1.svg|rahmenlos|hochkant=2|Peptidpropagation: Bildung eines immobilisierten Tripeptidesters.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ggf. können analog weitere &amp;#039;&amp;#039;N&amp;#039;&amp;#039;-geschützte Aminosäuren ankondensiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abbruch-Reaktion ==&lt;br /&gt;
Mit Hilfe von [[Flusssäure]] wird die [[Esterbindung]] der zuerst eingeführten Aminosäure zum Substrat (polymerer Träger) protoniert und gespalten, so dass das fertige Peptid (hier ein [[Tripeptid]]) freigesetzt wird:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Merrifield Synthesis 4 V.2.svg|rahmenlos|hochkant=1.8|Abspaltung des Peptids (Beispiel: Tripeptid) vom polymeren Träger.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Peptidsynthese#Geschichte|titel1=„Geschichte“ im Artikel Peptidsynthese}}&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der Merrifield-Synthese ist eng mit der Entwicklung der Peptidsynthese verwandt. Die erste [[Festphasensynthese]] von Peptiden auf festen porösen Polymeren als Substrate wurde 1966 von Bruce Merrifield und Arnold Marglin mit der Merrifield-Synthese am Beispiel von Insulin durchgeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Merrifield&amp;quot; /&amp;gt; Dadurch stieg die Ausbeute pro Reaktionszyklus von 90 % auf 99,5 % und die Nebenreaktionsprodukte und Edukte konnten einfach durch Waschen entfernt werden, wodurch auch längere Peptide mit akzeptabler Ausbeute erzeugt werden konnten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nobel&amp;quot; /&amp;gt; Eine Variante der Merrifield-Synthese namens &amp;#039;&amp;#039;SPOT-Synthese&amp;#039;&amp;#039; auf [[Cellulose]]-[[Filterpapier]] als Matrix wurde 1992 von [[Ronald Frank]] beschrieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DOI10.1016/S0040-4020(01)85612-X&amp;quot;&amp;gt;Ronald Frank: &amp;#039;&amp;#039;Spot-synthesis: an easy technique for the positionally addressable, parallel chemical synthesis on a membrane support.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Tetrahedron.&amp;#039;&amp;#039; 48, 1992, S.&amp;amp;nbsp;9217, {{DOI|10.1016/S0040-4020(01)85612-X}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie wird vor allem zur [[Epitopkartierung]] kontinuierlicher [[Epitop]]e von [[Antikörper]]n verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Weng C. Chan, Peter D. White: &amp;#039;&amp;#039;Fmoc Solid Phase Peptide Synthesis: A Practical Approach.&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press, Oxford / New York 2000, ISBN 0-19-963724-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemisch-technisches Verfahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Protein-Methode]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Namensreaktion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mike Krüger</name></author>
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