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	<title>Mermaid (U-Boot) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T15:38:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mermaid_(U-Boot)&amp;diff=1440491&amp;oldid=prev</id>
		<title>84.39.66.116 am 12. März 2025 um 16:58 Uhr</title>
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		<updated>2025-03-12T16:58:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Forschungs-U-Boote. Zum Gemälde von John William Waterhouse siehe [[A Mermaid]], zum mit dem NATO-Codenamen Mermaid bezeichneten Flugzeug siehe [[Berijew Be-42]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Mermaid-OH1.jpg|mini|Modellboot der &amp;#039;&amp;#039;Mermaid III&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mermaid&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Englische Sprache|engl.]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Meerjungfrau]]&amp;#039;&amp;#039;) entwickelte und produzierte das [[Karlsruhe]]r Unternehmen [[Bruker|Bruker Meerestechnik]] ab 1969 verschiedene Typen von [[Forschungs-U-Boot]]en. Die 1971 vom Stapel gelassene &amp;#039;&amp;#039;Mermaid&amp;amp;nbsp;I&amp;#039;&amp;#039; ist dabei nach dem Typ &amp;#039;&amp;#039;Tours&amp;amp;nbsp;64/DGK&amp;amp;nbsp;300&amp;#039;&amp;#039; des [[Ingenieurkontor Lübeck|Ingenieurkontors Lübeck]] das zweite in der Bundesrepublik hergestellte Tiefsee-U-Boot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt wurden fünf Typen der &amp;#039;&amp;#039;Mermaid&amp;#039;&amp;#039;-Serie gebaut, weitere zwei wurden projektiert. Zu den Nutzern zählten [[Peninsular and Oriental Steam Navigation Company|P&amp;amp;nbsp;&amp;amp;&amp;amp;nbsp;O]] und andere Unternehmen, Einsatzgebiete waren Forschungen und Beobachtungen in der [[Offshorebauwerk|Offshore]]-Industrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mermaid I ==&lt;br /&gt;
Die Konstruktion des Typs &amp;#039;&amp;#039;Mermaid&amp;amp;nbsp;I&amp;#039;&amp;#039; begann 1969, der Bau war 1971 abgeschlossen. Ab Juli 1971 wurde das Boot zunächst in einem Baggersee bei Karlsruhe erprobt; weitere Tests fanden 1972 im Mittelmeer bei [[Malta]] und [[Sardinien]] statt. Bei den Versuchsfahrten wurden verschiedene Einsatzzwecke wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Natur untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technisch bildete &amp;#039;&amp;#039;Mermaid&amp;amp;nbsp;I&amp;#039;&amp;#039; die Grundlage für die weiteren Entwicklungen der Serie. Das grundsätzliche Konstruktionsprinzip besteht aus einem zylindrischen Rumpf mit dem [[U-Boot#Schiffsrumpf|Druckkörper]], in dessen vorderen Bereich sich ein [[Turm (Schiffsteil)|Turm]] mit der Einstiegsluke, einem Manövrierpropeller und Fenstern in alle Richtungen sowie ein im Bug angebrachtes und diagonal nach unten gerichtetes [[Bullauge]] befinden. Das Ende des Rumpfes beinhaltet einen weiteren Manövrierpropeller sowie die von einem [[Elektromotor]] angetriebene [[Propeller]]düse als Hauptantrieb. Charakteristisch für den Entwurf sind die beiden wie [[Kufe]]n unter dem Rumpf angebrachten Behälter für die [[Bleiakkumulator]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits beim ersten Modell der Serie wurden Rumpf und Druckkörper in einer [[Sektionsbauweise]] hergestellt. Die Sektionen sind dabei im Querschnitt stets gleich angeordnet und weisen jeweils eine Breite von 1,7&amp;amp;nbsp;m bei einem Durchmesser des Druckkörpers von 1,2&amp;amp;nbsp;m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei &amp;#039;&amp;#039;Mermaid&amp;amp;nbsp;I&amp;#039;&amp;#039; bestand der Druckkörper aus [[Stahl]] und nahm eine Länge von 4,3&amp;amp;nbsp;m des 5,2&amp;amp;nbsp;m langen Rumpfes ein. Das Boot war 6,3&amp;amp;nbsp;t schwer und konnte maximal 600&amp;amp;nbsp;m tief tauchen. Es wurde von einem 2,2&amp;amp;nbsp;kW starken Motor angetrieben, der eine Höchstgeschwindigkeit von 2&amp;amp;nbsp;[[Knoten (Einheit)|kn]] erlaubte. Die Besatzung bestand aus einem Piloten und einem Beobachter, die Lebenserhaltungssysteme konnten 60&amp;amp;nbsp;Stunden lang arbeiten. Es befand sich standardmäßig keine wissenschaftliche Ausrüstung an Bord, aber das Boot war mit Scheinwerfern und einem [[Gertrude (Telekommunikation)|Unterwassertelefon]] ausgestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mermaid II ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Mermaid&amp;amp;nbsp;I&amp;#039;&amp;#039; wurde 1974 durch Umbauten zu &amp;#039;&amp;#039;Mermaid&amp;amp;nbsp;II&amp;#039;&amp;#039;. Die Modifikationen betrafen vor allem die Antriebsanlage, die Turmverkleidung, ein neues Bugfenster sowie die technische Ausrüstung. Die neue Maschinenanlage leistet 3,7&amp;amp;nbsp;kW und ermöglicht damit maximal 3,2&amp;amp;nbsp;kn Fahrt. Durch das neue Bullauge im Bug, dessen Durchmesser von 22&amp;amp;nbsp;cm auf 76&amp;amp;nbsp;cm vergrößert wurde, sinkt allerdings die hydrostatische Belastbarkeit des Druckkörpers, sodass die Tauchtiefe nunmehr maximal 540&amp;amp;nbsp;m betrug. An zusätzlicher Ausrüstung wurden ein [[Echolot]] und eine schwenkbare Kamera montiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erprobung des Typs begann im Sommer 1974; im Februar des Folgejahres wurde das Boot seinem neuen Betreiber, der &amp;#039;&amp;#039;International Underwater Contractors&amp;#039;&amp;#039; in [[New York City|New York]] übergeben. Zu markanten Einsätzen dieses Bootes zählten Tauchfahrten zum Wrack des 1956 gesunkenen Passagierschiffes &amp;#039;&amp;#039;[[Andrea Doria (Schiff, 1953)|Andrea Doria]]&amp;#039;&amp;#039;. Ferner wurde das Boot zur Inspektion von [[Unterwasserkabel]]n und Offshore-Einrichtungen eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mermaid III ==&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der &amp;#039;&amp;#039;Mermaid III&amp;#039;&amp;#039; begann 1972, es handelt sich dabei aber tatsächlich erst um das zweite Schiff der Serie. Im Gegensatz zum Vorgänger besitzt das Modell einen 1,2&amp;amp;nbsp;m längeren Rumpf, der darüber hinaus noch zwei miteinander verbundene Druckkörper enthält, die zusammen 6,3&amp;amp;nbsp;m messen. Der hintere Druckkörper ist als Kammer für maximal zwei Taucher konzipiert; in ihm befindet sich eine nach unten gerichtete [[Taucherschleuse]]. Weitere Neuerungen sind der horizontal um 180° schwenkbare Heckpropeller sowie das kuppelförmige Bugfenster aus [[Acrylglas]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das deutlich größere Boot wiegt 12,5&amp;amp;nbsp;t und kann maximal 470&amp;amp;nbsp;m tief tauchen. Der Elektromotor leistet 4,7&amp;amp;nbsp;kW und ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 2,7&amp;amp;nbsp;kn. Durch die Taucherkammer steigt die Besatzung auf vier Personen; die Lebenserhaltungssysteme arbeiten 120&amp;amp;nbsp;Stunden lang. Gegenüber &amp;#039;&amp;#039;Mermaid&amp;amp;nbsp;II&amp;#039;&amp;#039; wurden ein weiterer Außenscheinwerfer, eine weitere Kamera sowie Ausrüstung zur Arbeit an Seekabeln installiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wie &amp;#039;&amp;#039;Mermaid II&amp;#039;&amp;#039; lief das Boot im Sommer 1974 vom Stapel und wurde zunächst in Binnenseen erprobt. 1975 wurde das Boot an die britische [[Peninsular and Oriental Steam Navigation Company|P&amp;amp;nbsp;&amp;amp;&amp;amp;nbsp;O Subsea Ltd.]] verkauft und zunächst vor Schottland erprobt. Eingesetzt wurde es vor allem bei Arbeiten im Bereich der Offshore-Ölförderung in der Nordsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mermaid IV ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Mermaid IV&amp;#039;&amp;#039; ist im Wesentlichen mit der Konstruktion der &amp;#039;&amp;#039;Mermaid&amp;amp;nbsp;III&amp;#039;&amp;#039; identisch und wurde 1976 gebaut. Wichtigste Neuerung ist der Einbau zweier [[Manipulator|Greifarme]], die auf beiden Seiten unterhalb des Bugfensters angebracht sind. Ebenfalls wurde das Boot mit ausfahrbaren Standbeinen versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wie ihre Vorgängerin wurde die &amp;#039;&amp;#039;Mermaid&amp;amp;nbsp;IV&amp;#039;&amp;#039; an die P&amp;amp;nbsp;&amp;amp;&amp;amp;nbsp;O Subsea Ltd. verkauft, der Preis soll 1,2&amp;amp;nbsp;Millionen [[D-Mark]] betragen haben. Die Auslieferung erfolgt im Dezember 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mermaid V, VI, VII ==&lt;br /&gt;
Die weiteren Modelle der Serie, von denen jeweils auch mehrere Exemplare gebaut wurden, bauen allesamt auf &amp;#039;&amp;#039;Mermaid&amp;amp;nbsp;III&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;IV&amp;#039;&amp;#039; auf. Erfahrungen aus dem Bau der &amp;#039;&amp;#039;Mermaid&amp;#039;&amp;#039;-Serie flossen ab den 1980er Jahren in den Bau der Serie &amp;#039;&amp;#039;Seahorse&amp;#039;&amp;#039; ein, die wiederum verschiedene zivile und militärische Typen hervorbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* N. Gierschner: &amp;#039;&amp;#039;Tauchboote&amp;#039;&amp;#039;, transpress / VEB Verlag für Verkehrswesen, Berlin 1980&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschungs-U-Boot]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:U-Boot (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>84.39.66.116</name></author>
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