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	<title>Merkaba - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-04-23T20:01:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; lnk&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ezekiel-Vision-Merkaba.jpg|250px|mini|Kupferstich der Merkabavision des Ezechiel aus dem &amp;#039;&amp;#039;Iconum Biblicarum&amp;#039;&amp;#039; des [[Matthäus Merian]] (1593–1650)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Merkaba&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{hboS|מֶרְכָּבָה&amp;amp;lrm;|prefix=1|de=Wagen}}) bezeichnet den „Thronwagen“ der [[Ezechiel#Gottes Thronwagen|Vision des Ezechiel]] (in {{B|Hes|1|4}}), obwohl im Buch Ezechiel selbst nicht von &amp;#039;&amp;#039;merkaba,&amp;#039;&amp;#039; sondern von &amp;#039;&amp;#039;kisse&amp;#039;&amp;#039; (Thron) die Rede ist (Ez. 1,26; 10,1; 43,7).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Peter Schäfer |Titel=Der verborgene und offenbare Gott. Hauptthemen der frühen jüdischen Mystik |Verlag=J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) |Ort=Tübingen |Datum=1991 |ISBN=3-16-145805-2 |Seiten=2 |Fundstelle=Fußnote 4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die „Himmelsreise“ oder „[[Himmelfahrt#Judentum|Himmelfahrt]]“ spielt eine zentrale Rolle im Merkaba-Mystizismus, da sie den [[Spiritualität|spirituellen]] Aufstieg des Mystikers zu [[JHWH|Gott]] darstellt. Die Reise zum Himmel war ein [[Symbol]] für die Erlangung von göttlicher Erkenntnis und der Vereinigung mit dem Göttlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkabamystik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Merkabamystik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Merkaba-Literatur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet eine [[Kabbala#Vorkabbalistische Zeit und die Hekhalot-Literatur|vorkabbalistische]] Strömung innerhalb der [[Judentum|jüdischen]] [[Mystik]], die von verschiedenen Historikern der Literatur als das erste vollentwickelte System der jüdischen Mystik bezeichnet worden ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Scholem_S43&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Peter Schäfer |Titel=Die Ursprünge der jüdischen Mystik |Verlag=Verlag der Weltreligionen Insel Verlag |Ort=Berlin |Datum=2011 |ISBN=978-3-458-71037-0 |Seiten=336}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Periodisierungen ===&lt;br /&gt;
[[Gershom Scholem]] datierte die Merkava-Mystik auf die Zeit zwischen dem ersten vorchristlichen und dem zehnten nachchristlichen Jahrhundert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Scholem_S43&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gershom Scholem |Titel=Die jüdische Mystik in ihren Hauptströmungen |Verlag=Suhrkamp |Ort=Frankfurt am Main |Datum=1967 |Seiten=43}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Innerhalb dieser Periode geht er von drei Stadien aus, denen der „anonymen Konventikeln der alten Apokalyptiker, der Merkaba-Spekulation der uns mit Namen bekannten Mischna-Lehrer und der Merkaba-Mystik der spät- und nachtalmudischen Zeit“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gershom Scholem |Titel=Die jüdische Mystik in ihren Hauptströmungen |Verlag=Suhrkamp |Ort=Frankfurt am Main |Datum=1967 |Seiten=46}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie [[Peter Schäfer (Judaist)|Peter Schäfer]] aufgezeigt hat, konzentrierte sich Sholem dabei vor allem auf die Hekhalot-Literatur, wohingegen die ersten beiden von ihm genannten Phasen unterbeleuchtet blieben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Peter Schäfer |Titel=Die Ursprünge der jüdischen Mystik |Verlag=Verlag der Weltreligionen im Insel Verlag |Ort=Berlin |Datum=2011 |ISBN=978-3-458-71037-0 |Seiten=28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mark Verman hat vier Perioden in der frühen jüdischen Mystik unterschieden, die sich von Jesajas und Hezekiels Visionen des Throns/Wagens bis zu später erhaltenen Texten der Merkaba-Mystik entwickelten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 800–500 v. Chr., mystische Elemente im prophetischen Judentum wie Hesekiels Streitwagen&lt;br /&gt;
* ab ca. 530 v. Chr., insbesondere 300–100 v.&amp;amp;nbsp;Chr., [[Apokalyptik|apokalyptische]] Literaturmystik&lt;br /&gt;
* ab ca. 100 v. Chr., insbesondere 1–130 n.&amp;amp;nbsp;Chr., frühe rabbinische Merkaba-Mystik, die in der exoterischen [[Rabbinische Literatur|rabbinischen Literatur]] wie dem [[PaRDeS|Pardes]] gelegentlich erwähnt wird; auch verwandt mit der frühchristlichen Mystik&lt;br /&gt;
* dann ca. 1–200 n. Chr., bis ca. 1000 n.&amp;amp;nbsp;Chr., Berichte über den mystischen Aufstieg der Merkaba in der esoterischen Merkaba-Hekhalot-Literatur.&amp;lt;ref&amp;gt;Mark Verman: &amp;#039;&amp;#039;The Books of Contemplation&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;SUNY series in Judaica&amp;#039;&amp;#039;). State University of New York Press, Albany 1992, ISBN 0-7914-0719-5,  S. 8; zusammengefasst von Sanford L. Drob in &amp;#039;&amp;#039;Kabbalistic Metaphors: Jewish Mystical Themes in Ancient and Modern Thought.&amp;#039;&amp;#039; Jason Aronson, 2000, Abschnitt des 1. Kapitels, S. 4–8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühere Texte ===&lt;br /&gt;
Diese erste Epoche jüdischer Mystik erstreckte sich vom ersten vorchristlichen Jahrhundert bis zum 10. Jahrhundert christlicher Zeitrechnung. Aus der Blütezeit dieser Strömung (3. bis 6. Jahrhundert) sind keine Namen überliefert. Den Merkaba-Mystikern ging es weniger um eine Versenkung in das eigentliche Wesen Gottes als vielmehr in die [[Mysterium|Mysterien]] der himmlischen Thronwelt. Nach entsprechenden Vorbereitungen, die sich über einen längeren Zeitraum erstrecken, gelangt der Mystiker zur unmittelbaren Anschauung der Majestät Gottes auf seinem Thron. Auf dem Weg dorthin, der als „Aufstieg in die Thronwelt“ bezeichnet wird, müssen diverse Schwellen überschritten und Gefahren bestanden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gnosis ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Die Bedeutung der Mysterien für den Merkaba-Mystiker darf mit der des [[Pleroma]] für den [[Hellenismus|hellenistischen]] oder frühchristlichen [[Gnosis|Gnostiker]] verglichen werden. - Quelle: Frick? ein Vergleich heute konstituiert noch keine Beziehung damals --&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Auf- beziehungsweise Abstieg ist „eine gefahrenreiche Wanderung durch die sieben himmlischen Paläste vor Gottes Thron“, bei der es sich um eine jüdische Variante des Aufstiegs der Seele bei den Gnostikern und [[Hermetik]]ern des 2. und 3. Jahrhunderts handelt. Die dortigen [[Archontiker|Archonten]], die „der Befreiung der Seele aus den Banden der Welt feindlich gesinnt sind“, entsprechen hier den Torwächtern; um zu passieren, muss der Auf-/Absteigende bei jeder Station jeweils ein spezifisches Passwort aussprechen, das aus einem geheimen Namen besteht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;frick_S90f&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Karl R. H. Frick]] |Titel=Gnostisch-theosophische und alchemistisch-rosenkreuzerische Geheimgesellschaften bis zum Ende des 18. Jahrhunderts |TitelErg=Ein Beitrag zur Geistesgeschichte der Neuzeit |Verlag=Akademische Druck- und Verlagsanstalt |Ort=Graz |Datum=1973 |Reihe=Die Erleuchteten |BandReihe=1 |ISBN=3-201-00834-6 |Seiten=90 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus diesen Passwörtern wurden mit der Zeit längere [[Beschwörungsformel]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karl R. H. Frick |Titel=Gnostisch-theosophische und alchemistisch-rosenkreuzerische Geheimgesellschaften bis zum Ende des 18. Jahrhunderts |TitelErg=Ein Beitrag zur Geistesgeschichte der Neuzeit |Reihe=Die Erleuchteten |BandReihe=1 |Verlag=Akademische Druck- und Verlagsanstalt |Ort=Graz |Datum=1973 |ISBN=3-201-00834-6 |Seiten=92}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Großteil der Texte ist der himmlischen Liturgie gewidmet; sie zitieren Hymnen, die die Engel bzw. die vier Lebewesen singen, die den göttlichen Thron tragen. Diese Lieder enden gewöhnlich mit dem dreifachen Heilig von {{B|Jes|6|3}}. Die feierliche und monotone Einförmigkeit der Hymnen soll sicher auch die Ekstase fördern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hekhalot-Literatur ===&lt;br /&gt;
In diesen Bereich gehört auch die Beschreibung des göttlichen Palasts oder Tempels, weshalb man auch von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hechalotmystik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{he|הֵיכָלוֹת&amp;amp;lrm;}}, [[Plural|Pl.]] von {{heS|הֵיכָל&amp;amp;lrm;|Hechal}} ‚Tempel‘ oder ‚Palast‘) spricht. Der deutsche Judaist [[Peter Schäfer (Judaist)|Peter Schäfer]] bezeichnet die Literatur der Merkava-Mystik allgemein als „Hekhalot-Literatur, d.&amp;amp;nbsp;h., die Literatur, die von den &amp;#039;&amp;#039;hekhalot&amp;#039;&amp;#039;, den himmlischen ‚Palästen‘ oder ‚Hallen‘ handelt, die der Mystiker durchschreitet, um zum göttlichen Thron zu gelangen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schäfer_verborgene-S1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Peter Schäfer |Titel=Der verborgene und offenbare Gott |Verlag=J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) |Ort=Tübingen |Datum=1991 |ISBN=3-16-145805-2 |Seiten=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Schäfer ist der Begriff der &amp;#039;&amp;#039;hekhal&amp;#039;&amp;#039; den Begrifflichkeiten der Architektur des [[Tempel in Jerusalem|Tempels in Jerusalem]] entnommen, wo er die Vorhalle zum Allerheiligsten beschreibt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schäfer_verborgene-S1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Schäfer zählen die fünf Texte &amp;#039;&amp;#039;Hekhalot Rabbati&amp;#039;&amp;#039; (= die großen Paläste), &amp;#039;&amp;#039;Hekhalot Zuṭarti&amp;#039;&amp;#039; (= die kleinen Paläste), &amp;#039;&amp;#039;Maʿase Merkava&amp;#039;&amp;#039; (= Das Werk des Thronwagens), &amp;#039;&amp;#039;Merkava Rabba&amp;#039;&amp;#039; (= Der große Thronwagen) und das dritte Buch Henoch ([[Hebräisches Henochbuch]]) unbestritten zur Hekhalot-Literatur. In ihrer Zuordnung zur Hekhalot-Literatur umstrittener sieht Schäfer die beiden Texte &amp;#039;&amp;#039;Reʾuyyot Yeḥezqel&amp;#039;&amp;#039; (= Die Visionen des Ezechiel) und &amp;#039;&amp;#039;Masekhet Hekhalot&amp;#039;&amp;#039; (= Der Traktat von den Hekhalot).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Peter Schäfer |Titel=Der verborgene und offenbare Gott |Verlag=J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) |Ort=Tübingen |Datum=1991 |ISBN=3-16-145805-2 |Seiten=7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Den Text &amp;#039;&amp;#039;[[Shiʿur Qoma]]&amp;#039;&amp;#039; zählt Schäfer zu &amp;#039;&amp;#039;Merkava Rabba.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Peter Schäfer |Titel=Die Ursprünge der jüdischen Mystik |Verlag=Verlag der Weltreligionen im Insel Verlag |Ort=Berlin |Datum=2011 |ISBN=978-3-458-71037-0 |Seiten=337}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Merkavah-Mystiker ===&lt;br /&gt;
Eine Person, die den Aufstieg zum göttlichen Thron (&amp;#039;&amp;#039;merkaba&amp;#039;&amp;#039;) auf sich nimmt, wurde und wird in der Literatur als &amp;#039;&amp;#039;yored merkava&amp;#039;&amp;#039; ({{heS|יוֹרֵד מֶרְכָּבָה&amp;amp;lrm;|de=Der zum Thronwagen Hinabsteigende}}, Plural {{he|יֹרְדֵי מֶרְכָּבָה&amp;amp;lrm;|Yorde Merkava}}) bezeichnet. Für die Tatsache, dass die Mystiker, die zum Thronwagen im himmlischen Palast aufsteigen wollen, als „Hinabsteigende“ bezeichnet wurden, sind verschiedene Erklärungsversuche angebracht wurden, die nach Peter Schäfer das Phänomen allerdings „noch nicht schlüssig“ erklären.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schäfer_verborgene-S2&amp;quot; /&amp;gt; Während Gershom Scholem eine Entwicklung beobachtete, nach der in etwa im 3. Jahrhundert die Terminologie vom Aufstieg zum Abstieg zur Merkavah wechselte,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gershom Scholem |Titel=Die jüdische Mystik in ihren Hauptströmungen |Verlag=Suhrkamp |Ort=Frankfurt am Main |Datum=1967 |Seiten=50}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet Schäfer die Hekhalot-Literatur in diesem Punkt als insgesamt schlicht als „nicht konsequent“ und schreibt den Gebrauch des Verbes &amp;#039;&amp;#039;yarad&amp;#039;&amp;#039; vor allem dem Text &amp;#039;&amp;#039;Hekhalot Rabbati&amp;#039;&amp;#039; zu.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schäfer_verborgene-S2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Peter Schäfer |Titel=Der verborgene und offenbarte Gott |Verlag=J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) |Ort=Tübingen |Datum=1991 |ISBN=3-16-145805-2 |Seiten=2 |Fundstelle=Fußnote 5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jüdische Philosophie ===&lt;br /&gt;
Gemäß der [[Mischna]] ([[Chagiga]] 2, 1)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sefaria.org/Chagigah.11b.6?lang=bi Chagiga 2, 1.] In: &amp;#039;&amp;#039;sefaria.org,&amp;#039;&amp;#039; abgerufen am 8. Januar 2024 (aramäisch, deutsch, englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; ist es verboten, auch nur eine Person in der Einleitung des Buches [[Ezechiel]] zu unterrichten, sofern dieser Schüler nicht weise ist und fähig ist, den Stoff selbst zu verstehen. [[Maimonides]] qualifiziert dieses Verbot als bindende [[Halacha]]. Sein philosophisches Hauptwerk, der &amp;#039;&amp;#039;[[Führer der Unschlüssigen]],&amp;#039;&amp;#039; ist ein Versuch, das Studium der Bibel mit demjenigen der [[Aristoteles|aristotelischen]] Philosophie zu versöhnen. Hierbei werden die Ausführungen über die Merkaba (&amp;#039;&amp;#039;Ma’asse Merkaba&amp;#039;&amp;#039;) mit der [[Metaphysik]] gleichgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religionstheoretische Hypothesen ==&lt;br /&gt;
[[Mircea Eliade]] weist auf die Ähnlichkeiten [[Schamanismus|schamanischer]] „Fahrzeuge“ und der Merkaba hin.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ira Chernus]]: &amp;#039;&amp;#039;Visions of God in Merkabah Mysticism.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal for the Study of Judaism in the Persian, Hellenistic, and Roman Period.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 13, No. 1/2 (Dezember 1982), {{ISSN|0047-2212}}, S. 123–146, {{JSTOR|24658013}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Marie-Theres Wacker]]: &amp;#039;&amp;#039;Schamanlnnen in der Welt der Bibel? Ein kulturvergleichendes Experiment.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Schlangenbrut.]]&amp;#039;&amp;#039; Nr. 57, 15. Jg. 1997, S. 17–21 ([https://publikationen.uni-tuebingen.de/xmlui/bitstream/handle/10900/93365/Wacker_119.pdf uni-tuebingen.de] [PDF; 786&amp;amp;nbsp;kB]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges, Trivia ==&lt;br /&gt;
Nicht bloß als [[Vision (Religion)|Vision]] Ezechiels, sondern als reales [[Raumfahrzeug]] ([[Prä-Astronautik]]) meinte [[Josef F. Blumrich]] (1913–2002) die Merkaba zu erkennen. Er war mit seinen Mitarbeitern bei der [[NASA]] in den 1960er-Jahren unter anderem für Entwurf und Bau einer Stufe der [[Saturn (Rakete)#Saturn V|Saturn-V-Mondrakete]] verantwortlich. Die dabei gemachten Erfahrungen verwertend hat Blumrich Ezechiels Wagen als Raumfahrzeug rekonstruiert und zeichnerisch in allen Einzelheiten dargestellt. Die Beschreibung in Kapitel 1 des Buches Ezechiel wurde dabei [[Literalsinn|wörtlich genommen]]. Blumrich kam zu dem Schluss, es habe sich um ein senkrecht startendes Raumfahrzeug gehandelt, dessen vier Räder in alle Richtungen drehbar waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Blumrichs Überlegungen aufbauend hat Hans Herbert Beier (1929–2004), auch er Ingenieur bei einem großen Unternehmen, die in den Kapiteln 40 bis 47 des Buches Ezechiel geschilderten Tempel als Start-, Lande- und Wartungseinrichtungen des Raumfahrzeugs ausgemacht. Auch er beschreibt die –&amp;amp;nbsp;bis heute allerdings nicht lokalisierten&amp;amp;nbsp;– Bauten detailliert, sich dabei streng an Ezechiels Schilderungen haltend.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Herbert Beier: &amp;#039;&amp;#039;Kronzeuge Ezechiel. Sein Bericht – sein Tempel – seine Raumschiffe.&amp;#039;&amp;#039; Ronacher, München 1985, ISBN 3-923191-10-3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zeitgenössische deutsche Maler [[Anselm Kiefer]] betitelte 1987 eines seiner großformatigen Bilder, das ein Kampfflugzeug des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] im Absturz zeigt, mit &amp;#039;&amp;#039;Merkaba&amp;#039;&amp;#039;. Später ergänzte er dies Bild zu einem ganzen Zyklus &amp;#039;&amp;#039;Merkaba,&amp;#039;&amp;#039; der 2002 in der &amp;#039;&amp;#039;Gagosian Gallery&amp;#039;&amp;#039;, New York, gezeigt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Merkava]] ist der Name eines israelischen Kampfpanzers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans Herbert Beier: &amp;#039;&amp;#039;Kronzeuge Ezechiel. Sein Bericht – sein Tempel – seine Raumschiffe.&amp;#039;&amp;#039; Ronacher, München 1985, ISBN 3-923191-10-3.&lt;br /&gt;
* Josef F. Blumrich: &amp;#039;&amp;#039;Da tat sich der Himmel auf (Ezechiel Kapitel 1, Vers 1). Die Raumschiffe des Propheten Ezechiel und ihre Bestätigung durch modernste Technik.&amp;#039;&amp;#039; Econ-Verlag, Düsseldorf/Wien 1973, ISBN 3-430-11353-9 (in englischer Sprache: &amp;#039;&amp;#039;The Spaceships of Ezekiel.&amp;#039;&amp;#039; Corgi Books, London 1974, ISBN 0-552-09556-7).&lt;br /&gt;
* [[Rachel Elior]]: &amp;#039;&amp;#039;Merkabah Mysticism. A Critical Review.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Numen (Zeitschrift)|Numen]].&amp;#039;&amp;#039; Vol. XXXVII (1990), Fasc. 2, S. 233–249 ([https://pluto.huji.ac.il/~mselio/merkabah_mysticism.pdf huji.ac.il] [PDF; 786&amp;amp;nbsp;kB]).&lt;br /&gt;
* Rachel Elior: &amp;#039;&amp;#039;The Three Temples. On the Emergence of Jewish Mysticism.&amp;#039;&amp;#039; Littman Library of Jewish Civilization, Oxford u.&amp;amp;nbsp;a. 2005, ISBN 1-904113-33-8.&lt;br /&gt;
* [[Mordechai Ehrenpreis|Marcus Ehrenpreis]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Entwickelung der Emanationslehre in der Kabbala des XIII. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; J. Kauffmann, Frankfurt am Main 1895, S. 1–10 ({{Digitalisat|GB=09grAAAAYAAJ}}).&lt;br /&gt;
* David J. Halperin: &amp;#039;&amp;#039;The Faces of the Chariot. Early Jewish responses to Ezekiel’s vision&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Texte und Studien zum antiken Judentum.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 16). Mohr, Tübingen 1988, ISBN 3-16-145115-5.&lt;br /&gt;
* David J. Halperin: &amp;#039;&amp;#039;Seeking Ezekiel. Texts and Psychology.&amp;#039;&amp;#039; Pennsylvania State University Press, University Park PA 1993, ISBN 0-271-00947-0.&lt;br /&gt;
* Bill Rebiger: &amp;#039;&amp;#039;Das Leitermotiv in der Hekhalot-Literatur.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Klaus Herrmann (Judaist)|Klaus Herrmann]], [[Margarete Schlüter]], [[Giuseppe Veltri]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Jewish Studies between the Disciplines.&amp;#039;&amp;#039; = &amp;#039;&amp;#039;Judaistik zwischen den Disziplinen. Papers in Honor of Peter Schäfer on the Occasion of his 60th Birthday.&amp;#039;&amp;#039; Brill, Leiden u.&amp;amp;nbsp;a. 2003, ISBN 90-04-13565-0, S. 226–242.&lt;br /&gt;
* [[Peter Schäfer (Judaist)|Peter Schäfer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Synopse zur Hekhalot-Literatur.&amp;#039;&amp;#039; = &amp;#039;&amp;#039;Sinopsis le-sifrut ha-hekhalot&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Texte und Studien zum antiken Judentum.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2). Mohr, Tübingen 1981, ISBN 3-16-144512-0.&lt;br /&gt;
* Peter Schäfer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Konkordanz zur Hekhalot-Literatur.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;L – t&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Texts and studies in ancient Judaism.&amp;#039;&amp;#039; Band 13). Mohr, Tübingen 1988, ISBN 3-16-145179-1.&lt;br /&gt;
* Peter Schäfer: &amp;#039;&amp;#039;Der verborgene und offenbarte Gott. Hauptthemen der frühen jüdischen Mystik.&amp;#039;&amp;#039; J. C. B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen 1991, ISBN 3-16-145805-2.&lt;br /&gt;
* Peter Schäfer: &amp;#039;&amp;#039;The Origins of Jewish Mysticism.&amp;#039;&amp;#039; Mohr Siebeck, Tübingen 2009, ISBN 978-3-16-149931-9.&lt;br /&gt;
* Peter Schäfer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Übersetzung der Hekhalot-Literatur. Register.&amp;#039;&amp;#039; Mohr Siebeck, Tübingen 2008, ISBN 978-3-16-148633-3.&lt;br /&gt;
* [[Gershom Scholem]]: &amp;#039;&amp;#039;Jewish Gnosticism, Merkabah Mysticism, and Talmudic Tradition.&amp;#039;&amp;#039; Based on the Israel Goldstein Lectures, delivered at the Jewish Theological Seminary of America, New York. 2., verbesserte Auflage. The Jewish Theological Seminary of America, New York, NY 1965, {{OCLC|1038538961}}.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Gershom Scholem&lt;br /&gt;
   |Titel=Die jüdische Mystik in ihren Hauptströmungen&lt;br /&gt;
   |Reihe=Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft&lt;br /&gt;
   |BandReihe=330&lt;br /&gt;
   |Verlag=Suhrkamp Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Frankfurt am Main&lt;br /&gt;
   |Datum=1980&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-518-07930-1&lt;br /&gt;
   |Kommentar=bedeutendste Gesamtdarstellung jüdischer Mystik&lt;br /&gt;
   |Originaltitel=Major Trends in Jewish Mysticism&lt;br /&gt;
   |Originalsprache=en&lt;br /&gt;
   |Übersetzer=Gershom Scholem und Nettie Katzenstein-Sutro}}&lt;br /&gt;
* Gershom Scholem: &amp;#039;&amp;#039;Zur Kabbala und ihrer Symbolik&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band 13). Suhrkamp, Frankfurt am Main 1973, ISBN 3-518-27613-1.&lt;br /&gt;
* Gershom Scholem: &amp;#039;&amp;#039;Von der mystischen Gestalt der Gottheit. Studien zu Grundbegriffen der Kabbala.&amp;#039;&amp;#039; Rhein-Verlag, Zürich 1962, {{DNB|454453248}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.johannesoffenbarung.ch/die_himmel/gott.php &amp;#039;&amp;#039;Die Merkabamystik (Thronwagenmystik).&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;johannesoffenbarung.ch,&amp;#039;&amp;#039; Dezember 2005&amp;lt;!-- abgerufen am 21. Juli 2018 --&amp;gt; (private Website von Andreas Schwendener)&lt;br /&gt;
* {{WiBiLex |Referenz=18053 |Autor=[[Ruth Poser]] |Titel=Ezechiel / Ezechielbuch |Datum=April 2021 |Abruf=2025-01-04 |Abruf-verborgen=1}}, v.&amp;amp;nbsp;a. Kap. 8. &amp;#039;&amp;#039;Rezeptionsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gnosis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mystik (Judentum)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Minoo</name></author>
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