<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Meristem</id>
	<title>Meristem - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Meristem"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Meristem&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-26T19:01:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Meristem&amp;diff=71610&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Leyo: falsches Minuszeichen durch Halbgeviertstrich ersetzt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Meristem&amp;diff=71610&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-05-24T20:59:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;falsches &lt;a href=&quot;/index.php/Minuszeichen&quot; title=&quot;Minuszeichen&quot;&gt;Minuszeichen&lt;/a&gt; durch &lt;a href=&quot;/index.php/Halbgeviertstrich&quot; title=&quot;Halbgeviertstrich&quot;&gt;Halbgeviertstrich&lt;/a&gt; ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege fehlen|}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Meristem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bildungsgewebe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet einen [[Gewebe (Biologie)|Gewebetyp]] der [[Pflanzen]], der aus undifferenzierten [[Zelle (Biologie)|Zellen]] besteht und an dem Wachstum durch [[Zellteilung]] beteiligt sein kann&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;. Ein Meristem ist also noch zu laufenden mitotischen Zellteilungen fähig&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spektrum.de/lexikon/biologie-kompakt/meristem/7489 |titel=Meristem |werk=Kompaktlexikon der Biologie |hrsg=Spektrum Verlag |datum=2001 |abruf=2025-04-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Terminus &amp;#039;&amp;#039;Meristem&amp;#039;&amp;#039; wurde erstmals von [[Carl Wilhelm von Nägeli]] (1817–1891) in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Wissenschaftlichen Botanik&amp;#039;&amp;#039; in 1858 benutzt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Carl Nägeli, Carl, Hubert Leitgeb, S. Schwendener |Titel=Über das Wachsthum des Stammes und der Wurzel bei den Gefässpflanzen |Hrsg=W. Engelmann |Sammelwerk=Beiträge zur wissenschaftlichen Botanik |Verlag=https://www.biodiversitylibrary.org/item/91249 |Ort= |Datum=1858 |Seiten=2 |Online=https://www.biodiversitylibrary.org/item/91249}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Er leitet sich ab aus den altgriechischen Wörtern &amp;#039;&amp;#039;merisein&amp;#039;&amp;#039; (μερίζειν), das „teilen“ bedeutet und die grundlegende empirisch wahrnehmbare Eigenschaft der Meristeme beschreibt, und &amp;#039;&amp;#039;stemma&amp;#039;&amp;#039; (στέμμα) „Binde, Gebinde“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterteilt Meristeme je nach ihrer Herkunft in &amp;#039;&amp;#039;primäre Meristeme&amp;#039;&amp;#039;, die sich vom Gewebe des Embryos ableiten, und &amp;#039;&amp;#039;sekundäre Meristeme&amp;#039;&amp;#039;, die sich aus bereits differenziertem Dauergewebe bilden (z.&amp;amp;nbsp;B. die Bildungszellen für Spaltöffnungen und Haare)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=K. Esau, R. Evert &amp;amp; S. Eichhorn |Titel=Pflanzenanatomie: Meristeme, Zellen und Gewebe der Pflanzen – ihre Struktur, Funktion und Entwicklung |Hrsg=K. Esau |Band=Kapitel 5 Meristeme und Differenzierung |Verlag=De Gruyter |Ort=Berlin / New York |Datum=2009 |DOI=10.1515/9783110211320.95 |Seiten=95-120}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Primäre Meristeme findet man sowohl im oberirdischen Teil der Pflanzen am äußersten Ende der [[Spross]]spitzen (Sprossapikalmeristeme) und am äußersten Ende der Seitensprossen (Subapikalmeristeme) als auch im unterirdischen Teil, an den [[Wurzel (Pflanze)|Wurzelspitzen]] (Wurzelapikalmeristeme). Die Zellen der Meristeme besitzen in der Regel dünne [[Zellwand|Zellwände]] mit wenig [[Cellulose]]. Sie sind, im Gegensatz zu [[Differenzierung (Biologie)|ausdifferenzierten]] Zelltypen, theoretisch unbegrenzt teilungsfähig. Das Wachstum der Pflanzen beruht im Allgemeinen darauf, dass Spross- und Wurzelmeristeme an gegenüberliegenden Polen der Pflanze laufend Zellen durch Zellteilung an den Pflanzenkörper abgeben, die sich zu den unterschiedlichen Organen Spross, Wurzel und [[Blatt (Pflanze)|Blatt]] ausbilden&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleich mit tierischen Stammzellen ==&lt;br /&gt;
Meristematische Zellen bei Pflanzen entsprechen den [[Stammzelle]]n bei tierischen Organismen insofern, als sie mit ihnen die Eigenschaft gemeinsam haben, undifferenziert und der Ursprung aller spezialisierten Zelltypen zu sein. Die strikte Unterscheidung zwischen [[embryo]]nalen Stammzellen und ausdifferenzierten [[adult]]en [[Zelle (Biologie)|Zellen]], die sich bei tierischen Organismen aufgrund der einzigartigen Plastizität der Stammzellen treffen lässt, ist bei Pflanzen allerdings weniger ausgeprägt. Selbst ausdifferenzierte Zellen sind hier in der Lage, sich unter bestimmten Bedingungen zu reembryonalisieren und neue, ganz andere [[Organ (Biologie)|Organe]] zu bilden. Anschaulich macht dies beispielsweise die Wurzelbildung bei [[Steckling]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klassifikation der Meristeme ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Primärmeristeme&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bilden sich aus Apikalmeristemen und sind für das Primärwachstum der Pflanze zuständig:&lt;br /&gt;
* [[Protoderm]]: bildet das äußere Abschlussgewebe, die Epidermis&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Joachim W. Kadereit, Christian Körner, Peter Nick, Uwe Sonnewald |Titel=Strasburger – Lehrbuch der Pflanzenwissenschaften |Verlag=Springer Berlin Heidelberg |Ort=Berlin, Heidelberg |Datum=2021 |ISBN=978-3-662-61942-1 |DOI=10.1007/978-3-662-61943-8 |Seiten=105 f. |Online=https://link.springer.com/10.1007/978-3-662-61943-8 |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Grundmeristem]]: bildet das Markgewebe und das sekundäre Korkkambium&lt;br /&gt;
* [[Prokambium]]: bildet das Leitgewebe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sekundärmeristeme&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Lateralmeristeme&amp;#039;&amp;#039;) dienen dem Dickenwachstum:&lt;br /&gt;
* [[Kambium]] (als Kambiumring)&lt;br /&gt;
* [[Phellogen]] (auch &amp;#039;&amp;#039;Korkkambium&amp;#039;&amp;#039;): bildet das sekundäre Abschlussgewebe ([[Periderm]]) mit seinen drei Gewebeschichten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tertiärmeristeme&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Restmeristeme&amp;#039;&amp;#039;) sind größere meristematische Zellkomplexe in einer Umgebung mit bereits ausdifferenziertem Gewebe:&lt;br /&gt;
* interkalare Meristeme (Spezialfall der Restmeristeme vor allem in Sprossachsen): zwischen bereits differenzierten Bereichen liegendes Meristem, das lokales Längenwachstum bewirkt&lt;br /&gt;
* [[Meristemoide]]: meristematische Zellgruppen oder Einzelzellen, die letztendlich in Dauergewebe umgewandelt werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sekundäre Meristeme ==&lt;br /&gt;
Der junge [[Embryo (Pflanze)|Keimling]] besitzt zunächst lediglich ein einziges primäres Sprossapikalmeristem, das bei [[Zweikeimblättrige|zweikeimblättrigen Pflanzen]] zwischen den beiden [[Keimblatt|Keimblättern]] zu finden ist und während der [[Embryogenese]] angelegt wird. Dieses Meristem ist durch die Produktion von [[Spross]] und [[Blatt (Pflanze)|Blättern]] für die Bildung der primären Sprossachse verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Etablierung weiterer Sprossachsen findet durch die Anlage von Meristemen in den Achseln von Laubblättern statt, die als Achselmeristeme oder [[Anatomische Lage- und Richtungsbezeichnungen#lateral|laterale]] Meristeme bezeichnet werden. Die unterschiedlich ausgeprägte Aktivität der Achselmeristeme ist eine Grundlage für die mannigfaltigen Wuchsformen im Pflanzenreich. Die Aktivität der Achselmeristeme wird häufig durch das primäre Sprossapikalmeristem zunächst unterdrückt, so dass Seitentriebe verzögert auswachsen. Diese Kontrolle durch das Sprossapikalmeristem wird als [[Apikaldominanz]] bezeichnet. Die Bildung lateraler Wurzelmeristeme findet in keinem anatomisch definierten Bereich in einem gewissen Abstand vom primären Wurzelmeristem statt. Hier ist eine innere Gewebeschicht, das [[Perizykel]], der Ursprung dieser lateralen Wurzelmeristeme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Begriff &amp;#039;&amp;#039;laterale Meristeme&amp;#039;&amp;#039; werden – neben den sekundären Meristemen in den Achseln der Laubblätter und der Wurzelspitzen – auch das [[Kambium]] und das [[Phellogen]] bezeichnet, beides teilungsaktive Zellschichten, die im äußeren Bereich des Sprosses für das sekundäre [[Dickenwachstum]] vieler Pflanzen verantwortlich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Méristème couches.png|mini|Schema: Sprossapikalmeristem&amp;lt;br /&amp;gt;mit den Schichten L1, L2 und L3]]&lt;br /&gt;
Das primäre Sprossapikalmeristem der [[Bedecktsamer]] lässt sich in verschiedene Schichten und Zonen aufteilen:&lt;br /&gt;
* Die äußere Zellschicht, die [[Epidermis (Pflanze)|Epidermis]], wird als L1-Schicht bezeichnet.&lt;br /&gt;
* Die darunter liegende Zellschicht ist die L2-Schicht.&lt;br /&gt;
* Das weiter innen liegende Gewebe besteht aus mehr als einer Zellschicht und wird L3-Schicht oder auch &amp;#039;&amp;#039;Corpus&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schichten L1 und L2 bilden zusammen die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Tunica&amp;#039;&amp;#039;. Die Zellen teilen sich hier lediglich in [[antiklin]]er Orientierung, was dazu führt, dass ihre Nachkommen im Allgemeinen in derselben Schicht bleiben. Zellen der L3-Schicht teilen sich in anti- und [[Zellteilung#Antiklin, periklin|perikliner]] Orientierung, so dass in der L3-Schicht keine einzelnen Zellschichten voneinander abgegrenzt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Form der Einteilung bezieht sich eher auf die Funktion des Meristems. So sind in der zentralen Zone die eigentlichen Stammzellen lokalisiert, die durch Teilung Zellen zur [[Differenzierung (Biologie)|Differenzierung]] an die periphere Zone des Meristems abgeben. In dieser peripheren Zone beginnen sich die Zellen zu den lateralen Organen, wie beispielsweise den Blättern, zu differenzieren. Unterhalb der zentralen Zone ist die Rippenzone lokalisiert, die hauptsächlich zum Wachstum des Sprosses beiträgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Das Sprossapikalmeristem ist theoretisch in der Lage, seine Teilungsaktivität nahezu unbegrenzt fortzuführen, und dies geschieht auch häufig, wie beispielsweise bei [[Baum|Bäumen]]. Abhängig von zahlreichen Faktoren wie äußeren Einflüssen, Position an der Pflanze oder Alter der Pflanze terminiert das Sprossmeristem aber ebenso häufig, indem es verschiedene Entwicklungsstufen durchläuft und sich schließlich zu einem Blütenmeristem umwandelt, das mit der Produktion einer [[Blüte]] seine Aktivität einstellt. Die letzten lateralen Organe, die innerhalb dieses festgelegten Programms vom Meristem produziert werden, sind [[Kelchblatt|Kelchblätter]], [[Kronblatt|Kronblätter]], [[Staubblatt|Staubblätter]] und [[Fruchtblatt|Fruchtblätter]] (in dieser Reihenfolge). Blüten sind demnach terminierte Sprossapikalmeristeme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Wuschel]]&lt;br /&gt;
* [[Urmeristem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Strasburger – Lehrbuch der Botanik&amp;#039;&amp;#039;. [[Andreas Bresinsky]], [[Christian Körner (Botaniker)|Christian Körner]], [[Joachim W. Kadereit]], [[Gunther Neuhaus]], [[Uwe Sonnewald]], Spektrum Akademischer Verlag, 36. Auflage 2008, ISBN 978-3-8274-1455-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www1.biologie.uni-hamburg.de/b-online/d04/04c.htm Übersicht der Uni Hamburg über diverse Bildungsgewebe bei Pflanzen]&lt;br /&gt;
* http://www.nature.com/nrm/journal/v2/n4/slideshow/nrm0401_276a_F2.html&lt;br /&gt;
* [http://www.meristemania.org/ Aktuelle Forschung an Meristemen (meristemania.org)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzengewebe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Leyo</name></author>
	</entry>
</feed>