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	<title>Meridian (Geographie) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T04:59:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Meridian_(Geographie)&amp;diff=44124&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bernd Rohlfs: /* Meridian 15 Grad östlicher Länge */</title>
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		<updated>2026-01-26T15:53:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Meridian 15 Grad östlicher Länge&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Meridian-International.svg|mini|Ein Meridian oder ein halber Längenkreis]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Meridian&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet in der [[Geographie]] einen halben [[Längenkreis]], der auf der [[Erdoberfläche]] von einem geographischen [[Pol (Geographie)|Pol]] zum anderen verläuft. Ein Meridian ist die Verbindungslinie aller Orte auf der Erde, an denen die [[Sonne]] zur gleichen [[Zeit]] ihren mittäglichen Höchststand erreicht, an denen also gleichzeitig [[Mittag]] ist. Die Wortherkunft vom [[latein]]ischen &amp;#039;&amp;#039;circulus meridianus&amp;#039;&amp;#039; („Mittagskreis“) weist auf diesen Zusammenhang hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Punkte mit gleicher [[Geographische Länge|geographischer Länge]], also mit dem gleichen „Längengrad“, liegen auf demselben Meridian. Die Termini &amp;#039;&amp;#039;Längengrad&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Meridian&amp;#039;&amp;#039; bezeichnen also jeweils genau gleiche Linien auf der Erdoberfläche und können daher [[Synonymie|synonym]] verwendet werden. Allerdings wird mit dem Begriff des Längengrades der Aspekt der Angabe eines Winkels und mit dem Begriff des Meridians der Aspekt des Sonnenstandes zur Mittagszeit betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gelegentlich wird die Bezeichnung Meridian ungenau im Sinne von &amp;#039;&amp;#039;voller Längenkreis&amp;#039;&amp;#039; verwendet ([[Erdmeridianquadrant]]). Verwechslungsgefahr besteht zudem mit dem [[Meridian (Astronomie)|Meridianbegriff der Astronomen]]: Sie nennen den &amp;#039;&amp;#039;Himmelsmeridian&amp;#039;&amp;#039; in der Kurzform ebenfalls &amp;#039;&amp;#039;Meridian,&amp;#039;&amp;#039; verstehen darunter aber einen speziellen Großkreis an der Himmelskugel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Meridiane als Ideallinie ==&lt;br /&gt;
Auf einer kugelförmig gedachten Erdoberfläche sind die Längenkreise im Gegensatz zu den [[Breitenkreis]]en stets [[Großkreis]]e und daher die Meridiane halbe Großkreise. Auch wenn man die Erde genauer als [[Rotationsellipsoid]] betrachtet, sind alle Meridiane wegen der [[Rotationssymmetrie]] gleich lang. Die Länge eines Meridians beträgt auf dem [[WGS84]]-[[Referenzellipsoid]] ca. 20&amp;amp;#8239;003,93&amp;amp;nbsp;km.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://home.online.no/~sigurdhu/Grid_1deg.htm |wayback=20110414141929 |text=The Earth according to WGS 84; calculated by Sigurd Humerfelt.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einem Pol ausgehend wird der Abstand zwischen zwei Meridianen immer größer, bis er schließlich am [[Äquator]] sein Maximum erreicht. Den Abstand zwischen den Meridianen, die 1° auseinander liegen, bezeichnet man als [[Abweitung]]. Sie ist abhängig vom benutzten [[Referenzellipsoid]]. Beim [[Bessel-Ellipsoid]] ist die Abweitung am Äquator 111,307&amp;amp;nbsp;km und auf dem 50. [[Geographische Breite|Breitengrad]], also z.&amp;amp;nbsp;B. in Mitteleuropa, dagegen nur 71,687&amp;amp;nbsp;km.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besondere Meridiane ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Karte Portugiesisch-Spanischer Verträge.png|mini|Demarkationslinie nach dem Spanisch-Portugiesischen [[Vertrag von Tordesillas]] von 1494, etwa bei 38° W]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nullmeridiane ===&lt;br /&gt;
Bei den Meridianen gibt es – anders als bei den Breitenkreisen – keinen, der sich gegenüber den anderen auszeichnet. Daher könnte jeder Meridian als Bezugs- oder [[Nullmeridian]] festgelegt werden. Wichtige Nullmeridiane waren der [[Meridian von Ferro]] (in vielen europäischen Landkarten), der [[Meridian von Paris]] (durch das [[Pariser Observatorium]], 1718 festgelegt) und der Meridian von [[Royal Greenwich Observatory|Greenwich]] bei [[London]] (in vielen Seekarten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der [[Internationale Meridian-Konferenz|Internationalen Meridian-Konferenz]] von 1884 wurde der Meridian von Greenwich als internationaler Nullmeridian und die mittlere [[Sonnenzeit]] an diesem Meridian als [[Greenwich Mean Time]] festgelegt. Allerdings wurden auch die alten Nullmeridiane zunächst noch weiter verwendet: beispielsweise der Pariser Meridian in Frankreich bis 1911, für die Zeitrechnung bis 1978, oder der Ferro-Meridian in deutschen Kartenwerken bis 1923.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeitzonen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:World Time Zones Map.png|mini|Weltkarte mit Zeitzonen]]&lt;br /&gt;
Die Festlegung von [[Zeitzone]]n orientiert sich an bestimmten Meridianen. Da eine volle Umdrehung der Erde bezüglich der Sonne durchschnittlich rund 24&amp;amp;nbsp;[[Stunde]]n dauert, beträgt die Zeitdifferenz des Meridiandurchgangs für zwei Orte, deren Längenkeise sich um 360°/24&amp;amp;nbsp;=&amp;amp;nbsp;15° unterscheiden, 1&amp;amp;nbsp;Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund praktischer Erwägungen und infolge politischer Vorgaben haben lokale [[Ortszeit]]en heutzutage nurmehr geringe Bedeutung. Vielmehr wird für ein größeres Gebiet eine einheitliche &amp;#039;&amp;#039;gesetzliche&amp;#039;&amp;#039; Zeit festgelegt in Form einer Zeitzone. Die für die jeweiligen Zonen festgelegten Zeiten unterscheiden sich meist um volle Stunden, selten um eine halbe oder dreiviertel Stunde wie in [[Nepal]]. Daher liegen die ideal abgrenzenden Meridiane von Zeitzonen meist um&amp;amp;nbsp;15° auseinander. Die realen Grenzziehungen folgen allerdings in der Regel konkreten Landesgrenzen. Eine Besonderheit stellen die Pole dar, da hier alle Meridiane zusammenlaufen und damit alle Zeitzonen zusammenfallen. Für die [[Antarktis]] wurde festgelegt, dass dort überall die [[Koordinierte Weltzeit]] gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Meridian 10 Grad östlicher Länge ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwebenried.Bayern.Schnittpunkt.01.jpg|mini|[[Arnstein (Unterfranken)#Schnittpunkt-Denkmal|Konfluenzdenkmal]] 50°N, 10°O  bei [[Arnstein (Unterfranken)|Arnstein]], an der [[Bundesstraße 26a|B&amp;amp;nbsp;26a]], 5&amp;amp;nbsp;km westlich vom [[Autobahnkreuz Schweinfurt/Werneck]]  ({{Coordinate|NS=49.99805|EW=10.00071|type=landmark|region=DE-NI|text=Lage Denkmal|name=Schnittpunkt-Denkmal}})]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Meridian 10°&amp;amp;nbsp;östlicher Länge bildet auf den meisten [[Weltkarte]]n die [[Mittelsenkrechte]] zum [[Äquator]], da dann die [[Beringstraße]], welche die Erdteile [[Asien]] und [[Nordamerika]] trennt, am rechten und linken Kartenrand gleich weit von der Karten-Mittelsenkrechten entfernt liegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Weltkarten mit dem Nullmeridian als Mittelsenkrechte zum [[Äquator]] wird die Landmasse der [[Nordhalbkugel]] nicht mittig zur Karte abgebildet, da durch die Beringstraße nicht der 180.&amp;amp;nbsp;Längengrad, sondern der Meridian 170°&amp;amp;nbsp;westlicher Länge verläuft, der auf dem gleichen [[Längenkreis]] wie der Meridian 10°&amp;amp;nbsp;östlicher Länge liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Meridian 15 Grad östlicher Länge ===&lt;br /&gt;
Durch [[Görlitz]], die östlichste Stadt [[Deutschland]]s, verläuft der Meridian 15°&amp;amp;nbsp;östlicher Länge; die mittlere Sonnenzeit ist auf diesem Längengrad um genau eine Stunde gegenüber [[Greenwich (London)|Greenwich]] zeitverschoben. Die Görlitzer Ortszeit ist gleich der [[Mitteleuropäische Zeit|Mitteleuropäischen Zeit]] (MEZ), weshalb diese manchmal auch &amp;#039;&amp;#039;Görlitzer&amp;amp;nbsp;Zeit&amp;#039;&amp;#039; genannt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Antimeridian ===&lt;br /&gt;
Ein Antimeridian ist der Meridian, der einem gegebenen Meridian genau gegenüberliegt. Zusammen bilden sie einen vollständigen Großkreis, der die Erde in zwei Halbkugeln teilt. Ein Beispiel hierfür sind [[Nullmeridian]] und [[180. Meridian]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Meridianexpedition ==&lt;br /&gt;
1792 sollte die Strecke eines Teils des [[Längenkreis]]es durch Paris bestimmt und hierfür der Abstand zwischen den [[Breitenkreis]]en der Städte [[Dünkirchen]] und [[Barcelona]] vermessen werden, die nahezu auf demselben Meridian wie Paris liegen. Die Unternehmung, auch &amp;#039;&amp;#039;Meridianexpedition&amp;#039;&amp;#039; genannt, wurde von [[Jean-Baptiste Joseph Delambre]], [[Pierre Méchain]] und dessen Assistenten [[Jean Joseph Tranchot]] verantwortet. Méchain und Tranchot übernahmen den südlichen, Delambre den nördlichen Sektor. Die Expedition dauerte im Ganzen – behindert durch Auswirkungen der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] sowie kriegerische Ereignisse wie die Invasion durch Preußen und den Französisch-Spanischen Krieg – rund sieben Jahre. Die Grundlinie der [[Triangulation (Geodäsie)|Triangulationen]] wurde bei Paris eingemessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Longitudinaler Erdquadrant.svg|mini|Halber Meridian ([[Erdquadrant]])]]&lt;br /&gt;
Die aufgrund der ermittelten Daten vorgelegten Resultate wurden durch eine internationale Wissenschaftler-Konferenz 1799 in Paris bestätigt. Noch im gleichen Jahr wurde nach dem berechneten Ergebnis ein Maß konstruiert und das [[Urmeter]] aus [[Platin]][[iridium]] gefertigt, das dann als Maßeinheit zunächst in ganz Frankreich Geltung erlangte. Die damalige neue Einheit war 1793 als ein von der Erde genommenes Maß definiert worden: der zehnmillionste Teil der Strecke vom Pol zum Äquator, also eines halben Meridians oder viertel Längenkreises, auch [[Erdquadrant]] genannt. Die damals festgelegte Länge eines solchen Meters unterschied sich nur um 0,2&amp;amp;nbsp;Millimeter von der später mit geringerer Messungenauigkeit ermittelten Länge eines Vierzigmillionstel des über ihre Pole gemessenen Umfangs der [[Erdabplattung|abgeplatteten]] Erde. Eine weitere sich aus den Ergebnissen der Expedition ergebende Erkenntnis war, dass der Erde kein gleichmäßiges [[Ellipsoid]] als wahre Form zugrunde zu legen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Meridianbogen]]&lt;br /&gt;
* [[Meridian-Gletscher]]&lt;br /&gt;
* [[Liste von Meridiandenkmälern]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
* Axel Engstfeld: &amp;#039;&amp;#039;Terra X – Die Jagd nach dem Urmeter.&amp;#039;&amp;#039; Deutschland, Großbritannien, Frankreich, 2010, 52 Min. Dokumentation mit Spielszenen zum Teil an Originalschauplätzen. Das [[Institut national de l’information géographique et forestière|Nationale Geografische Institut]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ign.fr/ Institut géographique national] (Nationale Geografische Institut)&amp;lt;/ref&amp;gt; in Paris stellte für die Dreharbeiten auch ein Original des [[Bordakreis]]es zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Meridian}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4169454-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4169454-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mathematische Geographie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geodäsie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bernd Rohlfs</name></author>
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