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	<title>Mergel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mergel&amp;diff=57250&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler am 19. Januar 2026 um 16:27 Uhr</title>
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		<updated>2026-01-19T16:27:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Sedimentgestein Mergel. Für weitere Bedeutungen siehe [[Mergel (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Bunter Mergel.jpg|mini|Bunter Mergel, Aufschluss [[Waldfriedhof Stuttgart]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Groeve &amp;#039;t Rooth, Eijsden-Margraten, Limburg--2533.jpg|mini|[[Mergelgrube]] &amp;#039;&amp;#039;Groeve ’t Rooth&amp;#039;&amp;#039;, [[Provinz Limburg (Niederlande)|Limburg (Niederlande)]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Col St Jean (Marnes bleues) 3.JPG|mini|Blauer Mergel, Col de St. Jean, französische Alpen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Col St Jean (Marnes bleues) 3 F.JPG|mini|[[Marines Sediment|Marin abgelagerte]] Mergel sind häufig fossilführend: [[Limonit]]isierte Ammoniten in blauem Mergel, Col de St. Jean]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pulheim Stommeln Mergelgrube mit Schildtext.jpg|mini|Zugeschüttete Mergelgrube, [[Pulheim]], Rheinland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mergel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{gohS|mergil}}, {{laS|marga}}; laut [[Plinius der Ältere|Plinius’]] &amp;#039;&amp;#039;[[Naturalis historia]]&amp;#039;&amp;#039; ursprünglich aus dem [[Gallische Sprache|Gallischen]])&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Duden online: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Mergel &amp;#039;&amp;#039;Mergel&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ein [[Sedimente und Sedimentgesteine|Sedimentgestein]]. Bei stark verfestigten Ablagerungen spricht man auch von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mergelstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mergelgestein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Mergel hat sehr unterschiedliche Entstehungsbedingungen. Er entsteht, wenn feines Material ([[Tonminerale|Ton]], [[Schluff]]) abgelagert und gleichzeitig [[Calciumcarbonat|Kalk]] ausgefällt oder ebenfalls abgelagert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
Das Gestein enthält sowohl [[Calciumcarbonat|Kalk]] als auch [[Silicate|silikatische]] Bestandteile meist kleiner [[Korngröße]] ([[Tonminerale|Ton]] und/oder [[Schluff]]). Gröberes Material ([[Sand]] und [[Kies]]) kann vorhanden sein. Bei höheren Kalkgehalten spricht man von &amp;#039;&amp;#039;Kalkmergel&amp;#039;&amp;#039;, bei hohem Tongehalt von &amp;#039;&amp;#039;Tonmergel&amp;#039;&amp;#039;. Mergelablagerungen, die alle Korngrößenklassen umfassen, werden in der Fachsprache als [[Diamiktit]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable zebra&amp;quot; }&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|+ Unterscheidung&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;nach [[Carl Wilhelm Correns]] (1949)&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Carl Wilhelm Correns: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Mineralogie (Kristallographie und Petrologie).&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin 1949.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Christiane Martin (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Geowissenschaften&amp;#039;&amp;#039;, Band 3, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg u.&amp;amp;nbsp;a. 2001, ISBN 3-8274-0422-3, S. 356 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Bezeichnung || colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Anteil&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Kalk || Ton&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| hochprozentiger [[Kalkstein]] || ≤ 95 % || {{0|00}}5 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| mergeliger Kalk || ≤ 85 % || {{0}}15 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Mergelkalk || ≤ 75 % || {{0}}25 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Kalkmergel || ≤ 65 % || {{0}}35 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Mergel || ≤ 35 % || {{0}}65 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Tonmergel || ≤ 25 % || {{0}}75 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Mergelton || ≤ 15 % || {{0}}85 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| mergeliger Ton || ≤ {{0}}5 % || {{0}}95 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| hochprozentiger [[Tonminerale|Ton]] || {{0|≤ 0}}0 % || 100 %&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mergel bzw. Mergelsteine sind weltweit verbreitet und recht häufig. Bekannte Mergelvorkommen in Mittel- und Westeuropa befinden sich im [[Mergelland]] im [[Provinz Limburg (Niederlande)|südlichen Teil der niederländischen Provinz Limburg]] und in angrenzenden Gebieten [[Belgien]]s und [[Deutschland]]s. Insbesondere die Mergelgrotten von [[Maastricht]] und [[Valkenburg aan de Geul]] sind eine lokale Touristenattraktion. Weitere große Mergelvorkommen liegen im [[Mainzer Becken]] in der [[Rheinland-Pfalz|rheinlandpfälzischen]] Region [[Rheinhessen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der österreichischen [[Petrologie]] werden spezielle lokale Mergelformen auch &amp;#039;&amp;#039;[[Tegel (Gestein)|Tegel]]&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Nördliche Kalkalpen|Nördlichen Kalkalpen]] sind unter den stark verfestigten Mergelsteinen vor allem die [[Fleckenmergel]] und die [[Allgäuschichten]] bedeutsam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ruhrgebiet trennt die [[Mergelgrenze]] zwei Bereiche des Steinkohlebergbaus. Nördlich der Mergelgrenze wird das Steinkohlegebirge durch eine immer mächtiger werdende Schicht aus Mergel überdeckt, die den Bergbau erschwert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung der Mergel ==&lt;br /&gt;
Mergel ist der wichtigste Rohstoff zur Herstellung von [[Zement]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Landwirtschaft wurden in der Vergangenheit hauptsächlich trockengelegte [[Feuchtgebiet]]e ([[Moor]]e und [[Sumpf|Sümpfe]]) mit Mergel aufgewertet; der Kalk neutralisierte die sauren Böden, der Ton stabilisierte den weichen Boden, damit die [[Acker|Äcker]] begehbar und befahrbar wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1920er Jahren wurde der Abbau per [[Blausandmaschine]] mechanisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgemergelter Boden ==&lt;br /&gt;
Da das &amp;#039;&amp;#039;Mergeln&amp;#039;&amp;#039; in den ersten Jahren sichtbare Ertragssteigerungen brachte und voreilig einer nachhaltigen [[Dünger|Bodendüngung]] gleichgesetzt wurde, in Wirklichkeit aber dem Boden außer Kalk keine Nährstoffe ([[Phosphate]], [[Nitrate]]) zuführte, wurden beim Ausbleiben anderer Düngergaben ([[Kompost]], [[Mist]], später auch [[Guano]], [[Superphosphate|Superphosphat]] o.&amp;amp;nbsp;Ä.) die Felder bald unfruchtbar und ausgelaugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauernregel „Mergel macht reiche Väter und arme Söhne“ deutet die Schwierigkeit mit Mergel an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verb &amp;#039;&amp;#039;ausmergeln&amp;#039;&amp;#039; ist jedoch [[Etymologie|etymologisch]] nicht mit &amp;#039;&amp;#039;Mergel&amp;#039;&amp;#039; verwandt. Vielmehr ist es von &amp;#039;&amp;#039;Mark&amp;#039;&amp;#039; abgeleitet und bedeutete ursprünglich „das Mark herausnehmen“, also „ausmarken“.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Duden online: [https://www.duden.de/rechtschreibung/ausmergeln &amp;#039;&amp;#039;ausmergeln&amp;#039;&amp;#039;] und [https://www.duden.de/rechtschreibung/Mark_Gewebe_Knochen_Mus &amp;#039;&amp;#039;Mark&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraus entwickelten sich für &amp;#039;&amp;#039;ausgemergelt&amp;#039;&amp;#039; die Bedeutungen „ausgezehrt“, „abgemagert“ und „entkräftet“.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Duden online: [https://www.duden.de/rechtschreibung/ausgemergelt &amp;#039;&amp;#039;ausgemergelt &amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst später sprach man dann auch von „ausgemergelten Böden“ und unterstellte [[Volksetymologie|volksetymologisch]] eine Ableitung von &amp;#039;&amp;#039;Mergel&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Abweichend vom Stand der Wissenschaft plädierte auch der Linguist B. Liebich 1898 für &amp;#039;&amp;#039;Mergel&amp;#039;&amp;#039; &amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;ausgemergelt&amp;#039;&amp;#039; als die „nächstliegende Ableitung“, vgl. &amp;#039;&amp;#039;Kleine Beiträge zur deutschen Wortforschung&amp;#039;&amp;#039;, in: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur, Band 1898, S. 223 ([https://www.degruyter.com/view/j/bgsl.1898.1898.issue-23/bgsl.1898.1898.23.223/bgsl.1898.1898.23.223.xml online]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Deutsches Wörterbuch|Deutsche Wörterbuch]] der [[Brüder Grimm]] widmete der seinerzeit noch spärlich vorhandenen Redeweise „den Boden ausmergeln“ nur eine kurze Anmerkung.&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsches Wörterbuch der Brüder Grimm: [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&amp;amp;sigle=DWB&amp;amp;mode=Vernetzung&amp;amp;lemid=GA08545#XGA08545 ausmergeln].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weinbau ==&lt;br /&gt;
Nur auf gut kalkhaltigen Mergelböden und dort an steilen Süd- oder Südwestlagen gedeiht die italienische Rebsorte [[Nebbiolo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Geschiebemergel]]&lt;br /&gt;
* [[Tutenmergel]]&lt;br /&gt;
* [[Melioration]]&lt;br /&gt;
* [[Scala dei Turchi]], eine aus weißem Mergel bestehende Felsformation an der Südküste [[Sizilien]]s&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Marl|Mergel}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|ausgemergelt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|GND=4038708-2 |TYP=s}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodenkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kalkstein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemisches Sedimentgestein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klastisches Sedimentgestein]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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