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	<title>Mephistopheles - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T22:10:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mephistopheles&amp;diff=94456&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M Huhn: Quellennachweis vervollständigt</title>
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		<updated>2025-12-30T15:01:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Quellennachweis vervollständigt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Mephistopheles2.jpg|mini|Mephistopheles über [[Lutherstadt Wittenberg|Wittenberg]], in einer Lithographie zu Goethes »Faust« von [[Ferdinand Victor Eugène Delacroix]], 1828]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mephistopheles&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (kurz &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mephisto&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist der Name des oder eines [[Teufel]]s im [[Fauststoff]]. Es handelt sich um einen dienstbaren Geist, der um Beistand angerufen oder als [[Paredros]] &amp;#039;&amp;#039;([[Familiar|spiritus familiaris]])&amp;#039;&amp;#039; [[Magie|magisch]] herbeigezwungen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Die [[Etymologie|etymologische]] Herkunft des Namens ist auch nach zahlreichen Erklärungsversuchen unbekannt. Es kommt hinzu, dass der Name in zahlreichen Varianten auftritt:&lt;br /&gt;
* Mephistophiles (Praxis Magica Faustiana 1527&amp;lt;ref&amp;gt;https://haab-digital.klassik-stiftung.de/viewer/image/1173290419/17/&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* Mephostophilis ([[Christopher Marlowe|Marlowe]] 1606&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.gutenberg.org/files/779/779-h/779-h.htm&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* Mephostophiles (Historia und Geschicht Doctor Johannis Fausti ca. 1580;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fh-augsburg.de/~harsch/germanica/Chronologie/16Jh/Faustus/fau_df06.html Transkription].&amp;lt;/ref&amp;gt; Widmann 1599)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://gdz.sub.uni-goettingen.de/id/PPN566773600?tify=%7B%22pages%22%3A%5B120%5D%2C%22view%22%3A%22info%22%7D Digitalisat] der Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Mephostophilus (in [[William Shakespeare|Shakespeares]] Merry Wives of Windsor 1602)&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.folger.edu/explore/shakespeares-works/the-merry-wives-of-windsor/read/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Mephistopheles (aufgekommen im 18. Jahrhundert, durch Goethe popularisiert)&lt;br /&gt;
* Mephistophiel (Praxis Cabulae nigrae Doctoris Johannis Fausti 1612)&amp;lt;ref&amp;gt;https://haab-digital.klassik-stiftung.de/viewer/image/1592618847/28/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seit dem ersten Erscheinen der Namensform &amp;#039;&amp;#039;Mephistophiles&amp;#039;&amp;#039; herrschte die Vermutung, es handele sich dabei um eine griechische Namensbildung. Anlass dazu gab die Wortgestalt, die mit &amp;#039;&amp;#039;ph&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;-es&amp;#039;&amp;#039; (φ und -ης wiedergebend) zwei für das Altgriechische charakteristische Zeichenfolgen enthält. Darüber hinaus gemahnt &amp;#039;&amp;#039;phil&amp;#039;&amp;#039; an das Adjektiv φίλος (&amp;#039;&amp;#039;phílos&amp;#039;&amp;#039;, „lieb“) und das Verb φιλεῖν (&amp;#039;&amp;#039;philên&amp;#039;&amp;#039;, „lieben“). &amp;#039;&amp;#039;Me&amp;#039;&amp;#039; wurde sodann mit μή (&amp;#039;&amp;#039;mḗ&amp;#039;&amp;#039;, „nicht“) identifiziert, sodass unter Bevorzugung der Form &amp;#039;&amp;#039;Mephostophiles&amp;#039;&amp;#039; die Bedeutungen „das Licht nicht liebend“ (mit φωτο- &amp;#039;&amp;#039;phōto-&amp;#039;&amp;#039; „Licht“) oder „Faust nicht liebend“ (da sich &amp;#039;&amp;#039;phost&amp;#039;&amp;#039; in englischer Aussprache so anhört wie &amp;#039;&amp;#039;Faust&amp;#039;&amp;#039;) gefolgert wurden. &amp;#039;&amp;#039;Me&amp;#039;&amp;#039; = μή verwerfend, zog man außerdem das lateinische Wort &amp;#039;&amp;#039;mefītis&amp;#039;&amp;#039; („Giftdunst“, auch &amp;#039;&amp;#039;mephitis&amp;#039;&amp;#039; geschrieben) heran, um an der Form &amp;#039;&amp;#039;Mephistophiles&amp;#039;&amp;#039; die Bedeutung „Giftdunst liebend“ zu gewinnen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Denton Jaques Snider |url=https://books.google.de/books?id=um8oAAAAMAAJ&amp;amp;pg=PA132 |titel=Goethe’s Faust. Part One. A commentary. |werk= |seiten=132–133 |sprache=en |abruf=2025-12-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Offenbar bedienen sich diese Etymologien oberflächlicher Ähnlichkeiten und nehmen es mit der Wortform auch nicht genau; daher sind sie zu verwerfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mephistopheles-Figuren in der Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Johann Faust ===&lt;br /&gt;
[[Datei:DBP 1979 1030 Doctor Johannes Faust.jpg|mini|[[Briefmarken-Jahrgang 1979 der Deutschen Bundespost|Briefmarke von 1979]]: Johannes Faust mit [[Homunculus]], Mephistopheles]]&lt;br /&gt;
In den Sagen um die historische Person [[Johann Georg Faust]] ist Mephistopheles ein Teufel, der mit Faust einen [[Teufelspakt]] eingeht: Mephisto verpflichtet sich, Faust solange zu dienen, bis er einen ganz bestimmten Satz sagt, bzw. bis der ausgehandelte Zeitabschnitt abgelaufen ist (s. Volksbuch). Erst dann tauschen sie die Rollen und Faust ist dem Teufel verpflichtet. Dabei ist der Teufel eine relativ undefinierte Gestalt ohne eigene Persönlichkeit, er dient nur als Erklärung für Fausts Zauberkünste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Christopher Marlowe ===&lt;br /&gt;
In [[Christopher Marlowe]]s Drama &amp;#039;&amp;#039;[[Die tragische Historie vom Doktor Faustus]]&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahre 1589 tritt Mephistopheles neben [[Beelzebub]] als Abgesandter [[Luzifer]]s auf und schließt mit Faust einen Teufelspakt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Goethe ===&lt;br /&gt;
Als [[Antagonist (Literatur)|Antagonist]] in [[Johann Wolfgang von Goethe|Johann Wolfgang Goethes]] &amp;#039;&amp;#039;Faust&amp;#039;&amp;#039;-Tragödie &amp;#039;&amp;#039;([[Urfaust]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Faust. Eine Tragödie.|Faust&amp;amp;nbsp;I]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Faust. Der Tragödie zweiter Teil|Faust&amp;amp;nbsp;II]])&amp;#039;&amp;#039; versucht Mephisto, eine Wette mit [[Gott]] abzuschließen. Er sagt, es werde ihm gelingen, den Doktor Heinrich Faust vom rechten Wege abzubringen. Nach einer folgenden Abmachung mit Faust selbst wäre dies alsdann gelungen, wenn Faust einen Augenblick so schön findet, dass er ihn auf Dauer festhalten möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Darstellung des Mephisto hat nicht sehr viel mit der [[Dogmatik|christlich-dogmatischen]] Vorstellung des Teufels zu tun. Goethes Mephisto verkörpert das Prinzip der Negation, ohne Seelenheil, Höllenfurcht etc. So lässt Goethe Mephisto von sich selbst sagen: „Ich bin der Geist der stets verneint! / Und das mit Recht; denn alles was entsteht / Ist werth daß es zu Grunde geht; / Drum besser wär’s daß nichts entstünde. / So ist denn alles was ihr Sünde, / Zerstörung, kurz [[das Böse]] nennt, / Mein eigentliches Element.“ (V. 1338–1344)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im [[Prolog (Literatur)|Prolog]] gibt sich Mephistopheles selbst als Element der Welt zu erkennen und somit auch als eine „Schöpfung“ des Herrn. Als eine solche Schöpfung ist er eingebunden in den göttlichen Plan. Dieser besteht im ewigen Wandel, der sowohl die Schöpfung als auch die Zerstörung beinhaltet. Mephisto, als das Prinzip der Negation, ist deshalb für das Funktionieren der Welt zwingend notwendig und daher auch im Himmel geschätzt. Er bezeichnet sich selbst in Goethes Tragödie als „Ein Teil von jener Kraft, / Die stets das Böse will und stets das Gute schafft.“ (V. 1335–1336)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein eigentliches Ziel, die Zerstörung bzw. Verneinung der gesamten Schöpfung, kann er aber nie erreichen, da er im Grunde von Gott (als Sinnbild der Gesamtheit) gelenkt wird. Und obwohl Mephisto sich seiner Rolle voll und ganz bewusst ist, geht er seiner Arbeit immer mit ganzer Kraft nach. Er gilt als der beeindruckendste Charakter in Goethes Faust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist niemals zu erkennen, was ihn treibt; doch gibt er sich alle Mühe in einem Wettstreit, dessen Ergebnis schon längst feststeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Interpretationsansatz ist es, die dramatische Figur des Mephistopheles als Veräußerung des Inneren Fausts zu sehen. Er stellt den zerstörerischen Teil Fausts (und damit auch des Menschen) dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klaus Mann ===&lt;br /&gt;
Der Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Mephisto (Roman)|Mephisto]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Klaus Mann]] (erschienen 1936 im Exil) erzählt die Geschichte des Schauspielers Hendrik Höfgen (basierend auf [[Gustaf Gründgens]]), der sich während der [[Zeit des Nationalsozialismus]] mit den Machthabern arrangiert. Die Rolle des Mephisto in Goethes Faust gehört zu Höfgens (wie Gründgens’) Paraderollen. 1981 wurde der Roman von [[István Szabó]] mit [[Klaus Maria Brandauer]] in der Hauptrolle verfilmt (siehe [[Mephisto (Film)]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Verwendungen ==&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den oben angeführten Beispielen kommt die Figur des Mephistopheles auch an anderer Stelle vor:&lt;br /&gt;
* In der [[Marvel Comics|Marvel]]-Comic-[[Comicverfilmung|Verfilmung]] &amp;#039;&amp;#039;[[Ghost Rider (Film)|Ghost Rider]]&amp;#039;&amp;#039; wird sie vom amerikanischen Schauspieler [[Peter Fonda]] verkörpert&lt;br /&gt;
* Im japanischen [[Anime]] &amp;#039;&amp;#039;[[Blue Exorcist|Ao No Exorcist]]&amp;#039;&amp;#039; taucht eine Figur namens &amp;#039;&amp;#039;Mephisto Pheles&amp;#039;&amp;#039; auf&lt;br /&gt;
* Im Anime &amp;#039;&amp;#039;Suite Precure&amp;#039;&amp;#039; heißt der Bösewicht &amp;#039;&amp;#039;Mephisto&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* In [[Walter Moers]]’ Buch &amp;#039;&amp;#039;[[Die Stadt der Träumenden Bücher]]&amp;#039;&amp;#039; gibt es einen &amp;#039;&amp;#039;Phistomefel Smeik&amp;#039;&amp;#039;. Dessen Vorname ist ein offensichtliches [[Anagramm]] von &amp;#039;&amp;#039;Mephistofel&amp;#039;&amp;#039;, was typisch für Moers ist, da er auch für andere Figuren seiner Werke Namen gewählt hat, die Anagramme realer oder fiktiver Personen darstellen. In seinem zweiten Film &amp;#039;&amp;#039;[[Das kleine Arschloch und der alte Sack – Sterben ist Scheiße]]&amp;#039;&amp;#039; wird Mephisto vom dort dargestellten Teufel ebenfalls zitiert&lt;br /&gt;
* Im Computerspiel &amp;#039;&amp;#039;[[Diablo II]]&amp;#039;&amp;#039; ist Mephisto Herr des Hasses und eines der drei Übel&lt;br /&gt;
* Im Computer- und Konsolenspiel &amp;#039;&amp;#039;[[Die Sims 3]]&amp;#039;&amp;#039; trägt der Sensenmann den Namen &amp;#039;&amp;#039;Mephisto Schauder&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Am 14. September 2018 erschien das Lied &amp;#039;&amp;#039;Mephisto&amp;#039;&amp;#039; des deutschen Rappers [[Bushido (Rapper)|Bushido]]. Im Lied wird der Teufelspakt erwähnt und Bushidos ehemaliger Geschäftspartner [[Arafat Abou-Chaker]] mit Mephisto verglichen&lt;br /&gt;
* Die Band [[Rosenstolz]] hat ein Lied namens Mephisto geschrieben&lt;br /&gt;
* [[Falco]] veröffentlichte 1992 auf seinem Album &amp;#039;&amp;#039;[[Nachtflug (Album)|Nachtflug]]&amp;#039;&amp;#039; einen Song mit dem Titel: &amp;#039;&amp;#039;Dance Mephisto&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* der nordamerikanische Country-Folk-Sänger [[John Prine]] besingt Mephisto in seinem 1991er Lied &amp;#039;&amp;#039;The Sins of Mephisto&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Hermetik]]&lt;br /&gt;
* [[Alchemie]]&lt;br /&gt;
* [[Schatten (Archetyp)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Irene Gerber-Münch (1997): &amp;#039;&amp;#039;Goethes Faust&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Eine tiefenpsychologische Studie über den Mythos des modernen Menschen&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Carl Gustav Jung: &amp;#039;&amp;#039;Psychologie und Alchemie&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Carl Gustav Jung: &amp;#039;&amp;#039;Symbolik des Geistes&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119060760|TEXT=Alles über}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|119060760|TEXT=Alles über}}&lt;br /&gt;
* {{Spk-digital|Mephistopheles|SBB=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119060760|LCCN=no2018059940|VIAF=151480411}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarische Figur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dämonologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Johann Georg Faust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teufel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M Huhn</name></author>
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