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	<title>Menexenos (Sohn des Demophon) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T00:14:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Menexenos_(Sohn_des_Demophon)&amp;diff=1258398&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Pockensupperl am 22. Juli 2025 um 10:02 Uhr</title>
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		<updated>2025-07-22T10:02:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Menexenos&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|prefix=nein|Μενέξενος}} &amp;#039;&amp;#039;Menéxenos&amp;#039;&amp;#039;; * nach 423 v. Chr.; † nach 399 v. Chr.) war ein [[antike]]r griechischer [[Philosophie der Antike|Philosoph]]. Er lebte in [[Athen]] und war ein Schüler des [[Sokrates]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über das Leben des Menexenos ist sehr wenig bekannt; die einzigen Quellen sind drei literarisch gestaltete [[Platonischer Dialog|Dialoge]], die sein Zeitgenosse [[Platon]] verfasste. Er stammte aus einer  vornehmen Familie Athens. Die Vermutung, dass die Familie im Stadtviertel [[Paiania (Demos)|Paiania]] ansässig war, ist allerdings unbelegt, daher ist die Bezeichnung „Menexenos von Paiania“ nicht korrekt.&amp;lt;ref&amp;gt;Stavros Tsitsiridis (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Platons Menexenos&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 1998, S. 54 und Anm. 72.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Vorfahren des Menexenos hatten sich in der Politik hervorgetan.&amp;lt;ref&amp;gt;Platon, &amp;#039;&amp;#039;Menexenos&amp;#039;&amp;#039; 234a–b.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ob sein Vater Demophon mit einem anderen Träger dieses Namens, der ein Großneffe des berühmten Staatsmanns [[Perikles]] war, identifiziert werden kann, ist in der Forschung umstritten; diese Hypothese ist problematisch und hat sich bisher nicht durchgesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Für die Identität plädiert [[Pierre Vidal-Naquet]]: &amp;#039;&amp;#039;La société platonicienne des dialogues&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Aux origines de l’hellénisme. La Crète et la Grèce. Hommage à [[Henri van Effenterre]]&amp;#039;&amp;#039;, Paris 1984, S. 273–293, hier: 280. Dagegen sind Luc Brisson: &amp;#039;&amp;#039;Ménexène de Péanée&amp;#039;&amp;#039;. In: Richard Goulet (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dictionnaire des philosophes antiques&amp;#039;&amp;#039;, Band 4, Paris 2005, S. 466 und Debra Nails: &amp;#039;&amp;#039;The People of Plato&amp;#039;&amp;#039;, Indianapolis 2002, S. 202f. Vgl. Stavros Tsitsiridis (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Platons Menexenos. Einleitung, Text und Kommentar&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 1998, S. 54.&amp;lt;/ref&amp;gt; Menexenos hatte einen Verwandten namens Ktesippos,&amp;lt;ref&amp;gt;Nach Platon, &amp;#039;&amp;#039;Lysis&amp;#039;&amp;#039; 206d war Menexenos ein &amp;#039;&amp;#039;anepsios&amp;#039;&amp;#039; des Ktesippos, was oft mit „Neffe“ übersetzt wird; gemeint ist aber wohl „Vetter“, siehe Debra Nails: &amp;#039;&amp;#039;The People of Plato&amp;#039;&amp;#039;, Indianapolis 2002, S. 120, 202; Luc Brisson: &amp;#039;&amp;#039;Ménexène de Péanée&amp;#039;&amp;#039;. In: Richard Goulet (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dictionnaire des philosophes antiques&amp;#039;&amp;#039;, Band 4, Paris 2005, S. 466.&amp;lt;/ref&amp;gt; der ebenfalls Schüler des Sokrates war und in zwei Dialogen Platons als Gesprächsteilnehmer auftritt. Ktesippos brachte Menexenos, als dieser noch ein Knabe war, die [[Eristik]] bei.&amp;lt;ref&amp;gt;Platon, &amp;#039;&amp;#039;Lysis&amp;#039;&amp;#039; 211c.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eng befreundet war Menexenos mit Lysis, nach dem Platons Dialog &amp;#039;&amp;#039;[[Lysis (Platon)|Lysis]]&amp;#039;&amp;#039; benannt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Platon, &amp;#039;&amp;#039;Lysis&amp;#039;&amp;#039; 206d.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als junger Mann erwog Menexenos, politisch aktiv zu werden, was im demokratischen Athen mit einer Tätigkeit als [[Rhetor|Redner]] verbunden war, und ein Amt anzustreben. Nach Platons Angaben machte er diesen Schritt aber davon abhängig, dass Sokrates ihn billigte.&amp;lt;ref&amp;gt;Platon, &amp;#039;&amp;#039;Menexenos&amp;#039;&amp;#039; 234a–b.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der drei Söhne des Sokrates, wohl der jüngste, hieß Menexenos. Dieser Menexenos wurde spätestens 402 geboren. Vermutlich benannte ihn Sokrates nach seinem Schüler, was dafür spricht, dass der Philosoph Menexenos zum engsten Umkreis des Sokrates – vielleicht auch zu dessen Verwandtschaft – gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Tod des Sokrates im Jahr 399 war Menexenos, wie Platon bezeugt, zusammen mit Ktesippos unter den Anwesenden.&amp;lt;ref&amp;gt;Platon, &amp;#039;&amp;#039;[[Phaidon]]&amp;#039;&amp;#039; 59b.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rolle in literarischen Dialogen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Platons Dialogen &amp;#039;&amp;#039;Lysis&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Menexenos (Platon)|Menexenos]]&amp;#039;&amp;#039; tritt Menexenos als Gesprächspartner des Sokrates auf; der &amp;#039;&amp;#039;Menexenos&amp;#039;&amp;#039; ist nach ihm benannt. Im &amp;#039;&amp;#039;Lysis&amp;#039;&amp;#039; ist er noch ein selbstbewusster, etwas dreister Knabe und einer von fünf Dialogteilnehmern. Hier stellt ihn Platon als schlauen Debattierer dar, der sich auf die Kunst der Widerlegung versteht.&amp;lt;ref&amp;gt;Platon, &amp;#039;&amp;#039;Lysis&amp;#039;&amp;#039; 211b–c. Siehe dazu [[Michael Bordt]]: &amp;#039;&amp;#039;Platon: Lysis. Übersetzung und Kommentar&amp;#039;&amp;#039;, Göttingen 1998, S. 148.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im &amp;#039;&amp;#039;Menexenos&amp;#039;&amp;#039; ist er bereits ein junger Mann und der einzige Gesprächspartner des Sokrates, dem er sich als Schüler angeschlossen hat; sein Auftreten ist bescheiden, in seiner Lebensplanung orientiert er sich am Rat seines Lehrers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer Forschungshypothese zufolge ist der Menexenos, der in dem nach ihm benannten Dialog auftritt, nicht mit der gleichnamigen Person im &amp;#039;&amp;#039;Lysis&amp;#039;&amp;#039; identisch, sondern es ist der inzwischen herangewachsene Sohn des Sokrates gemeint.&amp;lt;ref&amp;gt;Lesley Dean-Jones: &amp;#039;&amp;#039;Menexenus – son of Socrates&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[The Classical Quarterly]]&amp;#039;&amp;#039; 45, 1995, S. 51–57.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Hypothese soll den krassen [[Anachronismus]] des Dialogs &amp;#039;&amp;#039;Menexenos&amp;#039;&amp;#039; teilweise beheben (in dem literarischen Werk lässt Platon Sokrates auf Ereignisse Bezug nehmen, die sich lange nach dem Tod des historischen Sokrates abspielten; damals müsste auch der Menexenos des &amp;#039;&amp;#039;Lysis&amp;#039;&amp;#039; älter gewesen sein als die Titelgestalt des &amp;#039;&amp;#039;Menexenos&amp;#039;&amp;#039; dargestellt wird). Die Vermutung, es sei ein anderer Menexenos gemeint als im &amp;#039;&amp;#039;Lysis&amp;#039;&amp;#039;, beseitigt aber den Anachronismus nur zu einem geringen Teil und hat in der Forschung kaum Anklang gefunden. Der für zeitgenössische Leser unübersehbare Anachronismus ist ein vom Autor bewusst eingesetzter Effekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Angaben des Philosophiegeschichtsschreibers [[Diogenes Laertios]] verfasste Platons Bruder [[Glaukon (Platon)|Glaukon]] neun Dialoge; einer davon hieß &amp;#039;&amp;#039;Menexenos&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Diogenes Laertios 2,124.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch [[Aristoteles]] schrieb ein Werk in Dialogform mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Menexenos&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Diogenes Laertios 5,22. Siehe dazu Renato Laurenti: &amp;#039;&amp;#039;Aristote de Stagire: Les „dialogues“&amp;#039;&amp;#039;. In: Richard Goulet (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dictionnaire des philosophes antiques&amp;#039;&amp;#039;, Band &amp;#039;&amp;#039;Supplément&amp;#039;&amp;#039;, Paris 2003, S. 379f.; Stavros Tsitsiridis (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Platons Menexenos. Einleitung, Text und Kommentar&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 1998, S. 55f. Anm. 76.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Philosoph [[Antisthenes]], der ein Schüler des Sokrates war und als Begründer des [[Kynismus]] gilt, gab einem seiner Dialoge den Titel &amp;#039;&amp;#039;Menexenos oder Über das Herrschen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Diogenes Laertios 6,18. Vgl. Stavros Tsitsiridis (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Platons Menexenos. Einleitung, Text und Kommentar&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 1998, S. 55 Anm. 76.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Kirchenvater]] [[Clemens von Alexandria]] erwähnt einen ebenfalls &amp;#039;&amp;#039;Menexenos&amp;#039;&amp;#039; betitelten Dialog des [[Megariker]]s [[Philon von Megara|Philon]].&amp;lt;ref&amp;gt;Clemens von Alexandria, &amp;#039;&amp;#039;Stromateis&amp;#039;&amp;#039; 4,19,121,5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vermutlich ist die Titelfigur dieser heute verlorenen Schriften mit dem Menexenos, der bei Platon auftritt, identisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der französische Schriftsteller [[Abel Hermant]] publizierte 1928 den Dialog &amp;#039;&amp;#039;Aspasie&amp;#039;&amp;#039;, in dem er Menexenos zu einem der beiden Gesprächspartner machte. Menexenos ist hier kein Jüngling mehr, sondern ein Mann reifen Alters; er unterhält sich mit dem jungen Demokrates über [[Kurtisane]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Luc Brisson]]: &amp;#039;&amp;#039;Ménexène de Péanée&amp;#039;&amp;#039;. In: Richard Goulet (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dictionnaire des philosophes antiques&amp;#039;&amp;#039;. Band 4, CNRS Éditions, Paris 2005, ISBN 2-271-06386-8, S. 466&lt;br /&gt;
* Debra Nails: &amp;#039;&amp;#039;The People of Plato. A Prosopography of Plato and Other Socratics&amp;#039;&amp;#039;. Hackett, Indianapolis 2002, ISBN 0-87220-564-9, S. 202–203, 319–320&lt;br /&gt;
* John S. Traill: &amp;#039;&amp;#039;Persons of Ancient Athens&amp;#039;&amp;#039;, Band 12: &amp;#039;&amp;#039;M- to Mōsēs.&amp;#039;&amp;#039; Athenians, Toronto 2003, ISBN 0-9685232-4-2, S. 227 (Nr. 644855; Zusammenstellung der Belege)&lt;br /&gt;
* Stavros Tsitsiridis (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Platons Menexenos. Einleitung, Text und Kommentar&amp;#039;&amp;#039;. Teubner, Stuttgart 1998, S. 53–57, 131–137&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Menexenos}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grieche (Antike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Platon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (Antike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 5. Jahrhundert v. Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 4. Jahrhundert v. Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Menexenos&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Schüler des Sokrates&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=nach 423 v. Chr.&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=nach 399 v. Chr.&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Pockensupperl</name></author>
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