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	<title>Menapier - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T08:41:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Menapier&amp;diff=107284&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kcamroc am 20. August 2022 um 11:20 Uhr</title>
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		<updated>2022-08-20T11:20:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Germania 70 de.svg|mini|hochkant=1.5|Das römische Gallien und rechtsrheinische Germanien um das Jahr 70 n. Chr.]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Menapier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|Menapii}}) waren ein [[Kelten|keltisch]]-[[Germanen|germanisches]] Mischvolk im [[Belgien|belgischen]] [[Gallien]], das um 52 v. Chr. von den Römern unter [[Julius Caesar|Caesar]] im [[Gallischer Krieg|Gallischen Krieg]] unterworfen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herleitung des Namens ==&lt;br /&gt;
Der Name &amp;#039;&amp;#039;Menapier&amp;#039;&amp;#039; wird einerseits auf die keltischen Worte &amp;#039;&amp;#039;mel&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;apa&amp;#039;&amp;#039; mit der Bedeutung „Wasser“ zurückgeführt und weist dann auf das übermäßig [[sumpf]]- und wasserreiche Siedlungsgebiet dieses Stammes hin. Stimmt diese Herleitung, bedeutet &amp;#039;&amp;#039;Menapier&amp;#039;&amp;#039; so viel wie &amp;#039;&amp;#039;Bewohner des Sumpf- und Wasserlandes&amp;#039;&amp;#039;. Andererseits wird der Name auch von der rekonstruierten [[Urkeltisch|Protokeltischen]] Wurzel &amp;#039;&amp;#039;*mano-&amp;#039;&amp;#039; (alternativ: &amp;#039;&amp;#039;*meno-&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;*mono-&amp;#039;&amp;#039;) hergeleitet, die entweder „Gedanke“ oder „Treten“ bedeutet oder bei Ableitung von auf rekonstruiertes &amp;#039;&amp;#039;*men-&amp;#039;&amp;#039; zurückgehender Wurzel &amp;#039;&amp;#039;*mono-&amp;#039;&amp;#039; möglicherweise auch im Zusammenhang mit „Aufragen“ steht.&amp;lt;ref&amp;gt;Graham Isaac: &amp;#039;&amp;#039;Place-Names in Ptolemy’s Geography: An Electronic Data Base with Etymological Analysis of Celtic Name Elements&amp;#039;&amp;#039;. CD-ROM. CMCS Publications, Aberystwyth 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einige Autoren gehen davon aus, dass der Name Menapii identisch ist mit dem altirischen Stamm &amp;#039;&amp;#039;Manapi&amp;#039;&amp;#039;, der bei [[Ptolemäus]] erwähnt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Patrick Sims-Williams: &amp;#039;&amp;#039;‘Common Celtic, Gallo-Brittonic and Insular Celtic’.&amp;#039;&amp;#039; In: Pierre-Yves Lambert, Georges-Jean Pinault (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gaulois et Celtique Continental&amp;#039;&amp;#039;.  Droz, Genf 2007, S. 329–330; John Koch: &amp;#039;&amp;#039;Celtic Culture: a historical encyclopedia&amp;#039;&amp;#039;. ABC-CLIO, 2006, S. 199.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siedlungsgebiet ==&lt;br /&gt;
Die Menapier bewohnten im 1. Jahrhundert v. Chr. die damals sumpfigen und stark bewaldeten Niederungen an [[Niederrhein (Region)|Niederrhein]], [[Niers]], [[Maas]], Kleiner und Großer [[Nete]] bis hin zu [[Schelde]] und [[Leie]]/Lys im heutigen [[Flandern]]. Ihr Gebiet erstreckte sich etwa von [[Gent]] im Westen bis zum [[Rhein]] bei [[Emmerich am Rhein|Emmerich]] im Osten und endete im Norden am Rheindelta und im Süden nördlich von [[Eifel]] und [[Ardennen]]. Dieser Siedlungsraum deckt sich heute weitgehend mit den [[Belgien|belgischen]] Provinzen [[Provinz Ostflandern|Ostflandern]], [[Provinz Flämisch-Brabant|Flämisch-Brabant]] und [[Provinz Antwerpen|Antwerpen]] (mit Kempenland), den [[Niederlande|niederländischen]] Provinzen [[Provinz Noord-Brabant|Noord-Brabant]] und [[Provinz Limburg (Niederlande)|Limburg]] (nördlicher Teil) sowie dem unteren [[Niederrhein (Region)|Niederrhein]] nördlich [[Mönchengladbach]] in [[Deutschland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Hauptort &amp;#039;&amp;#039;[[Castellum Menapiorum]]&amp;#039;&amp;#039;, das heutige [[Cassel (Nord)|Cassel]], in Nordfrankreich wurde in diokletianischer Zeit nach &amp;#039;&amp;#039;[[Turnacum]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Tournai]]) verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachbarn ==&lt;br /&gt;
Zu Beginn der Eroberung Galliens durch Caesar waren Nachbarn der Menapier&lt;br /&gt;
* im Norden die [[Bataver]],&lt;br /&gt;
* im Osten [[Usipeter]] und [[Tenkterer]],&lt;br /&gt;
* im Süden die [[Eburonen]], [[Nervier]] und [[Atrebaten]] sowie&lt;br /&gt;
* an der Küste im Westen die [[Moriner]].&lt;br /&gt;
Die Eburonen wurden im Verlauf des Gallischen Krieges ausgerottet. Ihr Gebiet wiesen die Römer dann den [[Suniker]]n und [[Tungerer]]n (um [[Tongern]]) zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich bereits weit vor Beginn der Eroberung Galliens durch Caesar 58 v. Chr. überquerten Germanen den Rhein und vermischten sich mit den dort vermutlich seit rund 300 Jahren lebenden Kelten. Einer dieser keltisch-germanischen Stämme, zu denen auch die [[Eburonen]], [[Nervier]] und [[Treverer]] gehörten, waren die Menapier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menapier siedelten zunächst sowohl links- als auch rechtsrheinisch, wurden aber 55 v. Chr. durch die Usipeter, die ihrerseits von den [[Sueben]] vertrieben worden waren, von der rechten Rheinseite verdrängt (Gaius Julius Caesar, &amp;#039;&amp;#039;[[De Bello Gallico]]&amp;#039;&amp;#039;, Buch IV).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge des Feldzugs gegen die Eburonen, die unter ihrem Anführer [[Ambiorix]] ein Lager der Römer erfolgreich angegriffen und danach die 9. Legion unter [[Quintus Tullius Cicero]] in ihrem Winterquartier belagert hatten, überfiel Caesar zunächst die benachbarten Menapier, um sicherzugehen, dass diese ihm nicht in den Rücken fallen konnten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|[…] (4) An die Grenzen des eburonischen Landes stieß das Gebiet der Menapier, das durch endlose Sümpfe und Waldgebiete geschützt war. Die Menapier hatten als einzige unter den Galliern nie Gesandte mit der Bitte um Frieden an Caesar geschickt. Caesar wußte, dass Ambiorix mit ihnen Gastfreundschaft verband. Auch hatte er erfahren, dass er über die Vermittlung der Treverer mit den Germanen einen Freundschaftsvertrag beschlossen hatte.&lt;br /&gt;
(5) Er glaubte daher, zunächst muß man Ambiorix diese Hilfsquellen abschneiden, ehe man mit ihm selbst Krieg anfinge, damit er sich nicht bei den Menapiern verbergen könne oder notgedrungen mit den rechtsrheinischen Germanen einen Bund eingehe, wenn seine Situation verzweifelt würde.&lt;br /&gt;
(6) Nachdem Caesar diesen Plan entwickelt hatte, sandte er den Troß des gesamten Heeres zu Labienus ins Land der Treverer und wies zwei Legionen an, dorthin zu marschieren. Er selbst setzte sich mit fünf […] kampfbereiten Legionen gegen die Menapier in Marsch.&lt;br /&gt;
(7) Jene stellten keinerlei Truppen auf, sondern vertrauten auf den Schutz, den ihr Land bot, flohen daher in die Wälder und Sümpfe und brachten ihre gesamte Habe dorthin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. (1) Caesar teilte seine Truppen mit den Legaten C. Fabius und dem Quaestor M. Crassus, legte rasch Knüppelwege an und rückte so in drei Gruppen vor. Er setzte Gehöfte und Dörfer in Brand, wobei er eine große Zahl von Menschen und Vieh in seine Gewalt bekam.&lt;br /&gt;
(2) Hierdurch sahen sich die Menapier gezwungen, Gesandte mit der Bitte um Frieden an ihn zu schicken.&lt;br /&gt;
(3) Er nahm zwar ihre Geiseln an, betonte aber, er werde sie wie Feinde behandeln, wenn sie Ambiorix oder dessen Gesandte in ihrem Gebiet aufnahmen. […]|Gaius Julius Caesar|De Bello Gallico, Buch VI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der folgenden Jahre wurden die Menapier dann immer weiter nach Westen abgedrängt, bis ihnen schließlich nur noch ein Gebiet westlich der Schelde verbleibt. Ihr Gebiet am Rhein erhalten die [[Cugerner]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
Die Menapier waren sesshaft und lebten von Viehzucht und Ackerbau. Auffällig ist der geringe Grad der Romanisierung in den nördlichen Stammesregionen; vorrömische Traditionen blieben oft erhalten. Sie siedelten nicht in zusammenhängenden Dörfern, sondern bevorzugten versteckt gelegene, halb in die Erde eingegrabene Einzelhöfe, die sie als Schutz gegen Überschwemmungen meist auf den sogenannten [[Donk]]en errichteten – den Sand- oder auch Lehmrücken, die wenige Meter aus den umgebenden Wasserläufe, Seen und Sümpfe herausragten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berühmt war der Schinken der Menapier.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Martial]] 13, 54: &amp;#039;&amp;#039;perna de Menapis&amp;#039;&amp;#039;; [[Höchstpreisedikt|Edictum Diocletiani]] 4, 8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Salzgewinnung und Salzhandel stellten eine weitere bedeutende Einnahmequelle dar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{CIL|11|390|R=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{KlP|3|1203||Menapii|[[Marcel Le Glay]]}}&lt;br /&gt;
* Johan van Heesch: &amp;#039;&amp;#039;De muntcirculatie tijdens de Romeinse tijd in het noordwesten van Gallia Belgica: De civitates van de Nerviërs en de Menapiërs (ca. 50 v. C-450 n. C.)&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Monographie d&amp;#039;Archéologie Nationale&amp;#039;&amp;#039; 11). Brüssel 1998.&lt;br /&gt;
* {{DNP|7|1222|1223|Menapii|Franz Schön}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanischer Stamm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Belgische Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keltischer Stamm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Belger]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kcamroc</name></author>
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