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	<title>Melwas - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T22:18:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Melwas&amp;diff=153839&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fan-vom-Wiki: /* Neuzeitliche Versionen */ Leerzeichen eingefügt</title>
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		<updated>2026-02-05T04:27:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Neuzeitliche Versionen: &lt;/span&gt; Leerzeichen eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Melwas&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Meleagant, Maleagant, Malagant, Melyagaunce, Melyagraunce&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; („Der böse Ritter“), ist eine legendäre Figur des Sagenkreises um [[König Arthur]]/Artus. Er ist der Ritter, der [[Gwenhwyfar]]/Guinevere entführt und in einer Version der Sage von Lancelot erschlagen wird. Melwas ist der Sohn von [[Bagdemagus]] und König des „Sommerlandes“ ([[Lateinische Sprache|lat.]] &amp;#039;&amp;#039;in aestiva regione&amp;#039;&amp;#039;, möglicherweise [[Somerset]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Melwas als König des Sommerlandes in &amp;#039;&amp;#039;The Life of Gildas&amp;#039;&amp;#039; auf [http://www.fordham.edu/halsall/basis/1150-Caradoc-LifeofGildas.asp fordham.edu]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die früheste Lesart des Namens &amp;#039;&amp;#039;Melwas&amp;#039;&amp;#039; wird entweder als „der Todesprinz“ (&amp;#039;&amp;#039;Prince of Death&amp;#039;&amp;#039;) oder „Prinzlicher Jüngling“ (&amp;#039;&amp;#039;Princely Youth&amp;#039;&amp;#039;) angegeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;UR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erzählungen ==&lt;br /&gt;
=== Vita des heiligen Gildas ===&lt;br /&gt;
In der Erzählung &amp;#039;&amp;#039;[[Gildas|Vita des Heiligen Gildas]]&amp;#039;&amp;#039; (um 1130) von [[Caradoc of Llancarfan]] wird berichtet, dass König Arthur gegen Melwas auszieht, da dieser Gwenhwyfar nach &amp;#039;&amp;#039;Urbs vitrae&amp;#039;&amp;#039; ([[Kymrische Sprache|kymrisch]] &amp;#039;&amp;#039;Ynyswytin&amp;#039;&amp;#039;, „gläserne Stadt“ [[Glastonbury]]) verschleppt und vergewaltigt hatte (&amp;#039;&amp;#039;violatam et raptam&amp;#039;&amp;#039;). Der drohende Krieg wird durch das Eingreifen des Heiligen Gildas beigelegt, der durch seine Vermittlung Gwenhwyfar befreien und an Arthur zurückgeben kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Birkhan: &amp;#039;&amp;#039;Nachantike Keltenrezeption.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;124&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Birkhan: &amp;#039;&amp;#039;Keltische Erzählungen vom Kaiser Arthur.&amp;#039;&amp;#039; Teil&amp;amp;nbsp;2, S.&amp;amp;nbsp;191&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Melwas und Gwenhwyfar ===&lt;br /&gt;
Zwei rätselhafte Gedichtfragmente, die ein Streitgespräch zwischen Melwas, Kei und Gwenhwyfar schildern, sind aus dem 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert überliefert. Es dürfte sich um eine Vorgeschichte des Raubes von Gwenhwyfar durch Melwas handeln. Die in der keltischen Sage immer wieder auftretende „Pförtnerszene“ (siehe dazu [[Pa ŵr yw’r porthor?]], [[Kulhwch ac Olwen]], [[Lugh#Mythologie|Lugh]] und andere) wird hier insofern variiert, dass Kei den Jüngling Melwas abweisen will, möglicherweise aber auch Gwenhwyfar selbst dies tut. Da die beteiligten Personen nicht mit Namen benannt sind, wurde im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert angenommen, das bereits früher bekannte zweite Gedicht sei ein Streitgespräch zwischen Gwenhwyfar und Arthur. Dies wurde erst durch die spätere Auffindung des ersten Gedichtes (nach 1930) und einen Stil- und Inhaltsvergleich widerlegt. Die genaue Zuordnung der Textpassagen auf die Protagonisten ist bis heute umstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fragment I (Auszug):&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;„Halt ein, ein wenig! [snevin ?] Ich gebe meinen Wein  keinem Mann, der sich nicht meistert; wer sich in der Schlacht nicht stellt, erhebt sich nicht um seines Weines wider Kei.“&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;„In schwerer Rüstung durchschritt ich die Furt, bei Ebbe einen Faden tief, ich bin der Mann, der sich wider Kei erhebt.“&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;„Schweig, Bursche, schweig mit deinem Geschwätz! Bist du nicht besser, als du scheinst, so wirst du dich auch mit sieben anderen nicht wider Kei erheben.“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Birkhan: &amp;#039;&amp;#039;Keltische Erzählungen vom Kaiser Arthur.&amp;#039;&amp;#039; Teil&amp;amp;nbsp;2, S.&amp;amp;nbsp;110.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fragment II (Auszug, Anschluss an den obigen Text):&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;„Gwenhwyfar mit dem Blick des Glanzes, verwirf mich nicht, wenn ich auch klein bin. Alleine würde ich mich wider hundert [Mann] erheben.“&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;„Still, Bursche, von Schwarz und Gelb! Während ich dich lang betrachte, scheint mir, dass ich dich schon früher sah!“&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;„Gwenhwyfar mit dem scharfen Blick, sag mir, wenn du es weißt, wo du mich schon früher sahst!“&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;„Ich sah einen Mann von mäßiger Größe an langem Tisch … Devon seinen Verwandten Wein einschenken.“&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;„Gwenhwyfar mit den vergnüglichen Reden, vom Munde einer Frau pflegen leere Worte [zu gehen]. Dort also hast du mich gesehen.“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Birkhan: &amp;#039;&amp;#039;Keltische Erzählungen vom Kaiser Arthur.&amp;#039;&amp;#039; Teil&amp;amp;nbsp;2, S.&amp;amp;nbsp;112.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Gedichte sind in der Form der [[Siebensilbler]] mit drei- oder vierzeiligen Strophen gestaltet.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Birkhan: &amp;#039;&amp;#039;Keltische Erzählungen vom Kaiser Arthur.&amp;#039;&amp;#039; Teil&amp;amp;nbsp;2, S.&amp;amp;nbsp;191&amp;amp;nbsp;f. (für den gesamten Absatz „Melwas und Gwenhwyfar“)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Birkhan: &amp;#039;&amp;#039;Nachantike Keltenrezeption.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;122&amp;amp;nbsp;f. (für den gesamten Absatz „Melwas und Gwenhwyfar“)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lancelot oder der Karrenritter ===&lt;br /&gt;
Im Versroman &amp;#039;&amp;#039;[[Lancelot ou le Chevalier de la charrette]]&amp;#039;&amp;#039; („Lancelot oder der Karrenritter“) von [[Chrétien de Troyes]] setzt Meleagant erst mehrere Ritter des Hofes gefangen und behauptet dann, mit jedem kämpfen zu wollen, wenn vorher die Königin Guinevere als Pfand gestellt würde. Als König Artus sich von [[Cei fab Cynyr|Keie]] hierzu überreden lässt, besiegt Meleagant den selbst antretenden Keie, sodass [[Gawan|Gawaine]] und ein Unbekannter, der sich später als [[Lancelot|Lancelot du Lac]] zu erkennen gibt, dem Frevler nachsetzen müssen. Zusätzlich zu Chrétiens Version erscheint diese Geschichte im ersten Teil des [[Vulgata-Zyklus]], im « &amp;#039;&amp;#039;Lancelot propre&amp;#039;&amp;#039; », der altfranzösischen mittelalterlichen Literatur&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ulrich von Zatzikhoven |Hrsg=Florian Kragl |Titel=Lanzelet |Band=2 |Verlag=Walter de Gruyter |Ort=Berlin und New York |Datum=2006 |ISBN=3-11-018936-4 |Seiten=1292 |Online={{Google Buch | BuchID = gujS9X_b9ZMC | Seite=1292}} |Abruf=2017-01-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Er gilt als Quelle für [[Thomas Malory|Malorys]] „Ritter des Karrens“-Kapitel, “&amp;#039;&amp;#039;The Tale of Sir Launcelot and Quene Gwenyvere&amp;#039;&amp;#039;” in &amp;#039;&amp;#039;[[Le Morte Darthur]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;UR&amp;quot;&amp;gt;[http://www.lib.rochester.edu/camelot/melmenu.htm &amp;#039;&amp;#039;Meleagant&amp;#039;&amp;#039;] im &amp;#039;&amp;#039;Camelot Project&amp;#039;&amp;#039; der [[University of Rochester]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuzeitliche Versionen ===&lt;br /&gt;
In der neuzeitlichen Erzählung &amp;#039;&amp;#039;Melvas&amp;#039;&amp;#039; von [[Thomas Love Peacock]] über die Entführung Guineveres wird in &amp;#039;&amp;#039;Das Unglück von Elphin&amp;#039;&amp;#039; (1829) erzählt, dass die Rettung mit Hilfe von [[Taliessin]] erfolgte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;UR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tötung des &amp;#039;&amp;#039;Mellyagraunce&amp;#039;&amp;#039; durch Lancelot wird in Morris „Die Verteidigung Guineveres“ (&amp;#039;&amp;#039;The Defence of Guenevere&amp;#039;&amp;#039;) geschildert. Andere Versionen der Geschichte sind in den Romanen &amp;#039;&amp;#039;Galahad&amp;#039;&amp;#039; von [[John Erskine (Schriftsteller)|John Erskine]], „[[Der König auf Camelot]]“ (&amp;#039;&amp;#039;The Once and Future King&amp;#039;&amp;#039;) von [[Terence Hanbury White]] oder &amp;#039;&amp;#039;Arthur Rex&amp;#039;&amp;#039; von [[Thomas Berger (Autor, 1924)|Thomas Berger]] zu finden. In dem Abenteuerfilm &amp;#039;&amp;#039;[[Der 1. Ritter]]&amp;#039;&amp;#039; (USA 1995) wurde Meleagant unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Malagant&amp;#039;&amp;#039; von [[Ben Cross]] gespielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Helmut Birkhan]]: &amp;#039;&amp;#039;Nachantike Keltenrezeption.&amp;#039;&amp;#039; Praesens Verlag, Wien 2009, ISBN 978-3-7069-0541-1.&lt;br /&gt;
* Helmut Birkhan: &amp;#039;&amp;#039;Keltische Erzählungen vom Kaiser Arthur.&amp;#039;&amp;#039; Teil&amp;amp;nbsp;2, Lit-Verlag, Wien 2004, ISBN 3-8258-7563-6.&lt;br /&gt;
* Roger Sherman Loomis: &amp;#039;&amp;#039;The Development of Arthurian Romance.&amp;#039;&amp;#039; S. 38–39. Courier Dover Publications, 2000, ISBN 978-0-486-40955-9. ({{Google Buch|BuchID=An1oQbneHiEC|Seite=38|Linktext=eingeschränkte Online-Version|Land=UK}}).&lt;br /&gt;
* Richard Barber: &amp;#039;&amp;#039;King Arthur: Hero and Legend.&amp;#039;&amp;#039; Boydell Press 1990, ISBN 978-0-85115-254-7. ({{Google Buch|BuchID=0yjggzv_VHYC|Seite=|Linktext=eingeschränkte Online-Version|Land=UK}}).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Historia de Lanzarote del Lago / History of Lanzarote de Lago: El Libro De Meleagant: 4.&amp;#039;&amp;#039; Alianza Editorial, 2007, ISBN 84-206-3214-7, (spanisch).&lt;br /&gt;
* Caradoc of Llancarfan: &amp;#039;&amp;#039;The Life of Gildas.&amp;#039;&amp;#039; Kindle Edition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.lib.rochester.edu/camelot/melmenu.htm &amp;#039;&amp;#039;Meleagant&amp;#039;&amp;#039;] im &amp;#039;&amp;#039;Camelot Project&amp;#039;&amp;#039; der [[University of Rochester]], (englisch).&lt;br /&gt;
* Melwas als König des Sommerlandes in &amp;#039;&amp;#039;The Life of Gildas&amp;#039;&amp;#039; auf [http://www.fordham.edu/halsall/basis/1150-Caradoc-LifeofGildas.asp fordham.edu], (englisch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritter der Tafelrunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur des Mittelalters]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fan-vom-Wiki</name></author>
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