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	<title>Meltemi - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Meltemi&amp;diff=238478&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-11-07T23:35:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:400px Origin of Etesian Winds (Thumb).png|mini|hochkant=1.8|link=Datei:725px Origin of Etesian Winds (Detail).png|Abb. 1: Entstehung des Meltemi]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Meltemi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{elS|μελτέμι}} &amp;#039;&amp;#039;meltémi&amp;#039;&amp;#039;) ist der vorherrschende [[Wind]] der Sommermonate in der [[Ägäisches Meer|Ägäis]]. Er weht von April bis Oktober als trockener Nordwest-, Nord- und Nordostwind vom griechischen Festland in Richtung Kreta im östlichen Mittelmeer. Der Meltemi wird als angenehm kühl empfunden und bringt stets heiteres Wetter und gute, klare Sicht mit sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;Meltemi&amp;#039;&amp;#039; ist türkischen Ursprungs: &amp;#039;&amp;#039;[[meltem]]&amp;#039;&amp;#039; für „Brise, sanfter Wind“. Die Griechen nannten den [[Wind]] früher {{lang|grc|ἐτησίαι}}, &amp;#039;&amp;#039;etēsíai&amp;#039;&amp;#039; „die jährlichen Winde“ (deutsch &amp;#039;&amp;#039;Etesien&amp;#039;&amp;#039;; {{lang|grc|ἐτήσιος}}, &amp;#039;&amp;#039;etḗsios&amp;#039;&amp;#039;, „jährlich“; {{lang|grc|ἔτος}}, &amp;#039;&amp;#039;étos&amp;#039;&amp;#039;, „Jahr“). In der lateinischen Fassung der [[Apostelgeschichte des Lukas]] wird er &amp;#039;&amp;#039;euroaquilo&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Neues Testament]], Apostelgeschichte 27.14 (https://www.die-bibel.de/bibel/VUL/ACT.27).&amp;lt;/ref&amp;gt; genannt; hieraus leiten sich auch die falschen antiken griechischen Bezeichnungen {{lang|grc|εὐροκλύδων}}, &amp;#039;&amp;#039;euroklydōn&amp;#039;&amp;#039;, und {{lang|grc|εὐρακύλων}}, &amp;#039;&amp;#039;eurakylōn&amp;#039;&amp;#039;, ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor= [[Thomas Abel Brimage Spratt]] | Titel= Sailing Directions For The Island Of Candia Or Crete | Ort=London | Jahr=1866 | Seiten=25 }} ([http://archive.org/details/sailingdirectio00spragoog verschiedene Ausführungen]), englisch&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor= [[Adolf Kaegi]] | Titel= Benselers Griechisch-deutsches Schulwörterbuch | Auflage=13. | Ort=Leipzig und Berlin | Jahr=1911 | Seiten=367 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Neugriechischen verwendet man heute für den Wind die aus dem Türkischen stammende Bezeichnung, griechisch &amp;#039;&amp;#039;meltemi&amp;#039;&amp;#039; vom türkischen &amp;#039;&amp;#039;[[meltem]]&amp;#039;&amp;#039;, das heute „leichter sommerlicher [[Land-See-Windsystem#Ablandiger Wind (Landwind)|Landwind]]“ bedeutet.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Steuerwald, &amp;#039;&amp;#039;Türkisch-deutsches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, Stichwort &amp;#039;&amp;#039;meltem&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hingegen stammt das heute im Türkischen für diesen speziellen Wind benutzte Wort &amp;#039;&amp;#039;etezyen&amp;#039;&amp;#039;, vermittelt über das Französische, ursprünglich aus dem Altgriechischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
In jedem Jahr setzen Ende Mai, Anfang Juni leichte Nordwinde ein, die sogenannten Prodromi. Eine Woche später kommt dann der Sommerwind, der die Hitze der Sonnenglut mildert.&lt;br /&gt;
[[Datei:725px Origin of Etesian Winds (Synopsis).png|mini|hochkant=1.8|Abb. 2: Entstehung des Meltemi, synoptische Ansicht]]&lt;br /&gt;
Der Meltemi ist ein regionales [[Windsystem]] und gehört zu den [[Wind#Einteilung nach der Größenordnung der Luftbewegungen|synoptischen Winden]], deren Entstehung auf dem komplexen Zusammenwirken globaler Windsysteme beruht (Abb. 2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des Sommerhalbjahres liegen bereits großflächig Druckunterschiede zwischen dem [[Azorenhoch|Azoren-Hochdruckgebiet]] (&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#FF0000; font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;H&amp;lt;/span&amp;gt;)* einerseits und dem [[Monsuntief|Tiefdruckgebiet des Sommermonsun]] (&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#0000FF; font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;t&amp;lt;/span&amp;gt;)* über Südwestasien andererseits vor. Die Lage beider Drucksysteme kann als quasistationär angesehen werden und ist mitursächlich für das jährlich wiederkehrende Strömungsverhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da an der Ostflanke eines Hochs und an der Westflanke eines Tiefs kalte Luft [[Planetarische_Zirkulation|äquatorwärts]] fließt,&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.wetter3.de/antriebe.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.goruma.de/Wissen/Naturwissenschaft/Meteorologie/hoch_und_tiefdruckgebiete.html&amp;lt;/ref&amp;gt; bildet sich auf der nördlichen Hemisphäre eine Strömung aus nordwestlicher Richtung. [[Werner Rauh]] hat diesen Luftmassentransport als Etisial-Strömung&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Rauh: &amp;#039;Klimatologie und Vegetationsverhältnisse der Athos-Halbinsel und der ostägäischen Inseln Lemnos, Evstratios, Mytiline und Chios&amp;#039; ISBN 978-3-540-01428-7, [https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-662-22066-5 S. 14 ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Hermann Flohn]] als sommerliche Nordströmung&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Hermann Flohn: &amp;#039;Zur Kenntnis des jährlichen Ablaufs der Witterung im Mittelmeergebiet&amp;#039; Geofisica pura e applicata 1948, [https://link.springer.com/article/10.1007/BF01980382 S. 183]&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Strömung, und somit auch der Meltemi, ist ein Teil des [[Passat (Windsystem)|Nordostpassats]]&amp;lt;ref&amp;gt;Markus-Hermann Schertenleib, Helena Egli-Broz: &amp;#039;Globale Klimatologie: Meteorologie, Wetterinformation und Klimatologie&amp;#039; [http://books.google.de/books?id=g0lWg9H-PtYC&amp;amp;lpg=PA237&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA55#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false S. 55]&amp;lt;/ref&amp;gt;, der zur [[Innertropische Konvergenzzone|intertropischen Konvergenzzone (ITC)]] weht, wenn sich im Nordsommer der [[Subtropischer Hochdruckgürtel|subtropische Hochdruckgürtel]] zwischen 35° und 45° Nord verlagert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:400px Strength of Meltemi Winds (Thumb).png|mini|hochkant=1.8|link=Datei:725px Strength of Meltemi Wind.png|Abb. 3: Windstärken über dem Balkan, Griechenland und der Ägäis.]]&lt;br /&gt;
Als ein Beispiel für ein durchgehendes Druckgefälle über dem Mittelmeerraum vom Azorenhoch zum Monsuntief kann die Wetterlage am 11. August 2011 herangezogen werden (Abb. 3)&amp;lt;ref&amp;gt;Auf der Internetseite von [http://www.wetter3.de/Archiv/ Wetter3] kann die Entwicklung des Sturms in einem Rückblick auf das Wettergeschehen in 6-Stunden-Schritten abgerufen werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der Meltemi wehte mit starken Böen von bis zu 8 Beaufort und für Zentral- und Nordgriechenland wurden Extremwetterwarnungen herausgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über der anatolischen Hochebene ([[Kleinasien]]) und der [[Arabische Halbinsel|arabischen Halbinsel]] bilden sich mit jahreszeitlich bedingt zunehmend starker Sonneneinstrahlung [[Hitzetief]]s (&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#0000FF; font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;t&amp;lt;/span&amp;gt;), die den Tiefdruckeinfluss und somit den Druckunterschied weiter verstärken. Unterstützend, beschleunigend und im Besonderen für die Stärke des Meltemi ausschlaggebend ist dabei das Hitzetief (&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#0000FF; font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;t&amp;lt;/span&amp;gt;) über der Zentraltürkei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer wichtiger Faktor in den Beziehungen zwischen der atmosphärischen Zirkulation und der Entstehung des Meltemi ist das Vorliegen eines antizyklonalen Zentrums (&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#FF0000; font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;H&amp;lt;/span&amp;gt;) über [[Italien]], Mitteleuropa oder der [[Balkanhalbinsel]]. Wenn das Azorenhoch im Sommer mit einem Keil in diese Region vorstößt, bewirkt es genau diesen Hochdruckeinfluss zum Beispiel über dem Balkan und [[Ungarn]] mit dem sogenannten Balkanhoch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die exakte Lage des Hochs ist jedoch nebenrangig; in jedem Fall kann über der Ägäis eine Meltemi-Wetterlage entstehen und relativ kühle Kontinentalluft strömt in Folge aus der Region des südlichen [[Russland]]s, der [[Ukraine]] und des [[Kaspisches Meer|Kaspischen Meers]]. Diese Luftmassen strömen dann in das über dem Persischen Golf liegende Hitzetief (&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#0000FF; font-weight:bold&amp;quot;&amp;gt;t&amp;lt;/span&amp;gt;) und weiter in Richtung ITC (Abb. 2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den meteorologischen Größen wird der Meltemi von den besonderen topografischen Merkmalen des Geländes beeinflusst. Hohe Berge auf dem griechischen Festland, dem südlichen Balkan und der [[Türkei]] bewirken einen Kanalisierungseffekt und beim Überqueren ein Austrocknen der Luft, was [[Griechenland]] den bekannt strahlend blauen und wolkenlosen Himmel beschert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Kanalisierungseffekte treten zwischen der großen Zahl von Inseln unterschiedlicher Größe in der Ägäis und dem Festland auf. Darüber hinaus können Berge, die rechtwinklig zur Meltemi-Strömung liegen (zum Beispiel die Berge von [[Kreta]]) die Windströmung auf ihrer windzugewandten Seite deutlich verlangsamen&amp;lt;ref&amp;gt;I. Koletsis, K. Lagouvardos, V. Kotroni and A. Bartzokas: &amp;#039;The interaction of northern wind flow with the complex topography of Crete Island – Part 1: Observational study&amp;#039;, Nat. Hazards Earth Syst. Sci. 2009, [http://www.nat-hazards-earth-syst-sci.net/9/1845/2009/nhess-9-1845-2009.pdf S. 1851 ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;border-width:1px; border-style:solid; background-color:#F0F0F0;&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Information.svg|16px|link=]] * [[Dynamisches Tiefdruckgebiet|Dynamische Druckgebiete]] wurden in den Abbildungen 1 und 2 mit Großbuchstaben H und T dargestellt, thermische Druckgebiete ([[Bodentief]], [[Höhentief]]) dagegen aus methodischen Gründen mit Kleinbuchstaben h und t.&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Der Meltemi weht im nördlichen und mittleren Teil der Ägäis aus Norden und fächert dann wie eine gigantische Bö aus. Im Osten ([[Dodekanes]] – [[Rhodos]]) weht er aus Nordwest, um dann im östlichen [[Mittelmeer]] auszulaufen. Nahe dem [[Peloponnes]] ist der Meltemi etwas zahmer und weht aus Nordost. In den großen Buchten der türkischen Westküste (Gökova-Golf, Güllük-Golf) dreht er auf West. Der Meltemi bringt durchschnittlich 4–5 [[Beaufortskala|Bft.]], kann aber auch tagelang mit acht und mehr Windstärken wehen. Insbesondere der südlichste Teil der Insel [[Karpathos]] ist eines der sichersten Meltemireviere für Windsurfer. Der Meltemi bläst hier im Sommer wochenlang ohne Pause Tag wie Nacht mit Windstärken zwischen 5 und 7 Bft. und kann sogar an manchen Tagen bis auf 9 Bft. aufdrehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Maximum erreicht der Meltemi in den Monaten Juli/August. Die Wahrscheinlichkeit ist von Juni bis September 70 %. Üblicherweise setzt er am Vormittag ein und weht bis zum Sonnenuntergang. Es kann aber auch sein, dass er tagsüber mit 6–8 Bft. bläst und auch die ganze Nacht durch steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Segler ist in der Ägäis Vorsicht geboten bei Meerengen, durch die sich der Meltemi zwängen muss, wie zwischen [[Tinos]] und [[Andros (Griechenland)|Andros]]. Er kann dort 1 bis 2 Windstärken stärker wehen, mit entsprechend kräftiger Strömung. [[Kreuzen (Segeln)|Aufkreuzen]] ist dann anstrengend. Das Gleiche gilt für Kaps. Bergrücken rechtwinklig zur Strömung erzeugen im [[Luv und Lee|Lee]] schwachen Wind, weiter draußen aber Sturm. Beim Ankern im Lee der Inseln können starke Fallwinde auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anzeichen ===&lt;br /&gt;
Die Meinungen, ob man den Wind voraussagen kann, gehen auseinander. Es gibt jedoch Anzeichen für einen verstärkten Meltemi:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Steigender Luftdruck auf dem Balkan&lt;br /&gt;
* Trockene Luft, tiefblauer Himmel&lt;br /&gt;
* Kleine Wolkenknäuel an den Bergspitzen des Festlandes&lt;br /&gt;
* Felder hoher Schäfchenwolken kommen aus Südwest bis West&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Boreas]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Etesien}}&lt;br /&gt;
* [https://www.esys.org/wetter/meltemi.html Seglerwetterseite]&lt;br /&gt;
* [https://www.skipperguide.de/wiki/Meltemi Skipperguide]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wind]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wetter und Klima des Mittelmeeres]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wetter und Klima Europas]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ägäisches Meer]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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