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	<title>Mellingen AG - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mellingen_AG&amp;diff=23077&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Atspva: Originalschreibung im Titel wiederhergestellt</title>
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		<updated>2026-04-17T13:20:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Originalschreibung im Titel wiederhergestellt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Begriffsklärung Schweizer Kanton|AG|Mellingen}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ort in der Schweiz&lt;br /&gt;
| NAME_ORT = Mellingen&lt;br /&gt;
| BILD = Mellingen Ansicht.jpg&lt;br /&gt;
| BESCHREIBUNG = Ansicht von Mellingen&lt;br /&gt;
| BILDPFAD_KARTE = Karte Gemeinde Mellingen 2024.png&lt;br /&gt;
| BILDPFAD_WAPPEN = Wappen Mellingen AG.svg&lt;br /&gt;
| REGION-ISO = CH-AG&lt;br /&gt;
| BEZIRK = [[Bezirk Baden (Aargau)|Baden]]&lt;br /&gt;
| IMAGEMAP = Bezirk Baden, Aargau&lt;br /&gt;
| BFS = 4033&lt;br /&gt;
| PLZ = 5507&lt;br /&gt;
| BREITENGRAD = 47.41870&lt;br /&gt;
| LÄNGENGRAD = 8.27354&lt;br /&gt;
| HÖHE = 350&lt;br /&gt;
| FLÄCHE = 4.87&lt;br /&gt;
| EINWOHNER = &amp;lt;!--wird durch eine zentralisierte Vorlage eingebunden--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| STAND_EINWOHNER = &amp;lt;!--wird durch eine zentralisierte Vorlage eingebunden--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| STADTPRÄSIDENTIN = Györgyi Schaeffer&lt;br /&gt;
| GEMEINDEAMMANN = &lt;br /&gt;
| WEBSITE = www.mellingen.ch&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mellingen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[schweizerdeutsch]]: {{IPA|ˈmɛliɡə}})&amp;lt;ref name=&amp;quot;name&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Beat Zehnder |Hrsg=Historische Gesellschaft des Kantons Aargau |Titel=Die Gemeindenamen des Kantons Aargau |Sammelwerk=Argovia |Band=100 |Verlag=Verlag Sauerländer |Ort=Aarau |Datum=1991 |ISBN=3-7941-3122-3 |Seiten=268}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ist eine [[Politische Gemeinde|Einwohnergemeinde]] im [[Schweiz]]er [[Kanton Aargau]]. Die Kleinstadt gehört zum [[Bezirk Baden (Aargau)|Bezirk Baden]] und liegt auf halbem Weg zwischen [[Baden AG|Baden]] und [[Lenzburg]] an der [[Reuss (Fluss)|Reuss]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Der historische Kern liegt auf der linken Seite der Reuss, die hier von Südosten nach Nordwesten fliesst. Das überbaute Gebiet erstreckt sich über die Ebene am Fluss, die im Norden und Osten durch die einst vom [[Reussgletscher]] geschaffene, grösstenteils bewaldete [[Endmoräne|Endmoräne und]] im Südwesten durch den [[Wagenrain (Berg)|Wagenrain]] begrenzt wird, und über den Berghang östlich der Reuss. Diese fliesst oberhalb von Mellingen durch ein tief in die Schotterterrasse eingegrabenes Tal, und im Nordwesten durchbricht sie in einer etwa 40 Meter tiefen Schlucht die Endmoräne. Der mächtige, 70 Meter hohe Hügel Gruemet ist ein Relikt der Moräne, die der Gletscher bei einem Vorstoss während der letzten [[Eiszeitalter|Eiszeit]], dem sogenannten «Mellingen-Vorstoss», schuf.&amp;lt;ref&amp;gt;Landeskarte der Schweiz, Blatt 1090, Swisstopo.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://erlebnis-geologie.ch/fr/geoevent/geo-wanderung-um-das-zungenbecken-des-reussgletschers-von-mellingen-d-f/ Geo-Wanderung um das Zungenbecken des Reussgletschers von Mellingen] auf &amp;#039;&amp;#039;erlebnis-geologie.ch,&amp;#039;&amp;#039; abgerufen am 10. Januar 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Schotterboden kann das Niederschlagswasser leicht abfliessen, weshalb ausser der Reuss nur wenige Fliessgewässer im Gebiet von Mellingen vorkommen. In der Fislisbachermatt mündet der Mülibach in den Fluss, der von [[Niederrohrdorf]] durch ein kleines Tal nach Mellingen hinunterfliesst. Zwischen Wohlenschwil, Büblikon und Mellingen entwässern der kanalisierte Laubisbach und der Franzosengraben und der Schwarzgraben das ehemalige Feuchtgebiet am Rand der Ebene. Der Franzosengraben wurde bei der Melioration in den 1950er Jahren eingedolt und um 2020 beim Bau der Umfahrung Mellingen wieder freigelegt. Eine ehemalige Kiesgrube östlich des Gruemet schuf eine Senke im Moränengebiet, in welcher heute ein See liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fläche des Gemeindegebiets beträgt 487 [[Hektar]]en, davon sind 152 Hektaren bewaldet und 149 Hektaren überbaut.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/raum-umwelt/bodennutzung-bedeckung/gesamtspektrum-regionalen-stufen/gemeinden.assetdetail.6646410.html |titel=Arealstatistik Standard – Gemeinden nach 4 Hauptbereichen |hrsg=[[Bundesamt für Statistik]] |datum=2018-11-26 |abruf=2019-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der höchste Punkt liegt auf 445 Metern im Gebiet Schneeschmelzi (Brand), rund zwei Kilometer ostnordöstlich des Zentrums, der tiefste auf 344 Metern an der Reuss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachbargemeinden von Mellingen sind [[Birmenstorf]] im Nordwesten, [[Fislisbach]] im Norden, [[Niederrohrdorf]] im Osten, [[Stetten AG|Stetten]] im Südosten, [[Tägerig]] im Süden und [[Wohlenschwil]] im Westen. Im Norden grenzt Mellingen ausserdem an die [[Exklave]] [[Rütihof]] der Gemeinde [[Baden AG|Baden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturschutz ==&lt;br /&gt;
Die Uferzone entlang der Reuss zählt zu den schönsten und naturkundlich bedeutenden Landschaften der Schweiz. Die naturnahe Flusslandschaft mit den Eiszeitrelikten, Biotopen und vielen kulturgeschichtlichen Objekten ist im [[Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung]] aufgeführt (BLN-Nummer 1305). Im Perimeter des BLN-Gebiets [[Reusslandschaft]], das die Flussstrecke von [[Sins]] bis nach [[Windisch AG|Windisch]] umfasst, liegen die Altstadt von Mellingen sowie oberhalb und unterhalb davon die Naturlandschaft beidseits des Flusses.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/landschaft/fachinformationen/landschaftsqualitaet-erhalten-und-entwickeln/landschaften-von-nationaler-bedeutung/bundesinventar-der-landschaften-und-naturdenkmaeler-von-national.html &amp;#039;&amp;#039;Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN).&amp;#039;&amp;#039;] [[Bundesamt für Umwelt]] (BAFU)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Feuchtgebiet]] in einer ehemaligen Kiesgrube bei Äbereich östlich von Mellingen ist zusammen mit dem steilen Reusshang «Risi» als kantonales [[Schutzgebiete in Natur- und Landschaftsschutz|Naturschutzgebiet]] (Schutzgebiet AG 436) ausgewiesen. Es gehört zudem zu den [[Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung im Kanton Aargau|Amphibienlaichgebieten von nationaler Bedeutung]] und ist ein Biotop für seltene Pflanzen und Insekten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.protectedplanet.net/347380 Äbereich] auf &amp;#039;&amp;#039;protectedplanet.net&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.birdlife-mellingen.ch/ Pflegeeinsatz im Ebereich 29. Juni 2022. Lebensraum für Insekten und Echsen gesichert] auf &amp;#039;&amp;#039;birdlife-mellingen.ch&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:ETH-BIB-Mellingen an der Reuss-Inlandflüge-LBS MH01-002880.tif|mini|Historisches Luftbild von 1922, aufgenommen von [[Walter Mittelholzer]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:MellingenAG06.JPG|mini|Altstadt von Südosten]]&lt;br /&gt;
Auf dem Gemeindegebiet gibt es mehrere Fundstellen aus der [[Mittelsteinzeit]] und der [[Jungsteinzeit]]. Die Dorfsiedlung Mellingen stammt aus [[Alamannen|alamannischer]] Zeit. Die Kirche ist in einem Dokument von 1045 erstmals urkundlich erwähnt. Das Dorf war nicht identisch mit dem heutigen Städtchen. Es lag am rechten Ufer der Reuss und hiess im Hochmittelalter auch &amp;#039;&amp;#039;Trostburger [[Zwing und Bann|Twing]]&amp;#039;&amp;#039;. Der Ortsname stammt vom [[Althochdeutsche Sprache|althochdeutschen]] &amp;#039;&amp;#039;Mellingun&amp;#039;&amp;#039; und bedeutet «bei den Leuten des Mello». Im Spätmittelalter war der Name &amp;#039;&amp;#039;Menelingen&amp;#039;&amp;#039; in Gebrauch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;name&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dorf und das Gebiet links der Reuss gehörten zuerst den [[Lenzburg (Adelsgeschlecht)|Grafen von Lenzburg]] und gelangten aus deren Erbe in den Besitz der [[Kyburg (Adelsgeschlecht)|Grafen von Kyburg]]. Um 1230 gründeten die Kyburger den befestigten Markt Mellingen am linken Ufer der Reuss und liessen ihn mit einer Ringmauer befestigen. Seit der Mitte des 13. Jahrhunderts bestand eine Brücke über den Fluss. Die [[Habsburg]]er, die 1273 Landesherren geworden waren, verliehen Mellingen 1296 das gleiche [[Stadtrecht]] wie [[Winterthur]], worauf diese dort eine deutschsprachige Abschrift des Stadtrechts bestellten. Im Jahr 1364 erwarb die Stadt die [[niedere Gerichtsbarkeit]] über den &amp;#039;&amp;#039;Trostburger Twing&amp;#039;&amp;#039;. Um 1400 erhielt die Stadt auch die [[Blutgerichtsbarkeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1415 eroberten die [[Alte Eidgenossenschaft|Eidgenossen]] den habsburgischen Aargau. Mellingen lag nun in der [[Grafschaft Baden]], vermochte aber sein Marktrecht und seine gerichtliche Autonomie zu behaupten. Im Jahr 1512 erhielt die Stadt von Papst [[Julius II.]] ein [[Juliusbanner]] für die 1508–1512 im [[Italienische Kriege#Krieg der Liga von Cambrai (1508–1510)|Grossen Pavier Feldzug]] geleisteten Dienste zur Vertreibung der Franzosen.&amp;lt;ref&amp;gt;Winfried Hecht: &amp;#039;&amp;#039;Das Juliusbanner des zugewandten Ortes Rottweil.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Geschichtsfreund: Mitteilungen des Historischen Vereins Zentralschweiz&amp;#039;&amp;#039;. 126/7 (1973/4). [[doi:10.5169/seals-118647]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Zehnt]]en musste die Stadt an das Kloster [[Königsfelden]] abliefern, der Twing stand dem [[Kantonsspital Baden#Geschichte|Agnesspital]] in [[Baden AG|Baden]] zu. Mellingen besass die niedere Gerichtsbarkeit über [[Stetten AG|Stetten]] (1415–1494) und [[Tägerig]] (1543–1798). Am 1.&amp;amp;nbsp;September 1505 zerstörte ein Stadtbrand rund drei Viertel der Gebäude in der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das katholische Mellingen war der wichtigste Brückenkopf zwischen den reformierten Städten [[Bern]] und [[Zürich]]. Es war deshalb Schauplatz zahlreicher konfessionell motivierter Kampfhandlungen. Zwischen 1528 und 1712 wurde das Städtchen nicht weniger als zwölf Mal durch Truppen besetzt, so zum Beispiel vor der Entscheidungsschlacht im [[Schweizer Bauernkrieg]] von 1653. Die aufständischen Bauern kapitulierten bei [[Wohlenschwil]] vor den Toren der Stadt und mussten im Mellinger Frieden harte Bedingungen akzeptieren. Nach dem [[Toggenburgerkrieg|Zweiten Villmergerkrieg]] von 1712 kam Mellingen unter die Herrschaft der reformierten Städte Zürich und Bern sowie des paritätischen Ortes [[Glarus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1798 nahmen die [[Erste Französische Republik|Franzosen]] die Schweiz ein und errichteten die [[Helvetische Republik]]. Mellingen musste seine Sonderstellung aufgeben und gehörte zum kurzlebigen [[Kanton Baden]]. Erst damals wurde der Trostburger Twing endgültig ein fester Bestandteil Mellingens. Seit 1803 gehört die Gemeinde zum Kanton Aargau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mellingen engagierte sich stark für den Bau der [[Schweizerische Nationalbahn|Nationalbahn]]. Am 6.&amp;amp;nbsp;September 1877 konnte die [[Bahnstrecke Zofingen–Wettingen]] mit der [[Eisenbahnbrücke Mellingen|Reussbrücke]] und dem Bahnhof Mellingen eröffnet werden, doch bereits ein Jahr später ging das Unternehmen bankrott. Um die Schulden zu begleichen, musste der gesamte Waldbestand der [[Bürgergemeinde|Ortsbürgergemeinde]] an den Kanton und das Wies- und Ackerland an die nachmalige Kantonalbank verkauft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1900 verschwand wegen der [[Reblaus]]-Epidemie der seit dem Mittelalter gepflegte [[Weinbau]]. Etwa um dieselbe Zeit siedelten sich erste [[Industrie]]betriebe an. Um 1970 entstand neben dem Bahnhof das grösste [[Tanklager]] für Benzin- und Öl der Schweiz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.argovia-brennstoffe.ch/ Argovia Brennstoffe mit Sitz beim Tanklager in Mellingen] auf &amp;#039;&amp;#039;argovia-brennstoffe.ch&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 10. Januar 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von den 1960er Jahren bis zum frühen 21. Jahrhundert hatte das Städtchen seine grösste Wachstumsphase, als die Einwohnerzahl um mehr als zwei Drittel zunahm und die Siedlungsfläche stark erweitert wurde. Am 22.&amp;amp;nbsp;Mai 1975 nahm die [[Schweizerische Bundesbahnen|SBB]] den Abschnitt der neuen Bahntransversale von Zürich nach Bern durch den [[Heitersbergtunnel]] nach [[Killwangen]] mit dem neuen [[Bahnhof Mellingen Heitersberg]] im Tal des Mühlebachs in Betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:MellingenAG02.JPG|mini|Reussbrücke mit Brückentor]]&lt;br /&gt;
[[Datei:MellingenAG03.JPG|mini|[[Iberghof (Mellingen)|Iberghof]] und [[Stadtkirche Mellingen|Stadtkirche]]]]&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Kulturgüter in Mellingen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zentrum Mellingens ist die mittelalterliche Altstadt. Sie zählt wegen ihrer gut erhaltenen historischen Architektur zu den [[Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz|schützenswerten Ortsbildern der Schweiz]]. Ihr Grundriss entspricht annähernd einem gleichschenkligen Dreieck, das sich dem linken Ufer der Reuss entlangzieht. Die kurze Hauptgasse zwischen Lindenplatz und Reussbrücke teilt die Altstadt in ihrer Mitte. Links und rechts davon zweigen je zwei Gassen ab, die sich einerseits beim Hexenturm und anderseits auf dem Kirchplatz vereinigen. Die Stadtmauern wurden im 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert dem Verfall überlassen und mehrheitlich abgebrochen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hoegger: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler des Kantons Aargau.&amp;#039;&amp;#039; S. 385 und 389–390.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Zeitturm (Mellingen)|Zeitturm]] erhebt sich über dem Lenzburgertor am stumpfen Winkel im Südwesten des Stadtgrundrisses. An beiden Fassaden des mit einem schlanken Dachreiter versehenen Turms sind Uhren eingerichtet, wobei das der Hauptgasse zugewandte Zifferblatt besonders reich verziert ist. Das Lenzburgertor ist das einzige [[Stadttor]] im Kanton Aargau, bei dem das [[Vorwerk (Befestigung)|Vorwerk]] erhalten geblieben ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Hoegger: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler des Kantons Aargau.&amp;#039;&amp;#039; S. 391–394.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der zylinderförmige Rundturm am nordwestlichen Ende der Altstadt (auch als [[Hexenturm]] bezeichnet) diente einst zur Verteidigung des nördlichen Vorgeländes. 1902 brannte er aus und wurde danach wieder instand gesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hoegger: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler des Kantons Aargau.&amp;#039;&amp;#039; S. 394–395.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mellingen Zeitturm vorne.jpg|mini|hochkant|[[Zeitturm (Mellingen)|Zeitturm]] mit Lenzburgertor]]&lt;br /&gt;
Der ersten, im Jahr 1253 erwähnten [[Liste der Brücken über die Reuss|Brücke über die Reuss]] folgten mehrere Neubauten. Die 1794 errichtete pfeilerlose [[Holzbrücke Mellingen]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.swiss-timber-bridges.ch/detail/836 &amp;#039;&amp;#039;Reussbrücke Mellingen (AG)&amp;#039;&amp;#039;] auf swiss-timber-bridges.ch&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Plan, Durchschnitt und Aufriß der drey merkwürdigsten hölzernen Brücken in der Schweiz, nähmlich: der berühmten Schaffhauser-Brücke, über den Rhein, jener zu Wettingen, über die Limmat, und der zuletzt erbaueten zu Mellingen, über die Reuß |Hrsg=Christian von Mechel |Ort=Basel |Datum=1803 |Seiten=15-18  |Online =https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb11129861?page=3 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde 1928 durch eine Stahlkonstruktion ersetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;F. Bühler: &amp;#039;&amp;#039;Die neue eiserne Reussbrücke in Mellingen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Schweizerische Bauzeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 93/94, 1929, S. 87–89. ([https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=sbz-002%3A1929%3A93%3A%3A477 Digitalisat] auf &amp;#039;&amp;#039;e-periodica.ch&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Brücke gelangt man von der Hauptgasse aus durch das Brückentor (auch Grosses Tor genannt). Flankiert wird es vom ehemaligen Rathaus und einem ehemaligen Gasthaus.&amp;lt;ref&amp;gt;Hoegger: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler des Kantons Aargau.&amp;#039;&amp;#039; S. 395–397.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Kern des Rathauses reicht bis ins 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert zurück. Die Gemeindeverwaltung nutzt das Gebäude seit 1856 nicht mehr; die Ausstattung der spätgotischen Ratsstube wurde 1889 entfernt und ist heute im [[Landesmuseum Zürich|Schweizerischen Landesmuseum]] ausgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hoegger: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler des Kantons Aargau.&amp;#039;&amp;#039; S. 421–424&amp;lt;/ref&amp;gt; 2012 kam bei der Renovation des Brückentors eine Wandmalerei zum Thema des «Salomonischen Urteils» aus dem 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert zum Vorschein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.reussbote.ch/2013/11/das-%C2%ABsalomonsurteil%C2%BB-wurde-gesichert.html |titel=Das «Salomonsurteil» wurde gesichert |hrsg=Reussbote |datum=2013-11-20 |abruf=2015-07-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; An der südöstlichen Ecke der Altstadt steht der [[Iberghof (Mellingen)|Iberghof]], ein befestigtes Gebäude mit angebautem Rundturm, das auf das Mittelalter zurückgeht.&amp;lt;ref&amp;gt;Hoegger: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler des Kantons Aargau.&amp;#039;&amp;#039; S. 424–428.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Iberghof zugewandt ist die katholische [[Stadtkirche Mellingen|Stadtkirche]]. Ein Vorgängerbau dürfte an dieser Stelle bereits im 10.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert existiert haben. Das heutige frühbarocke Kirchengebäude entstand in den Jahren 1675/76. Erhalten geblieben ist der Kirchturm aus dem 13. oder 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert, der jedoch seither freistehend und nicht direkt mit dem übrigen Gebäude verbunden ist. Das Kircheninnere wurde im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert im [[Klassizismus|klassizistischen]] Stil umgestaltet.&amp;lt;ref&amp;gt;Hoegger: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler des Kantons Aargau.&amp;#039;&amp;#039; S. 399–414.&amp;lt;/ref&amp;gt; An der Verzweigung von Lenzburger- und Bremgarterstrasse stehen neben dem Friedhof die katholische Antoniuskapelle und die [[Reformierte Kirche Mellingen|reformierte Kirche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:MellingenAG07.JPG|mini|Ehemalige Stadtherberge von 1541 mit altem Stadtwappen und [[Pentagramm|Drudenfuss]] als Hinweis für unentgeltliche Unterkunft und Verpflegung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Blasonierung]] des Gemeindewappens lautet: «Unter rot-weiss-rotem Schildhaupt in Gelb steigender roter Löwe.» Das Stadtsiegel von 1293 vereinte erstmals das habsburgische und das österreichische Wappen. Doch wie in vielen andern Städten (z.&amp;amp;nbsp;B. Baden, Zürich) führte Mellingen unterschiedliche Stadtsiegel und Stadtwappen. Vermutlich seit Beginn, sicher aber seit dem 14. Jahrhundert ist als Wappen eine rote Kugel in Weiss überliefert, die Farben erschienen ab 1512 umgekehrt. 1935 beschloss der Gemeinderat, das heutige dem Stadtsiegel von 1293 ähnliche Wappen mit Österreicher Binde und Habsburgerlöwe zu führen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Joseph Galliker, Marcel Giger |Titel=Gemeindewappen des Kantons Aargau |Verlag=Lehrmittelverlag des Kantons Aargau |Ort=Buchs |Datum=2004 |ISBN=3-906738-07-8 |Seiten=211}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
Die Einwohnerzahlen entwickelten sich wie folgt:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/volkszaehlung___strukturerhebung_1/vz_2000/Bevoelkerungsentwicklung_Kantone_seit1850.xls |titel=Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden des Kantons Aargau seit 1850 |werk=Eidg. Volkszählung 2000 |hrsg=Statistik Aargau |datum=2001 |format=Excel |archiv-url=https://web.archive.org/web/20181008114614/https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/volkszaehlung___strukturerhebung_1/vz_2000/Bevoelkerungsentwicklung_Kantone_seit1850.xls |archiv-datum=2018-10-08 |abruf=2019-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jahr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || 1600 || 1755 || 1803 || 1850 || 1900 || 1930 || 1950 || 1960 || 1970 || 1980 || 1990 || 2000 || 2010 || 2020&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || etwa 400 || 325 || 586 || 746 || 899 || 1538 || 1634 || 1941 || 3211 || 3285 || 3827 || 4239 || 4659 || 5865&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am {{EWD|CH-AG}} lebten {{EWZ CH|CH-AG|4033}} Menschen in Mellingen, der Ausländeranteil betrug {{FormatZahl|{{Metadaten Ausländeranteil CH-AG|4033}} }} %. Bei der Volkszählung 2015 bezeichneten sich 35,5 % als [[Römisch-katholische Kirche in der Schweiz|römisch-katholisch]] und 18,1 % als [[Evangelisch-reformierte Kirchen der Schweiz|reformiert]]; 46,4 % waren [[Konfessionslosigkeit|konfessionslos]] oder gehörten anderen Glaubensrichtungen an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/volkszaehlung___strukturerhebung_1/vz_2010/STATPOP2015_Bevoelkerung_Haushalte.xlsx |titel=Wohnbevölkerung nach Religionszugehörigkeit, 2015 |werk=Bevölkerung und Haushalte, Gemeindetabellen 2015 |hrsg=Statistik Aargau |format=Excel |archiv-url=https://web.archive.org/web/20191020011839/https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/volkszaehlung___strukturerhebung_1/vz_2010/STATPOP2015_Bevoelkerung_Haushalte.xlsx |archiv-datum=2019-10-20 |abruf=2019-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 83,0 % gaben bei der Volkszählung 2000 [[Deutsche Sprache|Deutsch]] als ihre Hauptsprache an, 4,9 % [[Italienische Sprache|Italienisch]], 2,6 % [[Albanische Sprache|Albanisch]], 2,1 % [[Serbokroatische Sprache|Bosnisch/Kroatisch/Serbisch]], 1,1 % [[Türkische Sprache|Türkisch]], 0,8 % [[Französische Sprache|Französisch]] und 0,7 % [[Portugiesische Sprache|Portugiesisch]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/volkszaehlung___strukturerhebung_1/vz_2000/Wohnbevoelkerung_nach_Hauptsprache_und_Gemeinden.xls |titel=Eidg. Volkszählung 2000: Wirtschaftliche Wohnbevölkerung nach Hauptsprache sowie nach Bezirken und Gemeinden |hrsg=Statistik Aargau |format=Excel |archiv-url=https://web.archive.org/web/20181008114554/https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/volkszaehlung___strukturerhebung_1/vz_2000/Wohnbevoelkerung_nach_Hauptsprache_und_Gemeinden.xls |archiv-datum=2018-10-08 |abruf=2019-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik und Recht ==&lt;br /&gt;
Die Versammlung der Stimmberechtigten, die [[Gemeindeversammlung]], übt die Legislativgewalt aus. Ausführende Behörde ist der fünfköpfige [[Gemeinderat (Schweiz)|Gemeinderat]]. Er wird im [[Mehrheitswahl|Majorzverfahren]] vom Volk gewählt, seine Amtsdauer beträgt vier Jahre. Der Gemeinderat führt und repräsentiert die Gemeinde. Dazu vollzieht er die Beschlüsse der Gemeindeversammlung und die Aufgaben, die ihm vom Kanton zugeteilt wurden. Für Rechtsstreitigkeiten ist in erster Instanz das [[Bezirksgericht (Schweiz)|Bezirksgericht]] Baden zuständig. Mellingen ist Sitz des Friedensrichterkreises V, der 13 Gemeinden im Süden des Bezirks umfasst.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ag.ch/de/gerichte/schlichtungsbehoerden/friedensrichter/friedensrichterkreise/friedensrichterkreise_1.jsp |titel=Friedensrichterkreise |hrsg=Kanton Aargau |abruf=2019-06-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit einigen Jahren ist in Mellingen auch das regionale Zivilstandsamt untergebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
In Mellingen gibt es gemäss der im Jahr 2015 erhobenen Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT) rund 1700 Arbeitsplätze, davon 1 % in der Landwirtschaft, 26 % in der Industrie und 73 % im Dienstleistungsbereich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/statistische_daten_3/statistische_daten_nach_themen/07/arbeitsstaetten__beschaeftigte/STATENT_Gemeinden_Sektor.xlsx |titel=Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT) |hrsg=Statistik Aargau |datum=2016 |format=Excel; 157 kB |archiv-url=https://web.archive.org/web/20190508143920/https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/statistische_daten_3/statistische_daten_nach_themen/07/arbeitsstaetten__beschaeftigte/STATENT_Gemeinden_Sektor.xlsx |archiv-datum=2019-05-08 |abruf=2019-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Viele Erwerbstätige sind Wegpendler und arbeiten unter anderem in der Stadt [[Baden AG|Baden]] und dem [[Limmattal]] westlich von [[Zürich]]. An der Bahnlinie Lenzburg–Wettingen liegt das [[State Oil Company of Azerbaijan Republic|Socar]]-Tanklager Mellingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem der traditionsreiche Weinbau über ein Jahrhundert lang verschwunden war, wurde 2013 wieder ein [[Weinberg|Rebberg]] angelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Carolin Frei |url=https://www.badenertagblatt.ch/aargau/baden/in-drei-jahren-wird-der-erste-wein-kredenzt-126747807 |titel=In drei Jahren wird der erste Wein kredenzt |hrsg=[[Aargauer Zeitung]] |datum=2013-06-18 |abruf=2019-06-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; An einem Südhang östlich von Mellingen war im Jahr 2018 eine Fläche von 1,5 Hektaren mit Reben bestockt. Angebaut werden die Sorten [[Pinot noir|Blauburgunder]], [[Pinotage]], [[Müller-Thurgau|Riesling × Sylvaner]] und [[Sauvignon Blanc]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.liebegg.ch/upload/rm/bericht-weinjahr-2018-kanton-aargau.pdf |titel=Weinlesekontrolle 2018 Kanton Aargau |hrsg=Landwirtschaftliches Zentrum Liebegg |datum=2019 |format=PDF; 2,4 MB |abruf=2019-06-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:MellingenAG01.JPG|mini|Bahnhof Mellingen Heitersberg, eröffnet 2004]]&lt;br /&gt;
[[Datei:SBB Historic - F 122 00665 005 - Mellingen Stationsgebaeude und Gueterschuppen mit Reisezug NPZ.jpg|mini|Der alte Bahnhof Mellingen in 1995]]&lt;br /&gt;
Mellingen liegt an der [[Hauptstrasse 279|Kantonsstrasse 268]] zwischen [[Lenzburg]] und [[Baden AG|Baden]] und ist Ausgangspunkt der Kantonsstrasse 269 nach [[Brugg]] sowie der Kantonsstrasse 270 nach [[Bremgarten AG|Bremgarten]]. Die Rohrdorferstrasse führt über den Chüriberg nach Niederrohrdorf. Durch die Hohle Gasse führt der alte Weg nach Fislisbach. Die Autobahn [[Autobahn 1 (Schweiz)|A1]] ist rund fünf Kilometer entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die alte Landstrasse von der Reussbrücke Mellingen nach Baden führte bis in das 19. Jahrhundert in nördlicher Richtung direkt nach [[Dättwil]]. In den 1870er Jahren wurde die neue, etwas längere Strasse durch das Mülibachtal nach Fislisbach gebaut, die dem Trasse der Kantonsstrasse 268 entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im Jahr 2011 wurde über eine Umfahrung von Mellingen abgestimmt, um die Altstadt vom Durchgangsverkehr zu befreien. Nach verschiedenen Einsprachen, u.&amp;amp;nbsp;a. vom [[Verkehrs-Club der Schweiz|VCS]] und [[WWF]], wurde das Projekt mehrmals angepasst. Nach Klärung aller Einsprachen erfolgte der Spatenstich am 6. Juni 2020. Die Umfahrung wurde am 29. Oktober 2022 eröffnet. Sie führt nordwestlich des Ortes durch und ist in zwei Abschnitte unterteilt, der 1. Abschnitt führt vom Kreisel Tanklager über die [[Neue Reussbrücke Mellingen|Neue Reussbrücke]] an die Birrfeldstrasse, der 2. Abschnitt von der Birrfeldstrasse zur Lenzburgerstrasse.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ag.ch/de/verwaltung/bvu/mobilitaet-verkehr/strasseninfrastruktur/strassenprojekte/mellingen-umfahrung |titel=Mellingen – Umfahrung |hrsg=Kanton Aargau |abruf=2020-04-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Haupteisenbahnlinie [[Heitersbergstrecke|Lenzburg–Zürich]] ist seit dem 12.&amp;amp;nbsp;Dezember 2004 der [[Bahnhof Mellingen Heitersberg]] in Betrieb, an dem halbstündlich Züge der [[S-Bahn Zürich]] halten. Er ersetzte den alten Bahnhof Mellingen an der [[Bahnstrecke Zofingen–Wettingen|Bahnlinie Lenzburg–Wettingen]] der ehemaligen [[Schweizerische Nationalbahn|Nationalbahn]], die heute nur noch von Güterzügen befahren wird. Zusätzlich wird Mellingen durch [[Postauto]]linien nach [[Bahnhof Baden|Baden]], [[Bahnhof Brugg|Brugg]], Bremgarten, [[Dättwil]], [[Mägenwil]] und [[Bahnhof Wohlen|Wohlen]] erschlossen. An Wochenenden verkehrt ein Nachtbus von Baden über Mellingen nach Bremgarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Gebiet von Mellingen führen zwei überregionale [[Radwanderweg]]e: die Route 77 im Netzwerk von [[SchweizMobil]] folgt dem Reusstal und durchquert die Altstadt von Mellingen, die Route 34 überquert die Reuss auf dem Gruemetsteg und passiert den Bahnhof Mellingen Heitersberg.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://map.schweizmobil.ch/?lang=de&amp;amp;land=veloland&amp;amp;route=5&amp;amp;photos=yes&amp;amp;logo=yes&amp;amp;detours=yes&amp;amp;season=summer&amp;amp;layers=Veloland&amp;amp;bgLayer=pk&amp;amp;resolution=2.5&amp;amp;E=2662236&amp;amp;N=1252284 Karte Veloland] auf &amp;#039;&amp;#039;schweizmobil.ch&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Landschaft von Mellingen sind mehrere [[Wanderweg]]e ausgeschildert. Die kantonale Wanderroute «Aargauer Weg» erreicht von Baden kommend bei Mellingen die Reuss und folgt dieser flussaufwärts nach Bremgarten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://map.schweizmobil.ch/?lang=de&amp;amp;land=veloland&amp;amp;route=5&amp;amp;photos=yes&amp;amp;logo=yes&amp;amp;detours=yes&amp;amp;season=summer&amp;amp;layers=Wanderland%2CVeloland&amp;amp;bgLayer=pk&amp;amp;resolution=10&amp;amp;E=2663888&amp;amp;N=1253797 Aargauer Weg. Etappe 5 Mellingen-Bremgarten AG] auf &amp;#039;&amp;#039;schweizmobil.ch&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medien ==&lt;br /&gt;
Amtliches Publikationsorgan der Gemeinde Mellingen ist der erstmals 1899 erschienene «Reussbote». Gedruckt wird die zweimal wöchentlich erscheinende Lokalzeitung für das untere Reusstal, den Rohrdorferberg und angrenzende Gemeinden in der Mellinger Druckerei Nüssli.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.reussbote.ch/ Reussbote]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
In Mellingen gibt es drei Kindergartenstandorte (Weihermatt, Trottenstrasse und Neugrüen) und zwei Schulstandorte (Bahnhofstrasse und Kleine Kreuzzelg), an denen alle Schulstufen der obligatorischen Volksschule unterrichtet werden ([[Primarschule]], [[Realschule]], [[Sekundarschule]] und [[Bezirksschule]]). Die nächstgelegenen Gymnasien sind die [[Kantonsschule Baden]] und die [[Kantonsschule Wettingen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Johann Jodok Singisen]] (1557–1644), Abt des Klosters Muri&lt;br /&gt;
* [[Edmund Schnyder]] (1606–1677), Abt des Klosters Sankt Urban&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Meyer (Abt)|Ulrich Meyer]] (1647–1694), Abt des Klosters Wettingen&lt;br /&gt;
* [[August Häfner]] (1912–1999), verurteilter Kriegsverbrecher&lt;br /&gt;
* [[Eugen Lüthy]] (1927–1990), Generalstabschef&lt;br /&gt;
* [[Christine Egerszegi-Obrist]] (* 1948), Politikerin (FDP), Ehrenbürgerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{MerianTopo |Titel=Mellingen |Band=1 |Seite=61}}&lt;br /&gt;
* {{HLS|1644|Mellingen|Autor=Rainer Stöckli}}&lt;br /&gt;
* Mellinger Städtlichronik. 1991 ff.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Peter Hoegger&lt;br /&gt;
   |Hrsg=[[Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Die Kunstdenkmäler des Kantons Aargau&lt;br /&gt;
   |Band=Band VI: Bezirk Baden I&lt;br /&gt;
   |Verlag=Birkhäuser Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Basel&lt;br /&gt;
   |Datum=1976&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-7643-0782-X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Mellingen, Switzerland|Mellingen AG}}&lt;br /&gt;
* [https://www.mellingen.ch/ Offizielle Website der Stadt Mellingen]&lt;br /&gt;
* {{ISOS|0184|Mellingen|Abruf=|Sprache=}}&lt;br /&gt;
* [https://www.burgenwelt.org/schweiz/mellingen_sm/object.php Burgenwelt: Stadtbefestigung Mellingen]&lt;br /&gt;
* [https://fotoarchiv-mellingen.ch/ Fotoarchiv Mellingen: Historische Fotos]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Bezirk Baden Aargau}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4100805-4|VIAF=247856276}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Aargau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Gemeinde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsbild von nationaler Bedeutung im Kanton Aargau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1045]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtrechtsverleihung 1296]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Atspva</name></author>
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