<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Melkart</id>
	<title>Melkart - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Melkart"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Melkart&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-06T23:39:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Melkart&amp;diff=337734&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Knowledge2need: /* Literatur */ form</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Melkart&amp;diff=337734&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-07-22T21:16:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Hauptgott der phönizischen Stadt Tyros. Zum König von Tyros siehe  [[Abd Melqart]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Herakles-Melqart, inizi V sec. a.C., da Cipro.JPG|miniatur|Herakles-Melkart, Stadtgott von Tyros (Zypern, 5. Jahrhundert v. Chr., [[Museo Barracco]], Rom)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Melkart&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Melqart&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, eigentlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Milk-Qart&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; („Stadtkönig“, [[Ba’al|Baal]] von [[Tyros]]), war der Hauptgott der [[Phönizier|phönizischen]] Stadt Tyros. Oft wird er in Inschriften als &amp;#039;&amp;#039;Ba‘l Ṣūr&amp;#039;&amp;#039; (Herr von Tyros) bezeichnet. Er wurde auch in deren Tochterstadt [[Karthago]] verehrt. Er gilt als Schutzgott der Schifffahrt und der Kolonisation, dem die Bezähmung der wilden Stämme an fernen Küsten, die Gründung der phönizischen Tochterstädte, die Einführung von Ordnung und Gesetz unter den Menschen zugeschrieben wird. Auf einer Münze wird er abgebildet, wie er auf einem [[Hippokamp|Seepferd]] reitet. Später galt er auch als [[Sonnengottheit|Sonnengott]], in welchem die wohltätige und die verderbliche Macht des Himmels (Ba&amp;#039;al und [[Moloch (Religion)|Moloch]]) vereinigt erscheinen, der die feindseligen Zeichen des [[Zodiak|Tierkreises]] überwindet und das Gestirn von der Sommerglut und der Winterkälte immer wieder zur wohltuenden Wirkung zurückführt. Auf seinem Altar brannte ein ewiges Feuer. In [[Interpretatio Graeca]] wird er mit [[Herakles]] gleichgesetzt und oft als „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tyrischer Herakles&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herakles Melkart ==&lt;br /&gt;
Von den Griechen wurde er schon zur Zeit von Herodot mit [[Herakles]] identifiziert. So bezeichnet [[Herodot]] den Tempel des tyrischen Stadtgottes als Tempel des Herakles und berichtet, dass sich in dem Tempel zwei Säulen befänden, eine aus Gold geformt, die andere aus [[Smaragd]] und so groß, dass sie im Dunklen leuchte.&amp;lt;ref&amp;gt;Herodot &amp;#039;&amp;#039;Historien&amp;#039;&amp;#039; 2.44&amp;lt;/ref&amp;gt; Lukian unterscheidet jedoch ausdrücklich den griechischen Herakles vom tyrischen Herakles, der weit älter sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Lukian &amp;#039;&amp;#039;De dea Syria&amp;#039;&amp;#039; 3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später beschreibt [[Strabon]] den westlichsten Tempel vom Tyrischen Herakles, in der Nähe der Ostküste der Insel Gades/Gadeira (modern [[Cádiz]]).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Strabon|Strabo]] 3.5.2–3&amp;lt;/ref&amp;gt; Strabo schreibt, dass die zwei, jeweils acht Ellen hohen Bronze-Säulen im Tempel, die vielen, die den Ort besuchten weithin verkündeten, die wahren [[Säulen des Herakles]] zu sein und dort Herakles Opfergaben darzubieten hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;Strabo 3.5.5–6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im spätantiken Epos [[Dionysiaka]] des [[Nonnos von Panopolis]] besucht [[Dionysos]] auf dem Heimweg vom Krieg gegen die Inder Tyros und den Tempel des Gottes, der hier als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herakles Astrochiton&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; („Herakles mit dem Sternenkleid“) erscheint. Dionysos preist den Gott in einer hymnischen Rede.&amp;lt;ref&amp;gt;Nonnos &amp;#039;&amp;#039;Dionysiaka&amp;#039;&amp;#039; 40, Vers 369 bis 410&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser berichtet ihm die Gründungslegende von Tyros.&amp;lt;ref&amp;gt;40, Vers 429 bis 580&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Legende zufolge wurde Tyros auf zuvor durch das Meer wandernden Felsen gegründet, die erst zur Ruhe kamen, als auf ihnen das Blut eines Adlers vergossen wurde. Dieser Adler nistete in den Zweigen eines [[Olivenbaum|Ölbaumes]], der von einer Schlange umringelt in immerwährendem, aus einer Schale aufsteigendem Feuer stand, ohne dass Baum, Adler und Schlange vom Feuer verzehrt worden wären. Noch auf Münzen aus der Zeit [[Elagabal]]s erscheint ein Ölbaum zwischen zwei bienenkorbförmigen Steinen. Unklar ist, ob die beiden Steine für die beiden sagenhaften Felsen stehen, auf denen Tyros gegründet wurde, oder ob es aus den semitischen Heiligtümern bekannte Kultsteine ([[Steinkult|Bätylen]]) sind, entsprechend den Säulen, von denen Herodot berichtet. Die Felsen oder Steine wurden als &amp;#039;&amp;#039;ambrosische Felsen&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|grc|ἀμβρόσιε πέτρε}}) bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Fauth: &amp;#039;&amp;#039;Helios Megistos.&amp;#039;&amp;#039; S. 168&amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter kann man Kultsteine verstehen, die mit Butter, Öl oder Honig gesalbt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Othmar Keel: &amp;#039;&amp;#039;Die Welt der altorientalischen Bildsymbolik und das Alte Testament.&amp;#039;&amp;#039; Benziger, Zürich 1977&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;, ISBN 3-545-25043-1. S. 161&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der griechischen Mythologie galt &amp;#039;&amp;#039;Herakles Melkart&amp;#039;&amp;#039; nicht nur als Gründer von Tyros, sondern auch als Entdecker des Färbens mit [[Purpur (Farbstoff)|Purpur]]. Herakles soll demnach einst einer Nymphe namens Tyros nachgestellt haben. Als der Hund des Herakles in eine auf einer Klippe am Meer sitzende Purpurschnecke biss und seine Lefzen sich mit einem schönen Rot färbten, erklärte die Nymphe, Herakles erst wieder empfangen zu wollen, wenn er ihr ein Kleid mit dieser Farbe verschafft habe.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gregor von Nazianz]] &amp;#039;&amp;#039;Oratio&amp;#039;&amp;#039; 4.108&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Cassiodor]] &amp;#039;&amp;#039;Variae&amp;#039;&amp;#039; 1.2&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Iulius Pollux]] &amp;#039;&amp;#039;Onomastikon&amp;#039;&amp;#039; 1.45 ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der Ähnlichkeit des Namens wurde eine Identifizierbarkeit mit dem griechischen [[Melikertes]] vermutet, die Namensähnlichkeit scheint jedoch zufällig zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heiligtümer ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Melkart Cádiz.jpg|mini|Statuette des Melkart, 7. Jahrhundert v. Chr., heute im [[Museum von Cádiz]]]]&lt;br /&gt;
Ein  berühmtes Heiligtum des &amp;#039;&amp;#039;Melkart&amp;#039;&amp;#039; bestand in [[Cádiz]], einer Gründung der Phönizier (auf der [[Isla de Sancti Petri]]), welches [[Hannibal]] vor seinem berühmten Zug über die [[Alpen]] besucht haben soll. Der [[Almoraviden|almoravidische]] Statthalter zerstörte es 1146 auf der Suche nach einem sagenhaften Schatz. Auch in [[Larnaka|Kition]] auf Zypern befand sich ein Melkart-Heiligtum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Fauth]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Hymnos auf Herakles Astrochiton-Helios in den Dionysiaka des Nonnos von Panopolis.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Helios megistos. Zur synkretistischen Theologie der Spätantike.&amp;#039;&amp;#039; Religions in the Graeco-Roman world Bd. 125. Brill, Leiden u.&amp;amp;nbsp;a. 1995, ISBN 90-04-10194-2. S. 165–183&lt;br /&gt;
* Corinne Bonnet: &amp;#039;&amp;#039;Melqart. Cultes et mythes de l&amp;#039;Héraclès tyrien en méditerranée.&amp;#039;&amp;#039; Studia Phoenicia Bd. 8. Peeters, Leuven 1988, ISBN 2-87037-116-0&lt;br /&gt;
* Bärbel Morstadt: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/26821/ Melqart].&amp;#039;&amp;#039; In: Michaela Bauks, Klaus Koenen, Stefan Alkier (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet]].&amp;#039;&amp;#039; (WiBiLex). Stuttgart 2006&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Melqart}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11886596X|LCCN=sh93007656|VIAF=62346263}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Punische Gottheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Phönizier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sonnengottheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion (Zypern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kult des Herakles]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Männliche Gottheit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Knowledge2need</name></author>
	</entry>
</feed>