<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Melioidose</id>
	<title>Melioidose - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Melioidose"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Melioidose&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-07T05:35:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Melioidose&amp;diff=335856&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;WikiHelper232: Infobox ergänzt.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Melioidose&amp;diff=335856&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-09-06T10:53:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Infobox ergänzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| 01-CODE = A24.1&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = Akute oder fulminante Melioidose&lt;br /&gt;
| 02-CODE = A24.2&lt;br /&gt;
| 02-BEZEICHNUNG = Subakute oder chronische Melioidose&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Infobox International Classification of Diseases 11&lt;br /&gt;
| Code-01 = 1C42&lt;br /&gt;
| Data-01 = Melioidose&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Melioidose&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Melioidosis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch als &amp;#039;&amp;#039;Pseudo-[[Rotz (Krankheit)|Rotz]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Whitmore’s Disease&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, handelt es sich um eine beim Menschen seltene [[Infektionskrankheit]], die durch den Erreger &amp;#039;&amp;#039;[[Burkholderia pseudomallei]]&amp;#039;&amp;#039;, ein [[Gram-Färbung|gramnegatives]] [[Stäbchenbakterium]], hervorgerufen wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Birgid Neumeister, Friedrich Burkhardt, Sascha al Dahouk |Titel=Mikrobiologische Diagnostik Bakteriologie - Mykologie - Virologie - Parasitologie; 288 Tabellen |Auflage=2., vollst. überarb. Aufl |Ort=Stuttgart |Datum=2009 |ISBN=978-3-13-743602-7 |Seiten=484-486}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Infektion erfolgt durch erregerhaltiges Erdreich oder Wasser, die Erkrankung ist daher eine [[Geonose]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Übertragung ==&lt;br /&gt;
Der Erreger ist in feuchten Böden und Oberflächenwasser in den [[Endemie]]gebieten [[Südostasien]] (hier vor allem Reisanbaugebiete Thailands und Vietnams) und Nord[[australien]] weit verbreitet, aber auch Tiere können als Wirte fungieren. Relativ robust verträgt &amp;#039;&amp;#039;B. pseudomallei&amp;#039;&amp;#039; verschiedene widrige Umstände wie Hitze (Wachstum bei 42&amp;amp;nbsp;°C möglich), saures Milieu bis zu einem pH von 4,5 und kann bis zu 10 Jahre lang auch bei Nährstoffmangel überleben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Durch infizierte Tiere wurde der Erreger spätestens in den 1980er Jahren in weitere Gebiete getragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nature2015&amp;quot;&amp;gt;Direk Limmathurotsakul, Nick Golding, David A. B. Dance: &amp;#039;&amp;#039;Predicted global distribution of ’Burkholderia pseudomallei’ and burden of melioidosis.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Nature Microbiology&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 1, 2016, Artikelnummer: 15008, [[doi:10.1038/nmicrobiol.2015.8]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zahl der weltweiten Infektionen wird auf 165.000 geschätzt, an denen 89.000 Menschen sterben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nature2015&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl durch den Reisetourismus immer wieder Erreger nach Mitteleuropa gelangen, konnte er sich bislang hier nicht dauerhaft etablieren, da er bei Temperaturen unter 11&amp;amp;nbsp;°C inaktiviert wird. Allerdings werden in Norditalien regelmäßig positive Erregernachweise aus Trinkwasserbrunnen erbracht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;neubauer&amp;quot;&amp;gt;Heinrich Neubauer: &amp;#039;&amp;#039;Zoonosen in Deutschland. Ein Überblick über vorkommende und mögliche Erreger.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Tierärzteblatt&amp;#039;&amp;#039; (Dt. TÄbl.), 56, 2008, S.&amp;amp;nbsp;1342–1346.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übertragung kann durch direkten Kontakt von kontaminierter Erde oder Wasser mit verletzter Haut erfolgen. Eine Aufnahme über [[Inhalation]] oder Verschlucken ist ebenfalls möglich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inkubationszeit und Erkrankung ==&lt;br /&gt;
Die [[Inkubationszeit]] liegt meist bei 1–21 Tagen, es werden aber auch Fälle mit mehrjähriger Inkubationszeit beschrieben. [[Diabetes mellitus]], [[Niereninsuffizienz]] und Erkrankungen des Immunsystems (nicht jedoch [[Aids]]) begünstigen eine Erkrankung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beschwerden und Symptome sind vielfältig und reichen von chronisch verlaufenden lokalisierten Formen (zum Beispiel als Wundinfektion) bis hin zu schweren generalisierten Erkrankungen und [[Sepsis]]. Typisch sind [[Abszess]]e, bei akuten Erkrankungen vor allem Lungenabszesse, [[Lungenentzündung]]en und [[Pleuraerguss|Pleuraergüsse]], die Abgrenzung zur [[Tuberkulose]] kann schwierig sein. Die Erkrankung kann lebensbedrohlich sein, aus [[Thailand]] wird teilweise eine [[Letalität]] bis zu 50 % trotz Behandlung mit Antibiotika berichtet. Chronische Verläufe sind meist mit verschiedensten Abszessen z.&amp;amp;nbsp;B. in Milz, Leber, Muskulatur und Haut gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erregerbestimmung ==&lt;br /&gt;
Die [[Bestimmung (Biologie)|Bestimmung]] von &amp;#039;&amp;#039;B. pseudomallei&amp;#039;&amp;#039; im Labor kann sehr schwierig sein, insbesondere in der westlichen Hemisphäre, wo &amp;#039;&amp;#039;B. pseudomallei&amp;#039;&amp;#039; sehr selten ist. Die großen runzligen Kolonien sehen aus wie Umweltkontaminanten und werden oft als nicht klinisch relevant erachtet. Sogar wenn die Kultur als relevant angesehen wird, können die Organismen gelegentlich als &amp;#039;&amp;#039;[[Chromobacterium violaceum]]&amp;#039;&amp;#039; oder andere nicht-fermentierende gramnegative Bazillen missinterpretiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=T. J. Inglis, D. Chiang, G. S. Lee, L. Chor-Kiang |Titel=Potential misidentification of &amp;#039;&amp;#039;Burkholderia pseudomallei&amp;#039;&amp;#039; by API 20NE |Sammelwerk=[[Pathology (Zeitschrift)|Pathology]] |Band=30 |Nummer=1 |Datum=1998 |Seiten=62–64 |PMID=9534210}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=P. Lowe, C. Engler, R. Norton |Titel=Comparison of automated and nonautomated systems for identification of &amp;#039;&amp;#039;Burkholderia pseudomallei&amp;#039;&amp;#039; |Sammelwerk=J Clin Microbiol |Band=40 |Nummer=12 |Datum=2002 |Seiten=4625–4627 |DOI=10.1128/JCM.40.12.4625-4627.2002}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Seltenheit der Krankheit führt häufig dazu, dass die positive Bestimmung von &amp;#039;&amp;#039;B. pseudomallei&amp;#039;&amp;#039; in Zellkulturen bei mit der Krankheit nicht vertrauten Ärzten nicht richtig gedeutet wird,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=A. Kite-Powell, J. R. Livengood, J. Suarez u.&amp;amp;nbsp;a. |Titel=Imported Melioidosis – South Florida, 2005 |Sammelwerk=CDC/MMWR |Band=55 |Nummer=32 |Datum=2006 |Seiten=873–876 |Online=https://www.cdc.gov/mmwr/preview/mmwrhtml/mm5532a1.htm}}&amp;lt;/ref&amp;gt; denn gängige biochemische Identifizierungsmethoden wie [[API 20NE]] und [[API 20E]] weisen eine Wiederfindungsrate von 98 % bzw. 99 % auf und auch automatisierten Systemen gelingt dies in ähnlicher Weise.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandlung ==&lt;br /&gt;
Zahlreiche [[Antibiotika]] wurden als häufig unwirksam gegen &amp;#039;&amp;#039;B. pseudomallei&amp;#039;&amp;#039; beschrieben, darunter Penicillin, Fluorchinolone und Makrolide. Auch über [[Chloramphenicol]]-resistente Stämme wurde bereits berichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Fabrice V. Biot, Eric Valade u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Involvement of the Efflux Pumps in Chloramphenicol Selected Strains of Burkholderia thailandensis: Proteomic and Mechanistic Evidence.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[PLoS ONE]].&amp;#039;&amp;#039; Band 6, Nr. 2, [[doi:10.1371/journal.pone.0016892]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;F. M. Thibault, E. Hernandez u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Antibiotic susceptibility of 65 isolates of Burkholderia pseudomallei and Burkholderia mallei to 35 antimicrobial agents.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Journal of Antimicrobial Chemotherapy]].&amp;#039;&amp;#039; Dezember 2004, Band 54, Nr. 6, S.&amp;amp;nbsp;1134–1138, [[doi:10.1093/jac/dkh471]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Einsetzbar sind Meropenem, Imipenem, Amoxicillin-Clavulansäure, meist Chloramphenicol und Doxycyclin.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei schweren Verläufen erfolgt die Behandlung mit [[intravenös]]en Antibiotika (beispielsweise [[Carbapeneme]] oder [[Cephalosporine|Ceftazidim]]) über 14 Tage mit anschließender 5- bis 6-monatiger [[Peroral|oraler]] Antibiotika[[Krankheitsprävention|prophylaxe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendbarkeit als Material für Biowaffen ==&lt;br /&gt;
Der Erreger der Melioidose kann theoretisch auch als [[Biowaffe]] benutzt werden. Unter Laborbedingungen wurde die Übertragbarkeit mittels eines erregerhaltigen [[Aerosol]]s nachgewiesen. Von entsprechend als Waffe tauglichen Produkten oder deren Einsatz ist nichts bekannt (Stand 2013).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.abig.rki.de/ABiG/DE/Content/Agenzien/Agenzien.html?agens=4257184&amp;amp;eigenschaft=4247368 |text=abig.rki.de |wayback=20160307084855 |archiv-bot=2019-05-01 02:04:37 InternetArchiveBot}} AbiG. [[Robert Koch-Institut]]; abgerufen am 15. Januar 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* K. Göbels, D. Teichmann, J. Richter, G. Zysk, D. Häussinger: [https://www.aerzteblatt.de/archiv/47885 &amp;#039;&amp;#039;Diagnose: Melioidose.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Aerzteblatt&amp;#039;&amp;#039; (Dtsch Arztebl), 2005, Band 102, Heft 31–32, S. A-2166 / B-1826 / C-1729.&lt;br /&gt;
* S. J. Peacock: &amp;#039;&amp;#039;Melioidosis.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Curr. Opin. Infect. Dis.&amp;#039;&amp;#039; Band 19, 2006, S. 421–428.&lt;br /&gt;
* [[Marianne Abele-Horn]]: &amp;#039;&amp;#039;Antimikrobielle Therapie. Entscheidungshilfen zur Behandlung und Prophylaxe von Infektionskrankheiten.&amp;#039;&amp;#039; Unter Mitarbeit von Werner Heinz, Hartwig Klinker, Johann Schurz und August Stich, 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Peter Wiehl, Marburg 2009, ISBN 978-3-927219-14-4, S. 218 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{RobKochInst|https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/M/Melioidose/Melioidose.html}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bakterielle Infektionskrankheit des Menschen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;WikiHelper232</name></author>
	</entry>
</feed>