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	<title>Melek Taus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T18:49:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Melek_Taus&amp;diff=307853&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bertramz: Änderungen von Unkowndebater (Diskussion) auf die letzte Version von Berdi2 zurückgesetzt</title>
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		<updated>2025-12-11T14:15:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Unkowndebater&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/Unkowndebater&quot;&gt;Unkowndebater&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:Unkowndebater&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:Unkowndebater (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Berdi2&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Berdi2 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Berdi2&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Tausi-Malek.png|mini|Der Engel Melek Taus wird durch einen Pfau symbolisiert.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Melek Taus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; („Engel Pfau“), {{faS|ملک طاووس}}, oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tausī Melek&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[kurmandschi]] &amp;#039;&amp;#039;Tawūs-e Melek&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;Von {{arS|ملك&amp;amp;lrm;|d=malak|b=Engel}} ([[Hans Wehr]]: &amp;#039;&amp;#039;Arabisches Wörterbuch für die Schriftsprache der Gegenwart und Supplement.&amp;#039;&amp;#039; 4., unveränd. Auflage. Harrassowitz, Wiesbaden 1977, S. 822, Sp. 1 [statt {{lang|ar|الملاءك&amp;amp;lrm;}}]) und {{arS|طاووس&amp;amp;lrm;|d=ṭāwūs}}, auch {{arS|طاؤوس&amp;amp;lrm;|d=ṭā’ūs|b=Pfau}}, abgeleitet von {{arS|طوس&amp;amp;lrm;|d=ṭawwasa|b=schmücken}} (H. Wehr: &amp;#039;&amp;#039;Arabisches Wörterbuch,&amp;#039;&amp;#039; S. 517, siehe auch S. 499).&amp;lt;/ref&amp;gt; ist im Glauben der [[Jesiden]] ein von Gott geschaffener Engel, der durch einen [[Blauer Pfau|blauen Pfau]] symbolisiert wird. Nach jesidischer Mythologie hat Gott aus seinem Licht in der Form eines siebenfarbigen Regenbogens den Engel Melek Taus geschaffen. Melek Taus ist einer von insgesamt sieben [[Erzengel]]n der Jesiden. Der Pfau ist das Symbol des Engels und symbolisiert seine Schönheit und die Herrschaft über die sechs weiteren Engel. Besondere Verehrung hat Melek Taus bei den Jesiden als Mittlerwesen zwischen Schöpfer und Erdenmenschen. Das [[Jesidisches Neujahrsfest|jesidische Neujahrsfest]] ist ihm zu Ehren gewidmet, jedes Jahr an diesem Tag soll er einmal auf die Erde kommen. Als erster von sieben Engeln erschuf er in Gottes Auftrag die Welt sowie [[Adam und Eva]]. Da sich Melek Taus weigerte, vor Adam zu knien, wie Gott forderte, wurde er zum obersten Engel und zum Statthalter und Verwalter der Erde erhoben. Diese Anweisung war eine Prüfung, da Gottes erstes Gebot an die sieben Engel gewesen war, sie sollten nur ihn anbeten. So symbolisiert Melek Taus im Jesidentum nicht das Böse und ist nach einer Auslegung auch kein in Ungnade gefallener Engel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Schöpfungsmythos ist Melek Taus an der Erschaffung [[Adam und Eva|Adams]] beteiligt. Demnach stammen Jesiden allein von Adam ab und nicht wie die übrigen Menschen von Adam und Eva. Mit dieser auserwählten Stellung wird das Gebot zur [[Endogamie]] religiös begründet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Hayrî Demir |url=http://www.lalish-dialog.de/wordpress/der-esidische-schopfungsmythos-teil-iii/ |titel=Der esidische Schöpfungsmythos Teil III |werk=lalish-dialog.de |hrsg=Laliş Dialog e.&amp;amp;nbsp;V. (i.&amp;amp;nbsp;G.) |zugriff=2018-01-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sich die Religion der Jesiden hauptsächlich mündlicher statt schriftlicher Quellen bedient, ist es schwierig, präzise Aussagen über den Glauben aller Jesiden zu treffen. Einer Vorstellung nach wäre Melek Taus mit dem Erzengel [[Asasel]] zu identifizieren, der bei Gott in Ungnade fiel, seine Vermessenheit jedoch bereute und dafür in der [[Hölle]] büßte.&amp;lt;ref&amp;gt;Sean Thomas: [https://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/1560714/The-Devil-worshippers-of-Iraq.html &amp;#039;&amp;#039;The Devil Worshippers of Iraq.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[The Daily Telegraph|Daily Telegraph]].&amp;#039;&amp;#039; 19. August 2007, abgerufen am 1. September 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort löschte er die Feuer der Hölle mit seinen Tränen und seine Schuld wurde ihm vergeben. Andererseits identifizieren viele Jesiden Melek Taus mit dem Erzengel [[Gabriel (Erzengel)|Dschebrail]] (Gabriel).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spuler-Stegemann_1997&amp;quot;  details=&amp;quot;S. 3, 14 ff. &amp;quot;/&amp;gt; Es ist umstritten, ob jene Geschichten um Melek Taus, die ihn mit Asasel oder anderen teuflischen Figuren der [[abrahamitische Religion|abrahamitischen Religionen]] identifizieren, nicht nachträglich von Christen oder Muslimen in Umlauf gebracht worden sind, da einige ihrer Züge dem Grundgedanken des jesidischen Glaubens widersprechen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;religionsgemeinschaft1&amp;quot;&amp;gt;Halil Savucu: &amp;#039;&amp;#039;Yeziden in Deutschland: Eine Religionsgemeinschaft zwischen Tradition, Integration und Assimilation.&amp;#039;&amp;#039; Tectum Wissenschaftsverlag, Marburg 2016, ISBN 978-3-828-86547-1, Abschnitt 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbolik des Pfaus ==&lt;br /&gt;
Die unterschiedlich alten, überwiegend mündlich überlieferten Traditionen des Jesidentums ergeben kein einheitliches Bild von den Glaubensvorstellungen und es fehlt eine vereinende [[Theologie]], weshalb auch die Vorstellungen von Melek Taus auszudeuten sind. Der Pfau wird als gottheitlich betrachtet und steht für den von Gott aus reinem Licht geschaffenen Engel Melek Taus. Der Engel kann mit dem Pfau als identisch aufgefasst werden oder er tritt im Pfau in Erscheinung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spuler-Stegemann_1997&amp;quot;  details=&amp;quot;S. 12, 14 &amp;quot;/&amp;gt; Weitere Symbole für Melek Taus sind die [[Sonne]] und das &amp;#039;&amp;#039;Toka Êzî,&amp;#039;&amp;#039; auch &amp;#039;&amp;#039;Toka Tausî Melek,&amp;#039;&amp;#039; ein langes weißes Hemd, das Gott dem Engel zum Zeichen seiner Treue umlegte.&amp;lt;ref&amp;gt;Simone Langanger ([[Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl]]/Staatendokumentation): &amp;#039;&amp;#039;Minderheiten in Armenien: die Jesiden&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;ÖIF-Länderinfo.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 7). BM.I/Österreichischer Integrationsfonds. 18. August 2010, S. 11 ([https://ec.europa.eu/migrant-integration/index.cfm?action=media.download&amp;amp;uuid=29FDAFF2-C3A4-9446-3F82682F3CE54EF7 ec.europa.eu] [PDF; 267&amp;amp;nbsp;MB; abgerufen am 22. Oktober 2018]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Asien ist der Pfau als Symbol sehr verbreitet und steht für Herrschertum und Schönheit. Der Pfau ist der Nationalvogel von Indien und die Mogulkaiser besaßen einen [[Pfauenthron]]. Viele Jesiden tragen Goldketten in der Form eines Pfaus.&lt;br /&gt;
[[Datei:Yesidisches Gräberfeld Stadtfriedhof Hannover Lahe Pfau im Schaukasten auf dem Grab von Yezidi Suleiman Daoud.jpg|mini| Jesidisches Gräberfeld auf dem Stadtfriedhof [[Hannover-Lahe]] mit einem Pfau, der Melek Taus symbolisiert, im Schaukasten auf dem Grab.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inkarnationen==&lt;br /&gt;
Als wichtigste [[Inkarnation|Menschwerdung]] des Melek Taus gilt nach jesidischem Glauben [[ʿAdī ibn Musāfir|Scheich ʿAdī]]. Die Jesiden verehren sieben heilige Bronze- oder Eisenfiguren, die als Verkörperungen von Melek Taus gelten und &amp;#039;&amp;#039;Sandschak&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;sanǧaq&amp;#039;&amp;#039;) genannt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Nicolaus: &amp;#039;&amp;#039;The Lost Sanjaq.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Iran and the Caucasus.&amp;#039;&amp;#039; Band 12, Nr. 2. Brill, Leiden November 2008, {{ISSN|1609-8498}}, S. 217–251, [[doi:10.1163/157338408X406029]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Identifizierung mit dem Teufel ==&lt;br /&gt;
Seit dem 16. Jahrhundert identifizierten Christen und Muslime zunehmend Melek Taus mit der Figur des [[Satan]]s, bekannt aus ihren jeweiligen Religionen. Die Tatsache, dass Jesiden keine Gestalt des Bösen kennen, verstärkte die Annahme, die Jesiden oder Mitglieder eines jesidischen Zweiges würden insgeheim den [[Teufel]] verehren. Zudem gilt es für Jesiden als Beleidigung, das Wort „Schaitan“ (&amp;#039;&amp;#039;Teufel&amp;#039;&amp;#039;) auszusprechen – allerdings nicht, anders als von Christen und Muslimen häufig behauptet, weil dies der Name ihres Gottes sei, sondern weil es als blasphemisch gilt, eine Gegenkraft zu Gott auch nur in Erwägung zu ziehen. Auch viele Mythen um Melek Taus als rebellierender Engel oder Verführer Adams widersprechen den Grundzügen des Jesidentums und sind womöglich von Muslimen im 9. Jahrhundert oder missionierenden Christen zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Umlauf gebracht worden. Allerdings gibt es Parallelen zum [[koran]]ischen [[Erzählung|Narrativ]] des Teufels und der Weigerung Melek Taus’, sich vor dem Menschen zu verneigen. Im Koran ist es [[Iblis]], der zum Satan wird, nachdem dieser sich weigert, sich vor dem Menschen niederzuwerfen. Daraufhin wird er für viele Muslime zur Personifizierung des Bösen. Melek Taus wird hingegen für seine Weigerung geehrt, da es Gottes oberstes Gebot war, sich vor niemandem außer Gott niederzuwerfen. Allerdings lassen sich in dieser Vorstellung islamische Einflüsse aus dem [[Sufismus]], besonders durch [[ʿAdī ibn Musāfir]], nachweisen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;religionsgemeinschaft1&amp;quot; /&amp;gt; In manchen islamischen Traditionen gilt ein Pfau zudem als Helfer von Iblis. Während im &amp;#039;&amp;#039;schwarzen Buch der Jesiden&amp;#039;&amp;#039; Melek Taus tatsächlich mit Asasel identifiziert wird, so wird Melek Taus meistens mit dem Engel Gabriel identifiziert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spuler-Stegemann_1997&amp;quot; details=&amp;quot;S. 14–15 ff.&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Ursula Spuler-Stegemann]] |Titel=Der Engel Pfau |TitelErg=Zum Selbstverständnis der Yezidi |Hrsg=Deutsche Vereinigung für Religionswissenschaft |Sammelwerk=Zeitschrift für Religionswissenschaft |Band=5. Jg. |Nummer=1 |Verlag=De Gruyter |Ort=Berlin/Boston, Mass. |Datum=1997 |ISSN=0943-8610 |DOI=10.1515/0026.3 |Online=http://www.yeziden-colloquium.de/archiv/2005/Der_Engel_Pfau.pdf |Format=PDF |KBytes=260 |Abruf=2018-10-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Malik (Islam)]], [[Malakh]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Garnik Asatrian, Victoria Arakelova |Titel=Malak-Tāwūs: the Peacock Angel of the Yezidis |TitelErg= |Hrsg= |Sammelwerk=Iran and the Caucasus |Band=7 |Nummer=1–2 |Verlag=Brill |Ort=Leiden |Datum=2003 |Sprache=en |Seiten=1–36 |ISSN=1609-8498 |DOI=10.1163/157338403X00015 |JSTOR=4030968 |Kommentar=[[Web-Archivierung#Begrifflichkeiten|Memento]] im [[Internet Archive]] |Online=[http://web.archive.org/web/20140416175256/http://rbedrosian.com/Folklore/Folklore_Malak_Tawus_IAC_2003.pdf rbedrosian.com] |Format=PDF |KBytes=890 |Abruf=2018-10-22}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* R. H. W. Empson: &amp;#039;&amp;#039;The Cult of the Peacock Angel. A Short Account of the Yezîdî Tribes of Kurdistân.&amp;#039;&amp;#039; Witherby, London 1928 ([https://archive.org/stream/MN40203ucmf_2#page/n5/mode/2up Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Isya Joseph: &amp;#039;&amp;#039;Devil Worship. The Sacred Books and Traditions of the Yezidiz.&amp;#039;&amp;#039; Badger, Boston 1919 ([https://archive.org/details/devilworshipsacr00jos online] auf archive.org).&lt;br /&gt;
* [[Peter Lamborn Wilson]], Karl Schlamminger: &amp;#039;&amp;#039;Weaver of Tales. Persian Picture Rugs / Persische Bildteppiche. Geknüpfte Mythen.&amp;#039;&amp;#039; Callwey, München 1980, ISBN 3-7667-0532-6, S. 30–45 (&amp;#039;&amp;#039;The Devils&amp;#039;&amp;#039; / &amp;#039;&amp;#039;Die Dämonen&amp;#039;&amp;#039;), hier: S. 31 („Malek Ta’us“, ein Pfauenengel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Malak Taus|Melek Taus}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jesidische Mythologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion (Kurdistan)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Individueller Engel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bertramz</name></author>
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