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	<title>Melchior Pfintzing - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T02:57:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Melchior_Pfintzing&amp;diff=803566&amp;oldid=prev</id>
		<title>2003:EF:F1A:BDFF:E8E2:301:A610:1618: /* Literatur */</title>
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		<updated>2023-05-17T10:42:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Pfintzing.jpg|mini|[[Hans Schwarz (Medailleur)|Hans Schwarz]] (* 1492; † unbekannt): &amp;#039;&amp;#039;Melchior Pfinzing&amp;#039;&amp;#039;. Kohlezeichnung o.&amp;amp;nbsp;J.; Staatliche Museen zu Berlin&amp;amp;nbsp;– Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Kupferstichkabinett, Berlin.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Melchior Pfintzing&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch: &amp;#039;&amp;#039;Pfinzing&amp;#039;&amp;#039;, (* [[25. November]] [[1481]] in [[Nürnberg]]; † [[24. November]] [[1535]] in [[Mainz]]) war Geistlicher und ein hochrangiges Mitglied des Hofstaats bei Kaiser [[Maximilian I. (HRR)|Maximilian I.]]; er gilt als Mitverfasser des [[Theuerdank]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfinzing.dürer.jpg|hochkant|mini|links|Melchior Pfinzing, Zeichnung von [[Albrecht Dürer]]]]&lt;br /&gt;
Melchior [[Pfinzing von Henfenfeld|Pfintzing]] entstammte einer der ältesten und einflussreichsten Patrizierfamilien Nürnbergs. Sein Vater war Seyfrid Pfintzing, Ratsherr und städtischer Baumeister. Die Mutter, Barbara Grundherrin, entstammte einer ebenfalls angesehenen Nürnberger Ratsfamilie. Am 23. Mai 1494 immatrikulierte er sich in Ingolstadt, wo er 1496 zu den Schülern von [[Conrad Celtis]] gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Karriere am Wiener Hof begann mit der Stellung als einer der Sekretäre des Hofkanzlers Maximilians, [[Zyprian von Serntein]]; anschließend wurde er Sekretär und Rat des Kaisers. Zusammen mit seinen Brüdern wurde er 1510 in den Ritteradel erhoben. Auf Wunsch des Kaisers erhielt Pfintzing 1512 die [[Propst]]ei [[St. Sebald (Nürnberg)|St. Sebald]] in Nürnberg; im Jahre 1517 wurde er Propst des [[Stift St. Alban vor Mainz|Ritterstifts von St. Alban zu Mainz]]. Darüber hinaus war er [[Kanonikus]] in Mainz, Bamberg und Trient. Er kümmerte sich um die Hofhaltung und hatte weitergehende Aufgaben zu erfüllen, wie zum Beispiel die Bischofswahl 1513 in Speyer und den Preßburger Fürstentag im Jahre 1515. Überdies vertrat er seine Heimatstadt bei Hof als Diplomat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1514 stiftete er den gotischen Chor der Hauskapelle des [[St. Sebald (Nürnberg)#Pfarrhof|Sebalder Pfarrhauses]], das weltbekannte sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Pfinzing-Chörlein&amp;#039;&amp;#039;. Im folgenden Jahr stiftete er das &amp;#039;&amp;#039;Pfinzing-Fenster&amp;#039;&amp;#039; in der Sebaldskirche, das von [[Veit Hirsvogel]] nach einem Entwurf von [[Albrecht Dürer]] geschaffen wurde. Dürer gehörte zum Freundeskreis Pfinzings und schuf auch eine Porträtzeichnung von ihm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tode Maximilians I. zog er sich vom Hofe zurück und lebte nur noch seinen geistlichen Ämtern. 1521 gab er mit einer Pension sein Amt als Pfarrer und Propst von St. Sebald auf und ließ sich in Mainz nieder, wo er 1535 verstarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hans schwarz, med di melchior pfinzing, norimberga 1519.JPG|hochkant|mini|Medaille mit Melchior Pfintzing (von [[Hans Schwarz (Medailleur)|Hans Schwarz]], 1519)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:St Sebald - Nürnberg 051.JPG|hochkant|mini|Pfinzing-Fenster in der [[St. Sebald (Nürnberg)|Sebaldskirche]], von [[Albrecht Dürer]] und [[Veit Hirsvogel]] (1515)]]&lt;br /&gt;
Melchior Pfintzing galt lange Zeit als der alleinige Verfasser des [[Theuerdank]], einer 1517 erschienenen allegorischen Verserzählung mit dem Kaiser als Protagonisten; diese Erzählung entstand indes aus einer Zusammenarbeit von Pfinzing, Kaiser Maximilian und dessen Schreiber [[Marx Treitzsaurwein]]. Pfinzing hat, wie Trautzsaurwein, an der als &amp;#039;&amp;#039;Gedechtnus&amp;#039;&amp;#039; bezeichneten Strategie Maximilians, sich literarisch und künstlerisch zu verewigen, auch weitergehend mitgewirkt. So war er nicht nur am &amp;#039;&amp;#039;Theuerdank&amp;#039;&amp;#039;, sondern auch an der Schlussredaktion des &amp;#039;&amp;#039;[[Weißkunig]]&amp;#039;&amp;#039;, einer von Maximilian verfassten und von Trautzsaurwein bearbeiteten kaiserlichen Familienhistorie&amp;amp;nbsp;– wiederum mit Maximilian als Titelfigur&amp;amp;nbsp;–, beteiligt. Darüber hinaus ist seine Mitwirkung an der Planung für Maximilians Grabmal belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Aus der dem &amp;#039;&amp;#039;Theuerdank&amp;#039;&amp;#039; vorangestellten Widmung, in der sich Pfintzing 1517 als Kaplan von Maximilians I. Enkel, König Karl von Spanien, dem späteren Kaiser [[Karl V. (HRR)|Karl V.]] bezeichnet, wurde geschlossen, dass Melchior Pfintzing auch Hofkaplan Karls V. gewesen sei, was allerdings bereits im 19. Jahrhundert bezweifelt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ADB|25|664|666|Pfinzing, Melchior|Gustav Roethe|ADB:Pfinzing, Melchior}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Gelehrte des 16. Jahrhunderts, wie zum Beispiel [[Willibald Pirckheimer]], erwähnten seine Bildung und wiesen auf Übersetzertätigkeiten aus dem Griechischen hin; für diese fehlen allerdings die Belege. Nachgewiesen ist er literarisch nur in der Volkssprache.&amp;lt;ref&amp;gt;Jan–Dirk Müller: &amp;#039;&amp;#039;Melchior Pfinzing.&amp;#039;&amp;#039; 1989, Sp. 569.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die geüerlicheiten vnd eiñs teils der geschichten des löblichẽ streitbaren vnd hochberümbten helds vnd Ritters Tewrdannckhs.&amp;#039;&amp;#039; Augsburg 1519, ([[Universitätsbibliothek der Universität Wien|Universitätsbibliothek Wien]], E-Book [https://fedora.phaidra.univie.ac.at/fedora/objects/o:59548/methods/bdef:Book/view fedora.phaidra.univie.ac.at])&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Dobras]]: &amp;#039;&amp;#039;Nachträge zum Biographie des Melchior Pfinzing, Propst von St. Sebald zu Nürnberg und St. Alban zu Mainz&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte]] 70 (2020), S. 51–63.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20110205043232/http://www.bautz.de/bbkl/p/pfintzing_m.shtml |autor=[[Wolfgang Dobras]]|artikel=Pfintzing, Melchior|band=42|spalten=1010-1019}}&lt;br /&gt;
* [[Jan-Dirk Müller]]: &amp;#039;&amp;#039;Melchior Pfinzing.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon.&amp;#039;&amp;#039; (²VL) Band 7, Walter de Gruyter, Berlin / New York 1989, Sp. 568–571.&lt;br /&gt;
* {{ADB|25|664|666|Pfinzing, Melchior|[[Gustav Roethe]]|ADB:Pfinzing, Melchior}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|19|438|439|Pfin(t)zing, Melchior|Rosemarie Aulinger|100745628}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Melchior Pfinzing}}&lt;br /&gt;
* museum-digital, baden-württemberg: [https://bawue.museum-digital.de/index.php?t=objekt&amp;amp;oges=3867 &amp;#039;&amp;#039;Schraubmedaille mit Brustporträt von Melchior Pfinzing, um 1528&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=100745628|LCCN=no/2005/14258|VIAF=56753537}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pfintzing, Melchior}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kaiserlicher Rat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person am Wiener Hof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (HRR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1481]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1535]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Pfintzing, Melchior&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Pfinzing&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=katholischer Geistlicher, Kaiserlicher Rat, Autor&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. November 1481&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Nürnberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. November 1535&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Mainz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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