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	<title>Melchior Franck - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T16:21:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Melchior_Franck&amp;diff=57465&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Martin Sg.: S, tk, fm, etc</title>
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		<updated>2026-03-05T09:39:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;S, tk, fm, etc&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Melchior Franck&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* um [[1579]] in [[Zittau]]; † [[1. Juni]] [[1639]] in [[Coburg]]) war ein [[Lutheraner|evangelischer]] deutscher [[Komponist]] an der Stilwende von der [[Renaissance|Spätrenaissance]] zum [[Barockmusik|Frühbarock]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Coburg-Schlossplatz-Melchior-Franck.jpg|mini|Gedenkstein auf dem Coburger Schlossplatz]]&lt;br /&gt;
Über Melchior Francks Lebensumstände ist wenig bekannt. Es sind kein Bild und kein Nachlass erhalten, und es ist nur eine einzige Handschrift überliefert. Bei dem in älterer Literatur häufig angegebenen Geburtsjahr 1573 handelt es sich um eine Verwechslung mit einem Johannes Frank, der 1600 in [[Augsburg]] die Sammlung &amp;#039;&amp;#039;Cantiones sacrarum melodiarum&amp;#039;&amp;#039; drucken ließ, und der möglicherweise Melchior Francks älterer Bruder war.&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Peters-Marquardt: &amp;#039;&amp;#039;Melchior Franck, ein Altmeister deutschen Musikschaffens.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Aus Coburg Stadt und Land – Oberfränkischer Heimatkalender.&amp;#039;&amp;#039; Verlag des oberfränkischen Heimatkalenders, Coburg 1954, {{OCLC|643808839}}, S. 41–46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{MGG2|Verfasser=Markus Rathey|Lemma=Franck, Melchior|Band=P6|SpalteVon=1623|SpalteBis=1633|ID=mgg04796}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Melchior Franck besuchte das Gymnasium in Augsburg, war Schüler [[Hans Leo Haßler]]s und ging mit ihm nach Nürnberg. Dort war er 1602 ein Jahr lang als Schulgehilfe an [[St. Egidien (Nürnberg)|St. Egidien]] tätig.&lt;br /&gt;
Über seine weitere Ausbildung weiß  man nichts; möglicherweise war er ein Schüler von [[Christoph Demantius]]. Seine Werke aber zeigen eine gründliche Kenntnis des „niederländischen Stils“ der Schule [[Orlando di Lasso]]s. Anders als einige seiner Zeitgenossen, etwa [[Heinrich Schütz]], hatte Franck nicht die Möglichkeit einer Studienreise nach Italien. Den damals neuen italienischen Stil, die &amp;#039;&amp;#039;[[seconda pratica]]&amp;#039;&amp;#039;, hat er wohl durch Haßler kennengelernt. 1603 trat Franck die Stelle eines Hofkapellmeisters bei Herzog [[Johann Casimir (Sachsen-Coburg)|Johann Casimir]] in Coburg an, die er lebenslang innehatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach vielen Schicksalsschlägen, wie dem Tod seiner Kinder und seiner Frau, der Not des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Kriegs]] und dem Tod von Herzog Johann Casimir, starb Melchior Franck 1639 in Armut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
Melchior Franck steht an der Stilwende von der Spätrenaissance (beispielsweise repräsentiert durch [[Giovanni Pierluigi da Palestrina]], [[Thomas Tallis]] und Orlando di Lasso) zum Frühbarock. Er gehört zum stilistischen Umfeld von [[Michael Praetorius]], [[Melchior Vulpius]] und [[Leonhard Lechner]]. [[Claudio Monteverdi]] und Heinrich Schütz gehören zu seinen Zeitgenossen. Er schuf ein umfangreiches kompositorisches Werk, das größtenteils im Druck erschien und auf den musikalischen Bedarf eines barocken Fürstenhofes zugeschnitten war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Francks Werk umfasst [[geistliche Musik]] in deutscher und lateinischer Sprache, vornehmlich zum Gebrauch im evangelischen Gottesdienst. Zahlreiche [[Motette]]n, [[Psalm]]vertonungen und andere Kirchenmusiken sind erhalten. Bekannt sind beispielsweise die vierstimmigen &amp;#039;&amp;#039;Gemmulae Evangeliorum&amp;#039;&amp;#039; (auch herausgegeben als &amp;#039;&amp;#039;Deutsche [[Evangelienspruch|Evangeliensprüche]] für das Kirchenjahr&amp;#039;&amp;#039;) von 1623, einige [[Choral|Choräle]] (im [[Evangelisches Gesangbuch|Evangelischen Gesangbuch]] finden sich die Melodien zu &amp;#039;&amp;#039;Gen Himmel aufgefahren ist&amp;#039;&amp;#039; [EG 119] und &amp;#039;&amp;#039;[[Jerusalem, du hochgebaute Stadt]]&amp;#039;&amp;#039; [EG 150]) sowie der [[Kanon (Musik)|Kanon]] {{Audio|Da pacem, Domine (Canon by Melchior Franck).mid|&amp;#039;&amp;#039;Da pacem, Domine&amp;#039;&amp;#039;}} (ursprünglich ein [[Gästebuch]]eintrag).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franck komponierte ebenso weltliche Vokalmusik. Seine zahlreichen weltlichen Liederbücher haben hinsichtlich der Texte ([[Bergreihen]], Reuterliedlein, Quodlibets, Liebes- und andere Volkslieder oder Gesänge nach italienischen Mustern) auch literarische Bedeutung. Ferner schuf er Instrumentalmusik, beispielsweise Tanzsätze. Das Volkslied &amp;#039;&amp;#039;Ach Tannenbaum&amp;#039;&amp;#039;, eine Ursprungsversion des Liebesliedes &amp;#039;&amp;#039;O Tannenbaum&amp;#039;&amp;#039;, das später zum populären Weihnachtslied &amp;#039;&amp;#039;[[O Tannenbaum]]&amp;#039;&amp;#039; umgedichtet wurde, wird ihm zugeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung ==&lt;br /&gt;
Franck wurde von Zeitgenossen wie [[Johann Staden]] und [[Valentin Dretzel]] als „berümbter Meister“ geschätzt. Seine Instrumentalwerke waren für die Entwicklung der [[Suite (Musik)|Orchester-Suite]] von Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hundert Jahre nach seinem Tod war Franck vergessen. Sein Werk wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts und im 20. Jahrhundert wiederentdeckt. Nach wie vor sind große Teile davon nur Spezialisten bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verdienste um die Pflege des Franck-Erbes hat sich u. a. der [[Melchior-Franck-Kreis Coburg]] erworben. Ensembles für Alte Musik führen Francks Musik regelmäßig auf, beispielsweise das [[Ensemble Alte Musik Dresden]] oder [[Cantus Thuringia &amp;amp; Capella Thuringia|Cantus Thuringia &amp;amp; Capella]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kommt, ihr G’spielen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Notenausgaben ==&lt;br /&gt;
* Melchior Franck: &amp;#039;&amp;#039;Drei Quodlibets.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Kurt Gudewill]], Friedrich Blume (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Das Chorwerk]].&amp;#039;&amp;#039; Heft 53.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Clarence Theodore Aufdemberge: &amp;#039;&amp;#039;Vollständiges Werk-Verzeichnis der Kompositionen von Melchior Franck&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch der Coburger Landesstiftung&amp;#039;&amp;#039;. Band 20, 1975, S. 187–240.&lt;br /&gt;
* {{Grove Music Online|10126|John H. Baron|Franck, Melchior}}&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070630002441/http://www.bautz.de/bbkl/f/franck_me.shtml |autor=[[Friedrich Wilhelm Bautz]]|artikel=Franck, Melchior|band=2|spalten=79–80}}&lt;br /&gt;
* {{ADB|7|213|213|Franck, Melchior|[[Moritz Fürstenau]]|ADB:Franck, Melchior}}&lt;br /&gt;
* Knut Gramß: &amp;#039;&amp;#039;Notendrucke von Melchior Franck und ihre Standorte&amp;#039;&amp;#039;. In: Stefan Nöth (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Coburg 1056–2006; ein Streifzug durch 950 Jahre Geschichte von Stadt und Land&amp;#039;&amp;#039;. Wikomm-Verlag, Stegaurach, 2006, ISBN 3-86652-082-4, S. 65–86.&lt;br /&gt;
* {{NDB|5|319|320|Franck, Melchior|[[Kurt Gudewill]]|11869250X}}&lt;br /&gt;
* [[Hermann Mendel]]: &amp;#039;&amp;#039;Musikalisches Konversationslexikon: eine Encyklopedie der gesammten musikalischen Wissenschaften für Gebildete aller Stände.&amp;#039;&amp;#039; Band 4. Oppenheim, Berlin 1874, S. 15 f. ({{archive.org|bub_gb_QfM5AAAAIAAJ|Blatt=15|Hervorhebung=&amp;quot;Franck, Melchior&amp;quot;}}).&lt;br /&gt;
* Aloys Obrist: &amp;#039;&amp;#039;Melchior Franck. Ein Beitrag zur Geschichte der weltlichen Composition in Deutschland in der Zeit vor dem 30jährigen Krieg&amp;#039;&amp;#039;. A. Haack, Berlin 1892 (= Diss. Universität Berlin 1892); {{URN|nbn:de:bvb:12-bsb11557232-4}}.&lt;br /&gt;
* {{MGG2|Verfasser=Markus Rathey|Lemma=Franck, Melchior|Band=P6|SpalteVon=1623|SpalteBis=1633|ID=mgg04796}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;„Zur Fröligkeit componirt“ – Der Coburger Hofkapellmeister Melchior Franck&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch der Coburger Landesstiftung&amp;#039;&amp;#039;. Band 66, 2022). Michael Imhof Verlag, Petersberg 2023, ISBN 978-3-7319-1396-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11869250X|TEXT=Werke von und über}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|11869250X}}&lt;br /&gt;
* {{IMSLP|id=Franck, Melchior}}&lt;br /&gt;
* {{ChoralWiki}}&lt;br /&gt;
* {{BMLO|f0476}}&lt;br /&gt;
* [https://melchior-franck.de/ Website der Melchior-Franck-Gesellschaft]&lt;br /&gt;
* {{Bach Cantatas|Lib|Franck-Melchior}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11869250X|LCCN=n82052310|VIAF=275552}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Franck, Melchior}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Renaissance)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Barock)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchenliedkomponist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Blasmusik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 16. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1639]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Franck, Melchior&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Komponist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 1579&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Zittau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. Juni 1639&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Coburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Martin Sg.</name></author>
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