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	<title>Melanesischer Obsidianspeer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T04:44:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Melanesischer_Obsidianspeer&amp;diff=2144977&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-12-29T16:18:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Hieb- und Stichwaffen&lt;br /&gt;
|Bild = [[File:Bismarck-Archipel Obsidian Speer.jpg|100px|]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Abschnitt allgemeine Angaben --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Waffenart = Wurfwaffe, Speer&lt;br /&gt;
|Bezeichnungen = Obsidian Speer&lt;br /&gt;
|Verwendung = Waffe&lt;br /&gt;
|Entstehungszeit = &lt;br /&gt;
|Einsatzzeit =  &lt;br /&gt;
|Ursprungsregion/Urheber = [[Melanesien]], Ethnien der [[Admiralitätsinseln]] des [[Bismarck-Archipel]]s&lt;br /&gt;
|Verbreitung = Melanesien&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Abschnitt Maße und Material --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Gesamtlänge = bis etwa 180 cm &lt;br /&gt;
|Klingenlänge = &lt;br /&gt;
|Klingenbreite = &lt;br /&gt;
|Klingenstärke = &lt;br /&gt;
|Gewicht = &lt;br /&gt;
|Griffstück = Holz&lt;br /&gt;
|Besonderheiten = Klinge aus Obsidian&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Melanesischer Obsidianspeer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Wurfwaffe]] vom [[Bismarck-Archipel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;Melanesischer Obsidianspeer&amp;#039;&amp;#039; hat eine Klinge, die aus [[Obsidian]] hergestellt ist. Der Schaft besteht aus Hartholz oder Rohr.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Schnee (Hrsg.): Artikel &amp;#039;&amp;#039;Admiralitätsinseln&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Obsidian&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Deutsches Kolonial-Lexikon]] Quelle &amp;amp; Meyer, Leipzig 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Klinge wird durch Abschlagen mit einem Stein aus einem größeren Stück dieses [[Vulkanisches Glas|vulkanischen Glases]] gearbeitet. Durch die korrekte Bearbeitung werden die Schneidflächen so scharf, dass sie einer [[Skalpell|Skalpellklinge]] in nichts nachsteht. Die Schnittflächen sind so fein gearbeitet, dass die Stärke der äußersten Kante bereits im [[Molekül|Molekularbereich]] liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klinge ist bei diesem Speer in einen geschnitzten Holzsockel eingefügt und mit dünnen [[Seil]]en befestigt. Der hölzerne Sockel ist mit natürlichem [[Gummi]] überzogen und Muschelschalen sind als [[Intarsien]] eingearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sammlungsführer des Jahres 1906 des [[Rautenstrauch-Joest-Museum]]s führt dazu an, dass Speere und Dolche mit ähnlicher Technik befestigt wurden: „Überall ist es zunächst eine Hülle aus dem dicken Ende des [[Sagopalme|Sagoblattes]], die um Speerschaft und Obsidianspitze gelegt und mit einer Bastschnur festgebunden wird. Darauf wird dann meist unmittelbar eine Kittmasse aufgetragen und weiterhin mit Farbstoffen (schwarz, rotbraun) eingerieben, sodass sie eine schöne Politur erhält.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Willi Foy|Titel=Führer durch das Rautenstrauch-Joest-Museum (Museum für Völkerkunde) der Stadt Cöln|Verlag=Dumont Schauberg|Ort=Köln|Datum=1906|Seiten=105–106|Online=http://www.archive.org/details/fhrerdurchdasra00foygoog}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Weiter wird zu Beispielen der Admiralitätsinseln angeführt: „Unterhalb verschiedentlich eine Holzschnitzerei (eine Menschenfigur oder ein Krokodilkopf, z. T. auch beides in Kombination darstellend). Immer aber ist die Befestigung der Spitze, mag es sich nun um Schnurgeflecht oder Kittmasse handeln, bunt ornamentiert. Die in Kittmasse eingegrabenen Ornamente bewegen sich zwischen der Darstellung eines Vogels mit ausgebreiteten Flügeln und eines Menschengesichts.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Willi Foy|Titel=Führer durch das Rautenstrauch-Joest-Museum (Museum für Völkerkunde) der Stadt Cöln|Verlag=Dumont Schauberg|Ort=Köln|Datum=1906|Seiten=105|Online=http://www.archive.org/details/fhrerdurchdasra00foygoog}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Exemplare sind heute besonders häufig in den Museen des pazifischen Raumes zu finden, darunter auch mehrzinkige. So zeigt z.&amp;amp;nbsp;B. ein Exemplar des [[Museum of New Zealand Te Papa Tongarewa|{{lang|en|Museum of New Zealand}} {{lang|mi|Te Papa Tongarewa}}]] einen Speer mit zwei Obsidianspitzen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://collections.tepapa.govt.nz/search.aspx?term=Obsidian&amp;amp;imagesonly=on Objekt FE010547]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Schnee weist in seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;Bilder aus der Südsee&amp;#039;&amp;#039; von 1904 darauf hin, dass nach dem Abschlagen häufig keine weitere Bearbeitung notwendig war, die dort lebenden Melanesier aber großen Wert auf Schmuckverzierungen legten.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Schnee: &amp;#039;&amp;#039;Bilder aus der Südsee.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1904, S. 203–204.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ferner weist er darauf hin, dass der dort ansässige seefahrende Stamm der Manus die Obsidianspitzen im Tauschhandel weiter in Melanesien verteilte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts sank die Qualität dieser Klingen rapide, da nun importierte Metallklingen leichter zu bekommen waren.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.prm.ox.ac.uk/weapons/index.php/tour-by-region/oceania/oceania/arms-and-armour-oceania-208 Speer mit Obsidianspeerspitze im Pitt Rivers Museum, Oxford, Inventarnr. 1900.55.463], englisch, abgerufen am 29. September 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die gebräuchlichere Variante in der Region ist der [[Melanesischer Speer|melanesische Speer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obsidianblöcke werden im Bismarck-Archipel nur auf den [[Admiralitätsinseln]] [[Lou (Insel)|Lou]], den [[Pam-Inseln]] bestehend aus [[Pam Lin]] und [[Pam Mandian]], auf [[Manus (Insel)|Manus]], auf [[Neubritannien]] an den Orten [[Talasea]] und [[Mopir]] der Halbinsel [[Willaumez-Halbinsel|Willaumez]], dazu von den [[D’Entrecasteaux-Inseln]] auf der [[Fergusson-Insel]] (Moratau), sowie auf den [[Banks-Inseln]] des nördlichen [[Vanuatu]], rund 800 km südöstlich von [[Rennell]] gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Clayton Fredericksen: &amp;#039;&amp;#039;The maritime distribution of Bismarck Archipelago obsidian and island Melanesian prehistory&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the Polynesian Society.&amp;#039;&amp;#039; Auckland, New Zealand Vol. 106, 1997, Nr. 4, S. 376 und Karte auf S. 377.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obsidiansplitter werden allgemein als Obsidianwerkzeuge eingesetzt für Messer, Schaber, Pfeilspitzen und Speere, die neben den in Museen befindlichen Schaustücken vor allem als archäologische Funde vorkommen. Eine große Bedeutung erlangten sie in den letzten Jahrzehnten dadurch, dass es z. B. mit [[PIXE|Protoneninduxierter Röntgenspektroskopie]] möglich ist, den genauen Herkunftsort eines Splitters zu bestimmen. Somit können die Verbreitungswege und die gegenseitige kulturelle Beeinflussung innerhalb dieses geographischen Raumes erklärt werden. Früheste Fundstücke weisen auf einen Gebrauch bereits vor 20.000 Jahren vor Chr. hin. Von den Admiralitätsinseln und Neubritannien aus wurden sie mehrere tausend Kilometer nach Tonga, Fidschi und Samoa nach Osten sowie bis Borneo nach Westen verbreitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Clayton Fredericksen: &amp;#039;&amp;#039;The maritime distribution of Bismarck Archipelago obsidian and island Melanesian prehistory&amp;#039;&amp;#039;. 1997, a.a.0., mit weiterführender Literatur.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Schnee]]: &amp;#039;&amp;#039;Bilder aus der Südsee: Unter den kannibalischen Stämmen des Bismarck-Archipels.&amp;#039;&amp;#039; Verlag D. Reimer (E. Vohsen), Berlin 1904, S. 31, 203–204. ([http://www.archive.org/details/bilderausdersds00schngoog Online auf www.archive.org])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Clayton Fredericksen: &amp;#039;&amp;#039;The maritime distribution of Bismarck Archipelago obsidian and island Melanesian prehistory&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[The Journal of the Polynesian Society]]&amp;#039;&amp;#039;, Auckland, Vol. 106, 1997, Nr. 4, S. 375–394. ([http://www.jps.auckland.ac.nz/document/Volume_106_1997/Volume_106%2C_No._4/The_maritime_distribution_of_Bismarck_Archipelago_obsidian_and_island_Melanesian_prehistory%2C_by_Clayton_Fredericksen%2C_p_375-394?action=null Online bei JPS]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.oriental-arms.co.il/item.php?id=1613 Melanesischer Obsidianspeer bei Oriental Arms]&lt;br /&gt;
* [https://img.photobucket.com/albums/v426/jamhappy/spear017.jpg Melanesische Speere von den Admiralitätsinseln bei Photobucket]&lt;br /&gt;
* [http://images.onlinegalleries.com/gfx/27675.jpg Melanesische Obsidianspeere bei Online Galleries]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Speer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bismarck-Archipel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologische Fundgattung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ozeanische Waffe (historisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärische Klingenwaffe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stangenwaffe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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