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	<title>Mela Spira - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T12:49:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-06-10T13:12:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Melanie „Mela“ Spira&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren [[10. Oktober]] [[1893]] als &amp;#039;&amp;#039;Melanie Hess&amp;#039;&amp;#039; in [[Wien]], [[Österreich-Ungarn]]&amp;lt;ref&amp;gt;Geburtenbuch IKG Wien, Band P, Nr. 2371 ([https://www.familysearch.org/ark:/61903/3:1:33S7-9BKT-FBD?i=241 Faksimile] bei FamilySearch, kostenlose Registrierung erforderlich); Taufbuch Wien Rossau, tom. XXVII, fol. 263 ([https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/09-rossau/01-27/?pg=271 Faksimile]).&amp;lt;/ref&amp;gt;; gestorben [[24. April]] [[1967]] in [[London]]) war eine österreichische [[Schauspieler]]in und [[Schriftsteller]]in.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Mela Hartwig war eine Tochter des Soziologen Theodor Herzl,&amp;lt;ref&amp;gt;Mela und ihre Schwester Greta wurden nach einem Scheidungsprozess dem Vater zugesprochen; über die Mutter fehlen nähere Angaben (n. Petra Maria Wende, S. 37, Fn. 5).&amp;lt;/ref&amp;gt; der 1895 vom Judentum zum Katholizismus konvertierte und den Namen [[Theodor Hartwig (Philosoph)|Theodor Hartwig]] annahm.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu die {{Webarchiv|url=http://www-gewi.kfunigraz.ac.at/moderne/kunisch.htm |wayback=20050221021627 |text=Stellungnahme von Bettina Fraisl |archiv-bot=2022-03-25 13:03:12 InternetArchiveBot }}, der Verfasserin von Nachworten zu Mela Hartwigs Neuauflagen, zu Verwechslungen wegen des Namens Theodor Herzl in verschiedenen Rezensionen; dito in [https://www.zeit.de/2002/49/Platz_fuer_zwei &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit&amp;#039;&amp;#039;, 49/2002].&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie wurde ursprünglich als lediges Kind ihrer Mutter Katharina Hess geboren und als Melanie Hess in die Geburtsmatrik der Israelitischen Kultusgemeinde aufgenommen. Nach der Scheidung der Eltern wurden sie und ihre Schwester Margarethe dem Vater zugesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Matura]] begann sie in Wien Pädagogik zu studieren, wechselte aber bald ans Wiener Konservatorium, um dort Gesang und Schauspiel zu studieren. In den Jahren 1917 bis 1921 war sie an verschiedenen Bühnen Österreichs tätig und gehörte in dieser Zeit auch dem Ensemble des [[Schillertheater (Berlin)|Berliner Schillertheaters]] an. Mit 28 Jahren heiratete sie 1921 den jüdischen Rechtsanwalt [[Robert Spira]]. Noch im selben Jahr verließ sie die Bühne und lebte mit ihrem Ehemann in [[Gösting]] bei [[Graz]]. Dort begann sie mit ersten schriftstellerischen Arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Erzählung &amp;#039;&amp;#039;Das Verbrechen&amp;#039;&amp;#039; konnte Spira 1927 als Schriftstellerin debütieren. Bei einem literarischen Wettbewerb der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Die literarische Welt]]&amp;#039;&amp;#039; wurde diese Erzählung prämiiert und durch Vermittlung von [[Alfred Döblin]] und [[Stefan Zweig]] konnte Hartwig im darauffolgenden Jahr ihre Novellensammlung &amp;#039;&amp;#039;Ekstasen&amp;#039;&amp;#039; veröffentlichen. 1929 erschien ihr Roman &amp;#039;&amp;#039;Das Weib ist ein Nichts&amp;#039;&amp;#039; und verursachte ebenso wie ihre Novellen einen Skandal. Durch ihre Bekanntschaft mit dem Maler [[Alfred Wickenburg]] und dem Lyriker [[Hans Leifhelm]] stand sie auch Künstlerkreisen nahe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Anschluss Österreichs|Anschluss]] Österreichs an das [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutsche Reich]] 1938 wurde das Eigentum – ein Haus in Graz, ein Wochenendhaus in Tauplitz und die Kunstsammlung – beschlagnahmt. Mela und Robert Spira emigrierten im letzten Moment nach Großbritannien, wo sie ihren Lebensunterhalt als [[Übersetzer]]in verdienen konnte. Durch diese Arbeit lernte sie [[Virginia Woolf]] kennen, die ihr eine Anstellung als Sprachlehrerin vermittelte. In London wurde Hartwig auch Mitglied im [[P.E.N.-Zentrum deutschsprachiger Autoren im Ausland]]. Sie konnte allerdings nicht an frühere Erfolge anschließen, da sie keinen Zugang zum deutschsprachigen Literaturpublikum mehr hatte, und widmete sich der Malerei, die sie bereits in Graz bei [[Alfred Wickenburg]] begonnen hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Dienes, [[Gundi Jungmeier]]: Mela Hartwig-Spira. The Memory Garden, Ausstellung im [[Österreichisches Kulturforum London|Österreichischen Kulturforum London]] 2011–2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Schwester Margarethe, verheiratete [[Grete Manschinger|Grete Manischinger]], war Schriftstellerin und Kabarettistin. Sie emigrierte mit ihrem Mann, dem Musiker und Komponisten Kurt Manschinger alias Ashley Vernon, in die USA und lebte und arbeitete in New York.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg besuchte das Ehepaar Spira, das kinderlos geblieben war, zweimal die Steiermark, beschloss aber aufgrund der Behandlung, die ihnen dabei zuteilwurde, in London zu bleiben. Dort starb Mela Spira 1967 im Alter von nahezu 74 Jahren, kurz darauf auch ihr Mann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Postum]] erlebte das literarische Werk Mela Spiras eine Renaissance.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1929 – Dichterpreis der Stadt Wien&lt;br /&gt;
* Im Jahr 2012 wurde in Wien-[[Donaustadt]] (22. Bezirk) die &amp;#039;&amp;#039;Mela-Spira-Gasse&amp;#039;&amp;#039; nach ihr benannt, in Graz nunmehr auch die &amp;#039;&amp;#039;Mela-Spira-Straße&amp;#039;&amp;#039; seit 2014&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bin ich ein überflüssiger Mensch?&amp;#039;&amp;#039; Roman. Droschl, Graz 2001, ISBN 3-85420-574-0&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ekstasen. Novellen&amp;#039;&amp;#039;. Ullstein, Frankfurt 1992, ISBN  3-548-30281-5&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Inferno&amp;#039;&amp;#039;. Roman. Droschl, Graz 2018, ISBN 978-3990590201&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Spiegelungen. Gedichte&amp;#039;&amp;#039;. [[Wolfgang Gurlitt|Gurlitt]], Wien 1953 (Kleine Gurlitt-Reihe, 6)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Verbrechen. Novellen und Erzählungen&amp;#039;&amp;#039;. Droschl, Graz 2004, ISBN 3-85420-659-3&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der verlorene Traum&amp;#039;&amp;#039;. 1944&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Weib ist ein Nichts. Roman&amp;#039;&amp;#039;. Droschl, Graz 2002, ISBN 3-85420-615-1&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Wunder von Ulm. Novelle&amp;#039;&amp;#039;. Phénix, Paris 1936&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Spira, Mela.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon deutsch-jüdischer Autoren]].&amp;#039;&amp;#039; Band 10: &amp;#039;&amp;#039;Güde–Hein.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom Archiv Bibliographia Judaica. Saur, München&amp;lt;!-- sic! --&amp;gt; 2002, ISBN 3-598-22690-X, S. 237–240.&lt;br /&gt;
* [[Walter Fähnders]]: &amp;#039;&amp;#039;Über zwei Romane, die 1933 nicht erscheinen durften. Mela Hartwigs „Bin ich ein überflüssiger Mensch?“ und Ruth Landshoff-Yorcks „Roman einer Tänzerin“.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Regionaler Kulturraum und intellektuelle Kommunikation vom Humanismus bis ins Zeitalter des Internet. Festschrift für Klaus Garber.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. Axel E. Walter. Rodopi, Amsterdam, Atlanta 2004, S. 161–190.&lt;br /&gt;
* Ernst Schönwiese: &amp;#039;&amp;#039;Literatur in Wien zwischen 1930 und 1980&amp;#039;&amp;#039;, Amalthea-Verlag, Wien 1980, ISBN 3-85002-116-5&lt;br /&gt;
* Petra Maria Wende: &amp;#039;&amp;#039;Eine vergessene Grenzgängerin zwischen den Künsten. Mela Hartwig 1893 Wien -1967 London.&amp;#039;&amp;#039; In: Ariadne. Almanach des Archivs der deutschen Frauenbewegung, Heft 31, Mai 1997, S. 32–37&lt;br /&gt;
* Hartmut Vollmer: &amp;#039;&amp;#039;Hartwig, Mela.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Andreas B. Kilcher]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Metzler Lexikon der deutsch-jüdischen Literatur. Jüdische Autorinnen und Autoren deutscher Sprache von der Aufklärung bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; 2., aktualisierte und erweiterte Auflage. Metzler, Stuttgart/Weimar 2012, ISBN 978-3-476-02457-2, S. 191f.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hartwig, Mela&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Werner Röder]]; [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. Band 2,1. München : Saur, 1983, ISBN 3-598-10089-2, S. 463&lt;br /&gt;
* Sigrid Schmid-Bortenschlager: &amp;#039;&amp;#039;Exil und literarische Produktion: Das Beispiel Mela Hartwig&amp;#039;&amp;#039;, in: Keine Klage über England? Deutsche und österreichische Exilerfahrungen in Großbritannien 1933–1945, hg. von [[Charmian Brinson]], Richard Dove, Anthony Grenville, Marian Malet und Jennifer Taylor. iudicium Verlag, München 1998 (Publications of the Institute of Germanic Studies, University of London School of Advanced Study, Bd. 72), S. 88–99&lt;br /&gt;
* Vojin Saša Vukadinović: Nachwort. In: Mela Hartwig: &amp;#039;&amp;#039;Inferno&amp;#039;&amp;#039;. Graz, Wien: Literaturverlag Droschl 2018, S. 196–215.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116997710}}&lt;br /&gt;
* Hajo Jahn: [https://www.exilarchiv.de/?p=1074 Mela Hartwig-Spira (Kurzbiografie)] In: [[Exil-Archiv]]&lt;br /&gt;
* [https://www.ennstalwiki.at/wiki/index.php/Mela_Hartwig-Spira Mela Hartwig-Spira] im Ennstal-Wiki&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116997710|LCCN=no2002028527|VIAF=120742747}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Spira, Mela}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theaterschauspieler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzählung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Novelle]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Roman, Epik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichischer Emigrant zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1893]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1967]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Spira, Mela&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Spira, Melanie (vollständiger Name); Hess, Melanie (Geburtsname); Hartwig, Melanie&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichische Schauspielerin und Schriftstellerin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. Oktober 1893&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. April 1967&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[London]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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