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	<title>Meisterwurz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T19:48:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Meisterwurz&amp;diff=261638&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-11-15T02:44:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Meisterwurz&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Peucedanum ostruthium&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Carl von Linné|L.]]) [[Wilhelm Daniel Joseph Koch|W.D.J.Koch]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Haarstrang&lt;br /&gt;
| Taxon2_LinkName  = Haarstrang (Gattung)&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Peucedanum&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Apioideae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Doldenblütler&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Apiaceae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Doldenblütlerartige&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Apiales&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Euasteriden II&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Bild             = Peudecanum ostruthium 001.JPG&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Meisterwurz (&amp;#039;&amp;#039;Peucedanum ostruthium&amp;#039;&amp;#039;) als Kulturpflanze&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Meisterwurz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;InfoFlora&amp;quot; /&amp;gt; (&amp;#039;&amp;#039;Peucedanum ostruthium&amp;#039;&amp;#039;, Synonym: &amp;#039;&amp;#039;Imperatoria ostruthium L.&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Art (Biologie)|Pflanzenart]] aus der [[Gattung (Biologie)|Gattung]] [[Haarstrang (Gattung)|Haarstrang]] (&amp;#039;&amp;#039;Peucedanum&amp;#039;&amp;#039;) innerhalb der Familie der [[Doldenblütler]] (Apiaceae). Sie ist vor allem im [[Alpen]]raum verbreitet und als [[Heilpflanze]] bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivialnamen ==&lt;br /&gt;
Neben Meisterwurz wird selten auch Kaiserwurz, Magistanz oder Ostruz als Name verwendet. Weitere Volksnamen sind Stränze, Astränze, Ostrenza, Hoorstrenza oder Haarstrinzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thellung1965&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Meisterwurz-frei.jpg|mini|Illustration]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Peucedanum ostruthium001.jpg|mini|Habitus: Laubblätter und Blütenstände]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Peucedanum ostruthium leaf (10).jpg|mini|Laubblatt]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Peudecanum ostruthium 002.JPG|mini|Doppeldoldiger Blütenstand]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Peucedanum ostruthium flower (18).jpg|mini|Blüte]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Peucedanum ostruthium MHNT.BOT.2009.17.2.jpg|mini|Fruchtstand und Früchte]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Peucedanum ostruthium fruit (01).jpg|mini|Frucht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegetative Merkmale ===&lt;br /&gt;
Der Meisterwurz ist eine [[Ausdauernde Pflanze|ausdauernde]] [[krautige Pflanze]], die Wuchshöhen von 30 bis 100 Zentimetern erreicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thellung1965&amp;quot; /&amp;gt; Meisterwurz strömt einen starken würzigen Geruch nach Möhren und Sellerie aus. Das [[Rhizom]] ist dick spindelförmig, braun und milchend. Es treibt unterirdische [[Stolo|Ausläufer]] aus. Der aufrechte [[Sprossachse|Stängel]] ist stielrund und gerillt; im Inneren ist er röhrig-hohl und an der Außenseite kahl, außer unter den Dolden, wo sie rauflaumig behaart ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Blatt (Pflanze)|Laubblätter]] sind gras-grün und kahl oder an der Blattunterseite, besonders an den Blattrippen, borstig-flaumig behaart und am Rand borstig bewimpert. Das Laubblatt ist bis zu 30 Zentimeter lang und bis zu 34 Zentimeter breit. Die unteren, basalen Laubblätter sind häufig fast doppelt dreizählig. Die Abschnitte erster Ordnung sind gestielt und tief (fast bis zum Grund) dreiteilig. Die Blattlappen sind bei einer Länge von 5 bis 10 Zentimetern sowie einer Breite von 4 bis 7 Zentimetern elliptisch bis lanzettlich mit zugespitztem oberen Ende. Der Spreitenrand ist ungleich doppelt gesägt mit derber Stachelspitze an den Zähnen. Die oberen Laubblätter sind in der Regel nur einfach drei-schnittig, auf großen, aufgeblasenen, fast häutigen [[Blattscheide|Scheiden]] sitzend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thellung1965&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generative Merkmale ===&lt;br /&gt;
Die [[Phänologie|Blütezeit]] erstreckt sich von Juni/Juli bis August. Der [[Doppeldolde|doppeldoldige]] [[Blütenstand]] ist relativ groß und flach. Eine Doppeldolde hat bis zu 50 Doldenstrahlen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thellung1965&amp;quot; /&amp;gt; Die Doldenstrahlen sind dünn, kantig, ungleich lang und innerseits fein rauflaumig behaart.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thellung1965&amp;quot; /&amp;gt; Die Döldchen sind reichblütig. Die Blütenstiele sind sehr dünn, fast glatt und deutlich länger als die Früchte. [[Hüllblatt|Hüllblätter]] fehlen oder sind zuweilen einblättrig vorhanden. Die wenigen Hüllchenblätter sind borstlich, krautig und fast glatt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Blüte]]n sind zwittrig mit doppelter [[Blütenhülle]]. Der [[Kelchblatt|Kelchsaum]] ist verwischt. Die weißen oder rötlichen [[Kronblatt|Kronblätter]] sind bei einer Länge von 1 bis 1,5 Millimetern sowie einer Breite von 0,75 bis 1 Millimetern breit verkehrt-eiförmig. Die Spitze der Kronblätter ist ausgerandet und  mit einem eingeschlagenen, spitzen Läppchen versehen. Am Grund sind sie leicht [[Nagel (Botanik)|benagelt]]. Die Textur ist fast glatt, dabei sehr schwach oder stumpf [[Papille (Botanik)|papillös]]. Der [[Fruchtknoten]] ist oberständig. Das Griffelpolster ist kegelförmig gewölbt. Der 1 bis 1,5 Millimeter lange, fädliche [[Griffel (Botanik)|Griffel]] endet in einer kopfigen [[Narbe (Botanik)|Narbe]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thellung1965&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reife [[Spaltfrucht]], Doppel[[achäne]] genannt, ist weiß-gelblich mit bräunlicher Scheibe. Sie ist bei einer Länge von 4 und 5 Millimetern und fast gleicher Breite beinahe kreisrund. Sie ist stark zusammengedrückt, dabei am oberen Ende etwas ausgerandet. Die drei stumpflichen Rückenrippen der Teilfrüchte sind im Querschnitt dreikantig vorspringend und durch abgerundete Buchten voneinander getrennt. Die dünnen Randflügel sind sehr breit, fast so breit wie der Gehäusedurchmesser an der breitesten Stelle. Verdickte und verholzte Querfaserzellen sind nicht vorhanden. Obwohl das Gewebe der [[Perikarp|Fruchtwand]] und der Flügel teilweise fein getüpfelt ist, ist es [[parenchym]]atisch und bis auf die leicht dickwandigen Oberhautzellen der Flügelschneide kaum wesentlich verdickt. Die [[Leitbündel]] sind deutlich ausgeprägt. Unter den Tälchen verlaufen die Ölstriemen einzeln, an der Fugenfläche zu zweit. An den Leitbündeln der Flügel verlaufen außen Ölstriemen in Einzahl. Die Ölstriemen auf den Leitbündeln der Rückenrippen sind verkümmert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thellung1965&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Chromosomenzahl]] beträgt 2n = 22.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie ==&lt;br /&gt;
Die Meisterwurz ist ein sommergrüner [[Hemikryptophyt]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;InfoFlora&amp;quot; /&amp;gt; und eine Schaftpflanze. Ihr [[Rhizom]] riecht aromatisch. [[Vegetative Vermehrung]] erfolgt durch die unterirdischen [[Stolo|Ausläufer]].&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Blütenökologisch handelt es sich um vormännliche „Nektar führende Scheibenblumen vom Heracleum-Typ“. Sie sind [[andromonözisch]] d.&amp;amp;nbsp;h. männliche und zwittrige Blüten kommen auf derselben Pflanze vor. Die Blüten werden reichlich von [[Insekten]] besucht, die die Blütenstände als „Sonnendeck“ nutzen. [[Bestäuber]] sind u.&amp;amp;nbsp;a. Männchen der [[Bremsen]]-Art &amp;#039;&amp;#039;[[Tabanus borealis]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einzelfrüchte breiten sich aus als Segelflieger, daneben erfolgt Zufallsausbreitung durch Huftiere sowie Menschenausbreitung als Kulturrelikt und Kulturflüchter. [[Fruchtreife]] ist von September bis Oktober. Die Früchte sind [[Wintersteher]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Natürliche Feinde ===&lt;br /&gt;
Meisterwurz ist die einzige Futterpflanze für die Larven der [[Blattkäfer]]-Art &amp;#039;&amp;#039;[[Oreina gloriosa]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dobler1996&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Pilzen, die von der Meisterwurz leben, wurden beobachtet: &amp;#039;&amp;#039;[[Puccinia]] imperatoriae&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Mycosphaerella]] umbelliferarum&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Pezizella]] auroricolor&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Fusicladium]] depressum&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thellung1965&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Giftigkeit ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Pflanzenteile der Meisterwurz wirken durch [[Furocumarine]] photosensibilisierend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Die Meisterwurz kommt ursprünglich vor in Spanien, Andorra, Frankreich, auf Korsika, in Italien, der Schweiz, Liechtenstein, Österreich, Deutschland, Slowenien, Kroatien, Polen, Rumänien und in der Ukraine.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot; /&amp;gt; Im Vereinigten Königreich, in Irland, Dänemark, Norwegen sowie Schweden und auch in Kanada und in den Vereinigten Staaten ist sie ein [[Neobiota|Neophyt]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;GRIN&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland ist die Meisterwurz ursprünglich nur in den Bayerischen Alpen in Höhenlagen von 1450 bis 2100 Metern heimisch. In den Allgäuer Alpen steigt sie bis zu einer Höhenlage von 2200 Metern auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dörr-Lippert2004&amp;quot; /&amp;gt; In Graubünden erreicht sie am [[Piz Platta]] eine Höhenlage von 2790 Meter und im oberen Veltlin bei [[Bormio]] 2780 Meter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thellung1965&amp;quot; /&amp;gt; Einzelne Vorkommen finden sich heute im [[Altvatergebirge|Gesenke]] und den Mittelgebirgen. In ganz Österreich ist die Meisterwurz verbreitet. Bei den vereinzelten Vorkommen in Nordeuropa, einschließlich Island, Südeuropa und Osteuropa ist unklar, ob diese natürlich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meisterwurz ist auf Gebirgswiesen, steilen Hängen, [[Kar (Talform)|Kar]]- und [[Hochstaudenflur]]en, auf feuchten Schutthalden, in Lawinen[[runse]]n, auf [[Lägerflur]]en (wo Vieh lagert), im [[Grün-Erle]]ngebüsch und Krummholz, auf Rutschstellen in Wäldern, am Fuß von Felsen und an Bachufern innerhalb der [[Alpen]] und [[Voralpen]] nicht selten. Sie gedeiht meist über Kalk- und Urgestein in Höhenlagen von 1400 bis 2700 Metern. In den [[Mittelgebirge]]n und im [[Ebene (Geographie)|Flachland]] ist die Meisterwurz selten und zumeist aus ehemaligen [[Kultur]]en verwildert. Meisterwurz ist in Mitteleuropa pflanzensoziologisch eine [[Charakterart]] des Verbands Adenostylion alliariae, einer Art der Hochstaudenfluren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot; /&amp;gt; Sie kommt aber auch in [[Pflanzengesellschaft]]en der Verbände Rumicion alpini oder Aegopodion vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ökologischen [[Zeigerwerte]] nach [[Elias Landolt (Botaniker)|Landolt]] [[et al.]] 2010 sind in der [[Schweiz]]: Feuchtezahl F = 3 (mäßig feucht), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 2 (subalpin), Nährstoffzahl N = 4 (nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental).&amp;lt;ref name=&amp;quot;InfoFlora&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
Die Erstveröffentlichung erfolgte 1753 unter dem Namen (Basionym) &amp;#039;&amp;#039;Imperatoria ostruthium&amp;#039;&amp;#039; durch [[Carl von Linné]] in &amp;#039;&amp;#039;[[Species Plantarum]]&amp;#039;&amp;#039;, Tomus I, Seite 259.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tropicos&amp;quot; /&amp;gt; Die Neukombination zu &amp;#039;&amp;#039;Peucedanum ostruthium&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(L.) W.D.J.Koch}} wurde 1824 durch [[Wilhelm Daniel Joseph Koch]] in &amp;#039;&amp;#039;Novorum Actorum Academiae Caesareae Leopoldinae-Carolinae Naturae Curiosorum&amp;#039;&amp;#039;, Band 12, Teil 1, S. 95 veröffentlicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tropicos&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot; /&amp;gt; Weitere Synonyme für &amp;#039;&amp;#039;Peucedanum ostruthium&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(L.) W.D.J.Koch}} sind &amp;#039;&amp;#039;Imperatoria major&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Gray}}, &amp;#039;&amp;#039;Ostruthium officinale&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Link}}, &amp;#039;&amp;#039;Angelica ostruthium&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(L.) Lag.}} und &amp;#039;&amp;#039;Selinum ostruthium&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(L.) Wallr.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Autor gibt es von &amp;#039;&amp;#039;Peucedanum ostruthium&amp;#039;&amp;#039; drei Varietäten:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Peucedanum ostruthium&amp;#039;&amp;#039; var. &amp;#039;&amp;#039;angustifolium&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Bell.) Alef.}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Peucedanum ostruthium&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(L.) W.D.J.Koch}} var. &amp;#039;&amp;#039;ostruthium&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Peucedanum ostruthium&amp;#039;&amp;#039; var. &amp;#039;&amp;#039;vulgare&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Alef.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Japanese Herbal, 17th century Wellcome L0030085.jpg|mini|Japanisches [[Kräuterbuch]] aus dem 17. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meisterwurz wird traditionell als Heilpflanze verwendet – war in der Antike aber offenbar unbekannt. [[Hildegard von Bingen]] kannte im 12. Jahrhundert zwar eine Heilpflanze, die sie &amp;#039;&amp;#039;Astrencia&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch Ute Obhof: &amp;#039;&amp;#039;Rezeptionszeugnisse des „Gart der Gesundheit“ von Johann Wonnecke in der Martinus-Bibliothek in Mainz – ein wegweisender Druck von Peter Schöffer.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung.&amp;#039;&amp;#039; Band 36/37, 2017/2018, S. 25–38, hier: S. 33 (&amp;#039;&amp;#039;Astrens&amp;#039;&amp;#039; „maister wurcz“).&amp;lt;/ref&amp;gt; nennt, dabei könnte es sich aber ebenso gut um die [[Große Sterndolde]] (&amp;#039;&amp;#039;Astrantia major&amp;#039;&amp;#039;) handeln. Möglicherweise kommen (als &amp;#039;&amp;#039;Astrens&amp;#039;&amp;#039; und „Meisterwurz“, genannt auch &amp;#039;&amp;#039;Anetum agreste&amp;#039;&amp;#039;, sowie &amp;#039;&amp;#039;Meu&amp;#039;&amp;#039;) auch andere [[Asteriden]], insbesondere Peucedanum-Arten wie Peucedanum officinale ([[Echter Haarstrang]]) und Peucedanum palustris ([[Sumpf-Haarstrang]]) in Frage.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Otto Beßler]]: &amp;#039;&amp;#039;Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart.&amp;#039;&amp;#039; Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 159 (zu „Astrens vel Meu – meisterwortz […]“) und 203 (&amp;#039;&amp;#039;Meu&amp;#039;&amp;#039; = &amp;#039;&amp;#039;Astrens vel Meu&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Mittelalter wurde die Meisterwurz auch &amp;#039;&amp;#039;Astrens&amp;#039;&amp;#039; (noch im 16. Jahrhundert &amp;#039;&amp;#039;Astrenz&amp;#039;&amp;#039;) genannt, wohingegen die Große Sterndolde &amp;#039;&amp;#039;Schwartz Astrenz&amp;#039;&amp;#039; genannt wurde. Mit „Astränze“, „Astrantia“, „Stränze“, „Strenze“ und „Strenzel“ wurden Alfred Helfenstein&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Helfenstein: &amp;#039;&amp;#039;Das Namengut des Pilatusgebietes.&amp;#039;&amp;#039; Keller, Luzern 1982, ISBN 3-85766-004-X, S. 43.&amp;lt;/ref&amp;gt; folgend aber auch andere Pflanzen wie [[Wald-Sanikel|Sanikel]], [[Bibernellen]], [[Fingerkräuter|Fünffingerkraut]] und [[Berg-Haarstrang|Bergpetersilie]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den [[Väter der Botanik|Vätern der Botanik]] war die Meisterwurz eindeutig bekannt. [[Hieronymus Bock]] widmete ihr ein Kapitel in seinem 1551 erschienenen New Kreutterbuch. Obwohl er sich bemühte, die Meisterwurz in den frühen Schriften zu identifizieren, gelang dies nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Heinrich Marzell |Titel=Geschichte und Volkskunde der deutschen Heilpflanzen. |Auflage=1. |Verlag=Neudruck der Ausgabe 1938, Hippokrates Verlag. Reichl, St. Goar 2002 |ISBN=3-87667-234-1 |Seiten=165–167.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Conrad Gessner]] empfahl 1560 den Anbau der Meisterwurz. Diese fand sich bis in das 19. Jahrhundert vielfach in Gärten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Wurzelstock“ enthält zwischen 0,18 und 0,78 % (in Extremfällen bis 1,4 %) [[ätherische Öle]], der größte Teil davon (etwa 35,2 %) ist [[Sabinen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cisowskia2001&amp;quot;&amp;gt;{{ZNaturforsch |Serie=C |Autor=Wojciech Cisowskia, Urszula Sawickaa, Marek Mardarowicz, Monika Asztemborska, Maria Łuczkiewicz |Titel=Essential Oil from Herb and Rhizome of Peucedanum ostruthium (L. Koch.) ex DC|Jahr=2001 |Startseite=930 |Endseite=932}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere Bestandteile sind 1,3 % Oxypeucedanin (C&amp;lt;sub&amp;gt;13&amp;lt;/sub&amp;gt;H&amp;lt;sub&amp;gt;12&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;), 0,5 % Ostruthin (C&amp;lt;sub&amp;gt;18&amp;lt;/sub&amp;gt;H&amp;lt;sub&amp;gt;20&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;8&amp;lt;/sub&amp;gt;), 0,3 % Ostruthol (C&amp;lt;sub&amp;gt;24&amp;lt;/sub&amp;gt;H&amp;lt;sub&amp;gt;24&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;8&amp;lt;/sub&amp;gt;) und 0,1 % Osthol (C&amp;lt;sub&amp;gt;12&amp;lt;/sub&amp;gt;H&amp;lt;sub&amp;gt;18&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;). Für das isolierte [[Kumarin]] Ostruthin konnten 2003 in Laborexperimenten (&amp;#039;&amp;#039;[[in vitro]]&amp;#039;&amp;#039;) hemmende Eigenschaften gegenüber verschiedenen [[Mykobakterien]] beobachtet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schinkovitz2003&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Schinkovitz, Simon Gibbons, Michael Stavri, Michael J. Cocksedge, Franz Bucar |Titel=Ostruthin: An Antimycobacterial Coumarin from the Roots of Peucedanum ostruthium |Sammelwerk=[[Planta Med]] |Band=69 |Nummer=4 |Datum=2003 |Seiten=369–371 |DOI=10.1055/s-2003-38876}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den unterirdischen Pflanzenteilen wurden Pillen, Pulver, [[Dekokt]]e, Aufgüsse oder Salben gefertigt, die als Universalmittel bei [[Katarrh|Bronchialkatarrh]], [[Asthma]], [[Delirium tremens]], [[Epilepsie]], ansteckenden Krankheiten, [[Dermatophytose]]n, zur Wundbehandlung, bei Magenbeschwerden, als Gegengift, bei Wassersucht oder Zahnschmerz verwendet wurden. Meisterwurz war auch Bestandteil des &amp;#039;&amp;#039;Spiritus carminativus Sylvii&amp;#039;&amp;#039;. Auch im [[Orvietan]] war sie enthalten, einem aus vierundfünfzig verschiedenen Kräutern zusammengesetzten Allheilmittel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PflFr&amp;quot; /&amp;gt; Aus der Meisterwurz wird besonders in Gebirgsgegenden Schnaps und auch Kräuterkäse hergestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PflFr&amp;quot; /&amp;gt; In Tirol wurde zur Weihnachtszeit die Stube mit der „Wurzel“ ausgeräuchert. Die „Wurzel“ diente zum ‚Vertreiben von [[Hexe]]n‘.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thellung1965&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Gustav Hegi&lt;br /&gt;
   |Titel=Peucedanum ostruthium&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Illustrierte Flora von Mitteleuropa&lt;br /&gt;
   |Band=5, 2. Teil&lt;br /&gt;
   |Verlag=J. F. Lehmanns Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=München&lt;br /&gt;
   |Datum=1926&lt;br /&gt;
   |Seiten=1396–1401}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|978-3-494-01424-1}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Orientierende Untersuchungen zur Inkulturnahme von Meisterwurz (Peucedanum ostruthium)/Preliminary investigations on the introduction of masterwort (Peucedanum ostruthium)&amp;#039;&amp;#039; (L.)W. Koch. EM. Walle, &amp;#039;&amp;#039;Journal of Medicinal &amp;amp; Spice Plants&amp;#039;&amp;#039;, 2, 2010, S. 86–94.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;GRIN&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{GRIN|ID=27463|Rang=species|WissName=Peucedanum ostruthium|Abruf=2024-03-01}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tropicos&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Tropicos|ID=1700185|Rang=species|WissName=Peucedanum ostruthium|Abruf=2024-03-01}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;InfoFlora&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{InfoFlora|ID=1033160|WissName=Peucedanum ostruthium (L.) W. D. J. Koch|Abruf=2021-03-28}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{BibISBN|3800131315|Seite=720–721}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dörr-Lippert2004&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erhard Dörr, [[Wolfgang Lippert (Botaniker)|Wolfgang Lippert]]: &amp;#039;&amp;#039;Flora des Allgäus und seiner Umgebung.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, IHW, Eching 2004, ISBN 3-930167-61-1, S. 282.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ralf Hand]] (2011+): &amp;#039;&amp;#039;Apiaceae&amp;#039;&amp;#039;: [https://www.europlusmed.org/cdm_dataportal/taxon/cea83c42-debc-4498-897e-5b8b79d10c31 Datenblatt &amp;#039;&amp;#039;Peucedanum ostruthium&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Euro+Med Plantbase – the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity&amp;#039;&amp;#039;.]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dobler1996&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 |Autor=[[Susanne Dobler]], Patrick Mardulyn, Jacques M. Pasteels, [[Martine Rahier|Martine Rowell-Rahier]]&lt;br /&gt;
 |Titel=Host-Plant Switches and the Evolution of Chemical Defense and Life History in the Leaf Beetle Genus Oreina&lt;br /&gt;
 |Sammelwerk=Evolution&lt;br /&gt;
 |Band=50&lt;br /&gt;
 |Nummer=6&lt;br /&gt;
 |Datum=1996-12&lt;br /&gt;
 |Seiten=2373-2386&lt;br /&gt;
 |JSTOR=2410706}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;PflFr&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.pflanzenfreunde.com/heilpflanzen/meisterwurz.htm Meisterwurz bei &amp;#039;&amp;#039;Pflanzenfreunde.com&amp;#039;&amp;#039;.]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thellung1965&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Albert Thellung]]: &amp;#039;&amp;#039;Umbelliferae.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Gustav Hegi]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Illustrierte Flora von Mitteleuropa]].&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 2. Verlag Carl Hanser, München 1965. S. 1396–1401.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Imperatoria ostruthium|Meisterwurz (&amp;#039;&amp;#039;Imperatoria ostruthium&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* {{FloraWeb|4199|Peucedanum ostruthium (L.) Koch, Meisterwurz}}&lt;br /&gt;
* {{BiolFlor|2267}}&lt;br /&gt;
* Thomas Meyer: [https://www.blumeninschwaben.de/Zweikeimblaettrige/Doldenbluetler/peuce_meister.htm#Meisterwurz Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei &amp;#039;&amp;#039;Flora-de: Flora von Deutschland&amp;#039;&amp;#039; (alter Name der Webseite: &amp;#039;&amp;#039;Blumen in Schwaben&amp;#039;&amp;#039;)].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Haarstrang]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alpenflora]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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