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	<title>Meister der Pollinger Tafeln - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T08:25:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Meister_der_Pollinger_Tafeln&amp;diff=1827533&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sheogath76: /* Literatur */</title>
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		<updated>2025-01-22T18:25:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Meister der Pollinger Tafeln 001.jpg|mini|Tafel mit der Darbringung im Tempel vom Pollinger Marienaltar (1444), GNM Gm1057]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Meister der Pollinger Tafeln - Marienaltar, Verkündigung an Maria - 6247 - Bavarian State Painting Collections.jpg|mini|Verkündigung an Maria vom Pollinger Marienaltar (1444)]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Meister der Pollinger Tafeln&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein bedeutender [[Gotik|spätgotischer]] Maler, der zwischen etwa 1440 und 1470 in [[München]] tätig war und bei dem es sich wahrscheinlich um [[Hans Gleismüller]] handelte. Der Maler führte eine große Werkstatt und stand in einem engen Verhältnis zum Wittelsbacher Herzogshaus in Oberbayern, für das er sakrale und profane Kunstwerke anfertigte. Er kann deshalb auch als eine Art [[Hofkünstler]] bezeichnet werden, der eine neue, überregional angesehene Stilrichtung in München einführte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Identifikationsversuche ==&lt;br /&gt;
Der Künstler erhielt seinen [[Notnamen]] nach den von ihm gemalten &amp;#039;&amp;#039;Pollinger Tafeln&amp;#039;&amp;#039;, Resten von zwei [[Altar|Altären]] aus der Stiftskirche [[Heilig Kreuz (Polling)|Heilig Kreuz]] der [[Augustinerchorherren]] in [[Polling bei Weilheim]].&lt;br /&gt;
Jüngst hat Björn Statnik vorgeschlagen, diesen Meister der Pollinger Tafeln mit dem urkundlich bekannten Münchener Maler [[Hans Gleismüller]] zu identifizieren, nachdem diese Möglichkeit auch schon vorher in Betracht gezogen worden war. Es würde sich dann um den Vater von [[Sigmund Gleismüller]] handeln, in dessen Werkstatt dieser gelernt hätte und deren Bestand er geerbt hätte, wie Indizien belegen.&amp;lt;ref&amp;gt;Björn Statnik: &amp;#039;&amp;#039;Sigmund Gleismüller. Hofkünstler der reichen Herzöge zu Landshut&amp;#039;&amp;#039;. Petersberg 2009, hier S. 2006–2007.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Identifizierung wird inzwischen der Tendenz nach akzeptiert.&amp;lt;ref&amp;gt;So z.&amp;amp;nbsp;B. Till-Holger Borchert: &amp;#039;&amp;#039;Jan van Eycks „optische Revolution“ im Spiegel der europäischen Kunst um 1450&amp;#039;&amp;#039;. In: Maximiliaan Martens et al. (Hg.): Van Eyck. Eine optische Revolution. Gent 2020, S. 425–445.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hans Gleismüller wird erstmals 1436 als Münchener Bürger erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Künstlerische und soziale Einordnung und Würdigung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Meister der Pollinger Tafeln wird traditionell trotz der grundlegenden Stilunterschiede zusammen mit [[Gabriel Angler]] als Vertreter der sogenannten ersten Münchner Malerschule angesehen, deren Beginn um 1435 angesetzt wird und die um 1460/70 auslief. Dies ist eine deutlich vereinfachende Stilkonstruktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleismüller profilierte sich stilistisch als Vertreter eines neuen [[Realismus (Kunst)|Realismus]] und neuer Bildthemen wie z.&amp;amp;nbsp;B. der Landschaftsdarstellung. Während Angler fast gleichzeitig den Schwerpunkt auf eine emotional mitreißende Figurenerzählung legte, für die er Vorbilder in Norditalien studiert hatte, ist Gleismüllers Stil stark von der [[Altniederländische Malerei|Altniederländischen Malerei]] beeinflusst.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. dazu Ingrid-Sibylle Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Der Meister der Pollinger Tafeln. Wege der Erneuerung in der bayerischen Malerei des mittleren 15. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. VDG-Verlag,  Weimar 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt; Größere Ähnlichkeiten zeigen sich auch zum Werk des [[Konrad Witz]] in Basel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Meister der Pollinger Tafeln bzw. Hans Gleismüller stellte wahrscheinlich in München einen neuen Typus eines inoffiziellen Hofmalers am Hof der Herzöge von Oberbayern unter dem etwa gleichaltrigen [[Albrecht III. (Bayern)|Herzog Albrecht III.]] und seiner Söhne dar. Jedenfalls wurden der Maler und seine Werkstatt immer wieder vom Herzogshaus und verschiedenen seiner Glieder sowohl mit sakralen als auch profanen Bildgegenständen beauftragt. Der Meister muss Vorsteher einer größeren Werkstatt gewesen sein, die auch in die Umgebung von München liefern konnte. Damit glichen seine Stellung und seine Produktionsbedingungen einem Künstler wie [[Hans Multscher]] in Ulm, von dem Gleismüller zahlreiche Anregungen und Vorbilder aus der frankoflämischen Kunst übernahm. In diesen Aspekten unterscheidet er sich von dem ungefähr gleichaltrigen Malerkollegen in München [[Gabriel Angler]] und die Größe von Gleismüllers Werkstatt weist auf typische Verhältnisse in der zweiten Jahrhunderthälfte hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das älteste erhaltene Werk des Meisters der Pollinger Tafeln stellen &amp;#039;&amp;#039;vier Tafeln&amp;#039;&amp;#039; im Stiftsmuseum Kremsmünster dar, die einst die Werktagsseite eines Retabels bildeten. Sie sind inschriftlich auf „1439“ datiert; über ihre Herkunft und ihren Weg in die Kunstsammlungen von Kremsmünster ist nichts bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hoffmann 2007, S. 25–78.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Folgezeit sind von dem Meister &amp;#039;&amp;#039;Teile von zwei Altären&amp;#039;&amp;#039; aus der Stiftskirche [[Heilig Kreuz (Polling)|Heilig Kreuz in Polling]] erhalten. Der mit 1444 datierte &amp;#039;&amp;#039;Marienaltar&amp;#039;&amp;#039; als älteres Werk war eine Stiftung des Herzogs [[Albrecht III. (Bayern)|Albrecht III.]] von [[Bayern-München]] und seiner Gattin [[Anna von Braunschweig-Grubenhagen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Hoffmann 2007, S. 79–129.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die vier gemalten Tafeln ergänzten sicherlich einen Schrein mit Schnitzfiguren, die nicht erhalten sind. Die Gemälde wurden 1803 in der Zeit der [[Säkularisation]] nach München gebracht. Ein Teil wird dort heute in der [[Alte Pinakothek|Alten Pinakothek]] aufbewahrt, ein anderer Teil ist im [[Germanisches Nationalmuseum|Germanischen Nationalmuseum]] in Nürnberg.&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhold Baumstark: &amp;#039;&amp;#039;Die Alte Pinakothek München&amp;#039;&amp;#039;. C. H. Beck, München 2006, S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;vier namensgebenden Pollinger Tafeln&amp;#039;&amp;#039; als Rest eines Marienaltars der Augustiner-Stiftskirche in Polling, dat. 1444. Die ursprüngliche Anordnung kann nur erschlossen werden. Ingrid-Sibylle Hoffmann hat 2007 eine Rekonstruktion wie folgend vorgeschlagen:&amp;lt;ref&amp;gt;Hoffmann 2007, Abb. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* oben links: &amp;#039;&amp;#039;Verkündigung an Maria&amp;#039;&amp;#039;, heute München, Alte Pinakothek&lt;br /&gt;
* oben rechts: &amp;#039;&amp;#039;Geburt Mariens&amp;#039;&amp;#039;, heute Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum&lt;br /&gt;
* unten links: &amp;#039;&amp;#039;Anbetung der Heiligen Drei Könige&amp;#039;&amp;#039;, heute München, Alte Pinakothek&lt;br /&gt;
* unten rechts: &amp;#039;&amp;#039;Darbringung im Tempel&amp;#039;&amp;#039;, heute Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Montage Pollinger Kreuzaltar Innenseite nach Hoffmann 2007 1200px.jpg|mini|Ursprüngliche Anordnung der Innenseiten der Flügel des Pollinger Kreuzaltars um 1450 (nach Hoffmann 2007). Der Schrein in der Mitte fehlt.]]&lt;br /&gt;
Vermutlich etwas später entstand ein &amp;#039;&amp;#039;Kreuzaltar&amp;#039;&amp;#039; in der Pollinger Stiftskirche, der in die Jahre 1450 bis 1460 datiert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Spätdatierung bei Statnik 2009, S. 2003&amp;lt;/ref&amp;gt; Von dem Altar sind die beiden Flügel mit insgesamt acht gemalten Szenen auf der Außen- und der Innenseite erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Hoffmann 2007, S. 130–181.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Freising sind &amp;#039;&amp;#039;vier Tafelbilder mit stehenden Heiligen&amp;#039;&amp;#039; erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Hoffmann 2007, S. 182–189.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin wird dem Meister der Pollinger Tafeln das &amp;#039;&amp;#039;Fragment eines Wandmalereizyklusses mit bayerischen Herzögen&amp;#039;&amp;#039; ehemals im [[Alter Hof (München)|Alten Hof]] zu München zugeschrieben. Der Zyklus wird in die Jahre 1463 bis 1465 datiert und dürfte ein Auftragswerk Herzog [[Siegmund (Bayern)|Siegmunds]] von Bayern darstellen. Die Bemalung einer etwa 6 Meter breiten Wand wurde 1850 entdeckt und 1893 in das Bayerische Nationalmuseum übertragen. Es existieren verschiedene Kopien des gesamten Zyklus in Handschriften, die die gesamte Anzahl von 61 Figuren zeigen, die sich wohl über alle vier Wände eines quadratischen Raums verteilten. Früher wurde die Wandmalerei Gabriel Mäleskircher zugeschrieben, aber es kann überzeugend der stilistische Zusammenhang mit dem Werk des Pollinger Meisters aufgezeigt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Zuschreibung und Datierung: Hoffmann 2007, S. 197–200.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meister der Pollinger Tafeln - Marienaltar, Geburt Christi - 4565 - Bavarian State Painting Collections.jpg|Marienaltar aus Polling, Geburt Christi (dat. 1444)&lt;br /&gt;
Meister der Pollinger Tafeln um1445.jpg|[[Anbetung der Könige|Anbetung der Heiligen Drei Könige]] vom Marienaltar aus Polling (Ausschnitt) (dat. 1444)&lt;br /&gt;
Meister der Pollinger Tafeln - Kreuzaltar, Flügelaußenseite, Die Kaiserin Helena befragt die Juden und Kreuzigung Christi - 1369 A - Bavarian State Painting Collections.jpg|Kreuzaltar aus Polling, Flügelaußenseite: Die Kaiserin Helena befragt die Juden und Kreuzigung Christi (um 1450/60) (Alte Pinakothek)&lt;br /&gt;
Meister der Pollinger Tafeln - Kreuzaltar, Flügelaußenseite, Kaiserin Helena findet das wahre Kreuz Christi und Erprobung des Kreuzes - 1368 A - Bavarian State Painting Collections.jpg|Kreuzaltar aus Polling, Flügelaußenseite: Kaiserin Helena findet das wahre Kreuz Christi und Erprobung des Kreuzes (um 1450/60) (Alte Pinakothek)&lt;br /&gt;
München BNM - Reihe der bayerischen Herzöge Wandfresken aus dem Alten Hof - Nr 03.jpg|Fragment des Freskenzyklus im Alten Hof (um 1463/65)&lt;br /&gt;
München BNM - Reihe der bayerischen Herzöge Wandfresken aus dem Alten Hof - Nr 04.jpg|Fragment des Freskenzyklus im Alten Hof (um 1463/65)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Matthias Weniger]]: &amp;#039;&amp;#039;Kapitel V: Bayern&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Till-Holger Borchert]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Van Eyck bis Dürer. Altniederländische Meister und die Malerei in Mitteleuropa.&amp;#039;&amp;#039; Brügge 2010, S. 345–349.&lt;br /&gt;
* Ingrid-Sibylle Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Der Meister der Pollinger Tafeln. Wege der Erneuerung in der bayerischen Malerei des mittleren 15. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. VDG-Verlag,  Weimar 2007, ISBN 978-3-89739-562-6 (mit Werkkatalog).&lt;br /&gt;
* Volker Liedke: &amp;#039;&amp;#039;Die Münchner Tafelmalerei und Schnitzkunst der Spätgotik. Bd. 2. Vom Pestjahr 1430 bis zum Tod Ulrich Neunhausers 1472. Mit einem Restaurierungsbericht von Ernst Buchenrieder&amp;#039;&amp;#039; (= Ars Bavarica 29/30). München 1982.&lt;br /&gt;
* Gisela Goldberg: &amp;#039;&amp;#039;Zum Pollinger Kreuz-Altar&amp;#039;&amp;#039;.  In: &amp;#039;&amp;#039;Weltkunst&amp;#039;&amp;#039; 53, 1983, S. 1795–1796.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Master of the Polling Panels}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=121105032|VIAF=50073607}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler des Mittelalters|Pollinger Tafeln, Meister Der]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Notname (Mittelalter)|Pollinger Tafeln, Meister Der]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 14. oder 15. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 15. oder 16. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Meister der Pollinger Tafeln&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher anonymer Maler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Jahrhundert oder 15. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. Jahrhundert oder 16. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sheogath76</name></author>
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